Ende der vergangenen Woche hatte Austrian Airlines darüber informiert, dass man ein stark nachgebessertes Angebot an die Arbeitnehmervertreter des Betriebsrats Bord übermittelt habe. Die Gewerkschaft Vida wollte dies zunächst nicht kommentieren, holt jedoch nun zum Rundumschlag aus und bezeichnet den Vorschlag das AUA-Vorstands gar als „Fake News“. Die Fronten zwischen Austrian Airlines und den Arbeitnehmervertreter scheinen derzeit besonders verhärtet zu sein, denn seitens der Vida spricht man mittlerweile sogar davon, dass man Streikmaßnahmen nicht mehr grundsätzlich ausschließen kann. Dennoch setzt man auf den Verhandlungstisch, aber gepaart mit der Drohung, dass wenn sich bis Gründonnerstag keine Lösung ergibt, dass man dann zum Arbeitskampf – inklusive möglichem Streik – aufrufen wird. Eigenen Angaben nach übermittelte Austrian Airlines Ende der Vorwoche ein nachgebessertes Angebot. Ungewöhnlich war der Umstand, dass der Carrier auch diverse Medien über einige Eckpunkte informiert hat. Dies dürfte dem Betriebsrat und der Gewerkschaft durchaus sauer aufgestoßen sein, denn man weist inhaltlich die Informationen, die an die Öffentlichkeit gegeben wurden, zurück. Am Dienstag fand eine Betriebsversammlung, an der etwa 1.200 fliegende AUA-Mitarbeiter teilgenommen haben. Laut Vida hätten diese das jüngste Angebot einstimmig abgelehnt und für weitere Maßnahmen gestimmt. Boni für das Management in der Kritik Besonders scharf wird seitens der Arbeitnehmervertreter kritisiert, dass es für das „Fußvolk“ über Jahre hinweg zu Sparpaketen und damit niedrigeren Löhnen gekommen ist, jedoch nun für das Management wieder hohe Boni-Zahlungen ausgeschüttet werden. Dies soll auch unter dem Aspekt, dass der staatlich garantierte Kredit erst gegen Ende des Vorjahres abbezahlt wurde, fragwürdig sein, denn für das