Jan Gruber

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Jan Gruber

Maskenpflicht im Nahverkehr: Deutschlands undurchblickbarer Sonderweg

Die Bundesrepublik Deutschland ist einer der letzten Staaten in Europa, der noch weitgehend flächendeckend auf das Tragen von Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln pocht. Die unterschiedlichen Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern führen dazu, dass eine durchaus verwirrende Situation entsteht. Einige Bundesländer haben die Verpflichtung zum Tagen von Masken bereits aufgehoben. Allerdings gilt dies nur im Nah- und nicht im Fernverkehr. Konkret bedeutet das am Beispiel der Strecke München-Salzburg, dass man in Zügen, die dem Bahn-Fernverkehr (z.B. Railjet, Railjet Xpress, EuroCity, InterCity, InterCity Express) zugeordnet sind, eine FFP2-Maske tragen muss. Steigt man jedoch in Verkehrsmittel des Regionalverkehrs (z.B. Regionalzug, Regionalexpress, Schnellbahn, U-Bahn, Straßenbahn, Bus etc) ein, darf man ganz legal ohne Maske fahren. Somit: Steigt man am Hauptbahnhof München in den Regionalexpress der bayerischen Oberlandbahn ein, so darf man ganz legal ohne Maske nach Salzburg fahren. Nimmt man aber einen Eurocity oder einen Railjet, so muss man bis zur Staatsgrenze eine FFP2-Maske tragen. In Österreich darf man die Mund-Nasen-Bedeckung dann legal abnehmen. Das eine solche Regelung offensichtlich nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert, ist offensichtlich. Dahinter steckt, dass für den Fernverkehr Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), der als Dauerbefürworter der Masken gilt, zuständig ist und für den Regionalverkehr die Gesundheitsminister des jeweiligen Bundeslands. Unter den Bundesländern herrscht massive Uneinigkeit darüber wie nun mit der Verpflichtung zum Bedecken von Mund und Nase in öffentlichen Verkehrsmitteln umzugehen ist. Die Folge daraus: Einige Bundesländer haben die Maskenpflicht bereits offiziell aufgehoben, wobei aus Zuständigkeitsgründen der Fernverkehr ausgenommen ist, andere haben konkrete Termine für diesen Schritt angekündigt und wieder

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Innsbruck: A320 von British Airways mehrere Tage gestrandet

Der Airbus A320-200 mit der Registrierung G-EUUY, betrieben von British Airways, hatte einen längeren Aufenthalt in Innsbruck als geplant. Die Maschine kam am 8. Jänner 2023 als BA690 aus London-Heathrow, jedoch konnte der Rückflug wegen einem technischen Defekt nicht angetreten werden. Zunächst sah alles nach einem Routineflug aus, denn die Passagiere von Flug BA691 haben bereits ihre Sitzplätze eingenommen und die Vorbereitungen auf den Abflug liefen ohne Auffälligkeiten. Doch irgendetwas war doch anders, denn auch nach 1,5 Stunden hat sich der Airbus A320 noch immer keinen Millimeter von seiner Parkposition entfernt. Gegen 21 Uhr 10 gab es dann die Hiobsbotschaft, dass wegen technischer Probleme nicht geflogen werden kann. Die Reisenden mussten wieder aussteigen und auf weitere Informationen von British Airways warten. Der Betreiber musste zunächst Techniker aus dem Vereinigten Königreich einfliegen lassen. Und das nahm seine Zeit in Anspruch, denn die G-EUUY hat erst am 11. Jänner 2023 den Innsbrucker Flughafen verlassen. Ursache für das AOG sollen Triebwerksprobleme gewesen sein. Die betroffenen Passagiere wurden zunächst in einem Hotel untergebracht und am Folgetag mit Autobussen zum Flughafen München gebracht, von wo aus diese ihre Reise nach London-Heathrow antreten konnten. Der gestrandete Airbus A320 wurde am 11. Jänner 2023 unter der Flugnummer BA9275 nach London-Heathrow überstellt. Es handelte sich um einen Ferryflug, bei dem sich keine Passagiere an Bord befunden haben.

