Jan Gruber

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Jan Gruber

Spanien schnürt Rettungspaket für Air Europa

Die Finanzlage der spanischen Fluggesellschaft Air Europa ist aufgrund der Coronakrise enorm angespannt. Nun scheint die Regierung dem Carrier mit einem 400-Millionen-Euro-Darlehen unter die Arme zu greifen. Allerdings will Spanien auch am Erfolg des Unternehmens teilhaben. Laut der lokalen Zeitung Cinco Dias machen Air Europa insbesondere die laufenden Leasingkosten für die Flotte schwer zu schaffen. Diese werden auf etwa 30 Millionen Euro pro Monat beziffert. Gleichzeitig können derzeit nur wenige Destinationen bedient werden und die Nachfrage hält sich ebenfalls in sehr eng gesteckten Grenzen. Auf der Langstrecke werden nur wenige Destinationen bedient und das überwiegend nur einmal pro Woche. Die spanische Regierung soll demnach Bereitschaft signalisiert haben ein Fixzinsdarlehen in der Höhe von 201 Millionen Euro zu gewähren. Bei diesem ist vorgesehen, dass je nach Erfolg von Air Europa auch der Staat profitiert. Weitere 199 Millionen Euro sollen über einen normalen, jedoch staatlich besicherten Kredit fließen. Die Staatsholding “Sociedad Estatal de Participaciones Industriales Sepi” führt derzeit eine Due-Diligence-Prüfung durch. Das Ergebnis soll in Kürze feststehen und ist maßgeblich für die Gewährung des Notkredits. Eigentlich wollte die International Airlines Group die Fluggesellschaft Air Europa zum Preis von knapp einer Milliarde Euro übernehmen und mit Iberia zusammenführen. Die Coronakrise führte jedoch dazu, dass der Wert des spanischen Carriers massiv gesunken ist und die IAG auch nicht mehr dazu bereit ist den hohen Preis an Globalia zu bezahlen. Zuletzt wurde kolportiert, dass maximal 500 Millionen Euro seitens der IAG als Angebot auf dem Tisch liegen. Das schmeckt dem bisherigen Eigentümer naturgemäß überhaupt nicht,

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Risikogebiete: Deutschland kontrolliert lasch bis gar nicht

Deutschland erklärte Wien zur Corona-Risikoregion, was zur Folge hat, dass bei der Einreise entweder ein negativer PCR-Test, nicht älter als 48 Stunden, vorgelegt werden muss oder eine Quarantäne blüht. Soweit die Theorie, in der Praxis erwarten die Reisenden aber ganz und gar keine scharfen Kontrollen. Eine Airline-Bedienstete erklärte gegenüber Aviation.Direct, dass derzeit lediglich die von Deutschland “Aussteigekarten” genannten Passenger Locator Cards ausgefüllt werden müssen. Auf diesen gibt es ein Feld, das angekreuzt werden kann, wenn man einen negativen PCR-Test dabei hat. Den Befund selbst kontrolliert aber niemand. Die Flugzeuge kommen weiterhin ganz normal an den Schengen-Gates an. Weder der Pass, noch sonst irgendetwas wurde in den letzten Tagen von aus Wien kommenden Reisenden kontrolliert. Nicht einmal die Richtigkeit der Daten auf der “Aussteigekarte” werden überprüft. Die Besatzung muss diese absammeln und an die Behörden übergeben. Bereits vor einigen Tagen wurde bekannt, dass allein am Flughafen Frankfurt am Main der Großteil dieser mit Fake-Daten wie Mickey Maus ausgefüllt wird. Die Kontaktverfolgung oder aber gar die Zustellung eines Quarantäne-Bescheids ist damit völlig unmöglich. Die Umsetzung der harten Einreisebestimmungen scheinen die deutschen Behörden daher nicht sonderlich ernst zu nehmen und Passagieren sehr viele Schlupflöcher zu ermöglichen. Das momentan in den meisten deutschen Bundesländern gültige Recht sieht allerdings vor, dass sich die Einreisenden selbst bei ihrer lokal zuständigen Gesundheitsbehörde melden müssen. Das Unterlassen dieser Meldung kann zwar Verwaltungsstrafen nach sich ziehen, jedoch ist es bedingt durch die chaotische Art und Weise wie Deutschland die Einreisen aus Risikogebieten handhabt, fast unmöglich die “Quarantäne-Drückeberger” zu finden.

