Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

BA und Pilotengewerkschaft sind sich einig

Das IAG-Konzernmitglied British Airways und die Gewerkschaft Balpa erzielten eine Einigung in Sachen Sparmaßnahmen. Statt 1.255 Jobs werden nun 270 abgebaut. Etwa 300 Flugzeugführer werden temporär eine niedrigere Bezahlung erhalten und vorerst nicht eingesetzt. Auch für jene, die weiterhin ihren Dienst versehen, gibt es weniger Geld. Auf rund 20 Prozent der Bezüge müssen diese verzichten. Diese Reduktion soll in einem Zeitraum von zwei Jahren auf etwa acht Prozent zurückgefahren werden, teilte die Gewerkschaft Balpa mit. Nun müssen die Mitglieder noch über die Einigung abstimmen. Mit einem Ergebnis wird Ende Juli 2020 gerechnet.

weiterlesen »

Jet Time hebt als Jettime wieder ab

Für die insolvente ACMI- und Charterfluggesellschaft Jet Time könnte es eine Zukunft geben, denn laut dem Medium „Check-in“ gründete Eigentümer Lars Thuesen eine neue Fluggesellschaft. Kurios: Der Firmenname ist fast identisch: Jettime. Laut der Berichterstattung übernahm das neue Unternehmen einige Assets aus der Konkursmasse. Insbesondere das AOC und die OL konnten übertragen werden. Einen neuen Job wird es jedoch nur für vorerst 26 ehemalige Jet Time-Mitarbeiter geben. Der Termin für den Erstflug steht noch nicht fest.

weiterlesen »

KLM fliegt wieder nach Shanghai

Seit 21. Juli 2020 fliegt die niederländische Fluggesellschaft KLM wieder zwischen Amsterdam und Shanghai. Die Passagierflugverbindung war seit Anfang Feber 2020 aufgrund der Corona-Pandemie temporär ausgesetzt. Vorerst bietet der Carrier eine wöchentliche Rotation, die mit Boeing 777-300 bedient wird, an. Die Flüge legen in beiden Richtungen eine Zwischenlandung in Seoul ein. „Die Wiederaufnahme der Flüge nach Shanghai ist ein vorsichtiges, aber positives Zeichen der Erholung und zeigt unsere guten Beziehungen zu China und unseren dortigen Partnern. KLM erweitert sein Netzwerk sorgfältig, um sicherzustellen, dass unsere Kunden so viele Ziele wie möglich zur Auswahl haben. Die Tatsache, dass wir Shanghai jetzt wieder anbieten können, ist ein wichtiger Meilenstein beim mühsamen Wiederaufbau des KLM-Streckennetzes in einer schwierigen Zeit“, so KLM-Chef Pieter Elbers. Ab 3. August 2020 wird KLM Cityhopper zwischen Amsterdam und Cork mit Embraer 175 fliegen. Ursprünglich war geplant, dass diese Route Mitte März 2020 aufgenommen wird, jedoch entschied man sich aufgrund der Corona-Pandemie für eine Verschiebung. Nach Southampton wird die Regionalfluggesellschaft ab 31. August 2020 fliegen. Auch diese Strecke wird mit Embraer 175 bedient. Es handelt sich um Destination Nummer 17, die KLM im Vereinigten Königreich ansteuert.

weiterlesen »

Frankfurt: Lufthansa fliegt auf die Kanaren

Lufthansa wird ab 3. Oktober 2020 die Destinationen Las Palmas und Teneriffa Süd jeweils an den Verkehrstagen Samstag und Sonntag ab Frankfurt am Main anbieten. Die Flüge sollen mit Maschinen der A320-Rehihe bedient werden und ab 79 Euro oneway erhältlich sein. „Damit ergänzt Lufthansa ihr attraktives Angebot an touristischen Destinationen, das sukzessive erweitert werden soll. Das Ziel der Lufthansa Group ist es, neben der bereits bestehenden Kompetenz im Corporate Bereich auch den touristischen Fußabdruck im Privatreisesegment nachhaltig zu erhöhen und die Zukunft der Touristik aktiv mitzugestalten“, so die Kranich-Airline in einer Aussendung.

