Jan Gruber

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Jan Gruber

Virgin Atlantic ohne Staatshilfe gerettet

Die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic konnte ein 2,3 Milliarden Euro schweres Rettungspaket mit Aktionären, Investoren und Gläubigern vereinbaren. Dieser soll zum Erhalt des Carriers und zur Neuaufstellung für die Zukunft beitragen. Der Löwenanteil der Finanzmittel wird von den Teilhabern Virgin Group und Delta Air Lines aufgebracht. Viele Gläubiger sollen einem Zahlungsaufschub von Krediten und sonstigen Verbindlichkeiten zugestimmt haben. Gleichzeitig spart Virgin Atlantic sowohl beim Personal als auch bei der Flotte. Etwa 3.500 Beschäftigte werden abgebaut und die Übernahme bestellter Neuflugzeuge wird verschoben.

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737-Max: Boeing kassiert viele Stornos

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing kassierte allein im ersten Halbjahr 2020 355 Stornierungen für Maschinen der 737-Max-Reihe. Dies geht aus der zuletzt durch den Hersteller veröffentlichten Pipeline-Liste hervor. Aufgrund des weltweiten Flugverbots der 737-Max und den damit verbundenen Verzögerungen bei den Auslieferungen kassiert Boeing schon seit längerer Zeit Stornierungen. Durch die Corona-Krise steigerte sich dieser Trend weiter. Gleichzeitig ist ein Termin für eine mögliche Wiederzulassung nicht absehbar, da sowohl die FAA als auch die EASA weitere Nachbesserungen zur Grundbedingung gemacht haben. Grob deuteten die U.S.-Amerikaner an, dass eine positive Abnahme eventuell Anfang 2021 erfolgen könnte. Die Anzahl der ausgelieferten Flugzeuge war bereits im Vorjahr wegen der Miesere rund um die 737-Max rückläufig. Die Corona-Krise führte jedoch dazu, dass im zweiten Quartal 2020 lediglich 20 Flugzeuge an Kunden übergeben werden konnten.

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Verhaftungen nach Drohung gegen Buzz-Flug

Die Ryanair-Tochter Buzz auf am 13. Juli 2020 auf der Strecke Krakau-Dublin mit einer Bombendrohung konfrontiert. Eingesetzt wurde die SP-RSQ, die von der polnischen Airline im Auftrag der irischen Konzernschwester als FR1902 im Einsatz war. Ryanair bestätigte, dass an Bord in einem Waschraum ein Blatt Papier mit einer Bombendrohung angebracht war. Die Piloten entschieden sich daraufhin zur Landung in London-Stansted. Dieser Airport ist standardmäßig mit Spezialkräften ausgerüstet und das britische Kompetenzzentrum im Falle von Entführungen und Bombendrohungen. Wenn möglich soll in dieser Region bei derartigen Notfällen aufgrund der vorhanden Infrastruktur und der Fachkräfte in Stansted gelandet werden. In Stansted konnten alle Passagiere und Besatzungsmitglieder die Boeing 737-800 unverletzt verlassen. Die Exekutive untersuchte den Mittelstreckenjet anschließend und konnte Entwarnung geben. Es wurden jedoch zwei Personen, die unter akutem Verdacht stehen, dass diese die Urheber der Drohung sein könnten, durch die britische Polizei verhaftet.

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Icelandair und Air Baltic vereinbaren Codeshares

Umfangreiches Abkommen unterschreiben. Allerdings: Unter Umständen müssen Passagiere zwei Umstiege in Kauf nehmen. Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hält sich von Luftfahrtallianzen fern, kooperiert jedoch im Rahmen von Codeshare- und Interline-Abkommen mit zahlreichen Fluggesellschaften. Selbst fliegt man schon lange nicht mehr auf der Langstrecke, doch bietet man in Zusammenarbeit mit Partnern diverse Ziele an. Dies wird nun vertieft, denn mit Icelandair wurde ein umfangreicher Codeshare-Vertrag abgeschlossen. Für die beiden Carrier ist dies eine Win-Win-Situation, denn Air Baltic bekommt Zugang zu weiteren Langstrecken-Zielen via Keflavik und umgekehrt kann Icelandair weitere Ziele in Osteuropa und den baltischen Ländern anbieten. Einen Haken hat die Sache allerdings für die Passagiere: Unter Umständen können zwei Umstiege (in Riga und Keflavik) notwendig werden.

