Jan Gruber

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Jan Gruber

Recaro-Sitze nun auch für Embraer E-Jets erhältlich

Künftig wird die deutsche Recaro Aircraft Seating auch Sitze für Embraer E-Jets anbieten. Mit dem brasilianischen Hersteller hat man eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben, wurde im Zuge der Paris Air Show mitgeteilt.  Bislang war Recaro im Bereich von Regionaljets nicht weit vertreten. Das soll sich nun ändern, denn Operators der E1- und E2-Reihen können künftig aus verschiedenen Economy-Class-Modellen wählen. Diese sollen auf den BL3710 und SL3710 basieren. Laut gemeinsamer Erklärung ist es möglich bestehende Maschinen umzurüsten oder aber Embraer-Jets mit Recaro-Sitzen ab Werk zu bestellen. Ein genauer Zeitpunkt für die Einführung der Sessel des deutschen Herstellers steht noch nicht fest. 

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Russland-Umsteiger: Türkei, Serbien, Golfregion und andere Staaten profitieren

Die Sanktionen, die unter anderem die Europäische Union und die Vereinigten Staaten von Amerika seit dem Einmarsch in die Ukraine gegen Russland praktizieren, haben dazu geführt, dass sich beispielsweise die Türkei und andere Staaten als regelrechter „Umschlagplatz“ für Passagiere von/nach Russland positionieren konnten.  In zahlreichen Ländern ist Fluggerät von russischen Operators gebannt. Umgekehrt macht der Kreml für Carrier aus diesen Ländern seinen Luftraum auch dicht. Das wohl bekannteste Beispiel: Die EU und die Russische Föderation bannen sich gegenseitig. Daraus resultiert, dass keine regulären Nonstopflüge zulässig sind. Der einst florierende, umsteigefreie Flugverkehr ist derzeit Geschichte.  Das bedeutet aber nicht, dass das Fluggastaufkommen gänzlich „verloren“ gegangen ist und weniger aus/nach Russland gereist wird. Lediglich ein Umstieg in einem Staat, der sich nicht an den Sanktionen beteiligt, ist erforderlich. Einige Carrier profitieren besonders stark davon, dass sie sich als eine Art Drehscheibe oder Umschlagplatz für Passagiere von/nach Russland etablieren konnten.  Allen voran ist dabei das Nato-Mitglied Türkei, das die von der EU und den USA praktizierten Sanktionen ablehnt und sich aktiv dafür einsetzt, dass möglichst viele Russen ihre Urlaube in Antalya und anderen Küstenregionen verbringen. Bereits im Vorjahr gab es ab Moskau, St. Petersburg, Sotschi und anderen Städten der Russischen Föderation regelrechte „Luftbrücken“ nach Antalya und teilweise auch nach Istanbul, wo Turkish Airlines das Hauptdrehkreuz unterhält. Beispielsweise stockt man den Flugverkehr zwischen Moskau und Istanbul mit Juli 2023 auf 42 Umläufe pro Woche auf. Viele davon werden mit A330 bedient.  Doch nicht nur die größte Fluggesellschaft der Türkei baut das Russland-Angebot stetig aus,

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Royal Air Maroc vor Flottenerweiterung

Die Fluggesellschaft Royal Air Maroc beabsichtigt den Expansionskurs weiter fortzusetzen. Dazu will man sich zusätzliche Maschinen in allen Streckensegmenten beschaffen. Laut einem Bericht von Airspace Africa will man demnächst die Anschaffung neuer Flugzeuge offiziell ausschrieben. Laut Firmenchef Abdelhamid Addou benötige man diese, um der stark steigenden Nachfrage Rechnung tragen zu können. Noch wurde aber nicht kommuniziert wie viele Maschinen auf der Kurz-, Mittel- und Langstrecke zusätzlich eingeflottet werden sollen.

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Skytrax: Austrian Airline gewinnt Award „Best Airline Staff in Europe“

