Jan Gruber

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Jan Gruber

Ocean – Lufthansas Träume von Ryanair-Löhnen?

Was Lufthansa mit der neuen Tochter-Airline Ocean GmbH so ganz genau bezweckt, wird ein bisschen wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Bekannt ist, dass über diese Plattform touristische Flüge durchgeführt werden sollen. Der Hauptvorteil dürfte dabei sein, dass der Konzerntarifvertrag derzeit nicht anwendbar ist. Die Folge daraus sind niedrigere Lohnkosten für das fliegende Personal. Im Sommerflugplan 2021 soll der Flugbetrieb der Ocean GmbH nach und nach aufgenommen werden, erklärte eine Sprecherin gegenüber dem Portal Aero.de. Gesucht werden derzeit übrigens etwa 300 Mitarbeiter für den Maschinentyp Airbus A330. Also jener Langstreckenjet, der bei Eurowings von SunExpress Deutschland und Brussels Airlines betrieben wurde. Zunächst soll Ocean unter der Marke Eurowings am Flughafen Frankfurt am Main starten. Ob das Produkt auch nach München, Zürich oder Wien kommen wird, ist noch völlig offen. Lufthansa macht zu diesem Thema keinerlei offizielle Angaben. Nach außen hin wird für die Passagiere laut derzeitigen Planungen die Marke Eurowings sichtbar sein. Das bedeutet, dass man die bisherige Strategie mit einer neuen Plattform im Hintergrund überarbeitet, aber sich nicht wagt eine neue Marke zu etablieren. Lufthansa versuchte in der Vergangenheit über Eurowings (SunExpress Deutschland und Brussels Airlines) sowie CityLine (“Jump”) offensiv in das touristische Langstreckengeschäft einzusteigen. Es war jedoch nicht von Erfolg gekrönt, weshalb man nun offenbar den nächsten Anlauf in wesentlich kleinerem Umfang versucht. Mit der Eurowings-Long Haul verlochte Lufthansa nicht nur viel Geld, sondern brachte sich aufgrund wiederholter Probleme im Betriebsablauf mit mehrtägigen Verspätungen auch einen unrühmlichen Ruf ein. Mit Ocean soll nicht nur alles besser, sondern auch kleiner werden.

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BDL appelliert für differenzierte Teststrategie

Der deutsche Luftfahrtverband BDL versucht derzeit die ab 1. Oktober 2020 in Deutschland geltenden Quarantänebestimmungen noch abzuwenden oder zumindest zu verfeinern. Die Bundesrepublik plant sämtliche Rückkehrer aus Risikogebieten pauschal zumindest fünf Tage in Quarantäne zu stecken und das unabhängig davon, ob diese einen negativen PCR-Test vorlegen können oder nicht. Die Luftverkehrswirtschaft erwartet dramatische Folgen, denn bereits jetzt ist die Anzahl der Vorausbuchungen für Oktober 2020 enorm niedrig. Das gab auch Lufthansa-Konzernchef Carsten Spohr vor einigen Tagen zu. Gegenüber dem Handelsblatt sagte BDL-Geschäftsführer Matthias von Randow, dass man sich dafür einsetzt, dass die pauschale Quarantänepflicht durch eine differenzierte Teststrategie ersetzt wird. Dabei steht im Fokus, dass jene Personen, die einen negativen Befundbericht vorlegen können, von der Selbstisolation ausgenommen werden sollen. „Sollte hingegen das Vorhaben von Bund und Ländern umgesetzt werden, ab Oktober alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten der verschärften Quarantänepflicht zu unterziehen, würde dies einen erneuten Lockdown des internationalen Reiseverkehrs bedeuten und hätte damit sehr negative Folgen für den gesamten Wirtschaftsstandort”, so Randow gegenüber dem Handelsblatt. Der Verbandsgeschäftsführer warnt ausdrücklich davor, dass zahlreiche Flugverbindungen aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden könnten und dies habe dann Folgen für den Industriestandort Deutschland und etwa 27,3 Millionen Menschen in Europa, die im Bereich Touristik arbeiten. Daher appelliert der BDL an Bund und Länder eine praktikable Lösung zu finden, die der Branche das Überleben ermöglicht.

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Volocopter und Deutsche Bahn arbeiten an Frachtdrohne

Der Lufttaxi-Pionier Volocopter und die Deutsche-Bahn-Tochter DB Schenker arbeiten nun gemeinsam an der Entwicklung einer Frachtdrohne. Im kommenden Jahr soll bereits der kommerzielle Nachweis der Notwendigkeit erbracht werden. Bei DB Schenker geht man davon aus, dass durch eine solche Drohne die Lieferketten im innerstädtischen Bereich komplett neu aufgestellt werden können. Volocopter sitzt in Bruchsal (Deutschland) und ist seit neun Jahren auf dem Markt tätig. Erste kommerzielle Testflüge auf deutschem Boden sollen noch heuer in Berlin durchgeführt werden. DB Schenker stieg Anfang des Jahres als strategischer Investor ein. Bei der Bahntochter hält man den Einsatz von Drohnen im Liefer- und Transportdienst für eine zukunftsträchtige Investition.

