Jan Gruber

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Jan Gruber

Ryanair könnte für B737-Max-10 mehr Geld auf den Tisch legen

Seit einigen Tagen befindet sich der irische Billigflieger Ryanair wieder in Gesprächen mit dem Flugzeugbauer Boeing über eine mögliche B737-Max-10-Großbestellung. Vor rund zwei Jahren wurden diese ergebnislos abgebrochen. Hintergrund war damals, dass man sich beim Preis nicht einig geworden ist. Nun sieht es danach aus als wäre der Lowcoster bereit mehr Geld auf den Tisch zu legen. Im Jahr 2020 orderte Ryanair über 200 Boeing 737-Max-200 und soll dabei einen besonders günstigen Preis bekommen haben. In der Hoffnung, dass man auch für das größere Muster Max-10 ein Schnäppchen machen kann, ging man in die Verhandlungen. Allerdings kam es zu keinem Abschluss. Das Interesse hat Ryanair aber nicht verloren und soll nun neuerlich auf Boeing zugekommen sein. In der Vergangenheit warf Firmenchef Michael O’Leary dem U.S.-amerikanischen Hersteller unter anderem „überzogene Preise“ und Lieferverzögerungen vor. Man sah sich bei Airbus nach Alternativen um, denn die Tochtergesellschaft Lauda Europe betreibt den Maschinentyp A320. Mit den Europäern wurde man sich bislang auch nicht einig, weshalb der Weg wieder zu Boeing führt. Kürzlich äußerte sich Michael O’Leary dahingehend, dass die U.S.-Amerikaner „vernünftige Anstrengungen“ unternommen hätten, um die Lieferrückstände abzuarbeiten. Angesichts der gestörten Lieferketten zeigte sich der Manager verständnisvoll. Da O’Leary mit den Fortschritten von Boeing zufrieden ist, besteht für Ryanair eindeutig die Möglichkeit eines neuen milliardenschweren Flugzeugauftrags für die Boeing 737 MAX 10 am Horizont.

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Wizz Air hat Budapest-Istanbul aufgenommen

Zum Abschluss einer arbeitsreichen ersten Woche der diesjährigen Sommersaison hat der Budapester Flughafen die Aufnahme der täglichen Verbindung von Wizz Air nach Istanbul gefeiert, der ersten Türkei-Verbindung der Fluggesellschaft ab dem ungarischen Flughafen. Durch den Einsatz der A321 Neo-Flotte des Ultra-Low-Cost-Carriers auf der 1.017 km langen Strecke bietet Budapest wöchentlich 1.195 zusätzliche One-Way-Sitze in das transkontinentale Land an. Der Flughafen Budapest wird in diesem Sommer mehr als 1.500 Flüge in die Türkei anbieten und Antalya, Istanbul, Izmir und Sabiha Gökçen anfliegen. Balázs Bogáts, Airline Development Director am Flughafen Budapest, kommentierte die Aufnahme der Verbindung wie folgt: „Die Türkei ist unser fünftgrößter Markt, und mit der neuen Verbindung von Wizz Air, zu der später in der Saison noch die Verbindung nach Antalya hinzukommt, werden wir mehr als 50 wöchentliche Flüge zu vier beliebten Zielen auf der großen Halbinsel anbieten.“ Bogáts fügt hinzu: „Als wichtiger Knotenpunkt für den Handel und den Transport zwischen Ost und West sind wir sicher, dass es eine hohe Nachfrage nach Wizz Airs Flügen nach Istanbul geben wird, sowohl von Geschäfts- als auch von Freizeitkunden.“

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Sommer 2023: Air Baltic mit 20 Neuaufnahmen

Die Fluggesellschaft Air Baltic bietet im Sommerflugplan 2023 insgesamt 20 neue Destinationen ab Riga, Tallinn, Vilnius und Tampere anbieten. Die erste Neuaufnahme war Riga-Istanbul am 2. April 2023. „Die Eröffnung dieser 20 neuen Sommerdestinationen bietet unseren Passagieren noch mehr Möglichkeiten für ein nahtloses Reiseerlebnis. Wir setzen uns weiterhin für unsere Heimatstädte im Baltikum ein und verbessern die Verbindungen in die und aus der Region. Außerdem freuen wir uns, das Angebot von Air Baltic in dieser Sommersaison sowohl durch neue Strecken als auch durch erhöhte Flugfrequenzen auf unseren bestehenden Freizeit- und Städtereisenrouten zu erweitern“, so Firmenchef Martin Gauss. Überblick über die Neuaufnahmen: Destination served Flight frequency Start date Riga – Istanbul (Turkey) 4 flights weekly April 2, 2023 Riga – Hannover (Germany) 2 flights weekly April 15, 2023 Riga – Bucharest (Romania) 3 flights weekly May 1, 2023 Riga – Porto (Portugal) 2 flights weekly May 1, 2023 Riga – Burgas (Bulgaria) 2 flights weekly May 2, 2023 Riga – Bilbao (Spain) 2 flights weekly May 4, 2023 Riga – Tivat (Montenegro) 2 flights weekly May 4, 2023 Riga – Yerevan (Armenia) 2 flights weekly May 16, 2023 Riga – Belgrade (Serbia) 2 flights weekly May 16, 2023 Riga – Baku (Azerbaijan) 2 flights weekly May 17, 2023 Tallinn – Split (Croatia) 2 flights weekly May 1, 2023 Tallinn – Rhodes (Greece) 2 flights weekly May 1, 2023 Tallinn – Dubrovnik (Croatia) 2 flights weekly May 2, 2023 Tallinn – Heraklion (Greece) 2 flights weekly May 3, 2023 Vilnius – Malaga