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Wien verzeichnet fettes Corona-Minus

Im Juni 2020 konnte der Flughafen Wien wieder einen leichten Aufwind verzeichnen, doch liegt man auch weiterhin um 95,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Insgesamt zählte man 138.124 Fluggäste. Im ersten Halbjahr 2020 nutzten 5,1 Millionen Reisende den größten Flughafen Österreichs – ein Minus um 65,3 Prozent. Die Zahl der Lokalpassagiere nahm im Juni 2020 um 94,7% ab, die Zahl der Transferpassagiere ging um 97,5% zurück. Die Flugbewegungen verzeichneten im Juni 2020 ein Minus von 89,9%. Beim Frachtaufkommen gab es ein Minus von 34,9% im Vergleich zum Juni des Vorjahres. Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa sank im Juni 2020 um 94,7%, nach Osteuropa um 94,8%. Das Passagieraufkommen nach Nordamerika ging um 100% zurück und Afrika verzeichnete ein Minus von 99,0%. In den Nahen und Mittleren Osten sank das Passagieraufkommen um 98,7%. Das Passagieraufkommen in den Fernen Osten ging im Juni 2020 um 98,3% zurück. Am Flughafen Malta ging das Passagieraufkommen im Juni 2020 um 99,5% zurück und der Flughafen Kosice verzeichnete einen Passagierrückgang um 99,0%.

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Neos fordern PCR-Tests an Flughäfen

Österreich dehnt ab Donnerstag das Landeverbot für Passagierflugzeuge auf insgesamt 18 Staaten aus. Dies stößt bei Oppositionspolitiker Gerald Loacker (Neos) auf heftige Kritik, denn seiner Ansicht nach soll der Bann völlig wirkungslos sein. „Wer nach Österreich reisen will, wird einen Weg finden. Die Flugverbote und Reiseeinschränkungen können leicht umgangen werden: Entweder nimmt die Person einen Gabelflug und kommt scheinbar aus einem anderen Land zu uns. Oder sie fliegt nach Bratislava oder München und reist dann ein“, so Loacker in einer ersten Reaktion. Stattdessen fordert der Neos-Gesundheitssprecher, dass an den österreichischen Flughäfen PCR-Tests und Fiebermessungen durchgeführt werden sollten. „Das Flugverbot ist auch aus wirtschaftlicher Sicht völliger Unfug, weil die Republik ja um 300 Millionen Euro die AUA gerettet hat und ihr jetzt im Nachhinein wieder einen Teil des Geschäfts abdreht.“ Loacker fordert daher, „dass die Regierung aufhört, in ihrer Planlosigkeit Reisemöglichkeiten generell einzuschränken und stattdessen endlich Fiebermessungen und PCR-Tests am Flughafen forciert“.

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Air Explore nimmt Linienflüge auf

Das slowakische Luftfahrtunternehmen Air Explore war bislang auf die Erbringung von Charter- und Wetlease-Dienstleistungen spezialisiert. Doch die Nachfrage ist in diesem Segment aufgrund der Corona-Krise fast nicht mehr vorhanden. Nun wagen die Slowaken den Einstieg ins Liniengeschäft auf eigene Rechnung, wenn auch nur in sehr kleinem Umfang. Ab Sonntag wird der Carrier zwei wöchentliche Linienflüge zwischen Bratislava und Split anbieten. Diese werden laut Firmenhomepage an den Verkehrstagen Mittwoch und Sonntag mit Boeing 737-800 durchgeführt.