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Oman Air kehrt nach Frankfurt zurück

Ungeachtet der momenten beiderseits harten Einreisebestimmungen wird Oman Air am 1. Oktober 2020 nach Frankfurt am Main zurückkehren. Der Carrier beabsichtigt vorerst zwei wöchentliche Umläufe zwischen Maskat und dem größten Flughafen Deutschlands zu bedienen. Oman Air ist die nationale Fluggesellschaft des Omans und betreibt derzeit eine Flotte von 52 Verkehrsflugzeugen. Darunter befinden sich auch Langstreckenjets der Typen Airbus A330 und Boeing 787. Der Carrier ist Mitglied der Arab Air Carriers Organization und unterhält das Hauptdrehkreuz in Maskat.

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Niederlande: Innsbruck und Wien sind nun Risikogebiete

Immer mehr Länder setzen Österreich und/oder die Hauptstadt Wien auf ihre Risikolisten und sprechen Reisewarnungen aus. Zuletzt setzte Zypern diesen Schritt für das komplette Staatsgebiet. Nun sprach am Dienstag auch die Regierung der Niederlande eine entsprechende Warnung für Innsbruck und Wien aus. Personen, die aus der Landeshauptstadt Tirols oder der österreichischen Bundeshauptstadt in die Niederlande einreisen wollen, müssen sich nun zehn Tage in Quarantäne begeben. Die niederländische Regierung begründet den Schritt damit, dass in den beiden österreichischen Städten die Infektionszahlen zuletzt stark gesteigen sind. „Sie können, mit Ausnahme der Hauptstadt Wien und der Stadt Innsbruck, für Urlaubsreisen nach Österreich fahren, aber bleiben Sie wachsam“, ist in den entsprechenden Hinweisen der Regierung der Niederlande zu lesen. Für Flugreisende gibt es allerdings eine Erleichterung: Die bloße Nutzung der Airports Wien-Schwechat und Innsbruck führt Angaben der Regierung nach nicht zur Quarantänepflicht. Das dürfte auch beim Wintertourismus für Erleichterung sorgen, denn besonders Innsbruck und Salzburg sind beliebte Landeorte niederländischer Wintersportler. In den letzten Tagen sprachen Deutschland, Dänemark, Belgien, die Schweiz, Zypern und nun auch die Niederlande Reisewarnungen aus. Während Dänemark und Zypern ganz Österreich als Risikogebiet betrachten, beschränken sich die Schweiz, Deutschland und Belgien auf die Bundeshauptstadt Wien. Die Niederlande warnen zusätzlich auch vor Innsbruck. Weitere Staaten im skandinavischen und baltischen Raum machen derzeit Personen mit Wohnsitz oder Aufenthaltsort Österreich schwierig bis unmöglich. Zypern stufte die Alpenrepublik bereits im August auf die B-Liste ab. Nun befindet sich Österreich sogar unter den C-Staaten. Das hat zur Folge, dass bei der Einreise ein negativer PCR-Test vorgelegt

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Lufthansa: Vertragsverlängerung für Harry Hohmeister

Während bei Lufthansa konzernweit tausende Mitarbeiter um ihre Jobs bangen, kann sich zumindest Vorstandsmitglied Harry Hohmeister über eine vorzeitige Vertragsverlängerung um drei Jahre freuen. Der Kontrakt läuft nun bis zum 30. Juni 2024. Der Aufsichtsrat fasste am Montag den entsprechenden Beschluss. „Die große Erfahrung und Kompetenz von Harry Hohmeister sind in diesen Zeiten großer Herausforderungen wichtiger denn je. Er genießt das Vertrauen des Aufsichtsrats, und wir freuen uns, dass er seine erfolgreiche Vorstandsarbeit fortsetzen wird”, so Lufthansa-Aufsichtsratspräsident Karl-Ludwig Kley. Hohmeister gehört seit Juli 2013 dem Vorstand der größten Fluggesellschaft Deutschlands an und leitet derzeit den Bereich “Commercial Passenger Airlines.”

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Peoples muss den Flugplan erneut kürzen

Aufgrund der Tatsache, dass die Schweizerische Eidgenossenschaft die österreichische Bundeshauptstadt Wien zur Risikoregion erklärt hat, muss nun die österreichische Regionalfluggesellschaft Peoples ihren Flugbetrieb reduzieren. Zwischen Altenrhein und Wien v.v. wird ab 5. Oktober 2020 unter der Woche nur noch einmal täglich geflogen. Die Umläufe an den Wochenenden entfallen bis auf weiteres. Der Ersatzflugplan gilt vorläufig bis November 2020. Das Unternehmen beobachtet die weitere Entwicklung der Lage genau und wird gegebenenfalls reagieren. Bei entsprechender Nachfrage sind Aufstockungen nicht ausgeschlossen. Personen, die sich in Wien aufgehalten haben, müssen in der Schweiz eine Quarantäne antreten. Altenrhein ist insbesondere für Vorarlberg ein bedeutsamer Flughafen, befindet sich jedoch auf dem Staatsgebiet der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Die Einreiseregeln sehen diverse Ausnahmen und Erleichterungen vor, jedoch fällt leider nicht jeder Fluggast unter diese.

