Jan Gruber

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Jan Gruber

UK: SkyUp erlangt Third-Country-Operator-Zulassung

Die ukrainische Fluggesellschaft SkyUp hat im Vereinigten Königreich die so genannte Drittstaaten-Zulassung (Third Country Operator) erlangt. Diese ist notwendig, um den Inselstaat ansteuern zu dürfen. Mit Jahreswechsel läuft eine Übergangsfrist betreffend der von der EASA ausgestellten Genehmigungen aus. Konkret bedeutet das, dass sich Fluggesellschaften eine TCO-Erlaubnis bei der UK-Zivilluftfahrtbehörde organisieren müssen. Genau das hat SkyUp nun gemacht. Die Lizenz wurde unbefristet ausgestellt, jedoch muss diese alle zwei Jahre durch Vorlage aktueller Dokumente erneuert werden.

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Weiterer Il-114-300-Testflug angekündigt

Am 26. Dezember 2022 soll wieder ein Testflug mit dem Muster Ilyushin Il-114-300 durchgeführt werden. Das zweite Vorserienmodell soll sich dann in die Luft erheben. Dieses wurde in Luchowizy, wo die Serienfertigung der Neuauflage des Turboprops geplant ist, gefertigt. Seit dem Absturz einer Il-112, der sich im Vorjahr ereignete, wurden keine Il-114-300-Testflüge durchgeführt. Hintergrund ist, dass das idente Triebwerk verwendet wird. Eigentlich strebte die UAC eine Zulassung für das Jahr 2022 an. Diese ist aufgrund der Verzögerungen in weite Ferne gerückt. Die russische Regierung geht davon aus, dass zumindest 70 Einheiten ab 2024 ausgeliefert werden können. Aufgrund der westlichen Sanktionen soll das Programm „beschleunigt“ werden.

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Wien: Austrian Airlines stockt Manchester auf

Im Sommerflugplan 2023 wird Austrian Airlines häufiger zwischen Wien und Manchester fliegen. Diese Route wird momentan viermal wöchentlich bedient. Ab 25. Mai 2023 sind fünf Umläufe pro Woche geplant. An den Verkehrstagen Dienstag, Donnerstag und Samstag ist der Einsatz von Mittelstreckenjets des Typs Airbus A320 geplant. Montags und Mittwochs soll mit Embraer 195 geflogen werden. Aus den vorliegenden Flugplandaten geht hervor, dass Austrian Airlines die Manchester-Strecke im Zeitraum von 23. Juni bis 26. September 2023 temporär auf vier Rotationen pro Woche reduzieren wird.

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Westjet wartet noch immer auf Frachter-Zertifizierung

Die Fluggesellschaft Westjet wollte schon längst vier Boeing 737-800, die man in Frachter umbauen hat lassen, kommerziell einsetzen. Allerdings scheitert das Vorhaben am sprichwörtlichen „Amtsschimmel“, denn die kanadische Zivilluftfahrtbehörde hat bislang kein grünes Licht erteilt. Die vier betroffenen Flugzeuge befinden sich derzeit auf dem Flughafen Calgary und warten dort auf die offizielle Zertifizierung. Ohne diese dürfen die nunmehrigen Vollfrachter nicht eingesetzt werden. Dieser Zustand könnte auch noch länger andauern, denn die kanadische Regierung geht davon aus, dass das Verfahren noch weitere neun Monate in Anspruch nehmen wird. Für Westjet ist das massiv ärgerlich, denn man hat vier Passagierflugzeuge in Cargomaschinen konvertieren lassen, jedoch darf man diese aufgrund der fehlenden Zertifizierung schlichtweg nicht einsetzen. Dem Carrier bleibt derzeit keine andere Option als abwarten bis die Zivilluftfahrtbehörde das erwartete grüne Licht erteilt hat. Die Miesere hat aber eine gewisse Vorgeschichte, denn eigentlich sollten zumindest zwei der Boeing 737-800P2F schon seit Juli 2021 in der Luft sein. Anschließend wurde der Termin auf den 26. März 2023 verschoben und selbst dieser steht akut auf der Kippe, weil eben das behördliche „Go“ noch immer nicht erteilt wurde. Westjet räumte in einer Stellungnahme ein, dass die Zertifizierung nicht so verlaufen ist wie man erwartet hat. Man hat die Dauer des Verfahrens massiv unterschätzt und nicht damit gerechnet, dass der Prozess äußerst langwierig sein wird. Einen fixen Termin für den ersten Cargoflug kann man nicht nennen.

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FFP2-Maske (Foto: Pixabay/NightRainer).

