Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Leonore Gewessler: „Keine Tickets unter 40 Euro“

Unter 40 Euro soll es in Zukunft in Österreich keine Tickets mehr geben. Wie die Billigflieger darauf reagieren werden, ist noch unklar. Verkehrsministerin Leonore Gewessler kündigte an, dass künftig Flugtickets mindestens zum Preis der Steuern, Gebühren und Ticketabgabe verkauft werden müssen. Der ungefähre Mindestpreis soll bei etwa 40 Euro oneway liegen. Europaweit sieht man sich in dieser Hinsicht als Vorreiter. Die Ticketabgabe soll nicht im kommenden Jahr, sondern sofort auf 12 Euro angehoben werden. Neu ist auch, dass für Flüge, die auf einer Strecke unter 250 Kilometer durchgeführt werden, sogar 30 Euro an Ticketsteuer anfallen werden. Konkret geregelt werden soll die „Anti-Dumping-Regelung“ im neuen Flughafenentgelte-Gesetz. Das bedeutet konkret, dass Billigtickets um 9,99 Euro und darunter künftig nicht mehr erlaubt werden sollen. Ob die Lowcoster mit Klagen gegen das Vorhaben der Bundesregierung vorgehen wollen, ist derzeit noch unklar. Jedenfalls dürfte es sich um einen erheblichen Eingriff in die Preisfreiheit von Unternehmern handeln.

weiterlesen »

„Für die AUA“ – Staat will Tickets verteuern

Die AUA wird vom Staat gerettet, doch als Schützenhilfe gegen Billigflieger wie Wizzair und AUA sollen Tickets künftig mindestens 40 Euro kosten. Die Flugscheinsteuer soll sofort auf 12 Euro erhöht werden und auf Strecken unter 250 Kilometer sogar auf 30 Euro. Der Lufthansa Group ist es gelungen für ihre Tochtergesellschaft Austrian Airlines insgesamt 600 Millionen Euro an Land zu ziehen. Dabei werden 150 Millionen Euro als „Schadensabdeckung“ von der Republik Österreich überwiesen. Ein Betrag in der selben Höhe wird die Konzernmutter Lufthansa bereitstellen. 300 Millionen Euro werden in Form eines Bankkredits aufgenommen. Dieser muss bis 2026 zurückbezahlt werden. Die Bundesregierung knüpft die Gewährung von 150 Millionen Euro „zur Abdeckung von Schäden infolge der COVID-19-Krise“ an ökologische Auflagen, Standortgarantien und weitere Sicherheiten. Das gesamte Hilfspaket ist sowohl von der Staatshilfe in Deutschland für Lufthansa, der Zustimmung aller Gremien als auch der Genehmigung der EU-Kommission abhängig. Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte, dass Wien künftig genau so stark wie München und Frankfurt wachsen wird. Dazu habe sich die Lufthansa Group verpflichtet. Die 150 Millionen Euro, die der Staat zur Verfügung stellt, stammen laut ihm direkt aus dem Steuertopf. „Austrian Airlines war und ist elementarer Teil der Multi-Hub Strategie der Lufthansa Group. Mit diesem Paket und in Kombination mit den verbesserten Rahmenbedingungen der österreichischen Luftfahrtsystempartner kann Austrian Airlines das Drehkreuz in Wien nach der Krise wieder aufbauen und Österreich mit wichtigen Zielen in Europa und auf der Welt verbinden“, sagt Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Group. Laut Austrian Airlines sollen künftig Kurzstreckenflüge zunehmend auf die

weiterlesen »

Lauda-Basis Wien startet am 1. Juli 2020 neu

Nach langem Ringen um die Zukunft der Lauda-Basis Wien ist nun Klarheit da: Es geht weiter und zwar mit zehn Airbus A320. Wer nicht für den neuen Kollektivvertrag gestimmt hat oder das Wording des umstrittenen Betriebsrats verwendet hat, muss nun um den Job bangen. Die Lauda-Basis Wien wird nun definitiv nicht geschlossen, sondern ab 1. Juli 2020 schrittweise den Flugbetrieb wiederaufnehmen. Die Konzernschwester Ryanair DAC wird damit die „OE-Routen“ nicht übernehmen, sondern diese werden weiterhin mit Airbus A320 von Lauda bedient werden. Dies teilte das Unternehmen am Montagnachmittag mit. Allerdings wird die Anzahl der in Wien stationierten Flugzeuge aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie zumindest vorläufig von 16 auf zehn A320 reduziert. In diesem Zusammenhang wird es auch zu einem Personalabbau kommen. Ein Rundschreiben vom Samstag gibt hierbei auch einen Hinweis darauf welche Personengruppe es treffen könnte, denn da schrieb man, dass man die Jobs jener Mitarbeiter, die dem neuen Kollektivvertrag zustimmen, retten wird. Im Umkehrschluss könnte das bedeuten, dass jene Lauda-Mitarbeiter, die ihre Zustimmung nicht erteilt haben oder ein Wording des vom Unternehmen nicht anerkannten Betriebsrats verwendet haben, weiterhin um ihren Job bangen müssen. Eine offizielle Bestätigung hierfür gibt es freilich nicht. Laut Mitteilung des Unternehmens haben 90 Prozent der Piloten und 66 Prozent der Flugbegleiter den neuen Kollektivvertrag und die darin enthaltenen Konditionen angenommen. Diese Zustimmung habe den Eigentümer Ryanair Holdings PLC zur Umkehr der Entscheidung zur Schließung der Basis Wien bewegt. Der Flugbetrieb wird am 1. Juli 2020 mit zunächst drei Airbus A320 anlaufen und bis August sollen

weiterlesen »