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VIE-Chef Günther Ofner: „Die EU hat bisher dramatisch versagt“

Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, ist stinksauer auf die EU-Kommission. Der Manager kritisiert heftig, dass der Fixkostenzuschuss II seitens der Wettbewerbshüter in Brüssel auf maximal 800.000 Euro pro Unternehmen gedeckelt wurde. Gleichzeitig kritisiert Ofner, dass nach über einem halben Jahr noch immer jeglicher Fortschritt bei der Entwicklung europaweit einheitlicher Reiseregelungen fehlt. Darunter leiden nicht nur Airlines und Flughäfen, sondern diese gesamte Tourismus- und Reisebranche. Die EU habe “bisher dramatisch versagt”. Günther Ofner gilt eigentlich als äußerst zurückhaltender und medial ruhiger Vorstand der Flughafen Wien AG, doch die jüngsten Entwicklungen scheinen nun auch ihn aus der Ruhe gebracht zu haben. Wut und Enttäuschung sitzen in der gesamten Branche tief und nun prescht Ofner vor und ergreift das Wort. Der Manager sagt viel offen, das andere Branchenvertreter hinter vorgehaltener Hand ebenfalls sagen, sich jedoch noch zurückgehalten haben. Übrigens in ganz Europa und nicht nur in Österreich. „Der neuerliche Anstieg der Infektionszahlen bremst massiv die Passagierzahlen, diese  brechen zuletzt wieder sehr stark ein, was auch durch das Wirrwarr an je nach EU- Land völlig unterschiedlichen Regelungen und Reisebeschränkungen zusätzlich verschärft wird. Obwohl die Pandemie schon ein halbes Jahr dauert, ist bedauerlicherweise eine EU-weite Koordinierung und Standardisierung nicht einmal ansatzweise sichtbar und bisher leider ein Totalversagen der damit Befassten festzustellen“, erläutert Flughafen Wien-Vorstand Günther Ofner die akute Problemsituation. “Die verlustbringende Aufrechterhaltung des ungestörten Betriebs unserer kritischen Infrastruktur trotz fehlender Auslastung, wie es beim Flughafen nicht zuletzt aus Gründen der Versorgungssicherheit und Aufrechterhaltung der Konnektivität notwendig ist, kostet allein in unserem Fall monatliche

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Lufthansa verschärft Sparpaket drastisch

“Good bye, Airbus A380!”, heißt es nun bald auch bei Lufthansa, denn im Rahmen des dritten Sparprogramms ist die Ausflottung dieses Maschinentyps vorgesehen. Der Vorstand stellte am Montag das Projekt “ReNew” dem Aufsichtsrat vor und will damit erhebliche Kosten einsparen. Auch der Abbau von tausenden Mitarbeitern steht unmittelbar bevor, jedoch will man mit den Gewerkschaften verhandeln. Die Unternehmensleitung rund um Konzernchef Carsten Spohr musste die bisherige Nachfrageprognose korrigieren. Das hat zur Folge, dass gruppenweit die Kapazität zurückgefahren wird. Bislang ging man davon aus, dass im vierten Quartal des Jahres etwa die Hälfte des Vorjahresniveaus angeboten werden kann. Aufgrund der jüngsten Entwicklungen in Sachen Corona hält dies die Kranich-Spitze für nicht mehr realistisch und fährt die Kapazität nun auf 20 bis 30 Prozent zurück. Das hat zur Folge, dass es zum Teil drastische Kürzungen im Winterflugplan bei allen Airlines, die der Lufthansa Group angehören, geben wird. Auch hinsichtlich der Flotte kommt es zu Veränderungen. Der Flugzeugpark soll dauerhaft um 150 Maschinen verkleinert werden. Bereits im Frühjahr 2020 wurden sechs Airbus A380 endgültig außer Dienst gestellt. Selbiges Schicksal erleiden nun die acht weiteren Maschinen dieses Typs sowie zehn Airbus A340-600. Diese werden in ein sogenanntes Longterm-Storage überführt. Lufthansa plant nicht mehr mit diesen Flugzeugen und teilte mit, dass diese nur noch dann in Dienst gestellt werden, wenn sich die Marktlage drastisch positiv ändern sollte. Weitere sieben Airbus A340-600 werden endgültig außer Dienst gestellt. Aus den vorgenannten Flottenentscheidungen werden sich weitere Wertberichtigungen in einer Größenordnung von bis zu 1,1 Milliarden Euro ergeben. Der

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Swiss übernimmt ersten Airbus A321neo

Die Lufthansa-Tochter Swiss nahm am Freitag in Zürich ihren ersten Airbus A321neo in Empfang. Der Mittelstreckenjet ist auf den Namen “Stoos” getauft und trägt die Registrierung HB-JPA. Die Erstlandung erfolgte am 18. September 2020. Swiss orderte insgesamt 25 Exemplare der A320neo-Reihe. Zwei A320neo hat man bereits in den vergangenen Monaten erhalten. Der nunmehrige Neugang ist der erste A321neo in der Flotte des schweizerischen Carriers.

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