Jan Gruber

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Jan Gruber

Rumänien: Ryanair zieht sich von vier Airports zurück

Die Billigfluggesellschaft Ryanair fährt – ungeachtet der Lücken, die Blue Air hinterlassen hat – das Angebot von/nach Rumänien zurück. Man wird die Airports Oradea, Timisoara, Sibiu und Suceava auf unbestimmte Zeit nicht mehr ansteuern. Auch in Bukarest, Cluj und Iasi fährt man das Angebot zurück. Der Konkurrent Wizz Air hat in den letzten Wochen die Präsenz in Rumänien weiter ausgebaut und einige Routen, die brachlagen aufgenommen bzw. reaktiviert. Hinter der Entscheidung von Ryanair steckt – wieder einmal – die Frage ums Geld. Beispielsweise schriebt Ebihoreanul.ro, dass der Billigflieger im Herbst 2020 in Oradea einen Zuschuss in der Höhe von 800.000 Euro erhalten habe. Die Hälfte soll sofort und der andere Teil mit der Wiederaufnahme des Flugbetriebs ausbezahlt worden sein. Der Subventionsvertrag ist seit drei Monaten abgelaufen und nun kündigt man den Rückzug an. Auch aus Sibiu ist zu hören, dass der Carrier höhere Subventionen haben wollte, jedoch man nicht bereit gewesen ist diese zu bezahlen. Ryanair selbst begründet den Rückzug von den vier genannten rumänischen Flughäfen, dass man wegen „fehlender langfristiger Anreize“ zum Ausstieg gezwungen wäre. Die Einstellungen wirken sich auch auf Wien aus, denn Sibiu und Suceava werden nicht fortgeführt.

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Salzburg feiert Erstflüge von Air France Hop und Transavia

Der Salzburger Flughafen konnte in den letzten Tagen zwei Neuaufnahmen aus dem Air-France-KLM-Konzern feiern. Transavia verbindet die Mozartstadt mit Brüssel und Hop mit Paris Charles de Gaulle. Vorerst handelt es sich um Winterstrecken. Die Corona-Pandemie hat die Flughäfen Innsbruck und Salzburg besonders hart getroffen, denn beide machen während der kalten Jahreszeit den Löwenanteil des Umsatzes. Das liegt daran, dass die beiden österreichischen Airports ein beliebte Landeorte für Reisende, die ihre Urlaube in den umliegenden Schiressorts verbringen wollen, sind. Die Winter 2020/21 und 2021/22 waren im Vergleich mit der Vergangenheit defacto ein Totalausfall. Heuer sind viele Carrier zurückgekehrt. Auch gibt es die eine oder andere Neuaufnahme. Beispielsweise verbindet Air France Hop seit dem vergangenen Samstag die Mozartstadt einmal wöchentlich mit Paris-Charles de Gaulle. Diese Route wird über den Winter 2022/23 einmal pro Woche bedient. Im Regelfall kommen Regionaljets des Typs Embraer 190 zum Einsatz. Am Mittwoch wird die Konzernschwester Transavia eine Nonstopverbindung zwischen Brüssel und der Mozartstadt aufnehmen. Diese wird zweimal pro Woche bedient und ist ebenfalls vorläufig für die Winterflugplanperiode 2022/23 befristet. Der Salzburger Flughafen ist jedenfalls erfreut, dass man mit Air France Hop an ein weiteres Drehkreuz angebunden ist und mit Transavia eine zusätzliche Route nach Brüssel bekommt. „Es wird eine Wintersaison ohne Reiseeinschränkungen wie in den letzten zwei Jahren, da bin ich mir sicher. Wir steuern Ziele in 19 Ländern an und bringen viele Wintergäste in die EuRegio Salzburg-Bayern, damit werden wir schon beinahe die Zahlen von 2019 erreichen. Ganz besonders freue ich mich über die neue Strecke

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Manchester: Tui-Airways-Flug mangels Klopapier um 26 Stunden verspätet

Es gibt immer wieder kuriose Gründe warum Flüge gestrichen werden, jedoch hat es bislang selten bis nie mit fehlendem Toilettenpapier zu tun gehabt. Genau das ist aber am 15. Dezember 2022 am Flughafen Manchester bei Tui Airways passiert. Eigentlich sollten die Passagiere gegen 9 Uhr 55 unter der Flugnummer BY718 in Richtung Sharm El Sheik abheben. Daraus wurde aber nichts, denn wie der Kapitän unter anderem gegenüber der Zeitung „Sun“ erklärte, habe man weder Toilettenpapier, noch Handtücher für die WC-Anlagen gehabt. Ein Zulieferer habe versehentlich Fruchtsaft an Bord gebracht. Es kam wie es kommen musste: Der Lieferant konnte kein Klopapier liefern, so dass die Crew das Problem selbst in die Hand nahm. Man „borgte“ bei den Kollegen einer anderen Tui-Airways-Maschine ein paar Rollen aus und wollte dann abheben. Es war 16 Uhr 30 und dann wurde festgestellt, dass die Besatzung die Arbeitszeit überschreiten würde. Der Flug hob dann erst am Folgetag – mit insgesamt 26 Stunden Verspätung – ab.