AUA-Pensionen drücken auf die Finanzen

In der letzten Bilanz wurden 120 Millionen Euro für Nachschusspflicht für Pensionen von rund 160 Mitarbeitern zurückgestellt. Die Betroffenen sollen laut Kurier gar nicht daran denken ihren Beitrag zur Rettung des Carriers zu leisten. Die geplante Staatshilfe für die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines wird in den letzten Wochen äußerst kontrovers diskutiert. Die Meinungen gehen von „sollen doch die Deutschen zahlen“ bis hin zur Behauptung, dass der Carrier „systemrelevant“ wäre und gar die ganze Wirtschaft ohne Austrian Airlines vor dem Kollaps stehen könnte. Fast von der Öffentlichkeit unbemerkt führt die AUA Rückstellungen in der Höhe von 120 Millionen Euro für lediglich 160 Pensionisten, wie die Tageszeitung Kurier aufdeckte. Das Medium schreibt, dass rund 7.000 Mitarbeiter mit Gehaltseinbußen zum Erhalt des Carriers beitragen, jedoch gleichzeitig rund 160 „privilegierte Personen“ gar nicht daran denken würden ihren Beitrag zur Rettung des Unternehmens zu leisten. Es handelt sich dabei um ehemalige Führungskräfte, die zusätzlich zur regulären ASVG-Pension laut Kurier „einige Tausend Euro im Monat an Firmenrenten erhalten“. Diese Betriebsrenten sollen auf Einzelverträgen mit entsprechenden Pensionszusagen basieren und weiters sollen diese garantiert sein, unabhängig davon was die Veranlagung der Pensionskasse ergibt. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass wenn der wirtschaftliche Erfolg der Veranlagung niedriger ist als der vertragliche Anspruch, so muss Austrian Airlines den Differenzbetrag laut dem Medienbericht nachschießen. Der Kurier schreibt, dass in der Vorjahresbilanz 120 Millionen Euro für eben diese Aufstockung zurückgestellt wurden und die Somme seit mehreren Jahren stark steigend ist. Grund dafür ist, dass die Performance der Pensionskasse eben seit einiger Zeit unterdurchschnittlich ist. Dies führt

weiterlesen »

Flughäfen: Deutschland vor Maskenpflicht

Am einen deutschen Airport müssen Masken getragen werden, am anderen jedoch nicht. Das soll sich nun ändern. In Deutschland könnte schon bald eine generelle Maskenpflicht an Flughäfen eingeführt werden. Bislang besteht eine solche nicht bundesweit, da derartige Anordnungen prinzipiell Ländersache sind, was auch maßgeblich zum Flickenteppich der äußerst unterschiedlichen Corona-Maßnahmen in den einzelnen Bundesländern beigetragen hat. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ gehen die Behörden und Betreiber von Airports derzeit von erheblich steigenden Fluggastzahlen aus. In einem vorliegenden Papier ist die Rede davon, dass die Maskenpflicht als notwendig erscheint, da in vielen Bereichen der so genannte Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann. Laut „Spiegel“ soll es sich dabei primär um die Bereiche Sicherheitskontrolle, Shuttle- und Vorfeldbusse sowie Gepäckausgabe handeln. Bemerkenswerterweise werden das Ein- und Aussteigen gar nicht genannt. Die Bundesregierung ist aufgrund der föderalen Struktur Deutschlands gar nicht in der Lage eine generelle Maskenpflicht zu verkünden. Das bedeutet, dass die Anordnungen von den jeweiligen Landesregierungen vorgenommen werden. Hierzu finden nun Abstimmungen statt. Der „Spiegel“ rechnet damit, dass die Maßnahme in den nächsten Tagen verbindlich vorgeschrieben wird.

weiterlesen »

Frankfurt: United schließt Crew-Station

Rund 840 Flugbegleiter werden im Oktober 2020 ihre Jobs verlieren. Ein Wechsel in die Vereinigten Staaten soll allerdings möglich sein. United Airlines wird die Crew-Bases in Frankfurt am Main, Hong Kong und Tokio schließen. Damit schließt der U.S.-Carrier drei von vier Standorten, an denen man außerhalb der Vereinigten Staaten Flugbegleiter beschäftigt. London soll allerdings erhalten bleiben. In einem Reuters vorliegenden Rundschreiben von Kabinenchef John Slater ist zu lesen, dass die Schließungen effektiv zum 1. Oktober 2020 durchgeführt werden. Betroffen sind etwa 840 Flugbegleiter, wobei diese die Möglichkeit haben sollen in die USA zu wechseln, sofern diese das wollen und formell die behördlichen Voraussetzungen erfüllen können.