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Österreich bannt Flüge aus 18 Staaten

Ab Donnerstag dehnt die Republik Österreich das Landeverbot für Passagierflugzeuge von neun auf 18 Staaten aus. Die Region Lombardei (Italien) hingegen wurde von der „schwarzen Liste“ gestrichen, so dass beispielsweise ab Mailand und Bergamo wieder nach Österreich geflogen werden darf. Besonders hart dürfte das im NOTAM A1924/20 kundgemachte Flugverbot die Fluggesellschaften Austrian Airlines, Wizzair und Ryanair treffen, denn zahlreiche Destinationen, insbesondere auf dem Balkan sind betroffen. Urlauber, die beispielswiese in Burgas und Varna ans Meer wollten, haben nun zusätzlich zu den verschärften Einreisebestimmungen bei der Rückkunft ein Problem: Rechtlich sind Flüge von Österreich nach Burgas oder Varna erlaubt, jedoch die Rückflüge dürfen nur leer durchgeführt werden. In der Praxis wird dies aus Kostengründen jedoch eher nicht praktiziert. Konkret sind ankommende Passagierflüge aus den nachstehenden Staaten ab Donnerstag-Mitternacht mit einem Landeverbot in Österreich belegt: Albanien Weißrussland Bosnien und Herzegowina Bulgarien Volksrepublik China Ägypten Iran Kosovo Moldawien Montenegro Nord Mazedonien Portugal Rumänien Russische Föderation Serbien Schweden Ukraine Vereinigtes Königreich Vorläufig gilt das Landeverbot für Passagierflüge, die in den oben genannten Ländern gestartet sind, bis 31. Juli 2020. Allerdings zeigte sich in den letzten Monaten, dass der Bann oftmals äußerst kurzfristig verlängert wurde.

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Lauda: Basis Düsseldorf bleibt offen

Im Gegensatz zur Lauda-Basis Stuttgart soll jene in Düsseldorf weiterbetrieben werden. Die Geschäftsführer Andreas Gruber und David O’Brien teilten den Lauda-Crews in NRW mit, dass der Tarifvertrag mit großer Mehrheit angenommen wurde und daher die Grundlage für den Fortbestand geschaffen wurde. Laut vorliegendem Rundschreiben sollen 34 und 36 Kapitänen, 97 Prozent der Co-Piloten und 80 Prozent der Flugbegleiter die neuen Konditionen akzeptiert haben. Nun sollen jene, die ihr Einverständnis verweigert haben, nochmals angeschrieben werden. In Wien wurden jedoch auch fliegende Mitarbeiter gekündigt, die nach der Deadline ihre Zustimmung erteilt haben. Abschließend schreiben die beiden Lauda-Geschäftsführer, dass sie davon ausgehen, dass der Wettbewerb mit der Lufthansa Group hart wird. Dennoch ist man optimistisch, dass die Basis Düsseldorf erfolgreich sein wird.

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Lauda-Basis Stuttgart wird geschlossen

Die Geschäftsleitung der österreichischen Fluggesellschaft Lauda übermittelte den Beschäftigten der Basis Stuttgart am Freitag eine Hiobsbotschaft. Die Base wird geschlossen und alle Mitarbeiter werden die Kündigung erhalten. Als Begründung führen David O’Brien und Andreas Gruber an, dass zwar 88 Prozent der Co-Piloten und Flugbegleiter den neuen Tarifvertrag angenommen hätten, jedoch nur sieben Piloten. Dies würde den Fortbetrieb der defizitären Base in Stuttgart nicht ermöglichen, weshalb diese zum 30. Oktober 2020 geschlossen wird. Im vorliegenden Rundschreiben wird darauf hingewiesen, dass die Kündigungen Ende Juli 2020 verteilt werden. Einige Piloten haben eine dreimonatige Frist, während andere nur sechs Wochen haben. Die Dienstverhältnisse sollen mit Ende Oktober 2020 enden. Vorsorglich weist die Lauda-Geschäftsleitung auch darauf hin, dass keine alternativen Jobs im Unternehmen zur Verfügung stehen. Man bedauert die Entscheidung, jedoch werden dadurch alle Arbeitsplätze in Stuttgart verloren gehen.

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