Jan Gruber

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Jan Gruber

Gutscheine: Eurowings erleidet Schlappe vor Gericht

Passagiere müssen sich nicht mit „Zwangsgutscheinen“ abspeisen lassen. Gegen einen „Aufpreis“ von 175 Euro wurde Eurowings darauf rechtskräftig vom Amtsgericht Nürtingen „aufmerksam“ gemacht. Die Fluggesellschaft Eurowings wurde vom Amtsgericht Nürtingen rechtskräftig zur Rückzahlung eines Tickets verurteilt. Zuvor hatte der Carrier dem betroffenen Reisenden lediglich einen Gutschein angeboten, den dieser allerdings nicht akzeptierte, sondern mit Hilfe von EU Flight vor Gericht zog. Eurowings spekulierte wie viele andere Airlines auch darauf, dass auf EU-Ebene eine verbindliche „Gutscheinlösung“ für Flugtickets geschaffen wird. Die deutsche Bundesregierung setzte sich dafür ein, jedoch lehnte die EU-Kommission den Vorschlag ab und stellte wiederholt klar, dass die Reisenden auch in Zeiten von Corona den Anspruch auf vollständige Rückzahlung des Tickets im Sinne des Art. 8 EU-VO 261/2004 haben. Gutscheine müssen von den Reisenden ausdrücklich nicht akzeptiert werden. Laut Berichterstattung des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ war im Fall, der vor dem Amtsgericht Nürtingen landete, eine Streichung vom 6. April 2020 auf der Strecke Stuttgart-Budapest betroffen. Der Passagier erzielt die Erstattung von der Höhe von etwa 75 Euro nicht, sondern Eurowings bot lediglich einen Gutschein an. Auch nach ausdrücklicher Ablehnung zahlte die Lufthansa-Tochter den Flugpreis nicht aus. Der Betroffene zog mit Hilfe von EU Flight vor Gericht. Das Amtsgericht Nürtingen verurteilte ohne mündliche Verhandlung die beklagte Partei, Eurowings, zur Zahlung des Ticketpreises von 75,99 Euro zuzüglich der Verfahrenskosten in der Höhe von 175 Euro. Das Urteil ist mittlerweile rechtskräftig.  Gegenüber dem „Spiegel“ erklärte ein Sprecher der Fluggesellschaft, dass der Erstattungsantrag ursprünglich abgelehnt wurde und dem Passagier Umbuchung oder ein Gutschein angeboten

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Level-Europe-Mitarbeiter demonstrierten am Ballhausplatz

Zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen zogen Airline-Bedienstete auf die Straße. Diesmal hielten die Bediensteten der insolventen Level eine Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt ab. Am Mittwochvormittag hielten rund 150 Mitarbeiter der insolventen Fluggesellschaft Level Europe eine Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt ab. In der Folge, dass das Unternehmen keine Staatshilfe von der Republik Österreich erhalten hat, entschied der Mutterkonzern IAG, dass die heimische Tochter einen Konkursantrag stellen muss. Das Landesgericht Korneuburg eröffnete inzwischen ein entsprechendes Verfahren und bestellte den Masseverwalter. „Die Zahl der Arbeitssuchenden ist erfreulicherweise in Österreich insgesamt wieder im Sinken. Aber in besonders betroffenen Branchen wie etwa in der Luftfahrt, steigt die Zahl der Betroffenen an. Die Bundesregierung muss daher nach Lösungen und Alternativen suchen, um die Arbeitsplätze zu erhalte“, so Vida-Fachbereichsleiter Daniel Liebhart, der die Bundesregierung auch an ihr Versprechen erinnert, dass in der Krise niemand zurückgelassen werde. Der Vorsitzende des Level-Europe-Betriebsrats, Harald Kleedorfer, forderte im Zuge der Kundgebung die österreichische Bundesregierung zu einem Gespräch auf. Ziel ist es, dass gemeinsam eine Lösung gefunden wird, um das Unternehmen und damit die Arbeitsplätze retten zu können. Bei der Kundgebung vor dem Kanzleramt hatten alle Teilnehmer jeweils vier Luftballons in den Händen gehalten. Diese Aktion sollte symbolisieren, dass – wie Studien belegen – jeder Arbeitsplatz bei einer Airline direkt vier weitere Arbeitsplätze in Österreich schafft. „Die Rettung unserer 200 Arbeitsplätze würde daher eine Vielzahl an weiteren Beschäftigten in Österreich Jobsicherheit geben“, betonte Kleedorfer. Im Rahmen der Kundgebung wurde ein offener Brief des Betriebsrats an die Bundesregierung verlesen. Im Brief heißt

