Jan Gruber

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Jan Gruber

Verschleppte Erstattungen: Deutsche Gerichte verzeichnen Flut an Klagen

Diese Zahl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Allein bei zehn deutschen Gerichten sind 45.000 Fälle anhängig, bei denen Konsumenten gegen Airlines und/oder Veranstalter klagen. Zumeist geht es um noch immer nicht erfolgte Rückerstattungen abgesagter Flüge bzw. Pauschalreisen. Dies teilte der Deutsche Richterbund mit. Das Fachmagazin „Deutsche Richterzeitung“ führte eine Umfrage unter den Richtern durch und dabei wurde festgestellt, dass unmittelbar nach der Lockdown-Zeit die eingebrachten Klagen aufgrund nicht erhaltener Erstattungen gegen Fluggesellschaften und Reiseveranstalter einen regelrechten Boom erlebt haben. Bei abgesagten Flügen sind Airlines gesetzlich dazu verpflichtet den bezahlten Ticketpreis vollständig zu erstatten. Damit nahm man es aber alles andere als genau. Der Deutsche Richterbund nennt auch Zahlen: In Köln sind derzeit rund 9.500 Klagen anhängig, in Düsseldorf etwa 9.000, in Frankfurt rund 7.500, in Berlin und München etwa 4.000. Die Liste lasse sich lang fortsetzen, denn es soll kaum ein deutsches Amtsgericht geben, das nicht mit Klagen von Konsumenten, die auf ihr Geld warten, regelrecht überschwemmt wird. Möglicherweise liegt es auch daran, dass viele so genannte Fluggastrechte-Portale die Krise zur Anpassung ihrer Geschäftsmodelle genutzt haben. So wird gegen Provision die Eintreibung des nicht-erstatteten Ticketgelds angeboten. Die Anbieter ziehen in außergewöhnlich hohem Umfang vor Gericht.

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Gerd Stöwer ist neuer Geschäftsführer in Erfurt-Weimar

Mit Gerd Stöwer bekommt der deutsche Regionalflughafen Erfurt-Weimar einen neuen Chef. Er folgt auf Uwe Kotzan, der über viele Jahre hinweg die Geschicke des Airports leitete und per 1. Jänner 2021 nach Karlsruhe/Baden-Baden, ebenfalls als Geschäftsfüher, wechselt. Stöwer ist Diplomingenieur für Luft- und Raumfahrt und lehrt an der TU Dresden als Honorarprofessor das Fach „Flughafenbetrieb und Luftverkehrspolitik“. Nach dem Studium an der TU Berlin war er in verschiedenen Positionen bei der Deutschen Lufthansa in Hamburg und Frankfurt tätig. 1992 wurde der gebürtige Berliner in die Geschäftsführung der Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle aufgenommen und trug damit kurz nach der Wiedervereinigung maßgeblich zur Entwicklung und zum Ausbau der beiden sächsischen Verkehrsflughäfen bei. Später leitete er als Alleingeschäftsführer (CEO) viele Jahre den Internationalen Verkehrsflughafen Münster/Osnabrück in Nordrhein-Westfalen. Parallel dazu nahm der Geschäftsführer verschiedene Funktionen im Verband der deutschen Flughäfen (ADV) und im Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e.V (BDL) wahr. 2017 machte sich Prof. Stöwer selbstständig als Unternehmensberater. Seitdem beriet er Unternehmen der Luftverkehrsbranche, v.a. Flughäfen in operativen und strategischen Fragen. Der langjährige Geschäftsführer Uwe Kotzan hat das Unternehmen mit heutigem Datum verlassen und wird zum 01. Januar 2021 seine neue Aufgabe als Geschäftsführer des Flughafens Karlsruhe/Baden-Baden übernehmen. Prof. Stöwer dankte dem ehemaligen Geschäftsführer Uwe Kotzan für seine langjährige erfolgreiche Tätigkeit am Flughafen Erfurt-Weimar und insbesondere dafür, dass er sich bis zum letzten Arbeitstag höchst engagiert für die Belange des Erfurter Flughafens eingesetzt hat.

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Uwe Kotzan wird neuer Chef am Baden-Airpark

Mit Uwe Kotzan bekommt der Regionalflughafen Karlsruhe/Baden-Baden am 1. Jänner 2021 einen neuen Chef. Bislang leitete der Manager die Geschicke des Regio-Airports Erfurt/Weimar. Er folgt auf den langjährigen Geschäftsführer Manfred Jung, der den wohlverdienten Ruhestand antreten wird. Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden befindet sich äußerst nahe der deutsch-französischen Grenze und wird überwiegend von Charter- und Billigfluggesellschaften genutzt. Bedingt durch die Corona-Pandemie sind derzeit viele Verbindungen, wie an fast allen anderen Flughäfen auch, stark ausgedünnt.

