Jan Gruber

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Jan Gruber

Austrian Airlines ändert Flugzeiten für New York-Verbindung im Sommer 2025

Austrian Airlines hat kurzfristige Anpassungen im Flugplan ihrer Verbindung von Wien nach New York-JFK vorgenommen. Wie das Portal „Aeroroutes“ berichtet, wird der Sonntagsflug OS87 von Wien nach New York im Zeitraum vom 6. Juli bis zum 25. Oktober 2025 drei Stunden später als ursprünglich geplant starten, nämlich um 19:55 Uhr statt um 16:55 Uhr. Auch der Rückflug OS88 von New York nach Wien verschiebt sich entsprechend um drei Stunden nach hinten. Statt der regulären Ankunftszeit am Montagmorgen wird die Maschine nun später in Wien erwartet. Gründe für diese kurzfristige Änderung im Flugplan wurden von der Fluggesellschaft zunächst nicht offiziell bekanntgegeben. Reisende, die von dieser Änderung betroffen sind, sollten ihre Flugzeiten entsprechend überprüfen. Austrian Airlines bietet ihren Passagieren üblicherweise Informationen zu Flugplanänderungen per E-Mail oder SMS an, sofern die entsprechenden Kontaktdaten hinterlegt wurden. Es ist ratsam, den aktuellen Flugstatus kurz vor Reiseantritt nochmals zu kontrollieren.

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Corendon Airlines baut Winterflugplan aus – Sharm El Sheik als neue Destination

Der türkisch-maltesisch-niederländische Ferienflieger Corendon Airlines erweitert sein Angebot ab Deutschland für den kommenden Winter und nimmt Sharm El Sheik in Ägypten neu in den Flugplan auf. Von Düsseldorf, Hannover und Nürnberg aus wird die Airline jeweils zweimal wöchentlich den Badeort auf der Sinai-Halbinsel anfliegen. Diese Erweiterung folgt auf eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens. Gründer Yildiray Karaer, der Mineralogie studierte, erkannte früh das Potential des Tourismus in der Türkei. Gemeinsam mit seinem Partner Atilay Uslu gründete er die Corendon-Gruppe, zu der heute neben Hotels und einem Reiseveranstalter auch drei Fluggesellschaften in der Türkei, den Niederlanden und Malta gehören. Anlässlich eines Jubiläums in Antalya zeigte sich Karaer zuversichtlich hinsichtlich der Zukunft des Unternehmens, das nach einer Krise im Jahr 2022 wieder stabilisiert wurde. Der Name „Corendon“ hat seinen Ursprung im Mineral Korund, dem zweithärtesten Mineral nach Diamant. Dies erklärt auch die Unternehmensfarbe Rot. Gründer Karaer sieht darin eine passende Symbolik für sein Unternehmen. Strategische Anpassung im deutschen Markt Corendon Airlines hat eine strategische Anpassung ihres Angebots in Deutschland vorgenommen. Während sich die Fluggesellschaft aus Bremen und Kassel zurückzog und das Programm in Paderborn und Frankfurt reduzierte, liegt der Fokus nun auf anderen Standorten. Dennoch bedient Corendon mit ihrer maltesischen Schwester im Sommer mehr deutsche Flughäfen als jede andere Fluglinie. Besonders stark ist die Präsenz in Düsseldorf, Hannover, Köln/Bonn und Nürnberg, wo die Airline eigene Basen betreibt. Die Fluggesellschaft zeigt sich zufrieden mit der laufenden Sommersaison, beobachtet aber eine veränderte Nachfrage. Das Wachstum bei Reisen in die Türkei ist nicht mehr so stark

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Wechsel an der Spitze am Flughafen Friedrichshafen

