Jan Gruber

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Jan Gruber

Innsbruck: Emissionsabhängige Entgelte kommen vorläufig nicht

Der Flughafen Innsbruck wollte eigentlich mit Wirksamkeit zum 1. Jänner 2023 emissionsabhängige Nutzungsgebühren einführen. Daraus wird nun – zumindest vorläufig – nichts, wie sich aus der jüngst kundgemachten Entgelteordnung für das Jahr 2023 ergibt. Es scheitert an der Bürokratie. In Österreich können Flughäfen ihre Gebühren und Entgelte nicht frei festsetzen, sondern diese müssen dem Flughafenentgeltegesetz sowie dem Luftsicherheitsgesetz entsprechen. In diesen ist die Berechnung ziemlich genau festgehalten. Die Betreiber müssen ihre geplanten Ordnungen durch das Verkehrsministerium (BMK) genehmigen lassen. Somit hat das letzte Wort Bundesministerin Leonore Gewessler (Grüne), die sich bislang eher der Luftfahrt abgeneigt positioniert hat. Umso verwunderlicher ist, dass das BMK die vom Flughafen Innsbruck geplanten emissionsabhängigen Entgelte abgelehnt hat. Damit bleibt es in Tirol bei den bisherigen Staffelungen, die sich am Fluglärm, nicht jedoch am Schadstoffausstoß orientieren. Schlüssig erklären konnte man die Entscheidung nicht, jedoch gibt es Anhaltspunkte dafür, dass der Flughafen Innsbruck seiner Zeit voraus gewesen sein könnte. Die gesetzliche Grundlage, auf der die Festlegung der Entgelteordnung, die durch das BMK bewilligt werden muss, basiert, sieht nämlich emissionsabhängige Flughafengebühren schlichtweg nicht vor. Wohl aber gibt es eine gesetzliche Rückendeckung dafür, dass die Kosten, die Airlines und andere Nutzer entrichten müssen, vom Fluglärm abhängig gemacht werden dürfen. Vereinfacht gesagt: Der Flughafen Innsbruck kann derzeit Fluggerät, das schadstoffintensiv ist, nicht stärker zur Kasse bitten, weil es die Bundesregierung verabsäumt hat, die Gesetze entsprechend anzupassen. Solange keine entsprechende Novellierung erfolgt, darf das BMK emissionsabhängige Entgelteordnungen gar nicht genehmigen. Somit wird sich – zumindest im Jahr 2023 – in Innsbruck

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Norwegian startet in Skavsta und Växjö

Im Sommerflugplan 2023 bietet Norwegian auch ab den Flughäfen Skavsta und Växjö Småland Nonstopflüge an. Der zuerst genannte Airport wird überwiegend von Billigfluggesellschaften genutzt, wobei sich der einst größte Kunde Ryanair zu Gunsten von Arlanda zurückgezogen hat. Ab April 2023 bietet Norwegian ab Skavsta die spanischen Ziele Málaga und Alicante an. Ab Växjö Småland geht es ebenfalls nach Málaga. „Wir freuen uns, Nonstopflüge nach Spanien von zwei Flughäfen in Schweden anbieten zu können, die wir bisher nicht bedient haben. Mit den neuen Direktflügen wird es für noch mehr Reisende in Schweden möglich sein, an die spanische Sonnenküste zu fliegen. Wir freuen uns darauf, Reisende auf diesen neuen Strecken in unseren modernen und treibstoffeffizienten Flugzeugen begrüßen zu dürfen“, sagt Magnus Thome Maursund, EVP Network, Pricing & Optimisation bei Norwegian. Norwegian bedient rund 60 Strecken nach, von und innerhalb Schwedens. Mit den Standorten Stockholm Skavsta und Växjö Småland bedient Norwegian insgesamt sechs Flughäfen in Schweden: Stockholm Arlanda, Umeå, Luleå, Kiruna, Stockholm Skavsta, Växjö Småland und Visby (Sommerflugplan).