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Kenton Jarvis wird neuer Easyjet-Finanzchef

Kenton Jarvis wird von Tui zum britischen Billigflieger Easyjet wechseln und dort die Funktion des Finanzchefs übernehmen. Dies teilte der Lowcoster am Freitag in Luton mit, nannte jedoch noch keinen genauen Termin für den Amtsantritt. Der momentan amtierende Finanzchef Andrew Findlay wird das Unternehmen verlassen. Das wurde allerdings schon im Frühjahr offiziell kommuniziert. „Seine tiefen Kenntnisse der Reiseindustrie, sowie seine Fähigkeiten im Finanzbereich werden für die Periode des Wiederaufbaus nach der Pandemie entscheidend sein“, so Easyjet-Vorstandsvorsitzender Johan Lundgren in einer Aussendung.

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Auch Israel erklärt Österreich zum Risikogebiet

Österreich ist nun von einem weiteren Land zum Risikogebiet erklärt worden: Ungeachtet dessen, dass Israel selbst nationale Rekordinfektionszahlen meldet und bereits den zweiten Lockdown veranlasst hat, wurde eine Reisewarnung für die Alpenrepublik ausgesprochen. Die Auswirkungen werden sich aber in sehr eng gesteckten Grenzen halten. Der Grund dafür ist, dass Israel äußerst harte Einreisebestimmungen praktiziert und derzeit touristische Aufenthalte gar nicht möglich ist. Eigene Staatsbürger können zwar jederzeit das Land betreten, müssen sich allerdings einer Quarantäne unterziehen. Angehörige anderer Länder dürfen nur unter ganz besonderen Umständen nach Israel einreisen. Umgekehrt ist es für Israelis schwierig in Österreich einzureisen, denn der Mittelmeerstaat gehört nicht der europäischen Union an. Daher gelten die Bestimmungen für Drittstaatenangehörige und diese sehen nur sehr wenige Ausnahmen vor. In jedem Fall ist dann die Vorlage eines negativen PCR-Tests zwingend notwendig. Diese Umstände haben bereits dazu geführt, dass der Reiseverkehr zwischen Österreich und Israel auf einem äußerst niedrigen Niveau ist. Daher hat die Reisewarnung nun eher symbolischen Charakter.

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USA: Vernichtender 737-Max-Bericht im Kongress

Die FAA habe auf Druck von Boeing Augen und Ohren in Sachen Boeing 737 Max verschlossen und die beiden Abstürzte seinen das “grauenvolle Ergebnis” einer ganzen Kette von Fehlern des Herstellers und “grob unzureichender Aufsicht” durch die FAA. Zu diesem Schluss kommt der fast 250 Seiten starke Bericht des Untersuchungsausschusses im Abgeordnetenhaus. Die FAZ schreibt, dass der Abschlussbericht die bisherigen Erkenntnisse bestätigen würde,, jedoch weitere erschreckende Details ans Tageslicht gekommen sind. Beispielsweise hätten zahlreiche Boeing-Mitarbeitern von den Mängeln gewusst, jedoch hätte man diese systematisch vertuscht und kleingeredet. Letzteres trat immer dann ein, wenn Ingenieure ihre Bedenken kundgetan haben. Von den groben Mängeln am MCAS-System hingegen sollen nur wenige tatsächlich gewusst haben. Der Untersuchungsausschuss stellte auch fest, dass Hersteller Boeing massiven Druck auf die FAA ausgeübt haben soll. Das hatte zur Folge, dass berechtigte Bedenken ignoriert wurden und stattdessen eine rasche Typenzulassung erteilt wurde. Der Bericht hält auch fest, dass Boeing sich unter massivem Druck gegenüber Airbus sah, denn die A320neo-Reihe verkaufte sich besser. Man wollte unbedingt eine Antwort darauf haben und die Europäer übertrumpfen. Dabei etablierte sich auch eine “Kultur der Verschleierung” rund um offensichtliche Probleme bei der Boeing 737 Max. Der Untersuchungsausschuss ist auch der Ansicht, dass Boeing einen Neustart in Sachen Sicherheitskultur unternehmen muss. Der Einfluss des Herstellers auf die FAA soll so groß gewesen sein, dass diese Bedenken eigener Prüfer ignorierte und stattdessen den Begehren von Boeing stattgab. Die Folge daraus ist, dass keine ernsthafte und unabhängige Prüfung vor der Zulassung stattgefunden hat. Besonders hart gehen die

