Jan Gruber

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Jan Gruber

Malaysia Airlines: Comac C919 als Option für die ferne Zukunft

Malaysia Airlines zieht den chinesischen Mittelstreckenjet Comac C919 für die nächste Phase ihrer Flottenmodernisierung ab Mitte der 2030er-Jahre in Betracht. Wie Bryan Foong, Chef der Airline-Sparte der Malaysia Aviation Group, mitteilte, kam das chinesische Flugzeug für das aktuelle Erneuerungsprogramm der Fluggesellschaft zu spät und verpasste das entsprechende Zeitfenster. Bis etwa 2035 ist der Bedarf an Schmalrumpfflugzeugen bei der staatlichen Fluggesellschaft bereits durch feste Zusagen abgedeckt. Für das laufende Modernisierungsprogramm setzt die Fluggesellschaft auf Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max. Derzeit stehen Bestellungen für zwölf Boeing 737-10 und 25 weitere Boeing 737-8 aus. Langfristig könnte die C919 jedoch eine ernsthafte Alternative darstellen, sofern das Flugzeug an Reife gewinnt. Eine wesentliche Bedingung für einen möglichen Kauf ist laut Foong die Zertifizierung durch westliche Luftfahrtbehörden wie die europäische EASA und die US-amerikanische FAA. Diese Zulassungen gelten als Voraussetzung für die Akzeptanz des Typs in Malaysia und den anderen Zielländern der Fluggesellschaft. Ein weiterer kritischer Faktor ist der Aufbau eines verlässlichen Wartungs-, Reparatur- und Überholungsnetzwerks (MRO) durch den chinesischen Hersteller Comac in Südostasien. Bislang fehlt es in der Region an der notwendigen Infrastruktur, um einen reibungslosen Betrieb im täglichen Liniendienst zu garantieren. Obwohl Comac bereits ein Repräsentanzbüro in Singapur eröffnet hat und kleinere Modelle wie die C909 in Ländern wie Vietnam, Laos und Kambodscha fliegen, bleibt der Markteintritt im anspruchsvollen Segment der größeren Mittelstreckenjets eine logistische Herausforderung. Derzeit betreibt Malaysia Airlines eine gemischte Flotte von über 90 Flugzeugen, darunter Airbus A330, A350 sowie zahlreiche Boeing 737 der älteren und neueren Generation. Die Evaluierung von

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Neue Konzepte im Wiener Flusstourismus durch die Etablierung thematischer Abendfahrten

Die Wiener Personenschifffahrt sieht sich angesichts veränderter Freizeitgewohnheiten und eines intensiven Wettbewerbs im städtischen Tourismus veranlasst, neue Angebote abseits klassischer Ausflugsfahrten zu entwickeln. Mit dem Programm der sogenannten Danube Music Cruise unternimmt das Schifffahrtsunternehmen DDSG Blue Danube im Juli und August 2026 den Versuch, das Motorschiff Vienna an insgesamt acht Freitagabenden als schwimmende Veranstaltungsfläche für unterschiedliche Musikrichtungen zu nutzen. Dieser Schritt spiegelt einen Trend in der europäischen Binnenschifffahrt wider, bei dem reine Transport- und Sightseeingleistungen durch ereignisorientierte Gastronomie- und Unterhaltungsformate ergänzt werden. Die Konzeption birgt jedoch neben Potenzialen zur Erschließung neuer Publikumsschichten auch betriebliche und logistische Herausforderungen in einem dicht regulierten Markt. Wirtschaftlicher Wandel und die Hinwendung zum Eventbereich Die klassische Donauschifffahrt in Wien hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Während die Nachfrage nach regulären Linienfahrten zwischen Wien und der Wachau sowie nach einfachen Stadtrundfahrten auf dem Donaukanal einer gewissen Sättigung unterliegt, gewinnt die Verwertung von Schiffskapazitäten in den Abendstunden an Bedeutung. Das Unternehmen DDSG Blue Danube, das sich im Eigentum der Wien Holding und des Verkehrsbüros befindet, nutzt für das neue Format das Motorschiff Vienna. Dieses Schiff wurde für die Personenschifffahrt konzipiert und bietet die notwendige Infrastruktur für Gastronomie und Veranstaltungen. Mit einem Einstiegspreis von 29 Euro pro Person für die zweistündige Schifffahrt inklusive musikalischer Begleitung versucht der Betreiber, eine verhältnismäßig niedrige Eintrittsbarriere zu schaffen. Kritische Stimmen aus der Tourismuswirtschaft weisen jedoch darauf hin, dass bei solchen Eventformaten die tatsächlichen Pro-Kopf-Ausgaben der Gäste durch die Konsumation an Bord deutlich höher ausfallen. Da im Ticketpreis keine Verpflegung enthalten ist