weiterlesen »

Lion Air nach Comeback wieder am Boden

Nach nur fünf Tagen stehen die Flugzeuge von Lion Air erneut am Boden. Passagieren ist es fast unmöglich die strengen Bedingungen der indonesischen Regierung zu erfüllen. Das „Corona-Comeback“ der indonesischen Billigfluggesellschaft Lion Air ging sprichwörtlich daneben. Nach nur fünf Tagen stellte der Carrier am Freitag erneut den Flugbetrieb ein. Laut Unternehmensmitteilung gilt dies auch für die Tochtergesellschaften Batik Air und Wings Air. Der Carrier teilte mit, dass viele Passagiere ihre gebuchten Flüge nicht antreten können, weil diese die strengen Regeln der Regierung nicht erfüllen können. Nachweise und Dokumente können nicht vorgelegt werden. Daher habe man die tatsächliche Auslastung ausgewertet und sich zur neuerlichen Aussetzung des Flugbetriebs entschieden, so Lion Air in einer Aussendung.

weiterlesen »

Amsterdam: Ohne Maske kostet 300 Euro

Weil er sich renitent weigerte eine Maske zu tragen, kassierte ein Mann am Flughafen Amsterdam-Schiphol eine Geldstrafe in der Höhe von 300 Euro. Die Weigerung einen Mund-Nasen-Schutz an Bord eines Flugzeuges zu tragen kam einen Reisenden am Flughafen Schiphol teuer zu stehen. Laut Mitteilung der Koninklijke Marechaussee wurde dieser aus der Maschine begleitet und hatte eine Geldstraße in der Höhe von 300 Euro zu berappen. Auf welchem Flug sich der Mann befand wurde allerdings nicht mitgeteilt. Mit derartigen Vorfällen ist in nächster Zeit öfters zu rechnen. Die meisten EU-Länder schreiben das Tragen von MNS-Masken an Bord von Flugzeugen und innerhalb von Flughafengebäuden verbindlich vor. Wer sich daran nicht hält kann eine Geldstrafe riskieren. Auch der Ausschluss von der Flugreise ist durchaus möglich.

weiterlesen »

Quarantäne: IAG und Ryanair klagen

Ryanair und die IAG wollen gemeinsam gegen die neue Quarantäne-Regelung des Vereinigten Königreichs klagen. Andere machen auf, UK macht zu. Während zahlreiche EU-Staaten gerade dabei sind ihre Einreisebestimmungen zu lockern und weitgehend auf 14-tägige Quarantäne oder die Vorlage negativer Corona-Test zu verzichten, führt das Vereinigte Königreich genau dies am Montag ein. Die IAG, die dort unter anderem die Tochter British Airways unterhält und Ryanair wollen nun dagegen klagen. Gegenüber Skynews meinte Willie Walsh, Generaldirektor der International Airlines Group, dass die Maßnahme der Regierung des Vereinigten Königreichs „unverhältnismäßig“ ist. Dadurch wäre der Konzern nicht in der Lage ab Juli 2020 das Flugprogramm hochzufahren. Ryanair teilte kurz darauf mit, dass man sich der Klage der International Airlines Group anschließen wird.

weiterlesen »

Dortmund will die Piste voll ausreizen

Die 2.000-Meter-Landebahn soll künftig vollständig genutzt werden. Hauptkunde Wizzair drängt seit einiger Zeit auf den Einsatz von Airbus A321, jedoch ist das momentan nicht möglich. Die einzige Runway in Dortmund ist 1.700 Meter lang und damit insbesondere für die vom wichtigen Kunden gewünschten Airbus A321 zu kurz. Durch die Verlegung des Aufsetzpunktes kann der Airport allerdings 300 Meter zusätzlich „herausholen“. Ein entsprechender Antrag wurde nach Behördenangaben nun beim Bezirksregierungsamt Münster gestellt. Baulich ist die Runway bereits 2.000 Meter lang, jedoch aufgrund der so genannten Landeschwelle können derzeit effektiv nur 1.700 Meter genutzt werden. Eine echte Verlängerung erscheint derzeit politisch nicht durchsetzbar, weshalb die Geschäftsleitung des Dortmunder Flughafens nun versucht die volle Länge der Start- und Landebahn ausreizen zu können. Insbesondere der ungarische Billigflieger Wizzair soll hier Druck machen, denn der Carrier drängt auf den Einsatz von Airbus A321. Die zuständige Behörde teilte lediglich mit, dass man nun den Antrag prüfe und dann entscheide welches Verfahren eingeleitet werden muss. Zu den Erfolgschancen machte die Bezirksregierung Münster keine Angaben.

weiterlesen »