weiterlesen »

Wizzair kritisiert Slot-Ausnahmeregel

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie führten dazu, dass die sonst gültigen Slot-Regeln außer Kraft gesetzt wurden. Das bedeutet konkret, dass Airlines ihre Start- und Landerechte auch dann nicht verlieren, wenn diese nicht genutzt werden. Ansonsten gilt das Prinzip „use it or lose it“.  Auf EU-Ebene wird nun angestrebt, dass die Ausnahmeregelung verlängert wird, da viele Slot-Inhaber aufgrund der aktuellen globalen Situation nicht in der Lage sind diese kurzfristig zu nutzen. Das Vorhaben passt der Billigfluggesellschaft Wizzair so ganz und gar nicht in den Kram, denn diese fordert nun, dass die Sonderregelung möglichst sofort beendet wird. Der Carrier sieht sich in seinen Entwicklungsmöglichkeiten behindert. Wizzair erklärt, dass man in der Lage und gewillt ist im Winterflugplan 2020/21 zu expandieren und durch die Slot-Ausnahmeregelung in Sachen Umsetzung gehindert wäre. „Ich fordere die Europäische Kommission auf, die 80/20-Regel für alle Fluggesellschaften in Europa ab dem 25. Oktober 2020 zu beenden und die Erholung des Luftfahrtsektors und der damit verbundenen Industrien zu unterstützen, indem sie es ermöglicht, dass echte Marktbedingungen herrschen. Der aktuelle Plan, den Verzicht auf die 80/20-Regel bis März 2021 zu verlängern, widerspricht dem freien Wettbewerb und schützt etablierte Fluggesellschaften mit schwachen Geschäftsmodellen, während Fluggesellschaften wie Wizz Air bereit sind, neue Marktchancen wahrzunehmen und ihren Passagieren noch mehr Möglichkeiten für Niedrigtarife zu bieten“, so Konzernchef Jozsef Váradi.

weiterlesen »

USO: Ryanair und Lauda sollen Kabinen mangelhaft reinigen

Die spanische Gewerkschaft USO übt seit einigen Wochen heftige Kritik an der Umsetzung der spanischen COVID-19-Schutzmaßnahmen durch die Fluggesellschaften Ryanair und Lauda. Insbesondere der Umstand, dass entgegen der lokalen Gesetzgebung keine FFP2-Masken an das fliegende Personal ausgegeben werden, führte bereits dazu, dass Beschwerden an die Luftfahrtbehörden und das Arbeitsinspektorat gerichtet wurden. USO kritisiert nun auch die Reinigungsprozesse der Ryanair Group, denn diese würden zwischen zwei Flügen auf die Reinigung durch Fachpersonal verzichten. Lediglich in der Nacht komme es zum ausführlichen Putzen und Desinfizieren der Kabinen. Das ist aus Sicht der Arbeitnehmervertreter in Zeiten von Corona zu wenig. Man verweist auch auf Mitbewerber, die sehr wohl zwischen zwei Flügen durch Fachpersonal reinigen lassen würden. Bei Lauda und Ryanair soll das Kabinenpersonal „ohne Reinigungsmittel, Schutzmittel und Schulung“ diese Aufgabe übernehmen. Seit 8. Juli 2020 gelten für alle Airlines, die ab Spanien tätig sind, verbindliche COVID-19-Sicherheitsvorschriften, die sich an den Empfehlungen der EASA orientieren. Diese sollen Ryanair und Lauda laut USO missachten. Besonders sauer stößt den Arbeitnehmervertretern auf, dass anstatt der vorgeschriebenen FFP2-Masken nun wiederverwendbare MNS-Masken, die in China produziert wurden und keine Zulassung in Europa haben sollen, an das Personal ausgegeben werden. An Bord soll es nicht einmal gegen Geld Austauschmasken für Passagiere geben. Die EASA empfiehlt in diesem Zusammenhang, dass Airlines solche bereithalten sollen. Davon, dass diese für die Passagiere gratis sein müssen, ist jedoch keine Rede. Die Gewerkschaft USO kritisiert weiterhin, dass trotz einer bereits bei den zuständigen Behörden eingebrachten Beschwerde der Bordverkauf nicht reduziert wurde. Weiterhin werden Duty-Free-Artikel angeboten.

