Jan Gruber

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Jan Gruber

Australien untersagt Qantas die Übernahme von Alliance Airlines

Eigentlich wollte die größte Fluggesellschaft Australiens, Qantas, den Mitbewerber Alliance Aviation Services aufkaufen. Die lokale Wettbewerbsbehörde äußere von Anfang an Bedenken und diese konnten die beiden Unternehmen nicht ausräumen. Nun wurde der Deal behördlich untersagt. Dabei spielt laut Behördenleiterin Gina Cass-Gottlieb eine erhebliche Rolle, dass man Alliance als wichtigen Konkurrenten für Qantas betrachtet. Der Wegfall dieses Anbieters würde mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass sich der Wettbewerb, insbesondere im Inlandsverkehr, verkleinere und Endkunden mit höheren Ticketpreisen zu rechnen hätten. Obwohl Alliance Airlines eine in Australien tätige Regionalfluggesellschaft ist, ist der Carrier in europäischen Luftfahrtkreisen durchaus bekannt. Das hängt hauptsächlich damit zusammen, dass man der weltgrößte Fokker-Operator ist. In den letzten Jahren hat man bei Ausflottungen zugeschlagen und sich weitere F70 bzw. F100 gesichert. Zum Beispiel gingen die vormals von Tyrolean Airways und Austrian Airlines genutzten F70/F100 sowie die F100 von Helvetic Airways nach Downunder. Seit einiger Zeit flottet man aber auf gebrauchte Embraer 190 um. Derzeit besteht die Flotte von Alliance aus 32 Embraer 190, wobei man sich bereits 31 weitere Exemplare auf dem Gebrauchtmarkt gesichert hat. Momentan beträgt das Durchschnittsalter dieser Teilfotte 15,4 Jahre. Wesentlich älter sind die 25 Fokker 100, die es auf 31,5 Jahre bringen sowie die 15 Fokker 70, die im Schnitt 27,6 Jahre auf dem Buckel haben. In der Vergangenheit hatte man auch zahlreiche Fokker 50, Embraer 120 und auch eine Boeing 737. Neben dem Regionalnetz, das auf eigene Rechnung betrieben wird, ist Alliance Air auch im Fly-in-Fly-Out-Geschäft vertreten. Dabei fliegt man hauptsächlich im Auftrag

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Mit ATR42: Air Connect nimmt Bukarest-Dubrovnik auf

Die rumänische Fluggesellschaft Air Connect nimmt Anfang Juni 2023 eine saisonale Verbindung zwischen Bukarest und Dubrovnik auf. Diese soll jeweils an Sonntagen bedient werden. Zwischen 11. Juni 2023 und vorerst 24. September 2023 will Air Connect einmal wöchentlich ab der rumänischen Hauptstadt die kroatische Küstenstadt ansteuern. Als Fluggerät sind ATR42 geplant. Dies deutet darauf hin, dass man diesen Maschinentyp einflotten wird oder aber Wetleasegerät einmieten wird. Eine entsprechende Anfrage zu diesem Thema wurde seitens des Carriers nicht beantwortet.

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Wien: Ryanair rechnet mit Rekordsommer 2023

Nach einem starken Sommer 2022 stehen am Flughafen Wien-Schwechat auch bei den Lowcost-Carriern die Zeichen weiter auf Wachstum. Bei Ryanair hat sich zwar im direkten Vergleich mit der Vorjahresperiode die Anzahl der Destinationen etwas reduziert, jedoch hat sich die Anzahl der wöchentlichen Flüge um über zehn Prozent erhöht. Am größten Airport Österreichs unterhalten die Ryanair-Konzernmitglieder Malta Air, Lauda Europe und Buzz je eine Basis. Die drei Fluggesellschaften betreiben die ab Wien für den Lowcost- Carrier eingesetzten Flugzeuge. Der Maschinentyp Boeing 737-800 wird von Malta Air und Buzz gestellt und Lauda Europe ist mit Flugzeugen des Typs Airbus A320 unterwegs. Punktuell fliegen auch B737-Max-200, die an anderen Flughäfen stationiert sind, Wien an. Insgesamt sind 19 Maschinen ab dem österreichischen Airport im Einsatz. Noch unter der Marke Lauda hatte man im Sommer 2020 viel vor, jedoch machte die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Eigentlich sollte die damalige Tochter-Airline als Zweitmarke gefestigt werden, doch bedingt durch die Herausforderungen der Krise entschied man sich dafür, das Flugangebot unter dem Ryanair-Brand zu bündeln und zu vermarkten. Im laufenden Sommerflugplan 2023 wurden die Frequenzen auf über 30 Strecken aufgestockt. Darauf angesprochen erklärt Ryanair-Manager Andreas Gruber, dass man sich darauf konzentriert die bestehenden Routen zu stärken und daher deutliche Frequenzen Erhöhungen vorgenommen hat. Konkret bedeutet das, dass der Billigflieger zu besonders nachfragestarken Zielen mehr Flüge anbietet. Hochfrequent steuert man zum Beispiel Ziele wie Palma de Mallorca, Barcelona, Ibiza London und Mailand an. Neue Ziele wird es zu einem späteren Zeitpunkt wieder geben, lässt Gruber durchblicken. Pro

