Jan Gruber

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Jan Gruber

Erhöhung der Ticketsteuer: Norse droht mit Abzug aus Norwegen

Die norwegische Fluggesellschaft Norse Atlantic Airways droht der Regierung von Norwegen, dass man sämtliche Flüge in das Land einstellt, sofern die 45-prozentige Erhöhung der dortigen Luftverkehrssteuer umgesetzt werden sollte. Das Geschäftsmodell von Norse Atlantic Airways ist simpel, aber gleichzeitig schwierig: Man bietet Lowcost-Langstreckenflüge an. Da man keine echten Premium-Klassen hat, muss man die notwendigen Einnahmen durch Zusatzleistungen wie Sitzplatzreservierungen, Catering, Aufgabegepäck und so weiter generieren. Was auf der Kurzstrecke so gut funktioniert, dass selbst Netzwerkcarrier in der Economy-Class auf den „Baukasten“ umgestiegen sind, ist auf der Long Haul wesentlich schwieriger. Das liegt auch daran, dass Passagiere nicht bereit sind jeden Betrag für die Mitnahme des Koffers oder die Reservierung des Wunschsitzplatzes zu bezahlen. Dass Lowcost-Langstrecke sehr schwierig ist, weiß man bei Norse Atlantic Airways sehr genau. Immerhin ist einer der Firmengründer der ehemalige Chef von Norwegian Air Shuttle und deren Langstrecke flog den Konzern fast in den finanziellen Ruin. Mittlerweile ist das zuletzt genannte Unternehmen nicht mehr in diesem Segment tätig, sondern fliegt nur noch mit Boeing 737 auf der Kurz- und Mittelstrecke, vornehmlich innerhalb Europas. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass Norse Atlantic Airways eine offizielle Börsenmitteilung, in der man mit der Einstellung der Langstreckenflüge von/nach Norwegen droht, herausgegeben hat. Ungeschickterweise handelt es sich gleichzeitig um das Heimatland der Fluggesellschaft, die im Vereinigten Königreich über einen Ableger mit eigenen Zertifikaten verfügt. Konkret schreibt man, dass man sich wegen der geplanten 45-prozentigen Erhöhung der norwegischen Fluggaststeuer „zutiefst besorgt“ und das insbesondere vor dem Hintergrund des „äußerst wettbewerbsintensiven und preissensiblen

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Malta: Swiftair-Ableger wird den Namen Bridges Air tragen

Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass die spanische Swiftair einen Ableger auf Malta aufbaut. Die Neugründung trägt den vorläufigen Firmennamen „Bridges Air“. Laut Mavio News soll man bereits zahlreiche Mitarbeiter, die vormals für Air Malta tätig waren, eingestellt haben. Auch einige Führungskräfte sollen zur künftigen Frachtfluggesellschaft gewechselt haben. Derzeit ist geplant, dass der Flugbetrieb im zweiten Quartal des Jahres 2023 aufgenommen werden soll. Zunächst will man mit einer ATR72F aus den Beständen der Swiftair Group starten. Der Firmengruppe gehören die operativen Fluggesellschaften Swiftair Hellas, West Atlantic, Cygnus Air und Swiftair an. Auf dem zuletzt genannten AOC führt man auch Passagierflüge, beispielsweise für Uep durch.

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Nach 15 Jahren Pause: Qantas fliegt wieder zwischen Sydney und Seoul

Nach über 15 Jahren Unterbrechung feierte die australische Fluggesellschaft Qantas ihr Comeback auf der Strecke Sydney-Seoul. Aufgrund hoher Nachfrage hat man diese Route reaktiviert. Bedient wird diese Route, die als Ganzjahresstrecke angeboten wird, viermal wöchentlich. Zwischen Mai und Oktober 2023 reduziert man auf drei Umläufe pro Woche. Im Regelfall kommt Fluggerät des Typs Airbus A330 zum Einsatz. Ergänzend gibt es auf dieser Strecke auch Flüge der Tochtergesellschaft Jetstar, die erst im vergangenen Monat aufgenommen wurden. Der Billigflieger bietet drei Umläufe pro Woche an.

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Lot flottet letzte Dash 8-400 mit Jahresende 2022 aus

Bei der polnischen Fluggesellschaft Lot geht mit Jahresende 2022 eine Ära zu Ende: Der Carrier wird das letzte Turbopropflugzeug des Typs de Havilland Dash 8-400 außer Dienst stellen. Ungewöhnlich: Den offiziellen Farewell-Flug hat man bereits am 6. Dezember 2022 durchgeführt. Die Prop-Flotte von Lot besteht derzeit aus acht Einheiten. Teilweise tragen diese noch die Livery der schon länger nicht mehr existierenden Eurolot. Vier Dash 8-400 wurden bereits stillgelegt und werden in Kürze an neue Operators übergeben. Die verbleibenden Exemplare werden schrittweise bis Jahresende 2022 aus der Produktion genommen. Anschließend wird der polnische Carrier eine reine Jet-Flotte betreiben.