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Crystal plant Wellness-Kreuzfahrten für das Jahr 2027

Die Reederei Crystal, die nach der Übernahme durch die A&K Travel Group unter neuer Führung operiert, hat vier spezielle Themenkreuzfahrten für das Jahr 2027 angekündigt. Unter dem Namen „Wellness at Sea“ sollen auf den beiden Schiffen Crystal Serenity und Crystal Symphony Fahrten durchgeführt werden, bei denen Ernährungsberatung, sportliche Aktivitäten und Vorträge zur Altersforschung im Mittelpunkt stehen. Die von einer Ernährungsberaterin kuratierten Programme erstrecken sich über das Frühjahr, den Sommer und den Herbst 2027. Sie bedienen damit einen wachsenden Trend im internationalen Luxustourismus, bei dem gesundheitsbezogene Dienstleistungen zunehmend als Verkaufsargument genutzt werden. Die einzelnen Reisen umfassen zwei Transatlantik-Überquerungen sowie Routen in Nordamerika und der Karibik. Das Programm beinhaltet neben klassischen Fitnessangeboten wie Yoga und Pilates auch Trendkomponenten wie Turniere in der Rückschlagsportart Pickleball unter Anleitung von Trainern sowie Weinverkostungen. Mit diesen Angeboten versucht die Reederei, die ausgedehnten Seetage während der Atlantiküberquerungen inhaltlich zu füllen und für ein zahlungskräftiges Publikum attraktiver zu machen. Nach der Insolvenz der vormaligen Muttergesellschaft Genting Hongkong im Jahr 2022 und dem anschließenden Neustart unter dem verkürzten Markennamen Crystal steht das Unternehmen unter erheblichem Druck, die Auslastung seiner verkleinerten, aber kostenintensiven Flotte im Premiumsegment zu sichern. Branchenbeobachter bewerten die Konzentration auf Gesundheitsthemen und die sogenannte Langlebigkeitsforschung als gezielten Versuch, die meist ältere und kaufkräftige Stammkundschaft anzusprechen. Wellness-Angebote auf See haben sich im gehobenen Kreuzfahrtsegment zu einem Standard entwickelt, weshalb auch andere namhafte Anbieter stark in diesen Bereich investieren. Kritiker geben jedoch zu bedenken, dass solche Programme oft als reine Marketingmaßnahmen dienen, um die im Luxussegment ohnehin hohen Reisepreise

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Sunweb vereinbart Partnerschaft mit Ryanair und Air Baltic

