Jan Gruber

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Jan Gruber

Uniqa-Analyse: Stornierungen und Gepäckprobleme dominieren Reiseschäden

Wie eine aktuelle Analyse des Versicherungsunternehmens Uniqa zeigt, sind Stornierungen und Gepäckprobleme die häufigsten Ursachen für Schadensmeldungen im Reisebereich. Mehr als 60 Prozent aller gemeldeten Fälle in der Reiseversicherung betrafen im vergangenen Jahr Reiserücktritte. Laut Peter Humer, Vorstandsmitglied der Uniqa, zahlte die Versicherung 2024 allein für Stornoschäden mehr als eine Million Euro aus. Ein weiteres Viertel der Sachschäden in der Reiseversicherung entfiel auf verlorenes oder beschädigtes Gepäck, was besonders bei Flugreisen oft zu Unannehmlichkeiten für die Betroffenen führt. Die Untersuchung der Uniqa gibt auch Aufschluß über die Verteilung von Verkehrsunfällen im Ausland. Demnach ereignen sich die meisten Kfz-Unfälle von Uniqa-Versicherten im Ausland in Deutschland, das mit rund 33 Prozent der Fälle an der Spitze der Statistik steht. Darauf folgen Italien mit 15,1 Prozent, Kroatien mit 8,6 Prozent, Ungarn mit 8,2 Prozent und Slowenien mit 7,1 Prozent. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung einer guten Kfz-Auslandsversicherung für Reisende, die mit dem Auto unterwegs sind. Die Analyse der Schadensmeldungen spiegelt ein allgemeines Muster im europäischen Reiseverkehr wider. Stornierungen sind aufgrund unvorhergesehener Ereignisse wie Krankheit oder Unfällen ein wesentliches Risiko, gegen das sich viele Reisende absichern. Die Häufung von Kfz-Unfällen in den Nachbarländern Österreichs, wie Deutschland, Italien und Kroatien, ist auf die beliebten Reiseziele und die hohen Verkehrsdichten in diesen Regionen während der Sommermonate zurückzuführen. Die vorliegenden Daten zeigen, daß Reiseversicherungen in der Hochsaison eine wichtige Rolle spielen. Das Angebot von Versicherungen, die eine schnelle Unterstützung bei Stornierungen oder Schäden bieten, ist für Reisende, die sich vor den finanziellen Folgen unerwarteter Ereignisse schützen möchten,

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Cathay Pacific kehrt nach Brüssel zurück

Die Fluggesellschaft Cathay Pacific aus Hongkong hat ihre Flugverbindungen nach Brüssel wieder aufgenommen. Die Route wird viermal wöchentlich bedient, und zwar montags, mittwochs, freitags und sonntags. Für die Strecke wird ein modernes Langstreckenflugzeug vom Typ Airbus A350-900 eingesetzt. Die Wiederaufnahme der Flüge unterstreicht das Bestreben von Cathay Pacific, sein internationales Netzwerk auszubauen und die Position Hongkongs als globalen Luftfahrtknotenpunkt zu stärken. Die Wiederaufnahme der Verbindung war seitens der Fluggesellschaft bereits im vergangenen Jahr angekündigt worden. Die Strecke wurde im März 2020 eingestellt, als der Flugverkehr weltweit durch die Reisebeschränkungen stark eingeschränkt wurde. Mit dem Ende der Pandemie und der fortschreitenden Erholung des internationalen Reiseverkehrs setzt die Fluggesellschaft nun auf die Wiederbelebung wichtiger europäischer Destinationen. Die Fluggesellschaft hatte in den vergangenen Monaten auch die Verbindungen nach Mailand und Zürich wieder aufgenommen und plant, ihr Europanetzwerk weiter zu stärken. Der Brüsseler Flughafen begrüßte die Rückkehr der Fluggesellschaft. Die Verbindung soll nicht nur den Geschäftsreiseverkehr, sondern auch den Tourismus zwischen Hongkong und Belgien fördern. Belgien ist ein wichtiger Handelspartner für Hongkong, und die Wiederaufnahme der Direktflüge wird als positiv für die wirtschaftlichen Beziehungen angesehen. Die Airbus A350-900, die auf der Strecke eingesetzt wird, bietet Platz für 280 Passagiere in drei Reiseklassen und verfügt über die neueste Kabinenausstattung, was den Komfort für die Passagiere erhöht. Cathay Pacific hat in den letzten Jahren seine Flotte kontinuierlich modernisiert und setzt verstärkt auf Langstreckenflugzeuge der Typen Airbus A350 und Boeing 777-9. Mit der Wiederaufnahme der Flüge nach Brüssel und der Stärkung anderer europäischer Strecken signalisiert das Unternehmen,

