Jan Gruber

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Jan Gruber

Niederlande: Gericht kippt Schiphol-Beschränkungen

Ein niederländisches Gericht hat den Regierungsplänen, dass die Anzahl der Starts und Landungen in Amsterdam-Schiphol ab November 2023 auf 460.000 Flugbewegungen pro Jahr reduziert werden soll, einen Riegel vorgeschoben. Geklagt hatten unter anderem die IATA und KLM. Unter den Deckmänteln „Lärm- und Umweltschutz“ wollte die Regierung der Niederlande mit der Beschränkung der Flugbewegungen erreichen, dass ab dem Flughafen Amsterdam-Schiphol weniger geflogen wird. Ein Gericht schob dem Vorhaben – zumindest vorläufig – einen Riegel vor. Bereits unmittelbar nach der Verkündung der Pläne erklärte der Weltluftfahrtverband IATA, dass die Pläne nicht mit der EU-Verordnung 598/2014 sowie dem Anhang 16 des Abkommens von Chicago der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation in Einklang zu bringen sind. Ein Gericht entschied nun, dass die Beschränkung der Flugbewegungen in Amsterdam-Schiphol rechtswidrig ist und hob die entsprechende Verordnung auf. Allerdings kann die Regierung gegen die Entscheidung ein Rechtsmittel einlegen, so dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. KLM ist jedenfalls von dieser Entscheidung erfreut, denn Anfang Mai dieses Jahres wird man die Kapazität für den Winterflugplan 2023/24 finalisieren. Das Urteil, das in einem vorläufigen Rechtsschutzverfahren nach niederländischem Recht ergangen ist, gibt nun eine gewisse Planungssicherheit. IATA-Chef Willie Walsh kommentierte die Entscheidung des Gerichts wie folgt: „Der Richter hat verstanden, dass die niederländische Regierung gegen ihre Verpflichtungen verstoßen hat, indem sie Verfahren abgekürzt hat, die eine Überprüfung ihres Wunsches, die Anzahl der Flüge in Schiphol zu reduzieren, ermöglicht hätten. Diese Entscheidung gibt den Fluggesellschaften, die den Flughafen Schiphol nutzen, für dieses Jahr die nötige Stabilität und erhält die von den Fluggästen

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Boutique Aviation startet mit österreichischem AOC durch

Mit Boutique Aviation GmbH gibt es in Österreich eine weitere Bedarfsfluggesellschaft. Der Ableger der schweizerischen Boutique Aviation AG erhielt am Donnerstag AOC und Betriebsgenehmigung seitens der österreichischen Behörden erteilt. Das erste Flugzeug der Neugründung ist eine Gulfstream G550. Diese ist im von der Austro Control geführten Register als OE-LTC eingetragen und soll laut Boutique Aviation in Kürze für kommerzielle Flüge zur Verfügung stehen. „Boutique Aviation hat eine auf Expansion ausgerichtete Umstrukturierung des Unternehmens und des Managementteams vorgenommen, um für ein globales Wachstum gerüstet zu sein. Wir sind stolz darauf, dass wir unser österreichisches Luftverkehrsbetreiberzeugnis erhalten haben, das von unserem regionalen Accountable Manager Jörg Sabitzer geleitet wird. Ab heute erweitern wir unsere Marke und bieten neben unserem Schweizer Pendant auch europäische kommerzielle Operationen an“, kündigt das Unternehmen den Expansionsschritt nach Österreich an. Boutique Aviation ist auch in der Schweiz ein junges Luftfahrtunternehmen, denn man trat erst im April des Vorjahres in den Markt ein. Damals bekam man AOC und Betriebsgenehmigung seitens des Bazl erteilt. Der Flugbetrieb in der Eidgenossenschaft wird nicht durch jenen in Österreich ersetzt, sondern beide Bedarfsfluggesellschaften werden parallel geführt. Hintergrund der Erlangung des EU-AOCs ist auch, dass dieses einen einfacheren Zugang zum Markt der Europäischen Union ermöglicht. Schweizerische Luftfahrtbetriebe unterliegen punktuell Restriktionen. Formell befindet sich die Boutique Aviation GmbH zu 90 Prozent im Eigentum der EJ Capital AG. 10 Prozent hält die THECH Management und Verwaltungs GmbH. Als Geschäftsführer fungieren Christian Theuermann und Niall Olver.