Der niederländische Reiseveranstalter Sunweb Group kooperiert künftig mit der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair sowie der lettischen Fluglinie Air Baltic, um sein Angebot an Pauschalreisen auszubauen. Durch die Vereinbarung können Kunden von Sunweb Reisen mit Abflügen von den belgischen Flughäfen Brüssel-Charleroi und Lüttich buchen. Während die Flüge ab Charleroi von Ryanair durchgeführt werden, erfolgt die Bedienung ab Lüttich in Zusammenarbeit mit Air Baltic. Diese neuen Partnerschaften ergänzen das bestehende Angebot des Reiseveranstalters, der bereits mit Fluggesellschaften wie Brussels Airlines und Transavia zusammenarbeitet. Das Geschäftsmodell von Sunweb basiert auf dem Verzicht auf eine eigene Flugzeugflotte. Stattdessen setzt das Unternehmen auf Kapazitäten von Drittanbietern, was nach der Darstellung des Managements zu einer höheren betrieblichen Flexibilität und niedrigeren Fixkosten beitragen soll. Auf diese Weise könne der Reiseveranstalter schneller auf Schwankungen der Nachfrage im Markt reagieren. Die Kooperation mit Ryanair wurde bereits in das Buchungsportfolio für Sommer- und Winterreisen integriert. Laut Unternehmensangaben übertreffen die ersten Buchungszahlen die internen Erwartungen, konkrete finanzielle Details oder Buchungsvolumina wurden jedoch nicht veröffentlicht. Branchenanalysten betrachten die Allianz mit Ryanair jedoch mit einer gewissen Skepsis. Die irische Fluggesellschaft war in der Vergangenheit wiederholt gerichtlich gegen Online-Reisebüros und Reiseveranstalter vorgegangen, um den Drittvertrieb ihrer Tickets zu unterbinden, bevor sie kürzlich zu offiziellen Kooperationen überging. Für den Reiseveranstalter birgt die Abhängigkeit von externen Billigfliegern erhebliche Risiken. Im Falle von Streiks, kurzfristigen Flugstreichungen oder Änderungen der strengen Handgepäckbestimmungen durch Ryanair trägt der Veranstalter gemäß den europäischen Pauschalreiserichtlinien die volle Haftung und die Pflicht zur Entschädigung oder Umbuchung der Urlauber.

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Auszeichnungen für die Gastronomie am Flughafen München bei den Airport Food & Beverage Awards

Die Allresto GmbH, eine Tochtergesellschaft der Flughafen München GmbH, hat bei den diesjährigen Airport Food & Beverage Awards (FAB Awards) im indischen Bangalore mehrere Preise für ihre Gastronomiekonzepte erhalten. Das Unternehmen, das am Münchner Flughafen rund 55 Gastronomiebetriebe führt, wurde unter anderem für das Konzept „4 FOOD Street Kitchen“ sowie für digitale Anwendungen in Kooperation mit Technologiepartnern geehrt. Die jährlichen Auszeichnungen der Fachbranche bewerten Konzepte in den Bereichen Servicequalität, Design und Betriebsführung an internationalen Verkehrsflughäfen. Der Erfolg bei der Preisverleihung fällt in eine Phase, in der die Systemgastronomie an großen Verkehrsflughäfen vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen steht. Um dem anhaltenden Personalmangel im Dienstleistungssektor zu begegnen, setzen Flughafenbetreiber verstärkt auf Automatisierung und digitale Bestellsysteme. Allresto nutzt hierfür Kooperationen mit Technologieanbietern. Branchenanalysten weisen darauf hin, dass die Integration künstlicher Intelligenz und digitaler Optimierungstools primär der Senkung von Betriebskosten und der Effizienzsteigerung dient, um die Gewinnspannen im volatilen Flughafengeschäft zu sichern. Trotz der positiven Bewertung durch Branchenjurys bleibt die Flughafen-Gastronomie ein häufiger Kritikpunkt bei Reisenden. Hohe Preise für Speisen und Getränke im Vergleich zum herkömmlichen Einzelhandel sowie zeitweise lange Wartezeiten zu den Hauptreisezeiten prägen oft die Wahrnehmung der Passagiere. Da die Einnahmen aus dem Nicht-Luftfahrt-Bereich für Flughafenbetreiber eine zentrale Erlösquelle darstellen, um kapitalintensive Infrastrukturprojekte zu finanzieren, stehen die Pächter unter hohem Umsatzdruck. Dies führt zu einer Standardisierung des Angebots, die durch Branchenpreise nur teilweise überdeckt wird. Für die Zukunft plant das Management von Allresto, die Angebote noch stärker an veränderte Konsumgewohnheiten anzupassen. Im Rahmen des Kongresses in Indien wurde deutlich, dass künftige Gastronomiebereiche an