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Hamburg: Lufthansa wartet Boeing 747SP „SOFIA“

Am Flughafen Hamburg traf am 30. September 2020 zu Wartungszwecken ein einzigartiger Gast ein: Die Boeing 747SP „Sofia“. Es handelt sich dabei um das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie, das NASA und DLR gemeinsam betreiben. Lufthansa Technik führt einen C-Check durch. „Wir freuen uns auf die erneute Zusammenarbeit mit Lufthansa Technik“, erklärt Heinz Hammes, SOFIA-Projektleiter im DLR Raumfahrtmanagement. „Die speziellen Umstände in diesem Jahr erfordern dabei besondere Kooperation und Flexibilität von allen Beteiligten. Wir sind davon überzeugt, für die anstehenden Aufgaben am richtigen Ort zu sein.“ Neue Klimatisierung für die Forschungsinstrumente Im Fall von SOFIA wird das Flugzeug nach den Vorschriften der NASA instandgesetzt, die auch die genauen Arbeitspakete für diese Liegezeit definiert hat. Während des C-Checks werden umfangreiche Kontrollen an der Flugzeugstruktur vorgenommen und notwendige Reparaturen durchgeführt. Dazu werden unter anderem die Triebwerke und die Kabine inklusive ihrer Verkleidungen und Fußböden demontiert, um während der Test- und Wartungsarbeiten auch sämtliche Verkabelungen und Leitungen überprüfen zu können. Zusätzlich erhält die Klimaanlage des Flugzeugs ein Upgrade. „Hierdurch wird es uns in Zukunft möglich sein, die Temperatur in der Kabine besonders fein zu justieren“, erläutert Hammes. „Dies ist insbesondere in der Instrumentenzone wichtig, denn jedes Forschungsinstrument benötigt eine genau passende Umgebungstemperatur.“ Ab Mitte Dezember sind dann die finalen Checks bei Lufthansa Technik – etwa für die Triebwerke und den Innendruck der Kabine – vorgesehen. Anfang Februar sollen die Wartungsarbeiten abgeschlossen sein, so  dass der Wissenschaftsbetrieb mit SOFIA wiederaufgenommen werden kann. Universität Stuttgart führt die Wartungen des Teleskops durch Auch das Teleskop an Bord von

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BH Murtal bittet um Mithilfe: Ryanair flog Corona-Fall ein

Die Bezirkshauptmannschaft Murtal bittet die österreichische Bevölkerung um Mithilfe. Am 29. September 2020 reiste eine positiv auf das Coronavirus getestete Person mit Ryanair-Flug FR 7337 auf Platz 27B von Sevilla nach Wien. Anschließend fuhr der Reisende vom Flughafen Schwechat zum Wiener Hauptbahnhof und nutzte dabei einen Railjet. Die Weiterfahrt erfolgte um ca. 18 Uhr 00 mit einem Zug der ÖBB, der um 21 Uhr 00 in Judenburg angekommen ist. Es gab keinen zugewiesenen Sitzplatz. Die Bezirkshauptmannschaft Murtal bittet Personen, die sich an Bord des Ryanair-Flugs und/oder in den beiden Zügen der Österreichischen Bundesbahnen aufgehalten haben, ihren Gesundheitszustand selbst zu überwachen und freiwillig soziale Kontakte und Menschenansammlungen bis inklusive 9. Oktober 2020 zu meiden. Weiters ersucht die BH Murtal, dass bei Symptomen das örtlich zuständige Gesundheitsamt und die Hotline 1450 kontaktiert werden. In diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzuweisen, dass Kontaktpersonen mit Wohnsitz Wien die Möglichkeit haben sich vor dem Ernst-Happel-Stadion und auf der Donauinsel kostenfrei testen zu lassen.

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Deutschland: Luftfahrt leidet, Campingplätze melden Rekorde