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Stuttgart: Neue Frachtverbindung in die USA

Seit 2. April 2023 gibt es eine im Auftrag von Kühne+Nagel durchgeführte Frachtverbindung zwischen Stuttgart und Birmingham (USA). Diese wird einmal wöchentlich mit Boeing 747-8 bedient. „Für die exportorientierte Wirtschaft in Baden-Württemberg ist die schnelle und direkte Lieferung von Gütern per Luftfracht ein wichtiger Standortfaktor. Der Flughafen Stuttgart ist traditionell auf den Umschlag hochwertiger Fracht spezialisiert. Wir freuen uns deshalb sehr, dass die Spedition Kühne+Nagel diesen neuen Auftrag hier am Landesflughafen umsetzt und wünschen der neuen Strecke viel Erfolg“, so Ulrich Heppe, CEO Flughafen Stuttgart GmbH. Am Flughafen Stuttgart wird vorwiegend so genannte Premiumfracht vorwiegend aus den Bereichen Maschinenbau und Automotive umgeschlagen. Im vergangenen Jahr 2022 wurden am Landesflughafen insgesamt rund 26.000 Tonnen Luftfracht registriert.

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Air Montenegro nimmt A320 von Heston Airlines ins Wetlease

Die Fluggesellschaft Air Montenegro nimmt einen von Heston Airlines betriebenen Airbus A320 ins Wetlease. Das angemietete Flugzeug soll zwischen Juni und September 2023 eingesetzt werden. Laut CH-Aviation.com soll Heston Airlines unter anderem ab Podgorica nach Kopenhagen, Lyon, Nantes, Kairo, Eriwan, Tel Aviv, Krakau, Rzeszow, Tallinn, Riga und Vilnius für Air Montenegro fliegen. Das staatliche Luftfahrtunternehmen von Montenegro rechnet während der Hochsaison mit einer besonders starken Nachfrage.

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Luton nimmt neuen Zubringer zum Bahnhof in Betrieb

Am Flughafen London-Luton, der hauptsächlich von Billigfluggesellschaften wie Easyjet und Wizzair genutzt wird, wurde kürzlich ein Zubringer zum Bahnhof Luton Airport Parkway in Betrieb genommen. Dieser wird vollelektrisch betrieben. Mit dem Luton DART und dem Luton Airport Express können Passagiere ab London-St. Pancras International in 32 Minuten den Airport erreichen. Die Fahrzeit hat sich damit deutlich reduziert. Im Wettbewerb mit den anderen Airports sieht sich damit der Flughafen London-Luton optimal positioniert.

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Swiss ist zurück in Nürnberg

Die Fluggesellschaft Swiss verbindet seit dem Beginn der Sommerflugplanperiode 2023 die Städte Nürnberg und Zürich wieder miteinander. Angeboten werden tägliche Flüge. Viele Geschäftsreisende nutzen die bereits seit 44 Jahren bestehende Verbindung. Der Airport rechnet damit, dass in diesem Jahr etwa 80.000 Passagiere die Route, die hauptsächlich als Anbindung an das Swiss-Drehkreuz dient, nutzen werden. Diese Strecke war aufgrund der Corona-Pandemie, aber auch aus anderen Gründen, wiederholt und über längere Zeiträume pausiert worden.

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Air Connect hat Cluj-Budapest aufgenommen