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Innsbruck: Air France führte ersten Paris-Flug durch

Die Air-France-Tochter Hop führte am Samstag den Erstflug zwischen Paris-Charles de Gaulle und Innsbruck durch. Der Embraer 190 landete gegen 12 Uhr 32 unter der Flugnummer AF1056 am Tiroler Flughafen. „Die neue Verbindung bringt französische Gäste einfach und unkompliziert in ihren Winterurlaub nach Tirol. Gleichzeitig können Passagiere aus Tirol und den benachbarten Regionen eine neue Luftfahrtallianz und damit ein zusätzliches breites Flugnetz ab Innsbruck für ihre Reisepläne nutzen“ hebt Flughafenchef Marco Pernetta nach der Erstlandung hervor. Kurz nach der Landung in Innsbruck begrüßte er gemeinsam mit Sylvia Lang, Joint Station Manager Air France KLM Austria, die 34 Passagiere. Diesen wurden unter anderem französische Baguettes überreicht. Die neue Route wird an den Verkehrstagen Samstag und Sonntag bedient.

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Klagenfurt: Präsentation von Liliair verschoben

Eigentlich wollten der Flughafen Klagenfurt und Mehrheitseigentümer Lilihill am Dienstag, den 13. Dezember 2022, die Neugründung „Liliair“ vorstellen. Der Termin fällt vorerst ins Wasser, da dieser aufgrund einer nicht näher bezeichneten Erkrankung eines angekündigten Redners abgesagt werden musste. Gleichzeitig wurde ein neuer Termin für die Präsentation von Liliair verkündet. Diese soll nun am 20. Dezember 2022 gegen 10 Uhr 00 am Flughafen Klagenfurt stattfinden. Mittlerweile gibt es auch Gerüchte, dass der Bombardier CRJ-1000 mit der Registrierung OE-LIL für das Projekt bestimmt sein könnte. Dies wurde seitens Liliair dementiert. Eine Sprecherin sagte: „Das ist definitiv nicht unser Flugzeug“. Die Gründung der Firma Liliair und die damit verbundene Eintragung ins Firmenbuch erfolgte erst diese Woche. Bis Abfragen im Firmenbuch möglich sind, können noch einige Tage vergehen. Die Zwangsveröffentlichung im Amtsblatt der Wiener Zeitung erfolgt im Regelfall binnen vier Wochen ab tatsächlicher Ausführung der Eintragung durch das zuständige Gericht. Bereits 1979 brachte der Flughafen Klagenfurt eine eigene Airline in die Luft Mit Liliair will Flughafen-Klagenfurt-Mehrheitseigentümer Lilihill eine eigene Fluggesellschaft in die Luft bringen. Das Projekt wurde im Jahr 2019 gestartet, jedoch gab es aufgrund der Corona-Pandemie erhebliche Verzögerungen. Nähere Details will man erst im Zuge der Medienkonferenz, die nun am 20. Dezember 2022 stattfinden soll, vorstellen. Es handelt sich übrigens nicht um das erste Mal, dass der Klagenfurter Flughafen eine eigene Airline in die Luft brachte. Im Juli 1979 ging Transalp mit Swearingen Merlin IV an den Start. Man bot mit den 13-sitzigen Flugzeugen Linienflüge von Klagenfurt nach Wien, von Graz nach Wien

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„Phantomairline“ Air Sinai startet als Billigflieger Air Sphinx neu durch