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EU-Kommission bewilligt Unterstützung für Flughafen Zagreb

Die kroatische Regierung hat seitens der EU-Kommission grünes Licht für eine Beihilfemaßnahme zu Gunsten des Betreibers des Hauptstadtflughafens Zagreb bekommen. Das Volumen beträgt 14,3 Millionen Euro und soll für den Zeitraum von 19. März bis 30. Juni 2020 entschädigen. Geld wird aber keines fließen, denn es erfolgt eine Aufrechnung mit der Konzessionsgebühr, die die Zagreb Airport International Company zu entrichten hat. Der Staat wird diese um 14,3 Millionen Euro kürzen und die Summe abschreiben. Damit bekommt der Airport zwar keine Finanzmittel überwiesen, muss jedoch weniger an die Regierung bezahlen.

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Neue Ultra-Kurzstrecke: Lot nimmt Lublin-Warschau auf

Während beispielsweise in Deutschland oder Österreich politische Stimmung gegen Ultrakurzstrecken-Flüge gemacht wird und auf die Schiene verlagert werden soll, nimmt die polnische Lot am 28. April 2023 eine weitere sehr kurze Inlandsverbindung auf. Der Carrier wird ab diesem Termin sechsmal wöchentlich zwischen Lublin und Warschau-Chopin fliegen. Damit wird bindet man die zuerst genannte Stadt an das Drehkreuz an. Geflogen werden soll täglich, außer an Sonntagen, in beide Richtungen. Die Entfernung zwischen den beiden Airports beträgt in etwa 163 Kilometer (Luftlinie).

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Bombendrohung gegen Air-China-Flug über Deutschland

Aufgrund einer Bombendrohung wurde am 15. Dezember 2022 der Air-China-Flug CA617 auf dem Weg von Chengdu nach Paris-CDG über Deutschland, Belgien und Frankreich von Kampfjets eskortiert. Der Betreiber einer Website hatte die Drohung erhalten und sich unverzüglich an die französische Exekutive gewandt. Zunächst stiegen in Rostock-Laage zwei Kampfjets der deutschen Luftwaffe auf. Diese eskortierten den Airbus A330-300 mit der Registrierung B-8383 bis zur belgischen Luftraumgrenze. Hier übernahmen die Belgier ehe dann die französischen Streitkräfte eskortierten. Das Langstreckenflugzeug konnte sicher in CDG landen und wurde anschließend umfassend untersucht. Der Betreiber einer Homepage erhielt in einem Kommentar-Posting die Information, dass sich auf Air-China-Flug CA617 zumindest eine Bombe befinden soll. Vorsorglich wandte er sich unverzüglich an die Gendarmerie, die aus Sicherheitsgründen die theoretisch mögliche Bedrohung an die Flugsicherung und das Militär weitergeleitet hat. Der Airbus A330-300 wurde dann von den Streitkräften von Deutschland, Belgien und Frankreich bis zur Landung in Paris eskortiert. Eine umfangreiche Überprüfung hat ergeben, dass kein Sprengsatz an Bord war und somit keine Bedrohung vorliegt. Die französische Polizei will nun den Verursacher ausfindig machen. Den Betreiber der Homepage, der vorsorglich die Exekutive eingeschaltet hat, erwartet aber kein Strafverfahren, da dieser laut Erklärung der Gendarmerie vorbildlich gehandelt habe und nach dem Grundsatz „Safety First“ habe man alle notwendigen Schritte eingeleitet.