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Azerbaijan Airlines bestellt zwölf A320neo

Die Fluggesellschaft Azerbaijan Airlines hat beim europäischen Flugzeugbauer Airbus 12 Maschinen der A320neo-Reihe bestellt. Diese werden in Form von A320neo und A321neo ausgeliefert, wobei die genaue Zusammensetzung noch nicht mitgeteilt wurde. „Wir freuen uns, die für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit mit Airbus bei der Modernisierung unserer Flotte fortzusetzen, und beabsichtigen, die bilaterale Partnerschaft zu stärken. Der unterzeichnete Vertrag wird unseren Passagieren die modernsten und komfortabelsten Single-Aisle-Flugzeuge bieten“, so Samir Rzayev, Erster Vizepräsident von Azal CJSC. Azerbaijan Airlines betreibt derzeit eine Flotte von 15 Airbus-Flugzeugen (4 A319ceo, 6 A320ceo, 2 A340 und seit Anfang des Jahres 3 A320neo der neuen Generation). Die Airline plant den Einsatz effizienter Flugzeuge der A320neo-Familie zum weiteren Ausbau ihres nationalen und internationalen Streckennetzes.

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Schweiz: Edelweiss schafft Corona-Impfpflicht ab

Die Swiss-Konzernschwester Edelweiss Air hebt die Corona-Impfpflicht für das fliegende Personal auf. Der Carrier ist der Ansicht, dass dies aufgrund der Stabilisierung der Lage nicht mehr notwendig ist, zumal seit November 2022 für Crews an Destinationen mit Aufenthalt vor Ort keine Einreiserestriktionen mehr bestehen. Unter anderem Swiss und Edelweiss Air haben während der Corona-Pandemie eine Impfpflicht für ihre Mitarbeiter eingeführt. Auch ist es zu Kündigungen gekommen, wenn sich Beschäftigte nicht haben impfen lassen wollen. Zumindest bei Edelweiss Air ist mit dem Obligatorium per 20. April 2023 Schluss. Allerdings: Man behält sich vor diese bei Änderungen der Covid-19-Situation wiedereinzuführen.

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Nur ein Bieter an Konzession für Flughafen Maribor interessiert

Im Rahmen einer Ausschreibung befand sich die slowenische Regierung auf der Suche nach einem neuen Betreiber für den Flughafen Maribor. Einer offiziellen Erklärung nach hat man nur eine einzige Bewerbung erhalten. Die Identität des Bieters für die Konzession wurde noch nicht mitgeteilt. Sofern alle Bedingungen erfüllt werden, sollen Verhandlungen mit dem Interessenten aufgenommen werden. Es handelt sich um den zweiten Versuch den wenig frequentierten Airport der zweitgrößten Stadt Sloweniens durch ein privates Unternehmen betreiben zu lassen. Der erste Versuch endete im Fiasko, denn das chinesische Unternehmen SHS Aviation blieb die monatlichen Zahlungen schuldig. Auch deren Regionalfluggesellschaften, die aus VLM und Thomas Cook Belgium hervorgegangen sind, waren nur kurzlebig.

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Charter: Nordica mit Airbus A320 in Linz

Im Auftrag eines oberösterreichischen Reiseveranstalters ist die Fluggesellschaft Nordica am 6. April 2023 und am 10. April 2023 am Flughafen Linz zu Gast. Die Flüge werden mit Airbus A320, die seit einiger Zeit zur Flotte des estnischen Carriers gehören, durchgeführt. Am 6. April 2023 fliegt Nordica das Routing Riga-Cagliari-Linz-Riga und am 10. April 2023 ist man auf Riga-Linz-Cagliari-Riga unterwegs. An Bord befinden sich auch Passagiere aus Sardinien, die ihren Osterurlaub in Oberösterreich verbringen.