Die rumänische Regionalfluggesellschaft Air Connect hat nun die schon vor einiger Zeit angekündigte und immer wieder verschobene Nonstopverbindung zwischen Cluj und Bukarest aufgenommen. Ab sofort werden zwei wöchentliche Umläufe angeboten. Die Durchführung der Flüge erfolgt mit Turbopropflugzeugen des Typs ATR72-600. Obwohl die rumänische Fluggesellschaft auf beiden Strecken im Wettbewerb steht, ergänzt ihr Markteintritt die etablierten Dienste, da Budapest nun 13 wöchentliche Verbindungen in die rumänische Hauptstadt und fünfmal wöchentliche Flüge in die Stadt im Nordwesten Rumäniens anbietet. Mit einem Anteil von 12 % an den Verbindungen des ungarischen Gateways in das südosteuropäische Land ergänzt AirConnect die etablierten Strecken nach Bukarest, Cluj und Târgu Mureș, wobei Budapest in diesem Sommer 70.000 One-Way-Sitze anbietet. „Wir freuen uns, die Direktverbindung zwischen Budapest – Bukarest und Budapest – Cluj Napoca zu eröffnen und damit eine erschwingliche und effiziente Reisemöglichkeit anzubieten, die es einfacher macht, die Hauptstadt Rumäniens und das Herz Siebenbürgens zu erreichen. Wir hoffen, dass unsere zweimal wöchentlichen Flüge, dienstags und samstags, mehr Menschen und mehr Kulturen zusammenbringen werden“, so Tudor Constantinescu, CEO von Air Connect.

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Zambia Airways nach 27 Jahren wieder in der Luft

Nach einer „Pause“ von über 27 Jahren hat Zambia Airways den Flugbetrieb wieder aufgenommen. Im Dezember 2021 wurde der schlummernde Carrier reaktiviert und hat am 28. März 2023 den „Comeback-Flug“ von Lusaka nach Harare durchgeführt. Zwei Jahre nach der ursprünglichen Einstellung des Flugbetriebs wurde die Liquidation von Zambia Airways eingeleitet. Diese dauerte stolze 25 Jahre an, wurde jedoch per 1. Dezember 2021 gestoppt. Mit der Unterstützung von Ethiopian Airlines und der Zambian Industrial Development Corporation ist es gelungen den Carrier aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Eigentlich wollte man schon früher wieder abheben, jedoch führte die Corona-Pandemie dazu, dass das Projekt einige Verzögerungen hinnehmen musste. Am 28. März 2023 war es dann aber soweit, denn man führte den „Comeback-Flug“ durch. Zunächst will man sich auf Strecken innerhalb von Sambia fokussieren. Der 55-minütige Flug nach Harare wurde mit einer de Havilland Dash 8-400 durchgeführt, dem einzigen Flugzeug in der Flotte der Fluggesellschaft. Die Fluggesellschaft wird dreimal wöchentlich zwischen Lusaka und Harare fliegen und plant, bis 2028 jährlich mindestens 1,9 Millionen Passagiere zu befördern. Im vergangenen Monat erteilte die Zivilluftfahrtbehörde von Simbabwe (CAAZ) Eswatini Air und Zambia Airways zwei Genehmigungen für ausländische Betreiber (Foreign Operator Permits, FOP). Damit erhielt ZN grünes Licht für den Betrieb von Linienflügen nach Harare, womit das Unternehmen nach fast drei Jahrzehnten wieder in das internationale Netz aufgenommen wurde.

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Kanada: Airbus A321XLR absolviert „Tiefkühltest“

Der europäische Flugzeugbauer führte im kanadischen Iqaluit mit dem Maschinentyp Airbus A321XLR einen viertägigen Bodentest bei kaltem Wetter durch. Dieser ist auch Bestandteil des Zulassungsverfahrens. Das langstreckentaugliche Muster wird von zahlreichen Carriern sehnlichst erwartet, weil es im direkten Vergleich mit Widebodies sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb günstiger ist. Allerdings ist es zu Verzögerungen gekommen, so dass derzeit damit gerechnet wird, dass die Indienststellung nicht vor Ende 2024 bzw. Anfang 2025 erfolgen kann. Einige Wochen zuvor hatte eines der anderen A321XLR-Testflugzeuge einen ähnlichen Besuch in Iqaluit absolviert, wo der Betrieb der Hydraulik und anderer Systeme bei extrem kalten Temperaturen geprüft wurde – nach einem nächtlichen „Einweichen“ bei minus 40 Grad Celsius. „Dieses Mal haben wir das Wasser- und Abwassersystem der Kabine getestet, was eine nächtliche Sickertemperatur von unter -15 Grad Celsius in der ungeheizten Kabine erforderte. Zu diesem Zweck wurden in mehreren aufeinanderfolgenden Nächten mehrere Kältebäder bei geöffneten Türen durchgeführt, während die Außentemperatur bei etwa minus 20 Grad Celsius lag“, so der Hersteller. Der Test ist so konzipiert, dass die wärmere Umgebung in der Kabine und unter dem Passagierdeck, wo viele Systeme untergebracht sind, bei Minusgraden im ausgeschalteten Zustand einfrieren kann. Vor Ort brachte Airbus ein Team von mehr als 30 Personen mit, darunter sechs Piloten, Flugtestingenieure, einen Testflugingenieur und einen Fachingenieur für die Kabine. Das Wartungsteam bestand aus Mechanikern, Elektrikern, Qualitätsprüfern, Instrumentierungsspezialisten, Systemdesignern und technischen Fotografen.

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