Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Ukrainisches Militär beschlagnahmt Motor-Sich-Konzern

Die Regierung der Ukraine hat den Motor-Sich-Konzern inklusive ihrer Tochtergesellschaft Motor Sich Airlines unter kriegswirtschaftliche Kontrolle gestellt. Bereits vor einigen Wochen wurde der Firmenchef, dem man Kollaboration mit Russland vorgeworfen hat, abgesetzt. Ihm droht eine Anklage wegen mutmaßlichen Hochverrats. Motor Sich ist ein bedeutender Hersteller von Triebwerken und anderen Komponenten. Der Konzern steht nun unter der Kontrolle des ukrainischen Verteidigungsministeriums. Laut offizieller Erklärung von Premierminister Denys Shmyhal hat dies zur Folge, dass sämtliche Firmenwerte als militärisches Eigentum betrachtet werden. Allerdings verspricht man gleichzeitig, dass nach Beendigung des Krieges das Unternehmen an die Eigentümer zurückgegeben werden soll bzw. ein etwaiger Wertverlust entschädigt werden soll. Noch machte die Ukraine keine näheren Angaben dazu was das Verteidigungsministerium mit der Beschlagnahme des Motor-Sich-Konzerns bezweckt. Es wurde lediglich mitgeteilt, dass man die Firma benötigt, um den „dringenden Bedarf an Rüstungsgütern“ abdecken zu können. Dies deutet darauf hin, dass eine grundlegende Umstellung der Produktion unmittelbar bevorsteht. Inwiefern die Ukraine tatsächlich eine kriegswirtschaftliche Herstellung von Rüstungsgütern durch Motor Sich umsetzen kann, bleibt abzuwarten. Die größten Produktionsstätten befinden sich rund um die umkämpfte Stadt Saporischschja. Die konzerneigene Fluggesellschaft Motor Sich Airlines war vor dem Krieg hauptsächlich im Inlandsverkehr tätig. Der Anbieter galt in Luftfahrtkreisen aufgrund des Einsatzes betagten Fluggeräts wie Antonow An-24 auch als „Oldtimer-Airline“. Unter diesem Link findet sich ein Aviation.Direct-Portrait über einen Umlauf auf der Strecke Kiew (Schuljany)-Odessa-Kiew (Schuljany).

weiterlesen »

Austrian Airlines fliegt ab Feber 2023 mit mehr Sitzen in Boeing 777-200ER

Ab Feber 2023 wird Austrian Airlines erstmals mit Boeing 777-200ER, deren Sitzplatzangebot auf 330 Sitze erhöht wurde, fliegen. Den aktuellen Planungen nach soll der Ersteinsatz auf der Strecke Wien-Male erfolgen. Kürzlich hat Austrian Airlines angekündigt, dass man die Kapazität ihrer Boeing 777-200ER auf 330 Sitzplätze erhöhen wird. Man baut das Angebot im Bereich der Premium-Economy-Class aus. Gleichzeitig wird man unter jenen Operators, die die meisten Sitzplätze in diesem Maschinentyp anbieten, rangieren. Mit vergleichbar hoher Kapazität sind beispielsweise United Airlines auf Inlandsflügen und British Airways auf Leisure-Strecken unterwegs. Der Umbau der Kabinen der B777-200ER-Flotte von Austrian Airlines erfolgt sukzessive. Daher werden die Maschinen mit erhöhter Kapazität dann schrittweise wieder in den Liniendienst gestellt. Nach Angaben der Fluggesellschaft wird es ab Feber 2023 soweit sein, denn ab diesem Kalendermonat fliegt das erste Langstreckenflugzeug mit 330 Sitzplätzen regulär auf den AUA-Routen. Austrian Airlines bestätigte gegenüber Aviation.Direct, dass nach heutigem Stand geplant ist, dass die Boeing 777-200ER mit erhöhter Kapazität ab 8. Feber 2023 auf der Route Wien-Male eingesetzt werden. Einen Tag später soll der Ersteinsatz auf der Bangkok-Strecke erfolgen. Nach Cancun geht es ab 12. Feber 2023, nach Mauritius ab 23. Feber 2023 und ab 24. Feber 2023 nach Shanghai. Anschließend gibt es eine Art „kurze Verschnaufpause“, denn erst am 27. März 2023 geht es dann mit dem „330-Sitze-Ersteinsatz“ weiter. Dann folgt nämlich die Route Wien-New York (Newark). Ab 2. April 2023 wird man Chicago (O’Hare) erstmals mit mehr Kapazität bedienen, ab 2. Mai 2023 geht es so nach Tokio (Narita) und am

weiterlesen »