Während die Luftfahrt, Hotellerie und Reiseveranstalter massiv unter der Coronakrise leiden, konnten in Deutschland Campingplätze sogar Rekordzahlen verzeichnen. Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Campingwirtschaft gab es allein im Juli 2020 mehr als 8,5 Millionen Übernachtungen – so viele wie noch nie in einem Einzelmonat. Die deutschen Beherbergungsbetriebe leiden massiv darunter, dass internationale Touristen und Geschäftsreisende deutlich weniger unterwegs sind. Das führte dazu, dass einen Rückgang von 22 Prozent verzeichnen musste. Viel konnte durch inländische Reisende abgefangen werden, jedoch nicht alles. Zulegen konnten in der Krise Campingplätze und zum Teil sogar zweistellig. Aufgrund der Lockdown-Phase steht unter dem Strich dennoch ein Minus von 34,6 Prozent. Der Blick auf die Campingplätze bestätigt indirekt das Bild, das die Luftfahrtbranche wiederholt skizziert hatte. Urlaubsreisen mit dem Flugzeug waren in den reisestärksten Monaten Juli und August 2020 erheblich weniger nachgefragt. Viele Deutsche verbrachten ihre Urlaube innerhalb der Bundesrepublik und nutzten interessanterweise gerne Campingplätze. Vermieter von Wohnwägen und –mobilen konnten nicht nur Rekordumsätze verzeichnen, sondern waren weitgehend komplett ausgebucht. Doch der Hype dürfte nur kurzfristig sein, denn die Hauptreisezeit ist vorbei. Der Kreis zur Luftfahrt schließt sich nun wieder, denn die Nachfrage im Herbst und Winter ist auch auf deutschen Campingplätzen gering. Spannend dürfte aber sein, ob auch im Sommer 2021 viele Deutsche dem neu entdeckten Camping treu bleiben oder eher wieder eine Flugreise buchen werden. Genau von dieser Entscheidung, die schwer prognostizierbar ist, hängen bei vielen Airlines die Kapazitätsplanungen ab.

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Italien: Albastar erhält Zuschlag für drei Strecken

Die spanische Fluggesellschaft Albastar konnte eine Ausschreibung in Italien gewinnen und wird im Auftrag der öffentlichen Hand drei Strecken bedienen. Dabei handelt es sich Brindisi, Neapel und Parma. Der Carrier ist bereits auf anderen Routen ab dem sizilianischen Airport tätig. „Es ist ein weiterer wichtiger Meilenstein, der unsere Präsenz in Sizilien stärkt und Albastar hinsichtlich der angebotenen Destinationen zur Nummer Eins in Trapani Bigi macht“, erklärt Giancarlo Celani, Chief Commercial Officer und stellvertretender CEO von Albastar. Die Aufnahme der Auftragstrecken erfolgt im November 2020. Nach Rom, Mailand-Malpensa und Cuneo fliegt Albastar bereits ab dem sizilianischen Flughafen. Albastar ist eine spanische Fluggesellschaft mit Homebase Palma de Mallorca. Der Carrier ist seit 2014 in Italien tätig und wurde ursprünglich von italienischen Unternehmern gegründet. Die Flotte besteht derzeit aus fünf Boeing 737-800NG, die mit 189 Sitzen bestuhlt sind und einer Boeing 737-400, die über 170 Plätze verfügt.

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Gewerkschaften werfen Lufthansa „Tarifflucht auf Staatskosten“ vor

Die Flugbegleitergewerkschaft UFO, die Vereinigung Cockpit und Verdi werfen der Lufthansa-Geschäftsleitung vor, dass diese mit neun Milliarden Euro Staatshilfe untarifierte Arbeitsplätze „zu Dumping-Bedingungen beim Projekt Ocean“ schaffen würde. Die Mitarbeiter „der gesamten Branche und kritisieren das Vorhaben massiv gegenüber der Bundesregierung.“ Insgesamt 14 Personalvertretungen und Betriebsräte fordern branchenübergreifend in einem offenen Brief die Pläne umgehend zu stoppen. Zur Not durch eine politische Intervention. Die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit, Verdi und UFO unterstützen diese Forderung und sehen die Bundesregierung in der Pflicht, Sorge für einen angemessenen Umgang mit Steuergeldern zu tragen. „Im Windschatten der Krise versucht der Konzern sein lang gehegtes Projekt ‘Ocean’ durchzuziehen, um in einem wiederholten Anlauf Arbeitsplätze ohne Einfluss von Gewerkschaften aufzubauen und sich erfolgreicher Konkurrenz in diesem Sektor zu entledigen. Diesmal jedoch auf Staatskosten, denn ohne das Geld der Steuerzahler wäre das Unternehmen pleite; damit nun einerseits Tausende rauszuwerfen, um andererseits zu 1.400 Euro brutto wieder einzustellen, ist unverfroren und unanständig“, erklärt Daniel Flohr, UFO-Vorsitzender. „Staatshilfen sind dazu da, Arbeitsplätze zu retten. Das offenkundige Hauptmotiv der Neugründung „Ocean“ ist es, Tarifflucht auf Staatskosten zu begehen. Es wird mitten in der größten Krise der Luftfahrt viel Geld in eine Plattform investiert, bei der mit jahrelangen Anlaufverlusten zu rechnen ist. Wir fordern die Politik auf, genauer hinzusehen, wie mit Milliarden an Staatshilfen umgegangen wird,“ so Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik der Vereinigung Cockpit. Auch die Unternehmen Tui und Condor haben Staatsgeld in der Krise erhalten. Lufthansas Projekt „Ocean“ geht in Verdrängungswettbewerb zu diesen Unternehmen – ein Vernichtungskampf auf Staatskosten ist damit