Während der Paris Air Show hat Austrian Airlines einen Skytrax-Award verliehen bekommen. Man wurde in der Kategorie „Best Airline Staff in Europe“ ausgezeichnet. In anderen Regionen gingen diese Awards beispielsweise an Delta Air Lines und All Nippon Airways.  Seites Austrian Airlines sieht man den Skytrax-Preis als Bestätigung dafür, dass es nach mehreren Krisenjahren wieder bergauf gehen würde. Es ist nicht das erste Mal, dass die Lufthansa-Tochter in dieser Kategorie gewinnen konnte. Insgesamt sieben Mal hat die österreichische Fluggesellschaft diese Auszeichnung bereits erhalten. Zuletzt erhielt man den Award im Jahr 2018 überreicht.  Wir sind alle sehr stolz darauf, dass wir zum Europameister in der Kategorie „Best Airline Staff“ ernannt wurden. Besonders nach den krisengebeutelten Jahren zeigt diese Auszeichnung, dass unsere Kunden unsere Professionalität schätzen und die Leidenschaft für Service und Gastfreundschaft spüren, die wir in unserem Unternehmen jeden Tag leben“, so Austrian Airlines CEO Annette Mann erfreut. „Dieser Preis ist ein starkes Signal für unser Unternehmen, intern sowie extern. Der diesjährige Gewinn hat eine ganz besondere Bedeutung für uns, er gibt uns Kraft und motiviert noch mehr, in der arbeitsreichen Sommersaison unser Bestes zu geben“.  Einst galten Skytrax-Awards als besonderes Prestige. Seit der Verleihung von fünf Sternen an Lufthansa, die zwischenzeitlich wieder entzogen wurden, haben diese Auszeichnungen stark an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Einige Carrier verzichten mittlerweile darauf im Marketing auf ihre Skytrax-Preise hinzuweisen. Die Kranich-Airline erhielt seinerzeits die mittlerweile nicht mehr gültigen fünf Sterne hauptsächlich aufgrund einer Ankündigung die Langstrecken-Business-Class zu verbessern. Umgesetzt wurde diese jedoch nicht. Skytrax hat Lufthansa mittlerweile auf

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Für 450 Millionen Euro: Lufthansa verkauft Airplus an SEB

Es wurde schon länger damit gerechnet und nun ist es so weit: Lufthansa verkauft ihre Reisekarten-Tochter Airplus. Mit der SEB Kort Bank AB wurde ein Kaufvertrag über 450 Millionen Euro unterschrieben. Die Transaktion soll voraussichtlich im ersten Halbjahr 2024 abgeschlossen werden.  Die Kranich-Airline trennt sich vollständig von der in Neu-Isenburg ansässigen Lufthansa Airplus Servicekarten GmbH sowie von allen internalen Tochtergesellschaften und Niederlassungen von Airplus. Das Zahlungsunternehmen soll auch nach dem Abschluss der Transaktion Mitglied des Netzwerks UATP bleiben. Dazu Remco Steenbergen, Finanvorstand von Lufthansa: „Wir freuen uns, dass wir einen starken neuen Eigentümer aus der Finanzbranche für AirPlus gefunden haben. SEB Kort hat große Erfahrung im ‚Payment‘-Geschäft und die volle Unterstützung des AirPlus-Managements. AirPlus ist glänzend am Markt aufgestellt und kann als Teil einer größeren Finanzgruppe sein Potenzial besser als in der Lufthansa Group ausschöpfen. Dadurch können wir uns noch stärker auf die weitere Verbesserung der Profitabilität und Kapitalrendite des Kerngeschäfts der Lufthansa Group konzentrieren. Mein Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von AirPlus. Sie haben ihr Unternehmen zu einem weltweit führenden Anbieter für B2B-Zahlungsdienstleistungen gemacht.“  „Nach den bereits erfolgten Vereinbarungen – zur Veräußerung der LSG-Gruppe im April und jüngst für eine Beteiligung an ITA – ist der Verkauf von AirPlus der nächste große Schritt in der Strategie der Lufthansa Group, sich künftig auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren“, sagt Remco Steenbergen. „In weniger als drei Monaten zwei Konzerngesellschaften zu verkaufen und eine Beteiligung an ITA zu vereinbaren, zeigt deutlich, dass wir diese Strategie konsequent umsetzen.“  Seitens Lufthansa geht man davon

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Uzbekistan Airways flottet bis zu vier Let 410 ein

Der tschechische Flugzeugbauer Let Aircraft Industries konnte auf der Paris Air Show einen Verkaufserfolg erzielen. Bis zu vier Exemplare will Uzbekistan Airways für aufkommenschwache Inlandsstrecken haben.  Die Order setzt sich aus zwei Festbestellungen für das Modell Let L-410 UVP-E20 und zwei Optionen zusammen. Der Umstand, dass die erste Einheit bereits im Juli 2023 an den usbekischen Carrier übergeben werden soll, deutet stark darauf hin, dass der eigentliche Vertragsabschluss bereits vor einiger Zeit erfolgte und aus Prestigegründen während der Messe lediglich symbolisch unterschrieben wurde.  Immer wieder kommt es vor, dass Hersteller und Airways bzw. Leasinggeber die Bekanntgabe von Orders aufschieben und dann im Rahmen von Großmessen wie der Dubai Air Show, Farnborough Air Show oder eben der Paris Air Show kommunizieren. Für alle Beteiligten hat es offenbar besonderes Prestige ihre Bestellungen, während dieser und anderer Veranstaltungen zu verkünden.  Die Let 410 ist ein kleines Turbopropflugzeug, das maximal 19 Fluggäste befördern kann. Es gilt als äußerst robust gebaut, bietet den Passagieren jedoch allenfalls rudimentären Komfort. Dafür sind die Einsatzmöglichkeiten sehr flexibel, denn die Maschine ist stol-fähig und kann auch auf unbefestigten Pisten starten und landen. Gerade diese Umstände spielen für Uzbekistan Airways eine große Rolle, denn man will die Let 410 gezielt auf aufkommenschwachen Inlandsstrecken, aber auch in strukturschwache Regionen des Landes einsetzen. Vergleichsweise ist die Let 410 hinsichtlich der Anschaffungs- und Betriebskosten günstig und weiters darf dieses Muster aufgrund der geringen Kapazität auch ohne Flugbegleiter betrieben werden.  Das zweite festbestellte Exemplar soll voraussichtlich gegen Jahresende 2023 an den Carrier mit Sitz