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Christophorus-Bergung ohne Genehmigung: Bezirkshauptmannschaft leitet Ermittlungsverfahren ein

Die spektakuläre Bergung des Rettungshubschraubers Christophorus 1, die am Samstag in der Axamer Lizum durchgeführt wurde, hat nun ein juristisches Nachspiel für den Betreiber und das Bergungsunternehmen. Hintergrund ist, dass eine Genehmigung der Verkehrsabteilung des Landes Tirol notwendig gewesen wäre, diese jedoch nicht eingeholt wurde. Der Christophorus 1 ging am Freitag, den 6. Jänner 2023, während einem Einsatz in der Axamer Lizum AOG. Einige Warnleuchten, die nicht hätten leuchten dürfen, wiesen auf Fehler hin. Für den Patienten wurde ein anderer Hubschrauber angefordert und für den ÖAMTC-Helikopter eilten Techniker zu Hilfe. Diese konnten das Problem nicht vor Ort beheben, so dass ein Unternehmen aus der Schweiz beauftragt wurde. Dieses „flog“ den Christophorus 1 mit Hilfe eines Transporthubschraubers nach Innsbruck. Die spektakuläre Aktion sorgte für viel Aufsehen und dem ÖAMTC war offensichtlich viel daran gelegen den Rettungshubschrauber so rasch wie möglich zu reparieren und wieder in Dienst zu stellen. Allerdings hat man dabei offensichtlich auf die Bürokratie vergessen, denn für die Bergungsaktion wäre eine Genehmigung bei der Verkehrsabteilung des Landes Tirol einzuholen gewesen. Das hat man laut einem Bericht der Tiroler Tageszeitung nicht gemacht. Und so kommt es, dass die Bezirkshauptmannschaft Innsbruck-Land ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat. Man hat die Polizei mit der Durchführung dieses beauftragt. Konkret wirft man dem Bergungsunternehmen aus der Schweiz vor, dass dieses verabsäumt habe eine Genehmigung einzuholen und damit soll die Bergung mutmaßlich illegal durchgeführt worden sein. Sofern sich die Vorwürfe der Behörde bestätigen sollten, könnte gegen dieses ein Bußgeld verhängt werden.

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Hohe LNG-Kosten: Auch Costa stellt wieder auf Diesel um

Auch die Reederei Costa Cruises wird jene beiden Schiffe, die mit Dual-Fuel-Antrieben ausgerüstet sind, künftig mit Marine Diesel betreiben. Zuvor wurde bekannt, dass die Konzernschwester Aida diesen Schritt aus Kostengründen setzt. Damit sind die beiden Reedereien, die dem Carnival-Konzern angehören, kein Einzelfall. Die norwegische Fjord Line lässt ihre reinen LNG-Schiffe auf Dual-Mode-Antrieb umrüsten und will künftig aus Kostengründen mit Diesel statt Erdgas fahren.

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Momento legt zusätzliche Charterziele ab Dresden auf

Unter der Marke „Momento powered by SZ Reisen“ werden im Sommerflugplan 2023 ab Dresden fünf weitere Reiseziele angeboten. Es handelt sich um Ischia, Golf von Sorrent, Sizilien, die Liparischen Inseln und Sardinien. Die Flugreisen werden in Kooperation mit mehreren namhaften deutschen Reiseveranstaltern durchgeführt. Die Reiseprogramme werden für alle Partner zentral zusammengestellt und gemeinsam mit sz-Reisen unter der Marke „MOMENTO powered by sz-Reisen“ vermarktet. Reisezeitraum sind die Monate April und Mai. Zum Einsatz kommen europäische Airlines wie Smartwings, die Flugzeuge vom Typ Airbus A320 beziehungsweise Boeing 737 einsetzen. Der Bordservice beinhaltet bereits Snacks und Softdrinks. „Urlaubsreisen vom Flughafen vor der Haustür aus stehen hoch im Kurs. Wir freuen uns daher sehr, im Frühjahr fünf neue italienische Urlaubsregionen in den Flugplan aufnehmen zu können. Diese Reisen ergänzen hervorragend das bestehende Angebot zu Sonnenzielen im Mittelmeer sowie am Roten und Schwarzen Meer“ sagt Götz Ahmelmann, CEO der Mitteldeutschen Flughafen AG.

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Estland: Nyx Air hat Saab-340AF-Frachter eingeflottet

Die estnische Fluggesellschaft Nyx Air hat ein weiteres Frachtflugzeug in die Flotte aufgenommen. Es handelt sich um die Saab 340AF mit der Registrierung ES-NSM. Diese wurde auf den deutschen Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden überstellt. Laut CH-Aviation.com wurde das Turbopropflugzeug kürzlich auf Nyx Air im Luftfahrtregister von Estland eingetragen. Es handelt sich um den einzigen Frachter des Typs Saab 340AF. Man betreibt daneben eine weitere Cargo-Maschine, jedoch handelt es sich dabei um eine Saab 340BF.