Die Egyptair Group will mit Air Sphinx eine neue Billig- und Charterairline, die ab dem Sphinx International Airport operieren soll, an den Start bringen. „Neu“ ist das Unternehmen aber so ganz und gar nicht, denn es handelt sich um die „Phantomfluggesellschaft“ Air Sinai, die einen neuen Namen verpasst bekommen hat. Air Sinai ist eine Tochtergesellschaft von Egyptair, die es über viele Jahre gar nicht gab, wenn jemand danach fragte. Der Carrier wurde im Jahr 1982 gegründet, um Nonstopflüge zwischen Kairo und Tel Aviv-Ben Gurion durchführen zu können. Über viele Jahre hinweg mutete des Geschäftsmodell regelrecht kurios an, denn Tickets konnten nur kompliziert gegen Barzahlung gekauft werden und am Flughafen Kairo (International) wurden die Flüge nicht gelistet. Nicht einmal am Gate gab es Hinweise auf den bevorstehenden Tel-Aviv-Flug, man musste also wissen wo der Einstieg ist. Offiziell wollte Egyptair nichts von dieser Tochtergesellschaft wissen, wenn eben jemand danach fragte. Intern wusste man ganz genau welchen Zweck Air Sinai hatte und dass es die Tel-Aviv-Flüge, die man versuchte „geheim“ zu halten, gibt. Vor einigen Tagen taute dann das diplomatische Klima zwischen Ägypten und Israel. Mittlerweile gibt es ein reguläres Luftfahrtabkommen und beispielsweise Egyptair fliegt ganz offiziell nach Tel Aviv. Die „Phantomairline“ Air Sinai brauchte es also nicht mehr. Aus „Phantomairline“ wird ein Billigflieger Seit einigen Jahren dümpelt der Carrier, den es über viele Jahre hinweg offiziell gar nicht gab, vor sich hin. Man hält sich mit gelegentlichen Charterflügen und ACMI-Dienstleistungen für Egyptair in der Luft. Der ägyptische Luftfahrtminister, Muhammad Manar, kündigte an,

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Slowenien will Flughäfen Maribor und Portoroz mehr Leben einhauchen

Die slowenische Regierung sucht neuerlich nach einer Lösung für die Flughäfen Portoroz und Maribor. Beide Airports haben keinen regelmäßigen Linienverkehr, wobei der zuerst genannte Flughafen im Bereich der General Aviation so stark ist, dass er hinsichtlich der Anzahl der Flugbewegungen der zweitgrößte des Landes ist. Der Airport Portoroz ist wahrlich kein großer Flughafen, sondern eher ein kleiner Provinz-Flugplatz. Aufgrund der kurzen Piste war man im Linienverkehr hinsichtlich möglicher Muster schon immer eingeschränkt. Die Betreiber wollen eine Anbindung an das Drehkreuz Belgrad etablieren sowie einige mit Let-410 bediente Routen, beispielsweise nach Tschechien und Ungarn. Fix ist es aber nicht, ob diese Flüge tatsächlich kommen werden. Das wichtigste Standbein des Flughafens Portoroz ist die General Aviation, denn diese führt dazu, dass man hinsichtlich der Flugbewegungen die landesweite Nummer Zwei nach Ljubljana ist. In Maribor ist die Situation ein wenig anders. Zwar wird dieser Airport von Flugschulen genutzt und ab und zu gibt es auch den einen oder anderen Charterflug, aber ansonsten herrscht gähnende Leere. Der Plan, dass man mit einem chinesischen Investor ein großes Drehkreuz errichtet, ist kläglich gescheitert, denn nicht einmal die jährliche Pacht wurde bezahlt. Der Flughafen ist somit an den Staat zurückgefallen. Mit den Billigfliegern Easyjet, Wizz Air und Ryanair gab es Gespräche, die dazu führen sollten, dass diese regelmäßige Linienflüge ab Maribor aufnehmen sollten. Seitens der slowenischen Regierung wurde auch damit argumentiert, dass die Gebühren im Vergleich zu Ljubljana niedriger sind. Doch ohne Zuschüsse oder Garantien wollten sich die drei Billigflieger dann nicht ins Risiko stürzen. Dahinter steckt

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Ryanair: Michael O’Leary verlängert bis 2028

Der Vertrag von Ryanair-Group-CEO Michael O’Leary wurde vorzeitig um weitere vier Jahre verlängert. Der Manager, der seit 1994 die Geschicke des Lowcosters bestimmt, wird bis voraussichtlich 2028 an der Spitze des Konzerns stehen. Ob Michael O’Leary danach nochmals verlängern wird, ist offen. Unter seiner Geschäftsleitung entwickelte sich Ryanair von einer defizitären Regionalfluggesellschaft zum größten Billigflieger Europas. Allerdings gibt es immer wieder heftige Kritik an den Arbeitsbedingungen sowie an O’Leary persönlich.