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Entwicklung der Beherbergungszahlen in der deutschen Tourismuswirtschaft und die wirtschaftlichen Realitäten des Beherbergungssektors

Die deutsche Tourismusbranche verzeichnet in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 ein kontinuierliches Wachstum bei den Übernachtungszahlen, das maßgeblich von einer stabilen Inlandsnachfrage getragen wird. Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes registrierten die Beherbergungsbetriebe von Januar bis Mai dieses Jahres insgesamt 175,1 Millionen Übernachtungen, was einen neuen Höchstwert im Erfassungszeitraum darstellt. Dieser Zuwachs spiegelt jedoch eine ungleiche Dynamik zwischen inländischen Gästen und dem internationalen Reiseverkehr wider. Während die Nachfrage aus dem Inland zulegt, stagniert das Segment der ausländischen Besucher im selben Zeitraum. Trotz dieser positiven Volumenentwicklung steht die Hotel- und Beherbergungsbranche vor erheblichen betriebswirtschaftlichen Herausforderungen, die durch steigende Betriebskosten und Personalengpässe geprägt sind. Detaillierte Betrachtung der Übernachtungsdaten für das erste Jahresdrittel Die amtliche Statistik für den Zeitraum von Januar bis Mai 2026 weist ein moderates, aber kontinuierliches Wachstum aus. Mit 175,1 Millionen Übernachtungen wurde das Ergebnis des Vorjahreszeitraums um 1,3 Prozent übertroffen. Auch im Vergleich zum bisherigen Spitzenwert aus dem Jahr 2024 zeigt sich ein Zuwachs von 0,4 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, dass sich der deutsche Beherbergungssektor nach den volatilen Phasen der Vorjahre auf einem stabilen Niveau konsolidiert hat. Die Triebfeder dieses Trends bleibt das Interesse an Reisen innerhalb der Bundesgrenzen. Bei einer differenzierten Betrachtung der Herkunftsländer zeigt sich ein klares Bild. Die Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stiegen in den ersten fünf Monaten des Jahres um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an und erreichten ein Volumen von 146,3 Millionen. Demgegenüber entwickelte sich das Segment der ausländischen Besucher weitaus verhaltener. Hier wurde lediglich ein minimaler Zuwachs von

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So unterschiedlich sind die nationalen Ticketsteuern in Europa

Die Besteuerung des kommerziellen Luftverkehrs über staatliche Passagierabgaben hat sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen und zugleich kontrovers diskutierten Instrument der nationalen Fiskalpolitik in Europa entwickelt. Während einige europäische Staaten bewusst auf die Erhebung einer solchen Sondersteuer verzichten, um die Wettbewerbsfähigkeit ihrer nationalen Flughäfen und Fluggesellschaften im internationalen Vergleich zu stärken, setzen andere Länder auf ein differenziertes System von Abgaben, die sich meist nach der Flugdistanz oder der gewählten Beförderungsklasse richten. Die Ausgestaltung dieser Steuern unterscheidet sich innerhalb der Europäischen Union sowie in den assoziierten Staaten erheblich, was zu einer anhaltenden Debatte über Wettbewerbsverzerrungen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des europäischen Luftverkehrsmarktes führt. Das steuerliche Gefälle auf dem europäischen Kontinent Ein systematischer Vergleich der Abgabensysteme zeigt, dass der europäische Luftverkehrsmarkt in Bezug auf direkte Ticketsteuern dreigeteilt ist. Eine größere Anzahl von Staaten verzichtet vollständig auf eine spezifische Luftverkehrsabgabe, um den Tourismus und den Wirtschaftsverkehr nicht zusätzlich zu belasten. Demgegenüber stehen Länder wie Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich, die im internationalen Vergleich erhebliche Beträge pro abfliegendem Passagier einfordern. Diese Unterschiede führen im täglichen Flugbetrieb dazu, dass Direktfluggesellschaften ihre Kapazitäten vermehrt in Staaten ohne Sonderabgaben verlagern, während Flughäfen in Hochsteuerländern mit stagnierenden oder rückläufigen Passagierzahlen konfrontiert sind. In den Staaten, in denen eine Abgabe erhoben wird, existieren meist komplexe Staffellungen. Die Höhe der Steuer wird dabei fast ausschließlich an zwei Kriterien gekoppelt: die physische Distanz zum Zielflughafen und das Niveau des Komforts an Bord, ausgedrückt durch die gebuchte Ticketklasse wie Economy, Business oder First Class. Kurzstreckenflüge innerhalb Europas werden in