Am Bodensee-Airport Friedrichshafen kommt es zu einer Veränderung in der Geschäftsführung. Detlef Schäfer, der seit September 2024 als Leiter der Geschäftsentwicklung am Flughafen tätig ist, wird mit sofortiger Wirkung zum Vorsitzenden der Geschäftsführung berufen. Der bisherige alleinige Geschäftsführer Claus-Dieter Wehr, der den Flughafen seit zehn Jahren leitet, bleibt weiterhin Mitglied der Geschäftsführung und wird den Übergang bis zu seinem geplanten altersbedingten Ausscheiden im Mai des kommenden Jahres begleiten. Detlef Schäfer verfügt über umfangreiche Führungserfahrung in der Luftfahrtbranche. Vor seiner Tätigkeit am Bodensee-Airport war er unter anderem bei der Fluggesellschaft Air Berlin, am Flughafen Berlin Brandenburg und zuletzt bei Amazon Air in Leipzig tätig. Mit seiner Ernennung zum Vorsitzenden der Geschäftsführung übernimmt er künftig eine noch zentralere Rolle in der Leitung des Flughafens Friedrichshafen. Martin Buck, der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Flughafen Friedrichshafen GmbH, äußerte sich positiv über die Personalentscheidung. Er freue sich, mit Detlef Schäfer einen erfahrenen Kenner der Luftfahrtbranche gewonnen zu haben, der sowohl die Perspektive von Fluggesellschaften als auch von Flughäfen verstehe. Beobachter vermuten laut SWR, daß die finanziellen Schwierigkeiten und sinkenden Passagierzahlen des Flughafens eine Rolle bei dieser Entscheidung gespielt haben könnten. Schäfers vorherige Aufgabe war es, neue Fluglinien für den Standort zu gewinnen und neue Verbindungen aufzubauen.

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Ferienflieger: Corendon und Sunexpress im Vergleich

Corendon Airlines und Sunexpress liefern sich besonders ab Deutschland einen scharfen Wettbewerb um die Gunst der Passagiere und Reiseveranstalter im Deutschland-Türkei-Verkehr. Auch ab zahlreichen anderen Staaten ist man in diesem Segment aktiv. Die Geschäftsmodelle sind vergleichbar, jedoch wo liegen eigentlich die Unterschiede? Die Wurzeln beider Konzerne liegen im klassischen Chartergeschäft. Sunexpress wurde Ende der 1980er-Jahre als gemeinsame Charterfluggesellschaft von Lufthansa und Turkish Airlines ins Leben gerufen. Bis heute hat das Joint-Venture Bestand, jedoch hat sich das Geschäftsmodell bereits vor langer Zeit gewandelt. Mittlerweile führt Sunexpress Charterflüge nur noch in Ausnahmefällen durch, denn man fliegt eigenen Angaben nach fast ausschließlich Linienflüge. Auf diese buchen auch Reiseveranstalter ihre Kunden. Einige Jahre lang hatte man unter dem Namen Sunexpress Deutschland auch einen Ableger mit deutschem AOC, jedoch wurde dieser im Zuge der Corona-Pandemie dichtgemacht und aufgelöst. Auch Corendon war eine Charterfluggesellschaft Auch Corendon startete zunächst im Chartergeschäft, prescht jedoch ebenfalls seit einigen Jahren stark in den Einzelplatzverkauf. Die Marke Sunexpress ist im deutschen Sprachraum definitiv bekannter und hinsichtlich dem Direktvertrieb besser aufgestellt als der Herausforderer, der sich im Besitz zweier Geschäftsleute befindet. Allerdings unterhält man nebst dem türkischen AOC auch zwei Flugbetriebe mit EU-Zertifikaten. Dabei handelt es sich um die maltesische Corendon Airlines Europe und die niederländische Corendon Dutch Airlines. Dieser Umstand ist gegenüber Sunexpress ein Wettbewerbsvorteil, da die EU-AOCs die eigenwirtschaftliche Bedienung zahlreicher Routen ab dem Gebiet der Europäischen Union ermöglichen. Sunexpress muss hierfür auf Kooperationen zurückgreifen. Beispielsweise arbeitet man im Deutschland-Bulgarien-Verkehr mit Electra Airways zusammen und auf den Deutschland-Ägypten-Flügen setzt man

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Konkursmasse Alitalia bietet Flugzeugtriebwerke und Ersatzteillager zum Verkauf an