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Konkursverfahren über Level Europe eröffnet

Rechtsanwalt Michael Lentsch wurde zum Masseverwalter berufen. Forderungen können ab sofort angemeldet werden. Die Mitarbeiter können nun das Insolvenz-Entgelt binnen sechs Monaten beantragen. Unter der Geschäftszahl 36 S 54/20p eröffnete das Landesgericht Korneuburg das Konkursverfahren über die Fluggesellschaft Level Europe GmbH. Das Gericht setzte bereits einen Gläubigerausschuss ein und bestellte mit dem Wiener Neustädter Rechtsanwalt Michael Lentsch einen Masseverwalter. Als Stellvertreter fungiert der Eisenstädter Rechtsanwalt Gerwald Holper. Beide Juristen gehören der Kanzlei Kosch & Partner an. Forderungen, so auch wertlos gewordene Flugtickets, können bis zum 15. Juli 2020 angemeldet werden. Die Gebühr hierfür beträgt 23 Euro, wobei das behördliche Formblatt digital oder papiergebunden zu verwenden ist. Am 29. Juli 2020 findet in Form einer Videokonferenz die erste Tagsatzung im Hauptverfahren statt. Der Gläubigerausschuss besteht aus folgenden Organisationen: 1.) Kreditschutzverband von 1870, 2.) Alpenländischer Kreditorenverband, 3.) Österreichischer Verband Creditreform, 4.) Insolvenzschutzverband für ArbeitnehmerInnnen NÖ, 5.) Finanzprokurator, 6.) Österreichische Gesundheitskasse. Die Beschäftigten der Level Europe GmbH müssen ihren Anspruch auf Insolvenz-Entgelt binnen sechs Monaten stellen. Unterstützung können hierbei unter anderem der Betriebsrat, die Arbeiterkammer und die Gewerkschaft leisten.

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Wien kündigt Gratis-Landungen an

Kostenlose Landungen im Jahr 2020 und Rabatte auf weitere Entgelte sollen zum raschen Wachstum in Österreich beitragen. Die Flughafen Wien AG will das Wiederanlaufen des Flugverkehrs durch deutlich gesenkte Gebühren beschleunigen. Für das Jahr 2020 sollen die Landeentgelte sogar ganz gestrichen werden und auch Nachlässe bei den passagierbezogenen Entgelten gewährt werden. Dies kündigte Vorstandsmitglied Julian Jäger gegenüber der Tageszeitung „Die Presse“ an. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Rabatte ist, dass mindestens 65 Prozent der ursprünglich für das Jahr 2020 geplanten Kapazität durchgeführt werden. Pro Fluggast bedeutet dies einen Nachlass von bis zu vier Euro. Allerdings fordert nun auch der Wiener Flughafen weitere staatliche Beihilfen, denn im September 2020 läuft nach aktuellem Stand die Kurzarbeit aus.

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Emirates kündigt A380-Comeback an

Nach mehr als drei Monaten Flugpause wird der größte A380-Betreiber den Superjumbo wieder nach Paris und London einsetzen. Auch wird man ab Mitte Juli 2020 mit Boeing 777 nach München fliegen. Golfcarrier Emirates Airline wird ab 15. Juli 2020 auf den Strecken von Dubai nach London-Heathrow und Paris-Charles de Gaulle wieder das Muster Airbus A380 einsetzen. Derzeit ist die Superjumbo-Flotte aufgrund der Corona-Pandemie abgestellt. Den vorerst letzten A380-Flug führte Emirates im März 2020 durch. Adel Al Redha, Emirates Chief Operating Officer sagte: „Die A380 ist bei unseren Kunden nach wie vor ein beliebtes Flugzeug und bietet viele einzigartige Features. Wir freuen uns, die Emirates A380 ab dem 15. Juli wieder am Himmel zu sehen, um unsere Fluggäste nach London und Paris an Bord willkommen zu heissen. Wir freuen uns auch darauf, unsere A380 nach und nach zu weiteren Flugzielen einzusetzen, je nach der Nachfrage auf bestimmten Routen. Das Emirates A380-Erlebnis ist nach wie vor einzigartig in der Luftfahrt. Obwohl wir einzelne Serviceleistungen an Bord im Interesse der Schutzmassnahmen für unsere Passagiere und Mitarbeiter modifiziert haben, sind wir zuversichtlich, dass unsere Kunden es begrüssen, wieder mit diesem leisen und komfortablen Flugzeug zu fliegen.“ Darüber hinaus wird Emirates ab dem 24. Juni Flüge von Dubai nach Dhaka wieder in sein wachsendes Streckennetz aufnehmen. Ab dem 15. Juli bietet die Fluggesellschaft dann zudem auch wieder vier wöchentliche Flüge nach München an.