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Deutschland: Wizz Air stockt Belgrad und Tirana auf

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air stockt im Zeitraum von 4. Mai bis 8. Juni 2023 den Flugverkehr zwischen Karlsruhe/Baden-Baden und Belgrad auf. Temporär bietet man drei wöchentliche Umläufe an. Auch ab Frankfurt-Hahn und Nürnberg wird man je eine Route häufiger bedienen. Es handelt sich um die Destination Tirana, die ab dem zuerst genannten Airport mit Wirksamkeit zum 9. Juli 2023 viermal wöchentlich im Portfolio ist. Nürnberg verbindet man per 5. Juli 2023 dreimal wöchentlich mit der Hauptstadt Albaniens.

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Münster/Osnabrück begrüßt Air Cairo

Am Mittwoch hat die ägyptische Fluggesellschaft Air Cairo den Erstflug zwischen Hurghada und Münster/Osnabrück durchgeführt. Eingesetzt wurde ein Mittelstreckenjet des Typs Airbus A320neo. Flughafenangaben nach befanden sich 170 Passagiere an Bord. Die Besatzung wurde von Detlef Döbberthin und Mathias Richter (FMO Aviation Marketing) freundlich begrüßt. Im April und Mai 2023 startet Air Cairo immer mittwochs, ab Juni finden dann zwei Umläufe pro Woche (mittwochs und sonntags) zum Badeort am Roten Meer statt.

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Dortmund mit neuem Q1-Passagierrekord

Der Flughafen Dortmund wurde im ersten Quartal des Jahres 2023 von 592.300 Fluggästen genutzt. Damit stellt der Airport einen neuen Rekord auf, denn noch nie hatte man so viele Passagiere in den ersten drei Monaten eines Jahres. Im ersten Quartal des vergangenen Jahres verzeichnete der Flughafen 405.085 Passagiere und damit 73% der Passagieranzahl aus dem ersten Quartal 2019. Dabei wurde seinerzeit die Nachfrage in den ersten drei Monaten noch deutlich von den Auswirkungen der Omikron-Variante negativ beeinflusst. Die Passagierzahlen des ersten Quartals 2023 liegen damit 6,8 Prozent über den Zahlen des ersten Quartals 2019. Für das Gesamtjahr 2023 strebt man in etwa 2,6 Millionen Fluggäste an.

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Innsbruck: General Aviation legt wieder zu

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace machte vor wenigen Tagen in einer Aussendung darauf aufmerksam, dass der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß von Privatjets pro Passagier und Flugkilometern erheblich über jenem von Linienflugzeugen liegt. Man fordert ein Verbot dieser Maschinen und in gewisser Weise fand man zumindest in den Niederlanden Gehör. Der Flughafen Amsterdam-Schiphol will schrittweise bis etwa 2025 Businessjets bannen. Allerdings dürfte das Vorhaben durchaus kompliziert werden, denn nur selten fliegen die kleinen Maschinen auch tatsächlich rein privat. Zumeist sind diese auf kommerzielle Operators registriert, so dass es sich rein formell um kommerzielle Flugbewegungen handelt. Rechtlich gesehen besteht nicht sonderlich viel Unterschied zwischen einem Charterflug, der mit einem Airbus A320 durchgeführt wird oder einem „Privatflug“, der mit Learjet geflogen wird. Dazu kommt der simple Umstand, dass Schiphol ein öffentlicher Flugplatz samt Betriebspflicht ist. Zunächst muss also die gesetzliche Grundlage geschaffen werden, so dass „Privatjets“ tatsächlich abgewiesen werden dürfen. Der größte Airport der Niederlande dürfte also primär ein Interesse daran haben, dass man „Platz schafft“, denn die Regierung will die Anzahl der Slots weiter reduzieren. Der „Businessjet-Ban“ führt nämlich dazu, dass mehr Spielraum für den Linien- und Charterverkehr mit größerem Fluggerät frei bleibt. Was also auf den ersten Blick als gut gemeinte Umweltschutzmaßnahme wirkt, ist eher knallhart nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten kalkuliert. Der Verkehr mit den kleinen Jets wird damit auch nicht aus den Niederlanden verschwinden, sondern lediglich andere Flugplätze für die Starts und Landungen nutzen. Vereinfacht gesagt: Die Emissionen werden schlichtweg nur an einen anderen Ort verschoben, jedoch keinesfalls aus der Welt geschaffen. Businessjet-Vielfliegerin Gewessler will sich

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