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Dr. Sasse AG hat Mehrheit von FraSec Aviation Security übernommen

Seit 1. Jänner 2022 befindet sich das Sicherheitsunternehmen FraSec Aviation Security GmbH im Mehrheitseigentum der Dr. Sasse AG. Dieser Schritt war bereits seit längerer Zeit geplant und steht im Zusammenhang mit der Neukoordination der Luftsicherheit am Flughafen Frankfurt am Main. Bislang war die Fraport AG Mehrheitseigentümerin der FraSec Luftsicherheit GmbH. Im Zuge der Transaktion wurde der Name in den eingangs genannten Wortlaut abgeändert. Seit wenigen Wochen werden in Frankfurt die Sicherheitskontrollen nicht mehr im Auftrag der Bundespolizei, sondern vom Airport in Eigenregie durchgeführt.

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Play nimmt Keflavik-Hamilton auf

Die isländische Billigfluggesellschaft Play nimmt ab Ende Juni 2023 Kurs auf das kanadische Hamilton. Der Carrier beabsichtigt diese Stadt täglich ab Keflavik anzusteuern. Es handelt sich um die erste Destination in Kanada, die der Billigflieger ins Streckennetz aufnimmt. Die Route soll mit Mittelstreckenjets des Typs Airbus A320neo bedient werden. Hamilton befindet sich rund 70 Kilometer südwestlich von Toronto um Bundesstaat Ontario. Es ist anzunehmen, dass sich Play aus Kostengründen für diesen Airport entschieden hat. Der Erstflug ist für den 22. Juni 2023 angekündigt.

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2022: Flughafen Graz hatte rund 561.000 Passagiere

Der steiermärkische Flughafen Graz wurde im Jahr 2022 von rund 561.000 Passagieren genutzt. Damit lag man um das rund 2,5-fache über dem Wert, den man ein Jahr zuvor hatte, jedoch noch immer deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Große Hoffnungen setzt man in die geplante Eurowings-Expansion. Mit Beginn Sommerflugplan konnte der Flughafen mit der Wiederaufnahme der Linienflüge nach Zürich wieder Verbindungen zu 5 großen Umsteigeflughäfen – Amsterdam, Frankfurt, München, Wien und Zürich – sowie in die Wirtschaftsmetropolen Düsseldorf und Stuttgart anbieten, allerdings noch nicht in der vor Corona gewohnten Frequenzdichte. Im Bereich der Ferienflüge wurden etwa 15 Destinationen angeboten. „Nach der schrittweisen Rücknahme der Corona Restriktionen, ist das Fluggeschäft viel besser angelaufen, als von allen Expert:innen vorhergesagt“, erklärt Wolfgang Grimus, Geschäftsführer des Flughafen Graz. „Sowohl die Hubanbindungen als auch die touristischen Destinationen waren gut ausgelastet. Wir durften daher um rund 110.000 Fluggäste mehr betreuen als geplant!“ 441.699 Passagiere und damit um 270.355 bzw. 157,8 % mehr als noch 2021 haben eine Linienverbindung ab Graz gewählt, um ihre Geschäfts- oder Urlaubsreise ab Graz anzutreten. 119.836 Fluggäste sind mit einem der vielen Charterflüge in die schönste Zeit des Jahres abgehoben, das entspricht einem Plus von 64.618 bzw. 117 %. Im Cargobereich ist es wie folgt gelaufen: Nach dem außergewöhnlich guten Ergebnis von 2021, das unter anderem auf mehr als 30, meist mit Boeing 747 durchgeführte, Frachtflüge zurückgeführt werden konnte, die in der Pandemie benötigtes medizinisches Material aus Asien nach Graz transportiert haben, wurde bereits im Vorfeld ein Rückgang für 2022 erwartet. 2022 konnte ein

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D-AIXE: Frachtraum von Lufthansa-A350 in Newark beschädigt

Am Montag, den 9. Jänner 2023 wurde der Airbus A350 mit der Registrierung D-AIXE, betrieben von Lufthansa, auf dem Flughafen Newark beschädigt. Das Langstreckenflugzeug hätte eigentlich als LH413 nach München fliegen sollen. Die Passagiere befanden sich bereits an Bord. Während dem Ent- und Beladevorgang wurde der Frachtraum des Langstreckenflugzeuges beschädigt. Der Kapitän musste den Passagieren mittels Durchsage die Hiobsbotschaft überbringen, denn aus Sicherheitsgründen muss ein Ersatzteil bestellt werden, das vor Ort am Flughafen Newark nicht lagernd war. Die Passagiere mussten aussteigen. Der Schaden wurde laut Lufthansa dann am Folgetag behoben.

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