Schon wieder: Brasilien verlangt erneut Masken in Flugzeugen

Als weltweit erstes Land führt Brasilien eine an Bord von Verkehrsflugzeugen abgeschaffte Maskenpflicht erneut ein. Ab Freitag, den 25. November 2022 will die Regierung, in Flughäfen und Flugzeugkabinen Mund und Nase wieder bedeckt werden sollen. Erst vor zwei Monaten, also vergleichsweise spät, hat Brasilien die Maskenpflicht in Terminals und an Bord aufgehoben. Zuvor praktizierte man – im Vergleich mit europäischen Ländern – strengere Vorschriften, denn bis zu einer gewissen Flugdauer durften keine Speisen und Getränke eingenommen werden, um das Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung zu verhindern. Bei längeren Flügen durften die Fluggesellschaft stark reduzierte Services anbieten. Soweit kommt es diesmal nicht, denn in der Anordnung der neuerlichen Maskenpflicht ist explizit festgehalten, dass diese während dem Verzehr von Lebensmitteln und Getränken abgenommen werden darf. Bis Mai 2022 gab es auf vielen Flügen, besonders im Inland, überhaupt kein Catering, da da dies behördlich untersagt war. Das galt übrigens auch für mitgebrachte Jausen. Das brasilianische Covid-19-Gremium ist der Ansicht, dass die Wiedereinführung der Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln, Terminals, Bahnhöfen und in geschlossenen Räumen notwendig sein soll. In Europa vertreten immer mehr Wissenschaftler die Ansicht, dass die Verpflichtung zum Bedecken von Mund und Nase in Öffis inklusive Flugzeugen kaum einen Nutzen hat, da dies noch nie Hotspots der Ansteckungen waren. Es bleibt abzuwarten wie andere Staaten auf den brasilianischen Vorstoß reagieren und ob dadurch möglicherweise ein neuer „Trend“ angestoßen wird. Da der südamerikanische Staat in der dortigen Region einen Alleingang macht, dürfte es auf internationalen Flügen hinsichtlich der Durchsetzbarkeit zu Schwierigkeiten kommen. „Die Verwendung von Masken

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Heathrow: Virgin Atlantic unterstützt dritte Piste nicht mehr

Seit einigen Jahren wird um die Erweiterung des Flughafens London-Heathrow heftig gestritten. Sowohl der Betreiber als auch vor Ort tätige Airlines wollen, dass eine dritte Start- und Landebahn gebaut wird. Nun wendet sich Virgin Atlantic, bislang ein glühender Unterstützer des Projekts, überraschend ab. Vor der Corona-Pandemie galt der größte Airport des Vereinigten Königreichs als chronisch überlastet. Unter Fluggesellschaften wurden Start- und Landerechte teuer gehandelt. Mittlerweile liegt das Kapazitätsproblem aber nicht mehr auf der Piste, sondern am simplen Umstand, dass sowohl der Flughafen als auch die vor Ort tätigen Dienstleister unter akutem Personalmangel leiden. Vom Tisch ist das Projekt „dritte Runway“ aber nicht. Der Widerstand seitens der Anwohner, aber auch seitens Umweltschützer, ist ungebrochen. Nun erklärte Virgin-Atlantic-Chef Shai Weiss während einer Konferenz überraschend, dass man das Projekt nicht mehr unterstützt. Bislang war die Airline, die zum Imperium von Richard Branson gehört, ein besonders aktiver Befürworter des Heathrow-Ausbaus. Hinter dem Sinneswandel steckt aber nicht, dass sich Virgin Atlantic plötzlich auf die Seite der Umweltschützer geschlagen hat, sondern man ist auf das Heathrow-Management stinksauer. Dieses hat die Gebühren wiederholt kräftig angehoben und die Errichtung der dritten Runway soll über abermals höhere Nutzungskosten finanziert werden. Das passt Virgin so ganz und gar nicht in den Kram, denn man fühlt sich regelrecht ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Man hofft, dass die Nicht-Errichtung der geplanten dritten Runway zwangsläufig zu mehr Wettbewerb unter den Airports der britischen Hauptstadt und damit zu niedrigeren Preisen führen wird. Interessanterweise hat Virgin Atlantic erst vor wenigen Wochen das Comeback der Langstreckenflüge ab

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Ryanair reaktiviert Bases auf Lanzarote und Teneriffa

Der Billigflieger Ryanair wird im Sommerflugplan 2023 die Bases in Teneriffa-Süd und auf Lanzarote reaktivieren. Beide wurden Anfang 2020 geschlossen. Nun will man je zwei Boeing 737-800 stationieren. Perspektivisch prüft der Billigflieger auch, ob die einstigen Bases in Teneriffa-Nord, Gran Canaria und La Palma ebenfalls reaktiviert werden. Als frühestmöglicher Zeitpunkt für die Umsetzung gilt die Winterflugplanperiode 2023/24. Die notwendigen Entscheidungen sind noch nicht gefallen. Bis zum Geschäftsjahr 2026 will Ryanair etwa 225 Millionen Fluggäste ab Spanien befördern. „Wir freuen uns, mehr als 400 Millionen Euro in die Kanaren zu investieren und bis zum Sommer 2023 nicht nur eine, sondern zwei neue Basen zu eröffnen – auf Lanzarote und Teneriffa. Das sind fantastische Neuigkeiten für diese beiden Urlaubsregionen, die Millionen von Touristen anziehen, die auf der Suche nach günstigen Tarifen und einer unglaublichen Auswahl sind“, so Ryanair-DAC-Chef Eddie Wilson.

