Jan Gruber

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Jan Gruber

Osttimor: Aero Dili feiert Ankunft des ersten Airbus A320

Erstmals in der noch jungen Geschichte von Osttimor wurde ein Passagierjet im lokalen Luftfahrtregister eingetragen. Es handelt sich um einen Airbus A320, der von Aero Dili betrieben wird. Die Maschine trägt die Registrierung 4W-AAL. Zwar flogen auch schon in der Vergangenheit Jets für den genannten Carrier, jedoch nur im Rahmen von Wetlease-Verträgen. Im Eigenbetrieb hatte man bislang keinen. Auch andere Fluggesellschaften dieses Landes haben allenfalls Turboprops im lokalen Register eingetragen. Das hat sich nun geändert, denn von DAE Capital least man einen knapp über 14 Jahre alten Airbus A320, der vormals für Bangkok Airways im Einsatz war. Vor wenigen Tagen wurde der Mittelstreckenjet zu seiner neuen Homebase nach Dili überführt. Zuvor musste der Betreiber so einiges an „Hausaufgaben“ erledigen, um die behördliche Zulassung für diesen Airbus A320 zu erhalten. Die Maschine wurde im Rahmen der jüngsten Wartungen auf eine Kapazität von 165 Sitzplätzen bestuhlt. In Osttimor wurde die Ankunft des ersten Jets, der im lokalen Register eingetragen ist, ausgiebig gefeiert. Die Rede ist von einem historischen Ereignis für das junge Land. Aero Dili wurde erst im Jahr 2018 gegründet und war bislang mit Cessna-Maschinen im Regionalverkehr aktiv. Narrowbodies hatte man nur im Rahmen von Wetlease-Verträgen in der Flotte.

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Weil Airlines ungerne zahlen: Deutsche Gerichte mit Klagen „überschwemmt“

Allein im Jahr 2022 wurden nach Angaben des Deutschen Richterbunds rund 70.000 Klagen gegen Fluggesellschaften bei deutschen Gerichten eingebracht. Die Gründe sind zumeist ident: Entschädigungsleistungen laut Fluggastrechteverordnung werden abgelehnt oder die Forderung des Passagiers wird einfach ignoriert. Bereits vor der Corona-Pandemie glänzte die Branche nicht gerade mit zügiger Bearbeitung, wenn es darum ging, dass Entschädigungs- und/oder Schadenersatzansprüche an Passagiere ausbezahlt werden müssen. Je nach Anbieter wurde die Bearbeitung in die Länge gezogen oder aber pauschal und zumeist gar nicht begründet einfach abgelehnt. Mittlerweile bürgert sich schleichend ein, dass E-Mails, Briefe und Telefaxe der „Anspruchsteller“ einfach über Monate hinweg gar nicht beantwortet werden. Selbst ein rechtskräftiges Gerichtsurteil ist keine Garantie dafür, dass das zugesprochene Geld dann auch tatsächlich fließt. Erst kürzlich sorgte ein Fall, der sich im Vereinigten Königreich zugetragen hat, für Aufsehen. Wizz Air zahlte erst nachdem ein Gerichtsvollzieher am Flughafen London-Luton die Pfändung von Vermögenswerten angedroht hatte. Passagiere sind besser informiert als früher Wiederholt äußerten einzelne Richter gegenüber verschiedene Medien, dass besonders die deutschen Amtsgerichte, an denen die meisten Klagen von Fluggästen zunächst verhandelt werden, regelrecht überschwemmt werden. Besonders hart trifft es dabei jene, deren Sprengel auch den Sitz von Airlines und/oder großer Flughäfen umfasst. Laut Deutschem Richterbund wurden allein im vergangenen Jahr aufgrund der Fluggastrechte etwa 70.000 Klagen gegen Fluggesellschaften eingebracht. Dies wäre vermeidbar, wenn die Anbieter es nicht regelrecht darauf anlegen würden vor Gericht zu landen. In zahlreichen Fällen erscheint auch niemand, so dass dann ein Versäumnisurteil zu Gunsten der Kläger ergeht. Je nach Airline geht man

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Royal Air Maroc nimmt Oujda-Düsseldorf auf

Im Sommerflugplan 2023 beabsichtigt die Fluggesellschaft Royal Air Maroc saisonal zwischen Oujda und Düsseldorf zu fliegen. Die Aufnahme dieser Route soll per 28. Juni 2023 erfolgen. Die Durchführung der Flüge erfolgt zweimal wöchentlich und zwar an den Verkehrstagen Mittwoch und Freitag. Als Fluggerät sollen im Regelfall Boeing 737-800 eingesetzt werden. Vorerst ist Düsseldorf-Oujda bis zum 1. September 2023 befristet.