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Bundesheer: Embraer KC-390 der portugiesischen Luftwaffe zu Testzwecken in Klagenfurt gelandet

Das Österreichische Bundesheer hat mit der praktischen Vorbereitung auf die Modernisierung seiner militärischen Transportflotte begonnen. Am Montag landete erstmals ein zweistrahliges Transportflugzeug vom Typ Embraer KC-390 der portugiesischen Luftstreitkräfte auf dem Flughafen Klagenfurt. Die Maschine mit der Registrierung 26901 verbleibt im Rahmen einer bilateralen Ausbildungskooperation für eine Woche in Kärnten. Das Bundesheer nutzt den Aufenthalt, um das Muster im operativen Betrieb zu erproben. Unter anderem stehen Absetzübungen mit Fallschirmjägern auf dem Programm. Um vor der geplanten Auslieferung Flugerfahrung zu sammeln, hat Österreich bei den portugiesischen Streitkräften, die das Modell bereits seit Oktober 2023 aktiv nutzen, ein Kontingent von insgesamt 400 Flugstunden eingekauft. Österreich hat im Rahmen des Aufbauplans für die Streitkräfte vier Maschinen des brasilianischen Herstellers Embraer bestellt, um die technisch veralteten Turboprop-Maschinen des Typs Lockheed C-130K Hercules zu ersetzen. Der Zulauf der neuen Transportflugzeuge ist für den Zeitraum zwischen 2028 und 2030 vorgesehen. Das Beschaffungsvolumen für das Gesamtpaket beläuft sich nach offiziellen Angaben des Verteidigungsministeriums auf 520 bis 600 Millionen Euro. Die KC-390 bietet im Vergleich zur betagten Hercules-Flotte eine höhere Nutzlastkapazität von bis zu 26 Tonnen, modernere Avioniksysteme sowie eine höhere Reisegeschwindigkeit durch den Jet-Antrieb, was die Reaktionszeiten bei Auslandseinsätzen und Evakuierungen verkürzen soll. Militärexperten betrachten den Systemwechsel von einem bewährten Turboprop-Antrieb zu einem strahlgetriebenen Transporter jedoch auch mit Blick auf die Infrastruktur differenziert. Jet-Triebwerke reagieren empfindlicher auf unbefestigte Pisten und Fremdkörper (FOD), was den Einsatz auf improvisierten Feldflugplätzen in Krisengebieten einschränken könnte. Zudem erfordert die Einführung eines völlig neuen Flugzeugmusters den Aufbau einer komplett neuen Logistikkette, die

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GetJet Airlines setzt auf Konsolidierung und eigene Flugzeugwartung