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Chair Airlines führt Fixed-Rostering ein

Die Ferienfluggesellschaft Chair ändert das so genannte Rostering und will künftig die Dienstpläne der Piloten und Flugbegleiter auf ein Jahr im Voraus festlegen. Dabei schaut man sich bei den Konkurrenten Easyjet und Ryanair deren Praxis ab, denn die beiden Unternehmen praktizieren das so genannte Fixed-Rostering schon länger. Per 1. Jänner 2023 werden die Besatzungen von Chair nach dem Muster fünf Tage Arbeit, vier Tage frei, danach fünf Tage Arbeit und drei Tage frei eingeteilt werden. Abgesehen von Urlauben und Krankenständen soll dieses über das ganze Jahr hinweg gleichbleiben. Die Beschäftigten wissen dann schon lange im Voraus wann sie arbeiten müssen und wann dienstfrei ist. In der Hochsaison kann es zu Abweichungen kommen, da Chair davon ausgeht, dass man dann deutlich mehr Personalbedarf haben wird.

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Maastricht will laute Frachtflugzeuge bannen

Im Passagierverkehr spielt der niederländische Flughafen Maastricht-Aachen keine große Rolle, jedoch wird dieser von vielen Cargoairlines angesteuert. Nun will der Betreiber auf Fluglärmbeschwerden reagieren und ältere Muster bannen. Auch könnte es für viele Operators schon bald teurer werden. Zum Vorbild hat man sich dabei Israel genommen, denn der Staat will vierstrahliges Fluggerät verbannen. Nur noch mit Sondergenehmigung sollen Boeing 747 und Co den kleinen Staat ansteuern dürfen. In Maastricht soll es nicht ganz so extrem werden, jedoch will man ältere Baureihen der Boeing 747 künftig nicht mehr am Platz haben. Sollten die Pläne umgesetzt werden, wäre auch die von vielen Cargoanbietern verwendete McDonnell Douglas MD-11 betroffen. Da es ab dem niederländischen Airport ohnehin keine Passagierflüge auf der Langstrecke gibt, treffen die geplanten Änderungen der Lärmbestimmungen fast ausschließlich die Cargoanbieter. Die Fracht gilt gleichzeitig als wichtigstes Standbein des Regionalflughafens. Weiters spielen auch Wartung und Lackierarbeiten eine beachtliche Rolle. Derzeit ist ausgeschlossen, dass sämtliche Vierstrahler gebannt werden. Der Airport will erreichen, dass die Frachtfluggesellschaften moderne Baureihen, die als weniger lärmintensiv gelten, einsetzen. Allerdings sollen Operators für die Boeing 747-400 einen Zuschlag in der Höhe von 100 Prozent entrichten müssen. Die 200er-Reihe wäre gebannt. Selbiges würde auch für die McDonnell Douglas DC-10 und MD-11 gelten. Das Vorhaben will man schrittweise bis zum Jahr 2030 in die Tat umsetzen. Da sich Maastricht gleichzeitig auch mit der Haupteinnahmequelle „spielt“, ist damit zu rechnen, dass man äußerst behutsam vorgehen wird. Weiters muss eine offizielle Bewilligung seitens der Zivilluftfahrtbehörde der Niederlande eingeholt werden. Diese hat man bislang

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Corendon: Rhodos-Flüge ab Graz und Linz auf der Kippe

Unter anderem in Graz und Linz stehen die von Corendon Europe angebotenen Rhodos-Flüge auf der Kippe. Der Carrier hat den Verkauf von Flugscheinen eingestellt. Ebenso betroffen ist das Angebot ab Stuttgart, Erfurt und Rostock-Laage. Der Corendon-Konzern dürfte sich im Sommerflugplan 2022 verhoben haben, denn in mehreren Schritten fuhr man das Angebot stark zurück. Das Streichkonzert setzte sich auch in die laufende Winterperiode 2022/23 fort. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der Carrier das Sommerangebot für das Jahr 2023 überarbeiten wird, um profitabel operieren zu können. In der warmen Jahreszeit 2022 ist Corendon auch durch den Einsatz von besonders vielen Wetlease-Flugzeugen aufgefallen. Zwischenzeitlich hat der Carrier den Verkauf von Rhodos-Flugscheinen ab einigen Airports eingestellt. Betroffen sind unter anderem Graz, Linz, Rostock-Laage, Erfurt und Stuttgart. Diese sind im Reservierungssystem als „ausverkauft“ markiert und damit nicht buchbar. Bislang war dies bei Corendon stets der Vorbote für eine bevorstehende Aufgabe der Route. Das Unternehmen gab auf Anfrage keine Stellungnahme zur Zukunft der betroffenen Strecken ab, so dass völlig unklar ist, ob man im Sommer 2023 ab Graz, Linz und den anderen betroffenen Airports nach Rhodos fliegen wird oder nicht. Bereits im Winter 2022/23 sind ab österreichischen Airports die Kanaren-Flüge gestrichen worden.

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