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Flughafen Graz will kleinen Teil des ehemaligen Fliegerhorst Nittner „einverleiben“

Vor einigen Jahren wurde der einstige militärische Bereich des Grazer Flughafens aufgelassen. Bislang war die Nachnutzung noch vollkommen offen. Nun hat der Airport beantragt, dass ein Teil des Areals des einstigen Fliegerhorsts Nittner in den zivilen Flugplatz einbezogen werden soll. Auch wenn es einen bestehenden Taxiway zwischen dem einstigen militärischen Bereich und dem Flughafen Graz-Thalerhof gibt, ist der ehemalige Fliegerhorst Nittner rein formell kein Zivilflugplatz. Konkret bedeutet das, dass die dortigen Liegenschaften und die Infrastruktur derzeit gar nicht fliegerisch genutzt werden dürfen. Genau das will der Grazer Flughafen ändern und hat beim Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie den formellen Antrag gestellt, dass die bestehende Zivilflugplatz-Bewilligung dahingehend geändert werden soll, dass ein Teil des ehemaligen militärischen Bereichs einbezogen ist. Konkret bedeutet das, dass bei positiver bescheidmäßiger Feststellung die ehemals militärische Infrastruktur dann zivil, beispielsweise von der General Aviation, genutzt werden kann. Auch wenn es in diesem Bereich einst Militärluftfahrt gab, muss zunächst das Verkehrsministerium grünes Licht für die zivile Nutzung geben. Konkret soll das Areal des Grazer Flughafens so erweitert werden, dass der einstige Fliegerhorst Nittner von der Zivilflugplatz-Bewilligung ebenfalls umfasst ist. Das ist ein bürokratischer Aufwand, denn laut Pflichtveröffentlichung im Amtsblatt der Wiener Zeitung handelt es sich um ein so genanntes Großverfahren. „Es ist beabsichtigt ein 7.255 Quadratmeter großes Areal des ehemaligen Militärflugplatzes Graz Thalerhof (Fliegerhorst Nittner) in das Flughafenareal miteinzubeziehen. Die vorgesehene Zivilflugplatzerweiterung liegt auf den Grundstücken 35/2, 35/4, 35/5 und 103/3 in der Katastralgemeinde 63286 Thalerhof. Auf dem Erweiterungsareal sollen ein ca. 5.655 Quadratmeter

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Moskau: Aeroflot stockt Hurghada und Sharm el Sheik auf

Die russische Fluggesellschaft Aeroflot beabsichtigt mit Wirksamkeit zu Ende Dezember 2022 die Frequenzen zwischen Moskau- Sheremetyevo und Hurghada sowie Sharm el Sheik zu erhöhen. Das erstgenannte Ziel in Ägypten will der Carrier künftig zehnmal wöchentlich ansteuern. Als Fluggerät sollen Boeing 737 und Airbus A330 eingesetzt werden. Nach Sharm el Sheik soll es künftig ebenfalls zehnmal wöchentlich gehen. Auch auf dieser Route will man mit den beiden zuvor genannten Mustern fliegen. Die Aufstockungen werden ab 24. Dezember 2022 wirksam.

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SAS stockt Kopenhagen-Shanghai auf

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat am Freitag die Frequenzen zwischen Kopenhagen und Shanghai (Pu Dong) aufgestockt. Der Carrier bietet nun zwei wöchentliche Flüge zwischen den beiden Städten an. Im Regelfall setzt man Langstreckenflugzeuge des Typs Airbus A350-900 ein. Die Durchführung der Flüge in Richtung China erfolgt jeweils an Dienstagen und Freitagen. Zurück nach Dänemark geht es an Donnerstagen und Sonntagen.

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OMV übernimmt Treibstoffversorgung in Klagenfurt

Mit Jahresende zieht sich der Mineralölkonzern Shell vom Flughafen Klagenfurt zurück. Ab 1. September 2022 sind Kerosin und Co bei der OMV erhältlich. Die Kärntner Flughafen Betriebs GesmbH übernimmt das Tanklager und wird Flugbenzin-Anbieter für die ortsansässigen Luftfahrzeuge. „Es ist uns ein Anliegen, höchste Servicequalität auch im Bereich der Betankung anzubieten“, erklärt Airport-Geschäftsführer Nils Witt. „Mit der OMV haben wir einen renommierten und verlässlichen Partner gefunden, der über internationale Erfahrung in diesem Bereich „Aviation“ verfügt!“ Die OMV war erfolgreich aus der Ausschreibung hervorgegangen. „Wir freuen uns sehr, zukünftig den Flughafen Klagenfurt mit unseren Produkten versorgen zu können und die Zufriedenheit unserer Kunden an einem weiteren Standort in Österreich sicherstellen zu können“, sagt Axel Römmer, Leiter Geschäftsbereich Aviation bei OMV. Ab 1. 1. 2023 wird die OMV verlässlich die Verfügbarkeit von Flugturbinentreibstoff (JET A1) sicherstellen. Flugbenzin (AVGAS) wird zukünftig von der Kärntner Flughafen Betriebs GesmbH (KFBG) angeboten werden. Damit ist die Möglichkeit zur Betankung für die ortsansässigen AVGAS-Luftfahrzeuge gewährleistet.

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