Die Konkursverwaltung der ehemaligen italienischen Fluggesellschaft Alitalia hat öffentliche Ausschreibungen für den Verkauf von Flugzeugtriebwerken und eines umfangreichen Lagers mit Komponenten, Materialien und Ersatzteilen veröffentlicht. Dies folgt auf frühere Verkaufsbemühungen im Zuge der Insolvenz der einstigen nationalen Fluglinie. In separaten Bekanntmachungen fordern die Insolvenzverwalter Angebote für den Erwerb von drei General Electric-Triebwerken – zwei des Typs CF34-8E5 und einem GE90-90B – ein. Interessenten können bis zum 27. Juni bindende Angebote einreichen, die bis zum 31. Dezember 2025 gültig sein müssen. Des Weiteren steht der gesamte Lagerbestand eines technischen Warenhauses am Flughafen Rom Fiumicino zum Verkauf. Dieses umfaßt Flugzeugkomponenten, Materialien (Verbrauchsmaterialien, Verschleißteile, Umlaufteile, Werkzeuge und Reparaturgegenstände) sowie Ersatzteile. Die Firma Atitech S.p.A., welche bereits im Jahr 2022 den Wartungszweig von Alitalia erwarb, besitzt ein Vorkaufsrecht zum letztendlich gebotenen Preis. Für dieses Lager müssen bindende Angebote bis zum 18. Juli eingegangen sein und ebenfalls bis zum 31. Dezember 2025 gültig sein. Fortsetzung der Veräußerung von Vermögenswerten nach Insolvenz Diese aktuellen Verkaufsbemühungen sind Teil der Abwicklung der Konkursmasse von Alitalia. Bereits im Jahr 2024 hatte es eine Ausschreibung für den Verkauf einer gebrauchten Boeing 777-200ER inklusive zweier GE90-94B-Triebwerke gegeben. Alitalia und ihre regionale Tochtergesellschaft Alitalia CityLiner waren im Mai 2017 aufgrund von Zahlungsunfähigkeit unter eine gerichtlich beaufsichtigte Sonderverwaltung gestellt worden. Die italienische Regierung setzte daraufhin Verwalter ein, um die Fluggesellschaft zu stabilisieren und nach einer Restrukturierung oder einem Käufer zu suchen. Anfänglich zeigten Unternehmen wie easyJet, Ryanair und Delta Air Lines Interesse. Gründung von ITA Airways als Nachfolgegesellschaft Nach gescheiterten Verhandlungen und den

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Podcast beleuchtet menschlichen Faktor in der Luftfahrtsicherheit

In der jüngsten Episode des Podcasts „#ON Air“ diskutieren der Geschäftsführer der Aviation Industry Austria, Dr. Peter Malanik, und der erfahrene Linienpilot und Human Factors Trainer Wolfgang Müller die entscheidende Rolle des Menschen für die Sicherheit in der Luftfahrt. Müller, der auf 35 Jahre Berufserfahrung unter anderem bei Austrian Airlines und China Eastern Airlines zurückblickt, erläutert, warum Flugsicherheit weit über die reine Technik hinausgeht. Im Gespräch wird die Bedeutung von Human Factors, also dem menschlichen Faktor, und dem Crew Resource Management (CRM) hervorgehoben. Diese Ansätze haben maßgeblich dazu beigetragen, daß das Reisen mit dem Flugzeug heute als das sicherste Verkehrsmittel gilt. Müller betont, daß der Mensch nicht primär ein Sicherheitsrisiko darstellt, sondern vielmehr die Lösung sei. Neue Denkansätze wie „Safety Differently“ fordern ein Umdenken: weg von der reinen Fehlervermeidung hin zur Analyse dessen, was im Alltag gut funktioniert. Die Podcast-Episode behandelt zentrale Themen wie die Definition von Human Factors, die Konzepte von Safety Differently und Safety II im Gegensatz zu Safety I sowie die besonderen Aspekte der Zusammenarbeit im Cockpit. Der Podcast „On Air – Der Aviation Podcast mit Peter Malanik“ ist auf Plattformen wie Spotify, Amazon Music und Apple Podcast verfügbar.