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Berlin gegen EU-Pläne: Bundesregierung lehnt Aufweichung der Fluggastrechte ab

Die deutsche Bundesregierung lehnt eine geplante Aufweichung der EU-Fluggastrechte entschieden ab. In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen positioniert sich die Regierung gegen eine vom Rat der EU-Verkehrsminister beschlossene Reform. Der EU-Vorschlag sieht vor, die Schwelle für Entschädigungszahlungen für verspätete Flüge von derzeit drei auf bis zu sechs Stunden zu erhöhen und die Entschädigungsbeträge anzupassen. Die Bundesregierung hält eine solche „Abschwächung des Verbraucherschutzniveaus“ für inakzeptabel und tritt weiterhin für einen ausgewogenen Interessenausgleich zwischen Fluggästen, Luftfahrtunternehmen und der Reisebranche ein. Die Haltung Berlins ist ein klares Signal für den Erhalt der bewährten dreistündigen Verspätungsgrenze und könnte die laufenden Verhandlungen auf europäischer Ebene maßgeblich beeinflussen. Ein Vorschlag, der die Fluggäste benachteiligt: Die EU-Reformpläne Die Diskussion über eine Reform der EU-Fluggastrechteverordnung (EG 261/2004) ist nicht neu und wird seit Jahren auf europäischer Ebene geführt. Fluggesellschaften klagen immer wieder über die hohe finanzielle Belastung, die mit den Entschädigungszahlungen verbunden ist, und fordern eine Entlastung, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Am 5. Juni dieses Jahres schien der Rat der EU-Verkehrsminister eine politische Einigung gefunden zu haben, die den Forderungen der Fluggesellschaften entgegenkommt. Der Vorschlag sieht eine drastische Erhöhung der Entschädigungsschwellen vor. Demnach sollen Passagiere erst ab einer Verspätung von vier bis sechs Stunden Anspruch auf Entschädigung haben, je nach Flugdistanz. Bislang haben Fluggäste gemäß der geltenden Verordnung ab einer Verspätung von drei Stunden Anspruch auf pauschale Zahlungen. Diese Staffelung soll nach dem Vorschlag des Ministerrates zugunsten der Fluggesellschaften verändert werden. Eine solche Reform würde die Verbraucherrechte deutlich einschränken und

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BER verzeichnet stabile Passagierzahlen und deutliches Frachtwachstum im Juli 2025

Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) hat im Juli 2025 knapp 2,37 Millionen Passagiere abgefertigt. Dies entspricht einem leichten Zuwachs von 0,25 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der verkehrsreichste Tag des Monats war der 11. Juli, an dem 85.539 Reisende den Flughafen nutzten. Trotz der stabilen Passagierzahlen lag die Anzahl der Starts und Landungen mit 17.155 um 0,9 Prozent unter dem Vorjahreswert, was auf eine effizientere Auslastung der Flugzeuge hindeutet. Ein besonders starkes Wachstum verzeichnete der Flughafen im Bereich der Luftfracht. Das Frachtvolumen stieg im Juli 2025 um 18,6 Prozent auf insgesamt 4.844 Tonnen. Dies unterstreicht die zunehmende Bedeutung des BER als Logistikstandort für die Region Berlin und Brandenburg. Das Frachtwachstum steht im Einklang mit einer allgemeinen Belebung des europäischen Luftfrachtmarktes, der sich nach Phasen der Stagnation wieder erholt. Das erste Ferienwochenende im Juli, das vom 23. bis zum 27. Juli dauerte, war für den BER besonders stark frequentiert. In diesem Zeitraum nutzten 394.212 Passagiere den Flughafen, was auf die hohe Reiseintensität zu Beginn der Sommerferien zurückzuführen ist. Die Zahl der Flugbewegungen in diesem kurzen Zeitraum betrug 2.728. Der BER ist seit seiner Eröffnung im Oktober 2020 zu einem wichtigen Drehkreuz für den Flugverkehr in der deutschen Hauptstadtregion geworden. Nachdem der Flughafen in den ersten Jahren mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen hatte, hat er sich mittlerweile als zuverlässiger Flughafen etabliert, der sowohl im Passagier- als auch im Frachtbereich wächst.