Tirol: Railjet-Verbindung zwischen Innsbruck und Lienz geplant

Seit fast einem Jahrzehnt gibt es keine umsteigefreie Zugverbindung zwischen Lienz und Innsbruck. Diese wurde im Jahr 2013 auf die Straße verlagert und wird seither mit Autobussen angeboten. Nun gibt es Aussicht darauf, dass es zu einem Comeback kommen könnte. Diesmal dürfte es sich aber um keine reine Inlandsverbindung handeln, denn bei den Österreichischen Bundesbahnen gibt es laut ORF Überlegungen eine internationale Verbindung zwischen Wien und Zürich über Lienz und Innsbruck zu führen. Dies hätte den Nebeneffekt, dass Osttirol und die Landeshauptstadt Tirols wieder ohne Umstieg auf dem Schienenweg miteinander verbunden werden. Die derzeit im Rahmen des VVT angebotene Busverbindung zwischen den beiden Städten wird von vielen Tirolern als suboptimal betrachtet. Unter Protesten von Lokalpolitik und Bürgern wurde die Direktverbindung auf dem Schienenweg im Jahr 2013 eingestellt. Der Semmering-Basistunnel und der Koralm-Tunnel machen nun ernsthafte Hoffnungen darauf, dass es zu einem Comeback kommen könnte. Konkret bestehen seitens der ÖBB Überlegungen einzelne Wien-Zürich-Verbindungen über Lienz und Innsbruck zu führen. Mit der Eröffnung der beiden im vorherigen Absatz genannten Tunnel wäre die Reisezeit mit jener, die auf der bisherigen Strecke erreicht wird, vergleichbar. Allerdings dürfte es auch an der Politik liegen die „Weichen“ entsprechend zu stellen. Jedenfalls soll laut ORF das Vorhaben im Tiroler Koalitionsabkommen zwischen ÖVP und SPÖ enthalten sein. Auch mit Südtirol, das zu Italien gehört, hat man bereits Gespräche aufgenommen. Mit einem kurzfristigen Start der möglichen neuen Bahnverbindung ist aber nicht zu rechnen. Frühestens in fünf Jahren könnte der erste Nonstopzug rollen, ist aus Kreisen der Österreichischen Bundesbahnen zu

weiterlesen »

Air France mit neuen Menüs auf der Langstrecke

Die Fluggesellschaft Air France bietet zwischen November 2022 und Feber 2023 auf ihren Langstreckenflügen in den Klassen La Première und Business neue Gerichte, die von den Spitzenköchen Arnaud Lallement und Michel Roth kreiert wurden, an. In der La Première-Kabine bietet der dreifach mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Küchenchef Arnaud Lallement moderne Gourmetküche voller Geschmack. Als Gast des Servair Culinary Studio hat er einen Appetizer, zwei Vorspeisen und acht Gerichte zubereitet, die nach und nach auf der Speisekarte der exklusivsten Kabine der Airline vorgestellt werden. „Für Air France wollte ich die saisonale Küche fördern, das tun, was für mich ganz natürlich ist, als wäre ich hypnotisiert, und Gerichte anbieten, die mir von meinem Vater überliefert wurden“, so Arnaud Lallement. In der La Première gibt es unter anderem: Die La Première-Kabine ist diesen Winter auf ausgewählten Flügen nach Los Angeles, Miami, New YorkJFK, San Francisco, Washington-DC (USA), Mexiko-Stadt (Mexiko), Abidjan (Elfenbeinküste), Johannesburg (Südafrika), Dubai (Vereinigte Arabische Emirate), Sao Paulo (Brasilien) und Singapur verfügbar. Michael-Roth-Menüs in der Business-Class In der Business-Kabine bietet Michel Roth, Sternekoch, Bocuse d’Or und Meilleur Ouvrier de France, eine neue Reihe raffinierter Gerichte an. Acht schmackhafte Gerichte, die in Zusammenarbeit mit Servair produziert werden, werden nach und nach für optimalen kulinarischen Genuss an Bord enthüllt. „Meine Küche – authentisch, einfach und aufmerksam – ist wie Air France tief in ihrem Erbe verwurzelt und zeigt großen Respekt vor den Aromen der Produkte“, sagte Michel Roth. In der Business-Class gibt es unter anderem:

weiterlesen »