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Ryanair kritisiert erneut striktes Nachtflugverbot am Flughafen Berlin

Die Fluggesellschaft Ryanair, hat erneut die starre Handhabung des Nachtflugverbots am Berliner Flughafen (BER) kritisiert. Anlaß war die Umleitung des Fluges FR1571 von Vilnius nach Berlin am gestrigen Donnerstag zum Flughafen Hannover. Obwohl der Flug lediglich sieben Minuten verspätet war, was Ryanair auf geringfügige, wetterbedingte Umstände zurückführt, verweigerte die zuständige Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg (LuBB) eine Landung in Berlin. Die Passagiere des verspäteten Fluges mußten nach der Landung in Hannover eine mehrstündige Busfahrt zurück nach Berlin antreten. Ryanair beanstandet, daß die unflexible Haltung der LuBB wiederholt zu solchen unnötigen Beeinträchtigungen für Fluggäste führe. Marcel Pouchain Meyer, Kommunikationschef von Ryanair DACH, bezeichnete es als inakzeptabel, daß Passagiere durch die Weigerung der Behörde, selbst geringfügige Ausnahmen vom Nachtflugverbot zu gewähren, solchen Umständen ausgesetzt würden. Ryanair fordert die zuständigen Stellen, insbesondere Carsten Diekmann, dazu auf, gemeinsam eine Lösung zu finden, um die Wettbewerbsfähigkeit Berlins als Luftverkehrsstandort nicht länger zu beeinträchtigen. Die Fluggesellschaft argumentiert, daß es sinnvoller und auch ressourcenschonender wäre, Fluggesellschaften bei geringfügigen Verspätungen eine gewisse Flexibilität bei der Landung nach Beginn des Nachtflugverbots einzuräumen, anstatt Flugzeuge nach Hannover umzuleiten.

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Konkurs von Air Belgium wirft Schlaglicht auf fehlenden Insolvenzschutz für Fluggesellschaften

Das endgültige Aus für die belgische Fluggesellschaft Air Belgium, die am 30. April 2025 offiziell Insolvenz anmeldete, hat in der europäischen Reisebranche Besorgnis über den unzureichenden Schutz bei Airline-Insolvenzen ausgelöst. Der Zusammenbruch der einst ambitionierten Fluglinie hinterläßt unbezahlte Rückerstattungsforderungen in Höhe von nahezu acht Millionen Euro, wobei über fünf Millionen Euro davon Reisebüros und Reiseveranstalter tragen müssen. Air Belgium, gegründet mit dem Ziel, Belgien an Langstreckenziele anzubinden, fand nie eine stabile Geschäftsgrundlage. Anfänglich auf Linienflüge nach Asien und in die Karibik ausgerichtet, wechselte die Fluggesellschaft häufig ihre Strategie – von Passagierflügen zu Chartergeschäften und schließlich zu Fracht- und ACMI-Leasing (Aircraft, Crew, Maintenance, and Insurance). Im September 2023 kündigte sie den vollständigen Rückzug aus dem Linienpassagierverkehr an, um sich auf Fracht und Leasing zu konzentrieren. Dieser Kurswechsel erwies sich als nicht ausreichend. Reisevermittler fordern besseren Schutz vor Airline-Pleiten Der Konkurs von Air Belgium ließ nicht nur Passagiere gestrandet zurück, sondern offenbarte auch erhebliche Schwächen im europäischen Reiseökosystem. Laut dem Europäischen Reisebüro- und Veranstalterverband (ECTAA) ist die Insolvenz ein weiterer schmerzlicher Hinweis auf das systemische Risiko, das von Reisevermittlern getragen wird. Diese kleinen und mittleren Unternehmen, die 98 Prozent des Sektors ausmachen, sind rechtlich verpflichtet, Kunden bei einer Airline-Pleite alternative Beförderungsmöglichkeiten anzubieten – oft ohne Aussicht auf Erstattung durch die insolvente Fluggesellschaft. Frank Oostdam, Präsident der ECTAA, bezeichnete die Situation als „inakzeptabel“ und betonte, daß Fluggesellschaften gesetzlich verpflichtet werden müßten, finanzielle Garantien für den Fall einer Insolvenz zu leisten. „Der Konkurs von Air Belgium ist ein weiterer deutlicher Beweis dafür, daß das