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American Airlines fliegt mit weniger Kabinenpersonal

Das Oneworld-Mitglied American Airlines reagiert auf die zum Teil schwache Auslastung der Langstreckenflüge und reduziert nun die Anzahl der Crewmitglieder. Dadurch sollen Kosten eingespart werden, jedoch betont der Carrier, dass die Vorschriften der FAA eingehalten werden. Auf dem Maschinentyp Boeing 777-300 sind künftig zwei Flugbegleiter weniger an Bord. Bei der 777-200 und 787-9 je ein Besatzungsmitglied. Laut “Simple Flying” wird jedoch auch auf der Mittelstreckenflotte gekürzt. Beispielsweise sind die Airbus A321 künftig mit nur noch fünf statt sechs Flugbegleitern unterwegs. Die Regularien der FAA sehen vor, dass mindestens ein Crewmitglied pro 50 Passagiere in der Kabine sein muss. Weiters müssen die Stationen für den Ernstfall entsprechend und ausreichend besetzt sein. American Airlines nutzt nun die geringe Auslastung der Flüge, um temporär Personalkosten einsparen zu können. Gegebenenfalls muss jedoch – bei komplett ausgebuchtem Flugzeug – das Kabinenpersonal wieder aufgestockt werden.

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Dortmund: Landesregierung befürwortet „Pistenverlängerung“

Der Billigflieger Wizzair drängt darauf mit Maschinen des Typs A321 nach Dortmund zu fliegen. Momentan ist die Piste allerdings zu kurz dafür, doch diese kann mit minimalem Aufwand verlängert werden. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat keinen Einwand gegen das Vorhaben eingebracht. Dies geht aus der Beantwortung einer kleinen Anfrage des SPD-Abgeordneten Hartmut Ganzke hervor. Allerdings – so Radio Unna – müssten die Lärmauswirkungen durch das Regierungspräsidium Münster geprüft werden. Eine neue Umweltverträglichkeitsprüfung soll nicht erforderlich sein, da es sich formell nur um eine Schwellenverlegung handelt und keine tatsächliche Verlängerung stattfindet. Mit dieser Verlegung kann jedoch die Piste voll ausgenutzt werden, was auch dazu führt, dass Wizzair, die vor Ort eine Basis unterhält, mit A321 fliegen kann. DIe Landesregierung will allerdings am 100 Tonnen Höchstabfluggewicht festhalten.

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Kosovo: Eurowings nimmt Pristina-Belgrad auf