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Berlin: Verspäteter AUA-Flug durfte nicht starten – Passagiere mussten sich selbst Zimmer organisieren

Die Fluggesellschaft Austrian Airlines musste am Sonntagabend nach längerer Verspätung den Flug OS 238 von Berlin-Brandenburg nach Wien streichen. Den Passagieren wurde die Umbuchung auf einen früheren Flug verweigert und Hotelzimmer wurden ebenfalls keine gestellt. Den betroffenen Reisenden ist nichts anderes übriggeblieben als auf eigene Faust und Kosten eine Unterkunft für die Nacht zu suchen. In einer Stellungnahme redet sich Austrian Airlines auf den Handlingpartner vor Ort aus. Dieser habe kein Personal zur Verfügung gehabt. Auf die Idee, dass Austrian Airlines in der Pflicht ist und das beauftragte Handlingunternehmen lediglich ein Erfüllungsgehilfe ist, ist man im Office Park 2 nicht gekommen, denn das Unternehmen, das sich in Medienmitteilungen selbst „Premium-Carrier“ nennt, hätte durchaus auch von Wien aus die Unterkünfte organisieren können. Hat man aber nicht. Doch der Reihe nach: Der Airbus A320neo mit der Registrierung OE-LZN fing sich auf dem London-Heathrow-Umlauf eine ordentliche Verspätung ein. Somit ist die Maschine deutlich verspätet auf dem Flughafen Berlin-Brandenburg eingetroffen. Betroffene Passagiere berichten gegenüber Aviation.Direct, dass es vor Ort zunächst überhaupt keine Informationen für die Fluggäste gegeben habe. Auch sollen keine Verpflegungsleistungen wie beispielsweise Getränke bzw. Gutscheine dafür ausgegeben worden sein. Keine Starterlaubnis in Berlin erhalten – Passagiere mussten wieder aussteigen Irgendwann kam dann die langersehnte Durchsage zum Boarding. Die Passagiere steigen ein und kurz nach 23 Uhr 00 sollte es dann losgehen. Allerdings kam dann eine Hiobsbotschaft aus dem Cockpit, denn der OE-LZN wurde der Start in Berlin-Brandenburg verweigert. Die Passagiere und die Crew hatten das Flugzeug zu verlassen. Unterstützung vor Ort gab

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Stuttgart: DFS nimmt Messflüge vor

Die Deutsche Flugsicherung nimmt in den nächsten Tagen am Flughafen Stuttgart so genannte Kalibrierungsflüge durch. Zum Einsatz kommt ein Learjet 35A, der zum Teil auch in niedrigen Höhen unterwegs sein wird. Die Messflüge sind im Zeitraum von 12. bis 16. Dezember 2022 in der Luft. Der Stuttgarter Flughafen kann noch keine konkreten Angaben dazu machen wann der Learjet tatsächlich fliegen wird. Derzeit geht man davon aus, dass dieser an den entsprechenden Tagen jeweils mehrere Stunden eingesetzt wird. Die Flugsicherung und die Flughafen Stuttgart GmbH bitten um Verständnis für diese notwendigen Checks. Die regelmäßigen Kontrollen der Flugsicherheitssysteme sind gesetzlich vorgeschrieben, um sicherzustellen, dass bei den flugtechnischen Anlagen alles korrekt funktioniert.

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Lufthansa will von Klimaklebern Schadenersatz einklagen

Die Lufthansa Group und der Flughafen Berlin-Brandenburg wollen jene Klimakleber, die am 24. November 2022 eine temporäre Einstellung des Flugbetriebs am BER verursacht haben, zur Kasse bitten. Beide Firmen bereiten Schadenersatzklagen vor. Dass der Flughafen BER darüber nachdenkt die Kosten geltend zu machen, wurde bereits kurz nach dem Vorfall bekannt. Nun berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ unter Berufung auf einen Lufthansa-Sprecher, dass auch der Kranich-Konzern Schadenersatzforderungen wegen „Beeinträchtigungen unseres Flugbetriebs“ gerichtlich geltend machen will. Am 24. November 2022 sind selbsternannte „Klimaschützer“ der „Letzen Generation“ unrechtmäßig in das BER-Gelände eingedrungen und klebten sich auf dem Asphalt fest. Am 8. Dezember 2022 wiederholte sich der Vorfall, wobei es parallel auch in München ein solches Eindringen gab. Diesmal schritt die Bundespolizei rasch ein und konnte insbesondere ein Bayern ein weit größeres Ausmaß verhindern. Der deutsche Verkehrsminister kritisierte die selbsternannten „Klimaschützer“ scharf.