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Zulieferer Isovolta baut 80 Jobs in Wiener Neudorf ab

Die Isovolta Group produziert am Standort Wiener Neudorf mit rund 160 Mitarbeitern Leichtbaumaterialien für das Inferior von Flugzeugkabinen. Der Nachfragerückgang bei Airbus bzw. Kunden in Europa im Mittleren Osten hat nun Auswirkungen. Bis zu 80 Mitarbeiter werden abgebaut, wobei 50 Arbeitern der Wechsel zur Konzernschwester Fundermax in Neudörfl oder Wiener Neudorf ermöglicht werden soll. „Wir verzeichnen Umsatzeinbrüche von 60 Prozent, bei Ersatzteilen sogar bis zu 80 Prozent“, erklärt Peter Höllwarth, CEO von Isovolta. „Eine Erholung ist vorerst nicht in Sicht, das Vorkrisenniveau wird möglicherweise erst in einigen Jahren wieder erreicht werden. Daher sind wir leider gezwungen, unseren Produktionsstandort in Wiener Neudorf neu aufzustellen.“ Ins Jahr 2020 ist man ursprünglich sehr gut gestartet, doch die Corona-Pandemie veränderte ab April 2020 alles. Die Geschäftsleitung ist bemüht Stellen nach Möglichkeit rein intern nachzubesetzen, um möglichst viele Mitarbeiter im Unternehmen halten zu können. „Wir bedauern diesen notwendigen, harten Schritt zutiefst, müssen aber auf die schwere Branchenkrise reagieren und unsere Organisation entsprechend ausrichten. Unsere Teams werden sich künftig mit neuen Jobprofilen, Prozessen und Abläufen noch flexibler aufstellen“, so Höllwarth. Beim Arbeitsmarktservice Niederösterreich wurden alle 160 Mitarbeiter des Standorts Wiener Neudorf zur Kündigung angemeldet. Der Geschäftsführer betont allerdings, dass dies ausschließlich arbeitsrechtliche Gründe habe und man erst jetzt die Einzelgespräche und Detailplanungen gemeinsam mit den Mitarbeitern durchführen werde.

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Innsbruck schränkt die Betriebszeiten ein

Der Flughafen Innsbruck wird ab 1. Oktober 2020 die Betriebszeiten einschränken. Der Großteil der Belegschaft wird – wie berichtet – wieder in die Kurzarbeit geschickt. Der Airport betont allerdings, dass man für Notfälle jederzeit einsatzbereit bleibt. Die Shops, das Restaurant und selbst die Trafik schließen. „Auf Grund der derzeitigen Situation haben wir uns leider dazu entschließen müssen, am Flughafen Innsbruck ab 1. Oktober 2020 wieder in Kurzarbeit zu gehen“, sagt Flughafengeschäftsführer Marco Pernetta. „Das Flugaufkommen ist zurzeit und in den kommenden Wochen einfach zu gering. Ab 5. Oktober 2020 werden auch die Betriebszeiten des Flughafens sowie die Öffnungszeiten des Terminals angepasst. Wir bitten alle Passagiere und Abholer, nicht früher als zwei Stunden vor Abflug oder Ankunft zum Flughafen zu kommen, um nicht vor verschlossenen Türen stehen zu müssen“. Der an den Flughafen angrenzende Heliport von Polizei und Christophorus ist von diesen Einschränkungen nicht betroffen. Die Polizeiinspektion Flughafen bleibt ebenfalls weiterhin geöffnet. Auf Grund der schwachen Nachfrage werden auch das Lebensmittelgeschäft MPreis, der Bäcker Ruetz sowie das Flughafenrestaurant und die Trafik (Airport Shop) am Flughafen vorerst komplett schließen. Gleiches gilt auch für den Travel Value Shop (Duty Free Shop) und die Business Lounge. Sobald es wieder mehr Flüge gibt und die Nachfrage steigt, werden diese selbstverständlich wieder geöffnet sein. Andere am Flughafen angesiedelte Unternehmen – wie etwa die Autovermietungen – sind nach wie vor geöffnet und zugänglich, wobei die Kunden gebeten werden, sich bei Anfragen direkt an das jeweilige Unternehmen zu wenden.

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