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Österreich verabschiedet Kontingent für UNIFIL-Einsatz im Libanon

Am Freitag fand in Österreich die feierliche Verabschiedung eines Kontingents des Bundesheeres in den Libanon statt. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Generalleutnant Martin Dorfer wohnten dem Akt bei, bei dem Soldatinnen und Soldaten, vor allem Spezialisten in den Bereichen Kraftfahrwesen, Mechanik, Sanität, Logistik und Feuerwehr, nach einer vierwöchigen Vorbereitungsphase in ihren Einsatz verlegt werden. Verteidigungsministerin Tanner würdigte den Beitrag der österreichischen Soldaten zu Frieden und Stabilität im Libanon und betonte die internationale Verantwortung Österreichs in Zeiten globaler Unsicherheit. Der Festakt nahm auch Bezug auf den bevorstehenden „International Day of UN Peacekeepers“ am 29. Mai und das 30-jährige Jubiläum der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper, einer Organisation, die sich seit 1995 für Frieden und Menschenrechte engagiert und ehemalige sowie aktive österreichische Auslandseinsatzkräfte vereint. Österreich beteiligt sich seit November 2011 an der UNIFIL-Mission (United Nations Interim Forces in Lebanon) der Vereinten Nationen. Nach der aktuellen Rotation werden 154 Soldaten und acht Soldatinnen des österreichischen Bundesheeres Teil der insgesamt rund 11.800 Soldaten und 1.000 zivilen UN-Mitarbeiter aus 40 Nationen umfassenden Mission sein, deren Hauptquartier sich im Camp Naqoura im Südwesten des Libanons befindet. Die UNIFIL-Truppe hat das Mandat, zur Stabilität in der Region beizutragen.

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Russland plant deutliche Kürzung der Mittel für zivile Flugzeugprogramme

Russland beabsichtigt, die für seine zivilen Flugzeugprogramme vorgesehenen Mittel um fast ein Viertel zu reduzieren. Dies geht aus Berichten russischer Medien hervor. Entsprechende Änderungen des Föderalen Budgets, sollten sie genehmigt werden, würden die Subventionen für den Erwerb und die Wartung von in Rußland hergestellten Flugzeugen und Hubschraubern von 101,2 Milliarden Rubel (etwa 1 Milliarde US-Dollar) auf 78,8 Milliarden Rubel (etwa 788 Millionen US-Dollar) senken, was einem Rückgang von 22 Prozent entspricht. Es wird erwartet, daß Flugzeugleasinggesellschaften und Fluglinien zu den ersten gehören werden, die von diesen Budgetkürzungen betroffen sein werden. Allerdings haben Branchenkenner, die von der russischen Wirtschaftszeitung „Kommersant“ zitiert werden, die Auswirkungen dieser Maßnahme auf die Industrie heruntergespielt. Sie argumentieren, daß russische Flugzeugprogramme, insbesondere das Mittelstreckenflugzeug MC-21, ohnehin hinter dem Zeitplan zurückliegen. Daher würden kurzfristig praktisch keine Flugzeuge von den Kürzungen betroffen sein. Rostec hält an Lieferplänen für MC-21 und SJ-100 fest Der staatliche Luft- und Raumfahrt- sowie Rüstungskonzern Rostec, der sowohl den MC-21 als auch den SJ-100 (die modernisierte Version des Regionaljets Superjet) produziert, bekräftigte, daß er an seinen Plänen festhält, mit den Auslieferungen beider Flugzeugtypen bis zum Jahr 2026 zu beginnen. Eine andere Frage ist jedoch, wie sich dies auf die Investitionsentscheidungen von Leasinggesellschaften auswirken wird, die längere Zeiträume berücksichtigen müssen. Zu den Zielen dieser Kürzungen gehören auch Subventionen, die es Leasinggesellschaften ermöglichten, die Zinskosten für Kredite zur Finanzierung von Flugzeugkäufen zu senken. Im gegenwärtigen Umfeld hoher Zinssätze in Rußland könnten die Auswirkungen auf die Branche durchaus bedeutend sein. Die nun geplanten Budgeteinschnitte im zivilen Luftfahrtsektor erfolgen

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