Neuerlich wurde der Apple-Dienst Airdrop an Bord eines Verkehrsflugzeuges missbraucht, um für kräftig Ärger zu sorgen. Diesmal war ein Pegasus-Flug von Tel Aviv nach Istanbul Sabiha Göckcen betroffen. Am Montagabend wurden die Passagiere, die über mobile Endgeräte mit „angebissenem Apfel“ verfügen, während den Startvorbereitungen mit unerwünschten Bildern und Videos belästigt. Diese wurden über den Apple-Dienst Airdrop verschickt. Die Clips waren durchaus aggressiv und zum Teil auch rassistisch motiviert. Beispielsweise war ein Mann, der auf einem Schießstand schoss und ein Maskierter auf einem Motorrad zu sehen. Auch wurde ein Bild verschickt, das mit der Frage „gibt es Araber im Flugzeug“ versehen war, verteilt. Laut dem Nachrichtenportal Ynet soll hinter den Belästigungen ein israelischer Staatsbürger stecken, der sogar ein Foto von sich selbst, das ihn auf dem Sitzplatz zeigt, über Airdrop verteilt haben soll. Das von Passagieren umgehend informierte Kabinenpersonal kontaktierte umgehend den Kapitän und ersuchte diesen um Anweisungen zur weiteren Vorgehensweise. Der Kommandant ordnete dann an, dass die Maschine vorläufig nicht starten wird und die Sicherheitsbehörden Israels eingeschaltet werden. Diese führte dann den Verdächtigten ab, jedoch löste dies eine Art Tumult aus. Der mutmaßliche Störenfried war mit mehreren Freunden unterwegs, die sich dann als „unruly PAX“ entpuppten und für ordentlich Wirbel gesorgt haben. Geholfen hat das aber nichts, denn auch für diese gab es dann eine polizeiliche „Eskorte“ aus dem Pegasus-Flugzeug. Nach einer Stunde wurden die Passagiere überprüft Für alle anderen Fluggäste wurde es nun zumindest nervig, denn die Sicherheitsbehörden Israels hatten entschieden, dass dem Pegasus-Flug zunächst die Starterlaubnis verweigert wird.