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Nordzypern: Freebird ist für Fly Khy in der Luft

Der nordzypriotische Virtual-Carrier Fly Kıbrıs Havayolları hat die ersten regelmäßigen Charterflüge durchführen lassen. Operating Carrier ist die türkische Fluggesellschaft Freebird. Das genannte Luftfahrtunternehmen setzt im Auftrag von Fly Khy einen Airbus A320 zwischen Ercan und Istanbul sowie Izmir ein. Das zuerst genannte Ziel steuert man bis zu 15 Mal pro Woche an. Die Küstenstadt hat man 17 Mal wöchentlich im Programm. In Kürze sollen auch Flüge nach Ankara folgen.

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Smartlynx mit A320 für Tuifly Belgium im Einsatz

Die Fluggesellschaft Tuifly Belgium greift im Sommerflugplan 2023 auch auf von Smartlynx betriebene Wetlease-Flugzeuge des Typs Airbus A320 zurück. Diese kommen hauptsächlich ab dem Hauptstadtflughafen Brüssel zum Einsatz. Im Rahmen einer ACMI-Vereinbarung fliegt die Smartlynx Group ab Brüssel auf diversen Routen für Tuifly Belgium. Einen Überblick über jene Routen, auf denen die Maschinen des Subunternehmers besonders häufig fliegen, bietet nachstehende Liste:

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Billa baut „Supermarkt-Monopol“ am Flughafen Wien aus

Der Rewe-Konzern hat vor einigen Tagen eine weitere Billa-Filiale im Flughafen Wien-Schwechat eröffnet. Diese befindet sich an jener Stelle, an der vormals ein Spar-Markt war. Damit hält man das „Supermarkt-Monopol“ am größten Airport Österreichs. Insgesamt gibt es nun wieder drei Billa-Filialen am Flughafen Wien. Diese befinden sich im Terminal 1 auf der Abflugebene, an der Ausfahrt des Airports sowie neu als Billa Corso in der Ankunftszone des Terminals 3. Vormals gab es im Tiefgeschoss – nahe dem damaligen Zugang zum Bahnhof – ebenfalls einen Billa, jedoch wurde dieser schon vor längerer Zeit aufgelassen. Der Konkurrent Spar hat die Filiale, an der sich nun ein Billa Corso befindet, Ende 2022 geschlossen.

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Klagenfurt: Kärntner Landesregierung stimmt im Mai 2023 erneut über Call-Option ab

Voraussichtlich Ende Mai 2023 wird sich die Landesregierung von Kärnten neuerlich mit dem möglichen Ziehen der Call-Option für den von Lilihill gehaltenen Mehrheitsanteil am Klagenfurter Flughafen befassen. Bislang konnte sich der private Investor sicher sein, dass die Landeshauptmann-Partei SPÖ das Ansinnen des Koalitionspartners ÖVP abschmettert. Diesmal ist die Ausgangslage aber anders. Sowohl Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) als auch sein Stellvertreter Martin Gruber (ÖVP) haben, wenn auch erheblich unterschiedlich formuliert, erklärt, dass man beim Thema Call-Option aufs Tempo drücken wird. Das hat zur Folge, dass diese bei einer der nächsten Sitzungen der Landesregierung, voraussichtlich Ende Mai 2023, neuerlich auf der Tagesordnung stehen wird. Bezeichnenderweise sagte Kaiser gegenüber der „Kleine Zeitung“ unter Verweis auf den Zehn-Punkte-Plan, dass er von Lilihill die Umsetzung der angekündigten Hub-Verbindungen noch im ersten Halbjahr 2023 erwartet. Zusätzliche Drehkreuz-Anbindungen noch immer nicht vorhanden Eigentlich sollte Klagenfurt längst – abgesehen von Wien – an große Drehkreuze angebunden sein, denn ursprünglich hieß es, dass dies ab Dezember 2022 der Fall sein wird. Daraus wurde bekanntermaßen nichts und offenbar sieht es danach aus als hätte der Umstand, dass die Löhne und Gehälter der Beschäftigten „aufgrund eines Buchungsfehlers“ verspätet überwiesen wurden und das just erst nach Eingang der Kapitalerhöhung der Minderheitsgesellschafter, die der öffentlichen Hand angehört, auch bei der SPÖ zum Nachdenken geführt. Momentan streiten sich das Land Kärnten und die Stadt Klagenfurt gar darum, dass die besagte Einzahlung ins Firmenbuch eingetragen wird, denn laut K-BV soll dies seitens der Flughafengeschäftsführung verweigert werden. Dazu kommt, dass im Vorjahr auf die schwierige Finanzlage