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Die Magie des Funkelns: Die Swarovski Kristallwelten in Wattens

Inmitten der majestätischen Bergwelt Tirols, im beschaulichen Ort Wattens, befindet sich ein Ort, der Kunst, Phantasie und Handwerkskunst auf einzigartige Weise vereint: die Swarovski Kristallwelten. Als Hommage an das 100jährige Bestehen des Unternehmens Swarovski im Jahre 1995 gegründet, entwickelten sich die Kristallwelten von einer Vision zu einem international renommierten Ausflugsziel. Sie sind ein Gesamtkunstwerk, das Besucher aus aller Welt in eine glitzernde Welt der Wunder entführt und die Vielfalt und Schönheit des Kristalls in all seinen Facetten erlebbar macht. Die Geschichte der Kristallwelten ist untrennbar mit der des Familienunternehmens verbunden, dessen Erfolg auf einer revolutionären Erfindung beruht. Dieser Artikel beleuchtet die Entstehung der Attraktion, ihre faszinierenden Wunderkammern, den weitläufigen Garten und die aktuellen sommerlichen Höhepunkte. Die Ursprünge: Von der Schleifmaschine zur Weltmarke Die Geschichte des Unternehmens Swarovski beginnt mit Daniel Swarovski, einem visionären Glasschleifer aus Böhmen, der im Jahre 1892 eine bahnbrechende Erfindung machte: eine elektrische Schleifmaschine für Kristallglas. Diese Maschine ermöglichte es, Kristalle präziser und schneller zu schleifen als je zuvor. Daniel Swarovski erkannte das Potenzial seiner Erfindung und siedelte 1895 mit seiner Familie nach Wattens in Tirol über. Die Wahl dieses Standortes war strategisch: Die Wasserkraft der Alpen bot die notwendige Energie für den Betrieb seiner Maschinen, und die Abgeschiedenheit des Ortes schützte ihn vor neugierigen Konkurrenten. Gleichzeitig sorgten die bestehenden Handelswege für eine gute Anbindung an die Modemetropole Paris, wo seine glitzernden Schmucksteine auf große Nachfrage stießen. Gemeinsam mit seinen Partnern Franz Weis und Armand Kosmann legte Daniel Swarovski den Grundstein für ein Unternehmen, das sich in

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Flixtrain erhebt neue Gepäckgebühren für größere Koffer

Die Fernverkehrsgesellschaft Flixtrain hat ihre Gepäckbestimmungen verschärft und verlangt seit Juli 2025 Zusatzgebühren für größere Koffer. Wie aus den neuen Regelungen des Unternehmens hervorgeht, fallen nun für Gepäckstücke mit den Maßen 50 mal 30 mal 80 Zentimeter und einem Gewicht von bis zu 20 Kilogramm zusätzliche Kosten an. Verkehrsexperten sehen in dieser Maßnahme eine faktische Preiserhöhung, die besonders bei Kurzstreckenreisen ins Gewicht fallen könnte. Die neuen Gebühren betragen, je nach Strecke und Buchungszeitpunkt, mindestens 5,49 Euro. Laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Flixtrain können die Preise variieren. Werden die größeren Koffer nicht vorab gebucht, drohen den Reisenden Strafen in Höhe von mindestens 60 Euro oder dem doppelten Ticketpreis. Handgepäck bis sieben Kilogramm und kleinere Reisetaschen bis zehn Kilogramm bleiben weiterhin kostenfrei. Für spezielles Gepäck wie Musikinstrumente oder Sportausrüstung gelten gesonderte Tarife. Kinderwagen und Mobilitätshilfen sind von den neuen Bestimmungen ausgenommen. Als Begründung für die Einführung der Gebühren nannte Flixtrain die effizientere Nutzung der Abstellflächen in den Waggons. Das Unternehmen verfolgt damit eine Strategie, die bereits von vielen Fluggesellschaften praktiziert wird, bei der für Zusatzleistungen extra bezahlt werden muß. Interessanterweise bleiben im Angebot der Schwestermarke Flixbus größere Gepäckstücke im Fahrpreis inbegriffen, was zu unterschiedlichen Regelungen innerhalb desselben Konzerns führt. Mit dieser Entscheidung positioniert sich Flixtrain ähnlich wie einige seiner Mitbewerber, die ebenfalls auf Zusatzkosten für Gepäck setzen, um die Grundpreise niedrig zu halten. Die deutsche Deutsche Bahn hat hingegen in ihren Tarifen bisher keine separaten Gepäckgebühren. Die neuen Regelungen von Flixtrain könnten dazu führen, daß Reisende ihre Wahl zwischen den Anbietern stärker