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Ryanair nahm Wien-Dortmund auf

Wizzair beförderte im Vorjahr 108.000 Reisende zwischen den beiden Städten. Von diesem Kuchen will nun auch der irische Lowcoster naschen und sucht den direkten Wettbewerb. Am Mittwoch nahm die irische Billigfluggesellschaft Ryanair eine Nonstop-Verbindung zwischen Wien und Dortmund auf. Auf dieser Route tritt man in den direkten Wettbewerb mit Wizzair. Der Erstflug wurde mit einer Boeing 737-800 bedient. In Zukunft sollen auch Airbus A320 von Lauda im Wetlease zum Einsatz kommen. „Damit ergänzt Ryanair das bereits bestehende Angebot der Wizz Air auf der Strecke ideal“, erklärt Guido Miletic, Marketingleiter am Flughafen Dortmund. Wir freuen uns, dass unsere Passagiere durch die Streckeneröffnung noch mehr Flexibilität gewonnen haben.“ Nach Angaben des Airports nutzten im Vorjahr 108.000 Passagiere die Wizzair-Verbindung nach Wien. „Wir freuen uns darauf im Rahmen des Sommerflugplans 2020 die Strecke zwischen Dortmund und Wien aufzunehmen und unsere Kunden aus Dortmund in diesem Sommer zu günstigen Tarifen in die österreichische Hauptstadt zu bringen“, so Ryanair-Sprecherin Tanja Ehrlich.

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AUA-IT-Systeme durch Wasserschaden lahmgelegt

Ein Wasserschaden führt derzeit bei Austrian Airlines zum Ausfall zahlreicher IT-Systeme, der Telefonanlage, des Mail-Servers, des Reservierungssystems und weiterer wichtiger Systeme. Die EDV-Abteilung arbeitet derzeit mit Hochdruck daran, dass das Back-Up-Rechenzentrum „online“ geht. Aufgrund eines Wasserrohrbruchs im Rechenzentrum der Austrian Airlines sind momentan zahlreiche IT-Systeme ausgefallen. Dies betrifft auch die Homepage und den damit verbundenen Internet-Check-In, das Reservierungssystem, den Mail-Server und Teile der Telefonanlage. Der telefonische Kundendienst ist daher derzeit nicht erreichbar. Das technische Gebrechen ereignete sich am Dienstagnachmittag im Hauptrechenzentrum der Austrian Airlines am Flughafen Wien. Das Unternehmen bestätigte die technischen Schwierigkeiten sowie Systemausfälle und entschuldigt sich bei Passagieren für eventuelle Unannehmlichkeiten. Die Abfertigung der Flüge erfolgt derzeit über Back-Up-Systeme sowie auch manuell. Die Fluggesellschaft erklärte, dass die IT-Techniker derzeit mit Hochdruck daran arbeiten das Back-Up-Rechenzentrum ans Netz zu bringen. Dieses befindet sich an einem anderen Ort auf dem Areal des Wiener Flughafens. Einen genauen Zeitpunkt für die Wiederherstellung der Homepage und der ausgefallenen Systeme konnte das Unternehmen gegen 22 Uhr 30 noch nicht nennen. Man hofft jedenfalls, dass dies so rasch wie möglich der Fall sein wird. Neubuchungen sind während der Zeitspanne des Ausfalls nicht über Austrian Airlines möglich. Wohl aber können weiterhin AUA-Tickets unter anderem über Lufthansa und Swiss gebucht werden. Die Höhe des Schadens, der durch den Wasserrohrbruch verursacht wurde, konnte die Fluggesellschaft am Dienstagabend noch nicht beziffern. Jedenfalls kommt dieser zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn in den letzten Tagen zogen die Neubuchungen branchenweit wieder kräftig an. Inwiefern Austrian Airlines dadurch einen finanziellen Schaden erleiden könnte,

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Offener Brief der Belegschaft von Level Europe GmbH