Über Amadeus: Ryanair steigt in den GDS-Vertrieb ein

Der Billigflieger Ryanair vollzieht im Bereich des Vertriebs über GDS-Systeme eine Kehrwende. Ab Ende dieses Jahres verkauft der Carrier seine Flugtickets auch über Amadeus. Die beiden Unternehmen gaben am Freitag eine entsprechende Partnerschaft bekannt. Damit will der Lowcoster mehr Geschäftsreisende gewinnen, denn viele Firmenstellen buchen über GDS-Systeme, in denen man momentan nicht verfügbar ist. Nebenbei kann Ryanair so den Vertrieb über Reisebüros und Tour Operators ausbauen. Bislang war der irische Billigflieger erpicht darauf, dass über die eigene Homepage gebucht werden soll. Gegen Online-Travel-Agents ist man wiederholt juristisch vorgegangen. „Wir freuen uns, diese Partnerschaft mit Amadeus, dem weltweit führenden Unternehmen für Reisetechnologie, bekannt zu geben. Sie erweitert das Angebot von Ryanair und ermöglicht insbesondere Geschäftskunden einen besseren Zugang zu unserem konkurrenzlosen Streckennetz, den hohen Flugfrequenzen, der Pünktlichkeit und den unschlagbar günstigen Tarifen, wenn sie wieder mit ihren Kollegen von Angesicht zu Angesicht zusammenarbeiten. Wir freuen uns darauf, in den kommenden Jahren mit Amadeus und seiner effizienten Vertriebslösung und seinem branchenführenden Netzwerk zusammenzuarbeiten“, so Dara Brady von Ryanair.

weiterlesen »

Fifa machte Druck: Tus Airways darf nonstop Tel Aviv-Doha fliegen

Vor wenigen Tagen sorgte durchaus für Verwunderung, dass geplante Fußball-Charterflüge zwischen Tel Aviv und Doha einen Zwischenstopp in Larnaka einlegen müssen. Die Fifa scheint erheblichen Druck auf die Regierung von Katar ausgeübt zu haben, denn diese Vorgabe wurde fallen gelassen. Offiziell unterhalten Katar und Israel keine diplomatischen Beziehungen. Normalerweise dürfen israelische Staatsbürger im Golfstaat nicht einreisen. Während der Fußball-Weltmeisterschaft hebt man diesen Bann temporär auf. Nonstopflüge zwischen den beiden Ländern wollte Katar zunächst nicht haben. Daher musste Tus Airways die geplanten Fanflüge mit Zwischenstopp in Larnaka planen. Die Fifa scheint nun Druck auf die Regierung von Katar ausgeübt zu haben, denn man lenkte ein. „Ausnahmsweise“ lässt man während der Dauer der Fußball-Weltmeisterschaft Nonstopflüge zwischen Israel und Katar zu. Damit kann der zypriotische Carrier ohne unnötige Zwischenlandung nach Doha fliegen.

weiterlesen »

Rumänische Finanzbehörden beschlagnahmen Blue-Air-Flugzeuge

Seit einigen Wochen ist der Flugbetrieb der finanziell angeschlagenen Billigfluggesellschaft Blue Air eingestellt. Nun wurde die Boeing 737-500 mit der Registrierung YR-AME vom rumänischen Finanzamt beschlagnahmt. Die Maschine war zuletzt in Bacău abgestellt. Hintergrund der behördlichen Maßnahme ist, dass der Carrier nach Angaben der Behörde erhebliche Rückstände gegenüber dem Finanzamt und der Sozialversicherung haben soll. Um diese einbringen zu können hat man nun die YR-AME gepfändet. Laut dem lokalen Portal Boardingpass.ro soll sich diese Boeing 737-500 im Eigentum von Blue Air befinden. Das Medium berichtet weiters, dass auch die YR-BMN an die Kette gelegt wurde. Diese soll am Flughafen Cluj festgehalten werden. Blue Air ist aber der Ansicht, dass man davon nicht betroffen ist, denn diese Maschine soll nicht mehr Bestandteil der Flotte sein. In der Tat wurde diese Boeing 737, nebst anderen ehemaligen Blue-Air-Jets, auf das AOC von Hello Jets umgemeldet. Laut dem Billigflieger wurde gegen die behördliche Maßnahme seitens des neuen Operators ein Rechtsmittel eingelegt. Dieses soll zur Freigabe des betroffenen Mittelstreckenjets führen. Mit der YR-AMA ist eine weitere Boeing 737-500, die sich im Eigentum des Carriers befindet, an Hello Jets weitergereicht worden. Dieses Flugzeug befindet sich seit Anfang Oktober 2022 im italienischen Forli abgestellt. Laut Boardingpass.ro ist unklar, ob die rumänischen Behörden auch diese Maschine an die Kette gelegt haben. Hello Jets ist eine Schwestergesellschaft von Blue Air. Die Eigentümerschaft ist sehr ähnlich und in den letzten Wochen wurden einzelne Maschinen, die zuvor vom Billigflieger betrieben wurden, auf das AOC von Hello Jets umgemeldet. Betroffen sind insbesondere

weiterlesen »