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Schiffsreisen auf dem Göta-Kanal: Reiseveranstalter Atiworld veröffentlicht Programm für 2026

Der Reiseveranstalter Aviation & Tourism International (Atiworld) hat sein Programm für die Saison 2026 für Fahrten auf dem Göta-Kanal im Süden Schwedens veröffentlicht. Die Reisen dauern zwischen zwei und sechs Tagen und bieten ein entschleunigendes Erlebnis auf den historischen Wasserwegen. Der Göta-Kanal, der 1832 eröffnet wurde und sich über eine Länge von 190 Kilometern erstreckt, verbindet Stockholm und Göteborg und führt durch 58 Schleusen sowie über die beiden größten Seen Schwedens, den Vättern und den Vänern. Gäste reisen an Bord von historischen Schiffen, darunter die „MS Juno“ (Baujahr 1874), die als das älteste Kreuzfahrtschiff der Welt gilt, das noch in Betrieb ist. Ergänzt wird die Flotte durch die „MS Wilhelm Tham“ (Baujahr 1912) und die „MS Diana“ (Baujahr 1923). Alle Schiffe sind bis ins kleinste Detail restauriert und bieten neben kulinarischer Verpflegung auch tägliche Informationsveranstaltungen in deutscher Sprache. Atiworld-Gründer Jürgen Kutzer beschreibt die Fahrten als ein „authentisches“ und „aus der Zeit gefallenes“ Reiseerlebnis, das ein gehobenes Niveau mit dem Komfort des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts verbinde. Das vollständige Programm für 2026 bietet verschiedene Reisevarianten an, von einer zweitägigen Mini-Kanal-Reise bis zur sechs Tage dauernden Großen Schweden-Reise. Die Mini-Kanal-Reise ist bereits ab 585 Euro pro Person in der Doppelkabine buchbar. Zusätzlich zu den Kanalreisen offeriert Atiworld die Möglichkeit, die Reise mit An- und Abreisepaketen, einschließlich Flug und Hotel, zu kombinieren. Beliebt ist auch die Verbindung der Kanalreise mit Aufenthalten in den nordischen Metropolen Stockholm, Göteborg und Oslo. Interessenten können den neuen Flyer des Veranstalters kostenfrei anfordern. Das Programm beinhaltet

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Ende einer intergalaktischen Partnerschaft: All Nippon Airways verabschiedet sich von Star Wars

Eine zehnjährige Zusammenarbeit zwischen der japanischen Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) und dem Film-Franchise „Star Wars“ geht zu Ende. In einer offiziellen Mitteilung vom 4. August 2025 gab die Airline bekannt, daß die Partnerschaft im März 2026 ausläuft. Als Folge dieser Entscheidung wird das ikonische „R2-D2 ANA JET“, ein Boeing 787-9 Dreamliner mit einer auffälligen Lackierung, die an den beliebten Droiden erinnert, seinen letzten Flug am 6. August 2025 absolvieren. Das Ende dieser Zusammenarbeit markiert den Abschied von einer der bekanntesten Werbekampagnen in der jüngeren Luftfahrtgeschichte, die weltweit die Aufmerksamkeit von Luftfahrtenthusiasten und Filmfans gleichermaßen auf sich zog. Eine Reise in die Galaxie: Die Star Wars-Partnerschaft von ANA Die Partnerschaft zwischen ANA und dem Star Wars-Universum begann im Jahre 2015. Zum Auftakt der Kooperation lackierte die Fluggesellschaft einen ihrer Dreamliner (Boeing 787-9, Kennzeichen JA873A) im Design des Droiden R2-D2. Die Lackierung, die sich über den gesamten Rumpf des Flugzeugs zog, machte das Flugzeug zu einem sofortigen Publikumsliebling. Die Kooperation wurde in den darauffolgenden Jahren noch ausgeweitet. Im Jahre 2016 gesellte sich eine weitere Lackierung dazu: Ein Boeing 777-300ER (JA789A) erhielt ein Design, das dem Droiden BB-8 nachempfunden war. Diese Maschine wurde im Jahre 2022 ausgemustert. Ein drittes Flugzeug, ein Boeing 777-200 (JA743A), wurde im Design des goldenen Droiden C-3PO bemalt und trägt seitdem den Namen „C-3PO ANA JET“. Dieses Flugzeug ist neben der R2-D2-Maschine das zweite, das noch im aktiven Dienst der Fluggesellschaft steht. Die Lackierungen waren nicht nur ein äußerliches Merkmal. Auch das Kabinendesign und die Ausstattung an Bord