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Winter 2023/24: Royal Jordanian kehrt nach Brüssel zurück

Das Oneworld-Mitglied Royal Jordanian Airlines plant im Winterflugplan 2023/24 wieder zwischen Amman und Brüssel zu fliegen. Zuletzt hatte der Carrier diese Route im April 2012 im Portfolio. Derzeit ist vorgesehen, dass ab 29. Oktober 2023 zweimal wöchentlich mit Airbus A319 geflogen werden soll. Die Durchführung soll an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag erfolgen. Die Wiederaufnahme soll in Kürze zur Buchung freigegeben werden.

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Eurowings mit neuen Strecken ab Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Prag und Salzburg

Die Fluggesellschaft Eurowings legt im Sommerflugplan 2023 ab den deutschen Flughäfen Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart sowie ab Prag und Salzburg weitere neue Routen auf. Teilweise waren diese bereits bekannt. Von Düsseldorf aus soll es neu nach Adana, Eriwan Luqa (Malta), Monastir, Oslo, Samsun und Verona gehen. Ab Hamburg fliegt der Carrier neu nach Nador, Tunis und Luqa. Von Stuttgart aus geht es neu nach Volos und Monastir. Ab Prag nimmt man Zakynthos und Genf neu auf. Mit Thessaloniki wartet man nun auch ab Salzburg auf.

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Ryanair startet Petition gegen französische ATC-Streiks

Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat eine Petition gestartet, die zum Ziel hat, dass die EU-Kommission hinsichtlich regelmäßiger Streiks der französischen Fluglotsen zum Handeln aufgefordert wird. Der Lowcoster wirft dem Gremium rund um Ursula von der Leyen „Untätigkeit“ vor. Dazu Eddie Wilson, Geschäftsführer der Ryanair DAC: „Während wir das Streikrecht respektieren, ist es völlig inakzeptabel, dass europäische Passagierflüge, die Frankreich überfliegen, wiederholt durch Streiks der französischen Flugsicherung verspätet sind oder annulliert werden. Im Jahr 2023 mussten bisher mehr als 1.000.000 EU-Passagiere unnötige Verspätungen und Annullierungen aufgrund von 14 verschiedenen Streiks der französischen Flugsicherung hinnehmen, ohne dass die Kommission von Ursula von der Leyen etwas zu ihrem Schutz unternommen hätte. Es ist einfach nicht fair, dass Flüge von und nach Frankreich von Mindestdienstleistungsgesetzen geschützt werden. Trotz mehrfacher unbeantworteter Aufforderungen an die EU-Kommission, die Passagierflüge zu schützen, indem der EU-Luftraum während der Streiks der französischen Flugsicherung offen gehalten wird, hat Ryanair eine EU-weite Petition mit dem Titel PROTECT PASSENGERS – KEEP EU SKIES OPEN“ gestartet, in der die Passagiere gebeten werden, unsere Aufforderung an die EU-Kommission zu unterstützen, Maßnahmen zu ergreifen, um die Europäer und ihre Familien und ihre Reisepläne während der Streiks der französischen Flugsicherung zu schützen, die inzwischen fast wöchentlich stattfinden. Wenn die EU schon nicht auf ihre Fluggesellschaften hört, dann vielleicht auf die Millionen von europäischen Fluggästen“.

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Austrian Airlines: Vertragsverlängerung für Michael Trestl

Michael Trestl, Chief Commercial Officer der Austrian Airlines, hat seitens des Aufsichtsrats eine vorzeitige Vertragsverlängerung bis 31. Dezember 2028 erhalten. Der Niederösterreicher gehört seit Jänner 2021 dem Vorstandsteam an. Weiters gehören Annette Mann als Chief Executive Officer (CEO) und Francesco Sciortino als Chief Operations Officer (COO) der AUA-FIrmenspitze an. „Michael Trestl hat als CCO die kommerzielle Verantwortung für Austrian Airlines mitten in der Corona Pandemie übernommen. Mit seiner strategischen Expertise und seiner Teamfähigkeit hat er maßgeblich dazu beigetragen, die Airline gut durch die Krise zu steuern und danach wieder einen Aufschwung zu ermöglichen“, sagt Christina Foerster, Aufsichtsratsvorsitzende der Austrian Airlines AG zur Wiederbestellung.

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Palermo: Ryanair-B737-Max-200 nach Bombendrohung evakuiert

Ein mit 190 Passagieren besetzter Ryanair-Flug von Mailand-Malpensa nach Palermo musste am 17. März 2023 auf Sizilien evakuiert werden. Hintergrund ist, dass eine Bombendrohung gegen die Boeing 737-Max-200 eingegangen ist. Einige Zeit nach dem Start in Malpensa soll eine entsprechende Drohung eingegangen sein. In Palermo eilten Sprengstoffexperten sowie Einsatzkräfte zur Maschine. Der Luftraum rund um diesen Airport wurde umgehend gesperrt. Zahlreiche Flüge mussten auf andere Airports auf der italienischen Insel umgeleitet werden. Diese landeten dann zumeist in Catania. Nach umfangreicher Untersuchung der Boeing 737-Max-200 konnte die Polizei Entwarnung geben. Gefunden wurde nichts. Lokale Medien berichten unter anderem, dass sich ein verdächtiges Gepäckstück im Laderaum befunden haben soll, jedoch habe sich dieses dann als völlig harmlos herausgestellt. Vorsorglich wurden die Passagiere und Crewmitglieder evakuiert, um bei einer etwaigen Gefahr in Sicherheit zu sein. Es handelt sich um die zweite Bombendrohung binnen weniger Tage, denn kürzlich wurde ein United-Airlines-Flug mit Hilfe eines Zettels, der sich auf einer Toilette befand, bedroht. Auch der Vorfall in den USA stellte sich dann als harmlos heraus.