Airbus montiert A321 jetzt auch in China

Der Flugzeugbauer Airbus stellt ab sofort auch in China den Maschinentyp Airbus A321neo her. In Tianjin ist die lokale Endmontagelinie angelaufen. Diese soll insbesondere den lokalen Markt, aber auch andere Länder in Asien, bedienen. Seit dem Jahr 2008 unterhält Airbus eine Produktion in China. Es handelte sich damals um das erste Endmontagewerk außerhalb Europas. Mittlerweile hat man auch in den Vereinigten Staaten von Amerika eine Fertigung. In dieser werden beispielsweise A220, die für den amerikanischen Markt bestimmt sind, endmontiert. In China wurden in den 14 Betriebsjahren etwa 600 Airbus-Jets hergestellt. Ab sofort montiert man auch Maschinen des Typs A321neo. „Das Team von Airbus Tianjin hat die Anpassungsarbeiten in enger Zusammenarbeit mit europäischen Experten und unseren Zulieferern erfolgreich und termingerecht abgeschlossen, um die Auswirkungen von COVID-19 zu bewältigen. Die A321 ist derzeit eines der beliebtesten Flugzeuge der A320-Familie, und dies ist unser jüngster Schritt in China, mit dem wir unsere unerschütterliche Unterstützung für den chinesischen Markt zeigen“, so George Xu, Chef von Airbus China. Die Nachfrage nach Schmalrumpfflugzeugen von Airbus ist in China sprunghaft angestiegen. Mit 2.097 Flugzeugen stellt der europäische Hersteller etwas mehr als die Hälfte aller aktiven Passagierflugzeuge in China her. Bis Ende Oktober dieses Jahres lieferte Airbus mehr als 90 Flugzeuge an chinesische Fluggesellschaften aus, was mehr als 20 Prozent der weltweiten Auslieferungen entspricht, und mindestens 60 Prozent davon wurden in Tianjin produziert.

weiterlesen »

Beirut: Gewehrkugel durchschlägt Airbus-A320-Kabine

Am Donnerstag wurde der Airbus A320 mit der Registrierung OD-MRM, betrieben von Middle East Airlines, im Landeanflug auf den Flughafen Beirut von zumindest einer Gewehrkugel getroffen. Diese hat die Kabine durchschlagen. Die Passagiere an Bord hatten Glück, denn niemand ist zu Schaden gekommen. Middle East Airlines muss nun mal wieder reparieren. Das Problem hat man öfters, denn im Libanon werden häufig bei Feiern so genannte Salutschüsse abgegeben. Immer wieder machen auch Flugzeuge unliebsame Bekanntschaft mit den Projektilen. Dass diese aber die Kabine einer Maschine, die sich in der Luft befindet, durchschlagen, kommt eher selten vor.

weiterlesen »

EK209: Emirates-Flug wegen Geheimdienstwarnung nach Athen zurückbeordert

Am Donnerstagabend erhielten der Flughafen Athen und Emirates Airline eine Warnung seitens des U.S.-amerikanischen Geheimdiensts, dass sich an Bord einer Maschine des Golfcarriers eine terrorverdächtigte Person befinden soll. Flug EK209, der sich bereits in der Luft befand, wurde angewiesen unverzüglich zu landen. Der Kapitän, der die Boeing 777-300ER mit der Registrierung A6-EQC kommandierte, erhielt die Information ungefähr auf der Höhe von Malta. Dem Vernehmen nach sollen Italien und Frankreich die Ausweichlandung verweigert haben, so dass er nach Runden über Sardinien entschied nach Athen zurückzukehren. Das Langstreckenflugzeug, das sich auf dem Weg nach New York-Newark befand, wurde im griechischen Luftraum von zwei Kampfjets eskoriert. Nach der Landung in der griechischen Hauptstadt wurden die Passagiere gebeten die Boeing 777-300ER samt ihrer Handgepäckstücke zu verlassen. Laut Berichten von Fluggästen soll die „verdächtigte Person“ angewiesen worden sein sitzen zu bleiben und soll von der griechischen Exekutive abgeführt worden sein. Das Gepäck aller Passagiere wurde entladen und einer ausführlichen Sicherheitsüberprüfung unterzogen. Selbiges gilt für das Flugzeug selbst. Ein konkretes Ergebnis der Maßnahmen wurde nicht kommuniziert. Der Flug EK209 wurde gestrichen, wobei den Reisenden an Bord zunächst als Begründung für die Rückkehr nach Griechenland technische Probleme mitgeteilt wurden, um etwaige Panik zu vermeiden. EK210 durfte nicht starten Ein weiterer Emirates-Flug, EK210, der mit der Boeing 777-300ER mit der Registrierung A6-EQF durchgeführt werden sollte, befand sich auf dem Weg in Richtung Runway. Die griechische Flugsicherung verweigerte diesem die Startgenehmigung und beorderte den Langstreckenjet zurück zum Gate. Alle Passagiere wurden gebeten das Flugzeug zu verlassen. Die Sicherheitsbehörden haben

weiterlesen »