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Gewerkschaften in Italien protestieren gegen ITA-Geschäftsplan

Nur wenige Monate nach dem Einstieg der Lufthansa Group bei ITA Airways regt sich in Italien gewerkschaftlicher Widerstand gegen den neuen Geschäftsplan der Fluggesellschaft. Die Gewerkschaften der Luftfahrtbranche kritisieren, daß der strategische Kurswechsel hin zu einem stärkeren Fokus auf Langstreckenflüge ohne ausreichende Abstimmung mit den Sozialpartnern erfolgt sei. Sie bemängeln, daß die Pläne für die Flottenerweiterung nicht ausreichten, um die globale Anbindung Italiens zu sichern. Der Verwaltungsrat von ITA Airways hat am 30. Juli den neuen Fünfjahresplan für die Jahre 2026 bis 2030 verabschiedet. Dieser sieht vor, die Marktposition der Fluggesellschaft zu stärken, das Streckennetz und die Flotte auszubauen und die Integration in den Lufthansa-Konzern zu vertiefen. Kern der Strategie ist der Ausbau des Langstreckengeschäfts, insbesondere ab dem Drehkreuz Rom-Fiumicino nach Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Die Flotte, die bis 2030 rund 100 Flugzeuge umfassen soll, soll jährlich um ein neues Langstreckenflugzeug erweitert werden. Der Unmut der Gewerkschaften steht im Gegensatz zu früheren Äußerungen, in denen sie den Einstieg der Lufthansa Group noch begrüßt hatten. Damals sahen die Arbeitnehmerorganisationen in dem Zusammenschluß eine Chance zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zur Stärkung der europäischen Luftfahrt. Die jetzige Kritik richtet sich nicht grundsätzlich gegen die Partnerschaft, sondern gegen die konkrete Ausgestaltung des neuen Geschäftsplans und die Anzahl der geplanten Flugzeuge. Die Gewerkschaften haben angekündigt, ab Herbst auf eine stärkere Mitsprache bei den strategischen Entscheidungen zu drängen. Die Proteste verdeutlichen die anhaltenden Spannungen, die in der italienischen Luftfahrtbranche seit der Liquidation von Alitalia und der Gründung von ITA Airways bestehen. Bereits damals

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Bye Aerospace und Electro.Aero kooperieren für elektrische Flugzeugladung

Die Unternehmen Bye Aerospace und Electro.Aero haben auf der Luftfahrtmesse EAA AirVenture Oshkosh eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Entwicklung tragbarer Schnellladelösungen für die eFlyer-Flotte von Bye Aerospace unterzeichnet. Ziel ist es, die Umstellung auf elektrisch betriebene Schulungsflugzeuge zu beschleunigen. Die Partnerschaft soll eine effiziente Ladeinfrastruktur für den wachsenden Markt der Pilotenausbildung schaffen. Der globale Markt für Pilotenschulungen wird laut Fortune Business Insights bis 2032 voraussichtlich 24,86 Milliarden US-Dollar erreichen. Rod Zastrow, CEO von Bye Aerospace, hob hervor, daß die Branche Flugzeuge und Ladesysteme benötige, die kostengünstiger und effizienter seien. Die neuen, tragbaren Schnellladegeräte von Electro.Aero mit 40 kW, 80 kW und 240 kW Leistung sollen eine Ladezeit von weniger als 30 Minuten ermöglichen, was Flugschulen und Betreibern eine erhebliche Effizienzsteigerung bieten könnte. Joshua Portlock, CEO von Electro.Aero, äußerte sich erfreut über die Partnerschaft und betonte, daß die tragbaren Ladegeräte dazu beitragen sollen, die hohe Anzahl an Ausbildungsflügen zu ermöglichen. Das größere 240-kW-Ladegerät kann sogar zwei Flugzeuge gleichzeitig laden. Bye Aerospace fertigt derzeit den Prototyp seines elektrischen eFlyer 2 in Originalgröße am Centennial Airport in Colorado. Die Zusammenarbeit zwischen Bye Aerospace und Electro.Aero ist ein wichtiger Schritt zur Etablierung kommerziell tragfähiger Lösungen in der elektrischen Luftfahrt. Die Integration moderner Antriebstechnologie mit einer mobilen Ladeinfrastruktur soll die betrieblichen Anforderungen von Flugschulen erfüllen. Bye Aerospace, das sich auf kostengünstige und emissionsfreie Lösungen konzentriert, sieht sich an der Spitze dieses aufstrebenden Marktes für Elektroflugzeuge.

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