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Schon wieder: Nächster Beinahe-Zusammenstoß in den USA

Am vergangenen Samstag ist es in den Vereinigten Staaten von Amerika zum siebenten Mal in diesem Jahr zu einem Beinahe-Zusammenstoß zweier Fluggeräte gekommen. Der Vorfall ist insofern brisant, weil er sich nur wenige Tage nach dem Sicherheitsgipfel der FAA, der wegen sechs vorangegangener Ereignisse über die Bühne gegangen ist. Am 18. März 2023 kamen sich auf dem Hollywood Burbank Airport eine Boeing 737 von Southwest Airlines, die sich im Landeanflug befand, und ein Bell-500-Helikopter gefährlich nahe. Die Flugsicherung bemerkte den Hubschrauber sehr spät, jedoch noch rechtzeitig. Die Piloten der Billigfluggesellschaft wurden angewiesen sofort durchzustarten. Möglicherweise konnte dadurch eine Katastrophe verhindert werden. Der Vorfall wird nun durch FAA und NTSB untersucht. Seit Anfang dieses Jahres haben sich somit bereits sieben Beinahe-Unfälle in den USA ereignet. Offiziell untersucht werden folgende Ereignisse: Am 18. Jänner 2023 streiften sich zwei Maschinen auf dem Flughafen New York-JFK. Am 23. Jänner 2023 kreuzte ein Flugzeug der United Airlines auf dem Flughafen Honolulu die Landebahn vor einem Privatjet. Am 3. Feber 2023 berührten zwei Maschinen auf dem Newark-Airport die Tragflächen. Drei Tage später musste ein Frachtflugzeug von FedEx in Austin durchstarten, denn einem anderen Flugzeug wurde auf der selben Piste die Freigabe zum Start erteilt. Am 22. Feber 2023 starteten zwei Flugzeuge in Burbank auf der gleichen Runway. Am 27. Feber 2023 kamen sich eine Jetblue-Maschine und ein Learjet auf dem Boston Logan Airport gefährlich nahe.

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Koralmbahn: Drexler fordert Haltestelle am Flughafen Graz

In wenigen Jahren soll die Inbetriebnahme der Koralmbahn die Reisezeit zwischen Graz und Klagenfurt auf etwa 45 Minuten verkürzen. Obwohl die Trasse unterirdisch nahe am Grazer Flughafen vorbeiführt, ist keine Haltestelle vorgesehen. Das könnte sich doch noch ändern. Das Kuriosum, dass der Airport nicht an die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke angebunden werden soll, geht auf den ehemaligen Landeshauptmann Jörg Haider zurück. Dieser setzte als Bedingung für die Zustimmung des Landes Kärnten, dass eben nicht am Flughafen Graz gehalten wird. Der mittlerweile verstorbene Politiker befürchtete, dass der Klagenfurter Airport überflüssig werden könnte. So kam es zur aus heutiger Sicht wenig nachvollziehbaren Planung, dass quasi unter dem Flughafen Graz durchgefahren, jedoch nicht gehalten wird. Die Österreichischen Bundesbahnen betonen, dass es durchaus möglich ist, dass nachträglich eine unterirdische Haltestelle errichtet werden kann. Am Sonntag kritisierte Christopher Drexler (ÖVP), Landeshauptmann der Steiermark, dass derzeit noch kein Flughafen-Bahnhof geplant ist. Da sich das von Leonore Gewessler (Grüne) geleitete Verkehrsministerium gegen diesen stemmt, was angesichts des Umstands, dass die Ministerin bezüglich ihrer Luftfahrtabneigung nur selten einen Hehl daraus macht, wenig verwunderlich ist. In seiner Rede kündigte Drexler an, dass er die Konfrontation mit Gewessler sucht und sich für die Errichtung des Koralm-Flughafenbahnhofs einsetzen will. Unter anderem sagte er: „Es kann natürlich nicht sein, dass wir eine der wesentlichsten Schienen-Verbindungen auf diesem Kontinent neu verlegen, eine neue Südbahn haben, einen neuen Wirtschaftsraum erschließen und es zustande bringen, ein Gleis an einem Flughafen vorbeizuführen und dort nicht stehen bleiben zu können“. Aus dem Büro von Gewessler heißt es vereinfacht gesagt,

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