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Villach: ÖBB stellen Intercitybus nach Italien ein

Die österreichischen Bundesbahnen stellen ihre letzten verbliebenen internationalen Fernbusstrecken ein. Es handelt sich um die Intercitybusse, die ab Villach nach Venedig und Triest, verkehrt sind. Das seit einigen Jahren bestehende saisonale Angebot wird im Jahr 2023 nicht mehr bestehen, bestätigte ein ÖBB-Sprecher gegenüber Aviation.Direct. Ab Villach verkehren seit mehreren Jahren mehrmals tägliche Busse der Österreichischen Bundesbahnen nach Triest und Venedig. Diese wird es künftig nicht mehr geben, denn die ÖBB stellen diese ein. Operativ wurden die Fahrten von der Tochtergesellschaft Österreichische Postbus AG durchgeführt. Diese Veränderung hat keinen Einfluss auf die Intercitybus-Strecke Klagenfurt-Graz, auf der die Intervalle verdichtet werden. Ein ÖBB-Sprecher erklärt gegenüber Aviation.Direct: „Die Intercitybus-Verbindung Villach – Udine – Venedig waren ein saisonales Angebot. Diese wird in der neuen Saison im Fahrplanjahr 2023 nicht mehr angeboten. Die ÖBB fokussieren sich beim Angebot nach Italien auf bestehende Angebote mit der Bahn“. Die Intercitybusse sind eine Besonderheit im Streckennetz der ÖBB, denn es gilt der Schienentarif. Im Gegensatz zu den Fernbussen, die von den Konkurrenten Blaguss Reisen und Dr. Richard unter der Marke Flixbus angeboten werden, ist das Klimaticket gültig. Ein Portrait über die Intercitybusse nach Italien sowie zwischen Klagenfurt und Graz befindet sich unter diesem Link bei Aviation.Direct.

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Australien: Wettbewerbsbehörde nimmt hohe Ticketpreise unter die Lupe

In Australien nimmt die Wettbewerbsbehörde die Ticketpreise im Inlandsverkehr genauer unter die Lupe. Die Behörde teilte mit, dass man das Verhalten der Fluggesellschaften genau analysieren wird, denn die Flugscheinpreise sind erheblich über das Vorkrisenniveau gestiegen. Dabei spielt der Umstand, dass eine hohe Nachfrage herrscht, jedoch das Angebot nicht signifikant ausgebaut wurde, eine entscheidende Rolle. Die ACCC hat den Verdacht, dass absichtlich keine Erweiterung erfolgt, um die Ticketpreise möglichst hoch halten zu können. Allein das Argument, dass die Treibstoffkosten gestiegen sind, lässt die Behörde nicht gelten. Daher werde man das Verhalten der im Inlandsverkehr tätigen Anbieter genau beobachten, denn man will sicherstellen, dass es ausreichende Kapazitäten auf dem Markt gibt und damit die Flugpreise wieder sinken. Auch verweist man darauf, dass ein funktionierender Wettbewerb wichtiger denn je wäre. Als Beispiel führt man an, dass im Oktober 2022 die Tarife gegenüber Oktober 2019 um rund 27 Prozent höher waren. Der Bericht der Behörde stellt fest, dass im September 2022 44 Fluggesellschaften international von und nach Australien flogen, verglichen mit 58 drei Jahre zuvor. Auch dieser Umstand könnte zu steigenden Preisen geführt haben.

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China Eastern hat erste Comac C919 übernommen

Der chinesische Flugzeugbauer Comac hat die weltweit erste C919 an China Eastern Airlines ausgeliefert. Das Flugzeug wurde am Freitag, den 9. Dezember 2022, feierlich übergeben und trägt die Registrierung B-919A. Die Maschine wurde unter der Flugnummer MU919 von Shanghai-Pudong nach Shanghai- Hongqiao überstellt. Laut China Eastern Airlines ist das Flugzeug mit 164 Sitzplätzen bestuhlt. Davon befinden sich 156 in der Economy-Class und acht in der Business. Zugelassen ist die C919 für die Beförderung von maximal 192 Passagieren.

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