Die Insolvenz der österreichischen IAG-Tochter kam für die Mitarbeiter überraschend. In einem offenen Brief wenden diese sich nun an Bundeskanzler Sebastian Kurz und Finanzminister Gernot Blümel. Am Mittwoch findet eine Demonstration am Ballhausplatz statt. Die Belegschaft der Level Europe GmbH wird sich am Mittwoch, den 24. Juni 2020 zu einer Kundgebung vor dem österreichischen Bundeskanzleramt am Ballhausplatz in Wien versammeln. Die Bediensteten wollen damit ein Zeichen gegen vermeidbare Jobverluste und leere Versprechungen der Regierung setzen. Der Betriebsrat des Unternehmens ersuchte Aviation.Direct um die Veröffentlichung eines offenen Briefs, der sich an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) richtet. Dieser Brief ist kein Bestandteil des redaktionellen Angebots, für den Inhalt sind die Verfasser, vertreten durch ihren Betriebsrat, verantwortlich.

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Juli 2020: Eurowings erhöht die Kapazität

Im Juli 2020 wird Eurowings nach derzeitigen Planungen mit 35 Maschinen in der Luft sein. Die Kapazität wird im Laufe des Sommers weiter angehoben. Große Hoffnungen setzt man auch auf Varna und Burgas. Mit rund 35 Maschinen der A320-Reihe will die Lufthansa-Tochter Eurowings im Juli 2020 etwa 6.000 Flüge durchführen. Davon sollen 1.200 ab Düsseldorf durchgeführt werden. Die Anzahl der Destinationen, die ab diesem Airport angeboten werden, stockt man von 35 auf 50 Ziele auf. Der Carrier will im Laufe des Sommers wieder rund 80 Prozent der ursprünglich geplanten Destinationen anbieten. Derzeit geht Eurowings davon aus, dass das “Corona-Sommerprogramm” aus maximal 40 Prozent der Kapazität eines normalen Sommerflugplans bestehen wird. „Wir freuen uns, dass die Menschen wieder fliegen wollen – und wir sind bereit“, sagt Jens Bischof, CEO Eurowings. „Denn wir wissen, dass das Reisen in Zeiten von Corona mit Unsicherheit behaftet ist. Deshalb haben wir umfangreiche Schutz- und Hygienemaßnahmen entlang der gesamten Reisekette umgesetzt, um unsere Gäste von der Reiseplanung bis zur Ankunft am Reiseziel bestmöglich zu unterstützen und ihnen ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.“ Nach Angaben des Unternehmens sind die derzeit am häufigsten gebuchten Ziele: Palma de Mallorca, Sylt, Zürich und Ibiza. Ebenfalls registriert man nach Barcelona, Lissabon, Rhodos und Heraklion eine steigende Nachfrage. In Richtung Varna und Burgas baut Eurowings heuer durchaus stark aus und bietet die beiden Ziele ab diversen deutschen Airports an.

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Slowenien droht Kroatien mit Grenzschließung

Kaum sind die Grenzen offen, schon überlegt man diese zum Nachbarland wieder zu schließen. Die Auswirkungen auf den Tourismus könnten fatal sein. Slowenien kündigte an, dass man im Fall steigender “Corona-Importe” aus Kroatien die Grenze zum Nachbarland schließen wird und eine Quarantänepflicht einführen wird. Noch stuft man Kroatien als “sicher” ein, doch betrachtet man die leicht steigenden Fallzahlen mit Sorge.Bereits vergangene Woche machte Slowenien die Grenzen zu Bosnien-Herzegowina, Kosovo und Serbien wieder zu. Auch eigene Staatsbürger, die aus diesen Ländern einreisen, müssen eine 14-tägige Quarantäne antreten. Die maximale Zeit, die man sich bei einer bloßen Durchreise aufhalten darf, wurde auf 12 Stunden verkürzt. Die slowenische Regierung erklärte wiederholt, dass man diesen Schritt gesetzt habe, um “Corona-Importe” zu verhindern. Dies gilt auch in Kroatien und man stellte gar eine Grenzschließung in Aussicht, falls die Fallzahlen im Nachbarland steigen und weitere Fälle nach Slowenien importiert werden. Sollte dies tatsächlich umgesetzt werden, so wären die Auswirkungen für Kroatien-Urlauber, die auf dem Landweg reisen, fatal. Bei der Rückreise könnte dann eine Quarantäne blühen. Auch ist völlig unklar ob und in welcher Form Slowenien dann die bloße Durchreise gestatten würde.

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