Die Lufthansa-Tochter Eurowings plant die Aufnahme von Nonstop-Flügen zwischen Pristina und Belgrad. Dies ist in vielerlei Hinsicht eine Premiere, denn Serbien betrachtet den Kosovo weiterhin als Teil seines Staatsgebiets, während die Mehrzahl der Länder das anders sieht und das Kosovo als eigenständigen Staat anerkennt. Bislang gab es aufgrund der politischen Unstimmigkeiten keine Nonstop-Flüge zwischen den beiden Städten. Zuletzt gab es im Jahr 1999 eine solche Verbindung, wurde jedoch aufgrund der bereits erwähnten politischen Querelen eingestellt. Die Vereinigten Staaten von Amerika vermittelten nun die Wiederaufnahme. Eurowings bestätigte gegenüber Airliners.de, dass entsprechende Pläne bestehen. Auch unterhält man ohnehin bereits in Pristina eine Basis, die von Eurowings Europe betrieben wird. Ein genauer Termin für die Aufnahme der Strecke steht allerdings noch nicht fest. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde mit den beiden Staaten bereits unterzeichnet. Der tatsächliche Start könnte sich allerdings aufgrund der Corona-Pandemie aus wirtschaftlichen Gründen verzögern. Ein Novum ist die geplante Route allerdings auch aus Sicht von Eurowings, denn es handelt sich um die erste Strecke, die zwischen zwei Staaten, die nicht der Europäischen Union angehören, aufgenommen werden soll. Wie erwähnt: In Pristina unterhält Eurowings Europe eine Basis und hat einen Airbus A319 stationiert.

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August 2020: Deutlicher Rückgang bei Air Baltic

Die durchaus strengen Einreise- und Quarantäneregeln der lettischen Regierung wirkten sich im eigentlich reisestarken August negativ auf die Anzahl der beförderten Passagiere bei Air Baltic aus. Gegenüber Juli 2020 verzeichnete man gar einen neunprozentigen Rückgang. „August war der dritte volle Monat des geplanten Betriebs für Air Baltic und vielleicht der bisher härteste. Nach einem relativ soliden Juli sank die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen aufgrund der weit verbreiteten Anforderungen an die Selbstisolation erneut. Trotzdem werden wir die Konnektivität für diejenigen Kunden aufrechterhalten, die reisen müssen, und wir sind sicher, dass die Nachfrage steigen wird, sobald die Selbstisolationsregeln geändert werden”, so Firmenchef Martin Gauss. Der Carrier führte im August 2020 1.997 Flüge durch. Bedient wurden 51 Strecken. An Bord befanden sich 137.830 Reisende. Im Juli 2020 waren es noch 53 Routen, 2.019 Flüge und 151.529 Passagiere. Die Zahlen auf einen Blick:   August, 2020 July, 2020 Change Number of passengers 137 830 151 529 -9% Number of flights 1 997 2 019 -1% Routes operated 51 53 -2 15-minute flight punctuality indicator 97.9% 97.1% +0.8%-points

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Finnair verkauft nun PCR-Tests

Das Oneworld-Mitglied Finnair bietet ab 28. September 2020 in Zusammenarbeit mit Terveystalo ihren Kunden PCR-Tests an. Diese können über die Homepage des Carriers gebucht werden und in einem nahegelegenen Testzentrum absolviert werden. Auch die Bezahlung mit Punkten aus dem Vielfliegerprogramm ist möglich. Finnair begründet den Schritt damit, dass viele Länder die Vorlage eines negativen Testergebnis verlangen. Nun versucht man die Nachfrage durch die Vermittlung von PCR-Tests zu pushen. Weiters schreibt die Fluggesellschaft, dass man dadurch einen weiteren Beitrag zur Sicherheit leisten würde. Finnische Reisende haben dadurch auch einen Vorteil, denn wenn diese aus Gebieten, die seitens der Regierung als Risikoregion eingestuft sind, zurückkehren kann die 14-tägige Quarantäne durch das Absolvieren einer PCR-Testung unmittelbar nach der Ankunft verkürzt bzw. umgangen werden. In Helsinki soll das Ergebnis binnen 24 Stunden feststehen, an anderen Standorten innerhalb von maximal 36 Stunden. Zu den Preisen machte Finnair noch keine näheren Auskünfte, schreibt jedoch, dass normale Kunden einen zehnprozentigen Rabatt bekommen sollen. Vielflieger sollen 15 Prozent Vergünstigung erhalten.

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