
Nächster Showdown in Klagenfurt: Lilihill stellt Bedingungen für Kapitalerhöhung
Schenkt man dem Anfrageformular auf der Liliair-Homepage Glauben so soll bereits am kommenden Wochenende der erste Flug durchgeführt werden. Buchen kann man aber noch keine Tickets und es ist auch äußerst fraglich, ob der Erstflugtermin überhaupt halten wird. Indes gibt es am Airport Klagenfurt wiedermal einen Schlagabtausch zwischen Politik und Lilihill. Diesmal geht es um die notwendige Kapitalerhöhung. Hintergrund ist, dass der Flughafen finanziell äußerst schlecht aufgestellt ist. Dies ist auch eine Nachwirkung der Corona-Pandemie, denn über längere Zeiträume hinweg gab es am Kärntner Airport überhaupt keine Linienflüge. Auch generell ist das Angebot äußerst mau, so dass die Einnahmen aus dem Passagierflugverkehr kaum ausreichen dürften, um die Betriebskosten abzudecken. Die General Aviation ist zwar auch ein wichtiges Standbein, jedoch macht diese sprichwörtlich das Kraut nicht fett. Man kann es drehen und wenden wie man will: Der Klagenfurter Flughafen benötigt eine Finanzspritze, um finanziell für die Zukunft aufgestellt zu sein. Da käme die von Liliair angekündigte Vorauszahlung gerade recht, jedoch ist es fraglich wofür diese eigentlich sein soll, denn als so genannte virtuelle Fluggesellschaft ist man hinsichtlich der Durchführung der Flüge gar nicht der direkte Vertragspartner des Kärntner Airports. Dazu kommt, dass der Vertrag, der noch nicht vom Aufsichtsrat abgesegnet wurde, einige Klauseln hat, die nicht gerade alltäglich sind. Beispielsweise ist für den Fall, dass der Airport die Leistungen, für die Liliair luftfahrtrechtlich ohnehin nicht der Vertragspartner ist, nicht erbringen kann, eine Pönale in der Höhe von drei Millionen Euro vereinbart. Diese ist somit wesentlich höher als die „Vorauszahlung“ von 1,7