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März 2023: Ljubljana weiterhin unter dem Vorkrisenaufkommen

Der slowenische Hauptstadtflughafen Ljubljana hatte im März 2023 insgesamt 78.581 Passagiere. Im direkten Vergleich mit dem Vorkrisenaufkommen bedeutet dies einen Rückgang um 41,2 Prozent. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres hatte der Airport 201.389 Reisende. Gegenüber dem Aufkommen, das man im ersten Quartal 2019 hatte, sind dies um 41,2 Prozent weniger Fluggäste. Durchgeführt wurden 4.574 Flugbewegungen. Die slowenische Regierung hat kürzlich Subventionen ausgeschrieben. Diese sollen dazu führen, dass sich mehr Airlines für Ljubljana und Maribor interessieren. Austrian Airlines soll an der Aufnahme von Wien-Ljubljana interessiert sein.

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USA: Flugbegleiterin soll Schwangere zum Popcorn-Aufsammeln aufgefordert haben

In den Vereinigten Staaten sorgt ein Vorfall, den die schwangere Frau von Baseball-Profi Anthony Bass an Bord eines United-Express-Fluges erlebt haben will, für Aufsehen. Eine Flugbegleiterin habe die Dame dazu aufgefordert, dass sie Popcorn, das ihren Kindern auf den Boden gefallen ist, aufheben soll. Während die in dem Tweet beschriebene Situation für Bass und seine Familie ärgerlich und frustrierend sein mag, könnte die Reaktion der Flugbegleiterin verständlich sein. Vielleicht musste die Flugbegleiterin den Müll am Zielort aufsammeln. Vielleicht hatte sie einfach einen schlechten Tag und war nicht in einer geduldigen oder mitfühlenden Stimmung. Es ist auch möglich, dass sich die Flugbegleiterin nicht bewusst war, vor welchen Herausforderungen die schwangere Passagierin stand, die ein wählerisches Kleinkind auf dem Arm hielt. Was auch immer der Grund war, aus der Geschichte geht klar hervor, dass die Bitte weder bei ihr noch bei dem Baseballspieler gut ankam. Es ist jedoch wichtig, dass Angestellte und Mitarbeiter von Fluggesellschaften einen guten Kundenservice bieten, insbesondere für Familien mit kleinen Kindern und schwangere Frauen, die während ihrer manchmal stressigen Reise zusätzliche Hilfe benötigen. Von einer schwangeren Frau zu verlangen, auf Hände und Knie zu gehen, um eine Sauerei aufzuräumen, ist vielleicht nicht angemessen oder rücksichtsvoll, und es ist verständlich, dass Bass seine Frustration in den sozialen Medien zum Ausdruck brachte.

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Lufthansa Group: Vereinigung Cockpit bildet einheitliche Tarifkommission

Künftig wird nur noch eine Tarifkommission im Namen der Piloten mit den deutschen Flugbetrieben der Lufthansa Group verhandeln. Bislang ist es so, dass für jede Airline eine eigene Kommission um Löhne, Sozialleistungen und weitere Themen verhandelt. Die Vorgehensweise der Vereinigung Cockpit ist auch eine Reaktion auf den Umstand, dass Lufthansa immer mehr Tochterairlines Grüned. Laut Marcel Gröls, Vorstandsmitglied der Vereinigung Cockpit, hat es rund ein Jahr gedauert bis durchgesetzt werden konnte, dass künftig eine einheitliche Tarifkommission für die Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo, Cityline, Eurowings, Eurowings Discover, Germanwings und künftig auch City Airline verhandelt. Dadurch verbessert sich für die Arbeitnehmer die Verhandlungsposition. Gröls spricht in der Mitteilung von „einer mächtigen Tarifkomission“. Begründet wird die Entscheidung der Vereinheitlichung unter anderem wie folgt: „Die Pilotenschaft gehört heute schon zu den bestorganisierten und ja, zu Recht auch den bestbezahlten Berufsgruppen des Landes. Doch das Bessere ist der Feind des Guten und auch ein Verband prüft laufend seine Prozesse und sucht nach Reserven für einen noch besseren Wirkungsgrad. (…) Mein herzlicher Dank gilt aber auch dem Lufthansa-Konzern, dessen suchthaftes Neugründen von immer weiteren Töchtern bei uns auch den Letzten davon überzeugt hat, dass gegen so viel Diffusion nur konsequente Einheit hilft“.

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