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Zagreb hofft auf Passagier-Booster dank Fußball-WM

Der kroatische Hauptstadtflughafen Zagreb verzeichnete im November 2023 insgesamt 253.666 Passagiere. Damit lag man um rund 8,9 Prozent über dem Aufkommen, das man im Vergleichsmonat des Jahres 2019 hatte. Die meisten Passagiere waren von/nach Frankfurt am Main unterwegs. Die Anzahl der Flugbewegungen wird seitens des Airports mit 3.408 Starts und Landungen ausgewiesen. Damit lag man um 1,9 Prozent über dem November 2019. Zwischen Jänner und Ende November 2022 hatte der kroatische Airport insgesamt 2.876.869 Reisende und lag damit um 10,2 Prozent unter dem Aufkommen, das man in den ersten elf Monaten des Jahres 2019 hatte. Derzeit geht man davon aus, dass man rund drei Millionen Reisende bis Ende Dezember 2023 erreichen wird. Bemerkenswert ist auch, dass die Präsenz des Billigfliegers Ryanair als Grund für die gesteigerte Verkehrsleistung im November 2023 hervorgehoben wird. Auch hofft man, dass es in den nächsten Tagen zahlreiche Charterflüge nach Doha geben wird. Hintergrund ist, dass sich Kroatien für das Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft qualifizieren konnte. Qatar Airways reagierte bereits und setzt am 12. und 14. Dezember 2022 größeres Fluggerät nach/von Zagreb ein.

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Streik vom Tisch: Easyjet einigt sich mit französischen Flugbegleitern

Französische Gewerkschaften und der Billigflieger Easyjet konnten sich rechtzeitig vor Weihnachten auf Lohnerhöhungen sowie eine Einmalzahlung für die in Frankreich stationierten Flugbegleiter einigen. Zuvor stand ein möglicher Streik über Weihnachten und Neujahr im Raum. Das Grundgehalt des Kabinenpersonals, das ab Bases in Frankreich seinen Dienst versieht, soll um 7,5 Prozent erhöht werden. Weiters sollen die Beschäftigten eine Einmalzahlung in der Höhe von 3.000 Euro erhalten. Die Gewerkschaft Syndicat National du Personnel Navigant Commercial bestätigte unter anderem gegenüber Reuters die Einigung und bezeichnete sowohl das Angebot als auch den Abschluss als „gut“. Ende November 2022 drohten die Arbeitnehmervertreter mit Arbeitsniederlegungen rund um Weihnachten und Neujahr. Diese hätte Easyjet empfindlich treffen können, da diese Zeit als besonders reisestark gilt. Seitens des Arbeitgebers hätte man, so die SNPNC, ein stark nachgebessertes Angebot erhalten. Dieses soll für die Gewerkschaft so gut gewesen sein, dass man es habe unterschreiben können. Der Streik ist damit vom Tisch, bestätigte die SNPNC. Seitens Easyjet wurde zur Einigung in Frankreich wie folgt erklärt: „Easyjet freut sich zu bestätigen, dass wir konstruktive Gespräche mit den Gewerkschaften SNPNC und UNAC abgeschlossen haben. Wir sind weiterhin bestrebt, mit den Gewerkschaften zusammenzuarbeiten, um den langfristigen Erfolg von Easyjet in Frankreich zu gewährleisten“.

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Air Asia gründet neuen Ableger in Kambodscha

Bis Ende 2023 will Air Asia in Kambodscha einen neuen Ableger an den Start bringen. Dieser wurde gemeinsam mit Sivilai Asia gegründet. In Kürze wird man AOC und Betriebsgenehmigung bei den Behörden beantragen. Die Neugründung wird den Markennamen Air Asia Cambodia tragen und soll Kambodscha mit Zielen „in der Asien-Pazifik-Region, in Nordasien und darüber hinaus“ verbinden. Capital-A-Konzernchef Tony Fernandes betonte im Zuge der Vorstellung der Pläne, dass es im Jahr 2022 darum ging den Konzern zu stabilisieren und das Pre-Covid-Niveau wieder erreichen zu können. Im kommenden Jahr geht man wieder auf Expansionskurs. Mit der Gründung des Ablegers in Kambodscha habe man den Grundstein dafür gelegt. Der geplante Carrier ist eine komplette Neugründung. Das bedeutet konkret, dass man in Kambodscha den Zulassungsprozess als Fluggesellschaft durchlaufen muss. Derzeit rechnet man damit, dass man gegen Jahresende 2023 AOC und Betriebsgenehmigung erteilt bekommen wird. Die Aufnahme des Flugbetriebs ist daher ebenfalls für Ende 2023 geplant. Die genaue Verteilung der Anteile von Capital A und Partner Sivilai Asia hat man nicht öffentlich erklärt. Allerdings ist davon auszugehen, dass aus rechtlichen Gründen die Mehrheit im Eigentum des Unternehmens aus Kambodscha stehen wird. Bereits jetzt ist die Air Asia Group die größte ausländische Fluggesellschaft, die das Land ansteuert. Der Markteintritt erfolgte im Jahr 2005. Für die Zukunft ist geplant, die Fluggesellschaften von AirAsia in die Unternehmensstruktur von AirAsia X zu überführen, der Langstreckentochter der Gruppe, die als eigenständige juristische Person operiert.

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