Die litauische Charter- und ACMI-Fluggesellschaft GetJet Airlines hat für das Geschäftsjahr 2025 stabile Finanzergebnisse vorgelegt und investiert die Erträge in den Ausbau der eigenen technischen Infrastruktur. Mit einem Umsatz von 165 Millionen Euro bewegt sich das Unternehmen auf dem Niveau des Vorjahres, während das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um fast 20 Prozent auf 13 Millionen Euro zulegte. Der Nettogewinn beläuft sich auf 9,4 Millionen Euro. Angesichts der anhaltenden Volatilität auf dem europäischen Luftfahrtmarkt kündigte die Unternehmensführung unter Leitung von Inga Duglas an, die Gewinne vollständig zu reinvestieren, um finanzielle Puffer für das laufende Jahr 2026 zu schaffen und die operative Unabhängigkeit zu erhöhen. Das Geschäftsmodell von GetJet Airlines basiert primär auf der Durchführung von Charterflügen sowie der Vermietung von Flugzeugen inklusive Besatzung, Wartung und Versicherung (ACMI) an andere Fluggesellschaften. Zu den jüngsten Vertragspartnern gehören Unternehmen wie Eurowings und Etihad Airways. Zur Bewältigung des Flugprogramms wurde die Flotte im vergangenen Jahr um fünf Airbus A320-200 und eine Boeing 737-800 auf insgesamt 20 Maschinen aufgestockt. Branchenanalysten weisen darauf hin, dass die Nachfrage nach ACMI-Dienstleistungen in Europa durch die anhaltenden Lieferverzögerungen bei den großen Flugzeugherstellern und Triebwerksprobleme bei Linienfluggesellschaften gestützt wird, das Segment jedoch saisonabhängig und anfällig für plötzliche Verschiebungen im Konsumverhalten bleibt. Um die Abhängigkeit von externen Wartungsbetrieben zu reduzieren und Kosten zu stabilisieren, verlagert die Fluggesellschaft ihren Schwerpunkt auf den Aufbau eigener technischer Kapazitäten. Neben Investitionen in den bestehenden Wartungsstützpunkt am Flughafen Šiauliai plant der Konzern den Bau einer neuen Wartungseinrichtung am Heimatflughafen Vilnius, für die ein

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Analyse zum Buchungsverhalten im Aktivtourismus: Datenauswertung von Tui Musement zu Wassersport-Destinationen

Eine im Juli 2026 veröffentlichte Datenanalyse des Reiseanbieters Tui Musement liefert Einblicke in das veränderte Konsumverhalten europäischer Urlauber. Demnach gewinnt das Segment des Aktivtourismus, insbesondere im Bereich des Wassersports, eine zunehmende Bedeutung bei der Zielgebotsauswahl. Die Auswertung basiert auf der systematischen Erfassung von Google-Suchvolumina zwischen Mai 2025 und April 2026 für mehr als 500 europäische Inseln. Untersucht wurden die digitalen Suchanfragen zu sieben ausgewählten Sportarten: Surfen, Tauchen, Kajakfahren, Segeln, Schnorcheln, Windsurfen und Kitesurfen. Das Ergebnis zeigt eine deutliche Konzentration des Interesses auf fünf Hauptdestinationen im Mittelmeer und im Atlantischen Ozean, wobei Malta das Gesamtklassement vor Teneriffa, Madeira, Lanzarote und Mallorca anführt. Die Detailanalyse der erhobenen Daten offenbart deutliche länderspezifische Schwerpunkte und funktionale Ausrichtungen der einzelnen Standorte. Während Malta aufgrund seiner geologischen Gegebenheiten und Unterwasserstrukturen das primäre Suchinteresse im Bereich des Tauchsports auf sich zieht, dominieren die Atlantikinseln Teneriffa, Madeira und Lanzarote die Suchanfragen in den Kategorien Wellenreiten und Kitesurfen. Mallorca wiederum verzeichnet ein breit gestreutes Suchinteresse, das sich relativ gleichmäßig auf die Sparten Segeln, Schnorcheln und Kajakfahren verteilt. In den spezifischen Einzelkategorien rücken zudem griechische Destinationen wie Milos und Santorin beim Segeln sowie Fuerteventura beim Wind- und Kitesurfen in den Fokus des digitalen Suchvolumens. Branchenexperten und Wirtschaftsakademiker bewerten die Methodik rein suchmaschinenbasierter Auswertungen jedoch mit einer gewissen Skepsis. Ein hohes digitales Suchvolumen korreliert nicht zwangsläufig mit realen Buchungszahlen oder der tatsächlichen Wertschöpfung vor Ort. Häufig spiegeln Suchanfragen lediglich allgemeine Trends oder Sehnsuchtsmotive wider, während die reale Buchung durch Faktoren wie Flugverfügbarkeiten, Hotelkapazitäten und Preisstrukturen beeinflusst wird. Zudem führt die ungesteuerte

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