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Ultralangstrecke: Air Canada nimmt Kurs auf Singapur

Mit Beginn der Sommerflugplanperiode 2024 wird Air Kanada eine Ultra-Langstreckenverbindung zwischen Vancouver und Singapur aufnehmen. Die Flugzeit beträgt in westlicher Richtung 15 Stunden und 55 Minuten. In die umgekehrte Richtung geht es mit 14 Stunden und 35 Minuten ein wenig Schneller. Der Erstflug soll am 3. April 2024 durchgeführt werden. Als Fluggerät sollen Boeing 787 eingesetzt werden. Derzeit ist geplant, dass vier wöchentliche Umläufe angeboten werden.

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Etihad Airways nimmt Abu Dhabi-Sankt Petersburg auf

Golfcarrier Etihad Airways wird mit Beginn der Winterflugplanperiode 2023/24 ein zweites Ziel in der Russischen Föderation ansteuern. Man wird mit Maschinen des Typs Boeing 787 Kurs auf Sankt Petersburg nehmen. Diese Route soll ab 29. Oktober 2023 an den Verkehrstagen Mittwoch, Freitag und Sonntag bedient werden. Derzeit verbindet Etihad Airways die Hauptstädte Abu Dhabi und Moskau miteinander. Sankt Petersburg ist somit die zweite Destination in Russland.

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Russland: Aeroflot-SSJ-100-Unglückspilot zu sechs Jahren verschärfter Haft verurteilt

Der Flugkapitän des im Jahr 2019 auf dem Flughafen Moskau-Scheremetjewo verunglückten Aeroflot-Sukhoi-SSJ-100 wurde von einem russischen Gericht zu einer sechsjährigen Haftstrafe, die er unter verschärften Bedingungen zu verbringen hat, verurteilt. Beim Unfall kamen 41 Menschen ums Leben.  Der Regionaljet sollte eigentlich am 5. Mai 2019 als SU1492 nach Murmansk fliegen. Es kam jedoch zu einem Blitzeinschlag, weshalb Kapitän Denis Evdokimov entschieden hatte nach Moskau-SVO zurückzukehren. An Bord sind einige Systeme ausgefallen und nach Angaben des Piloten habe sich der SSJ-100 gänzlich anders als im Simulatortraining verhalten. Der Superjet prallte auf den Boden und ging in Flammen auf. Dabei kamen 41 Menschen ums Leben.  Im Dezember 2019 veröffentlichte die russische Flugunfallermittlungsbehörde ihren Bericht. In diesem wurde dem Kapitän die alleinige Schuld zugewiesen, denn seine Handlungen hätten gegen die geltenden Vorschriften verstoßen. Dies wäre maßgeblich für den Unfall, der laut MAK vermieden hätte können, gewesen. Kurz nach der Veröffentlichung kritisierte Evdokimov die Arbeit der Behörde scharf und warf dieser vor einseitig, unvollständig und voreingenommen ermittelt zu haben.  Genau so argumentierte seine Verteidigung auch vor Gericht. Diese plädierte auf unschuldig. Auch wurde vorgebracht, dass der Kapitän auf Basis zweier – aus der Sicht des Angeklagten mangelhaft durchgeführter – Untersuchungen vor Gericht gestellt worden wäre. Die Sachverständigen hätten die Frage, ob das Flugzeug nach dem Blitzeinschlag überhaupt noch steuerbar war oder aber wie sich das auf das Flugverhalten ausgewirkt hat gar nicht beantworten.   Rechtsanwältin Natalia Mitusova, die den angeklagten Kapitän vertritt, soll laut der Nachrichtenagentur Interfax darauf hingeweisen haben, dass der Gutachter, der die

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TAAG least drei weitere A220 von Azorra

Die Fluggesellschaft TAAG deckt sich abermals mit weiteren Airbus A220-300, denn mit dem Leasinggeber Azorra hat man Verträge über drei zusätzliche Einheiten unterschrieben. Damit steigt das Gesamtvolumen, das man über ALC, Aviation Capital Group und den zuletzt genannten Lessor bezieht auf 14 Exemplare an.  Erst am Montag hat TAAG bekanntgegeben, dass man vier zusätzliche Airbus A220-300 von der Aviation Capital Group leasen wird. Am Dienstag, den 20. Juni 2023 gab man dann im Rahmen der Paris Air Show bekannt, dass man auch mit Azorra einen entsprechenden Vertrag über drei Exemplare unterschrieben hat. 

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