weiterlesen »

Lübeck Air hebt am 17. August 2020 ab

Das flughafeneigene Start-Up Lübeck Air wird ab 17. August 2020 einen täglichen Flug zwischen der Hansestadt und Stuttgart anbieten. Zum Einsatz kommt eine von Air Alsie betriebene ATR72-500, die mit 60 Sitzplätzen bestuhlt ist.  Ebenfalls ab 17. August 2020 soll zwischen Lübeck und München im doppelten Tagesrand geflogen werden. Tickets für die beiden neuen Strecken sind bereits über die Homepage des Anbieters buchbar. In allen Tarifklassen sind nach Angaben des Unternehmens Check-In-Gepäck, ein Handgepäckstück und Snacks und Getränke an Bord inkludiert.

weiterlesen »

Vorsorgliche Streichung: Airline muss zahlen

Gelegentlich kommt es vor, dass Fluggesellschaften bei Unwetterprognosen bereits am Vortag ihre Passagiere über die Entscheidung zur Streichung der Verbindung informieren. Schlechtes Wetter gilt für gewöhnlich als außergewöhnlicher Umstand und entbindet die Airline von der Zahlung der Ausgleichsleistung. Nicht jedoch in dieser spezifischen Konstellation, entschied das Landgericht Berlin. Die beklagte Fluggesellschaft strich „vorsorglich“ aufgrund einer Unwetterprognose die betroffene Verbindung für den Folgetag. Unter dem Aktenzeichen 67S49/19 entschied das Landgericht Berlin nun, dass es sich um keinen außergewöhnlichen Umstand handelt, da es keine entsprechende Warnung der Flugsicherung gab. Diese hätte den Flugverkehr einschränken können, was sie jedoch nicht getan hat. Das Gericht sprach dem Kläger nun die Ausgleichsleistung zu.

weiterlesen »

Etihad kündigt weiteren 400 Piloten

Golfcarrier Etihad Airways kündigte in einem internen Rundschreiben an, dass weitere 400 Pilotenstellen aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie gestrichen werden. Man sieht sich momentan nicht in der Lage die Arbeitsplätze halten zu können. Im Mai 2020 wurde bekannt, dass 1.200 Stellen abgebaut werden sollen. Nun kommen 400 weitere Jobs dazu, so dass Etihad Airways nach aktuellem Informationsstand 1.600 Personen die Kündigung aussprechen wird bzw. teilweise bereits durchgeführt hat.

weiterlesen »

Lufthansa bringt „Ocean“ an den Start

Mitten in der Corona-Krise stellte Lufthansa für ihr neues Touristikprojekt, das unter dem Arbeitstitel „Ocean“ bekannt ist, einen Antrag auf Erteilung von AOC und OL. Das Unternehmen soll als Wetlease-Plattform dienen und sämtliche touristischen Angebote zusammenführen, berichtet CH-Aviation.com. Bereits vor einem Jahr kündigte der Lufthansa-Vorstand an, dass der Leisure-Verkehr komplett neu aufgestellt werden soll. Eurowings erwies sich offenbar als finanziell teurer Fehlschlag, denn das Langstreckenprodukt wurde nie profitabel. Die Neugründung soll allerdings nicht im Low-Cost-Segment angesiedelt werden, sondern orientiert sich an der schweizerischen Edelweiss Air. Derzeit ist geplant, dass elf Maschinen ab Frankfurt, München und Düsseldorf zum Einsatz kommen. Daher ist anzunehmen, dass bei Eurowings weitere Veränderungen bevorstehen. Innerhalb des Konzerns entledigte man sich bereits der Tochter Germanwings und der Beteiligung SunExpress Deutschland. Lufthansa kündigte im Vorjahr an, dass die deutschen Wings-Aktivitäten in einer Plattform gebündelt werden sollen. Der Subunternehmer Luftfahrtgesellschaft Walter, der vor der Corona-Krise mit DHC Dash 8-400 für Eurowings flog, meldete zwischenzeitlich Insolvenz an.

weiterlesen »