Jan Gruber

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Jan Gruber

Rauch im Cockpit: Sicherheitslandung von Aer-Lingus-UK-A330 in Daytona Beach

Der von Aer Lingus UK betriebene Airbus A330-300 mit der Registrierung G-EILA musste auf der Strecke Orlando-Manchester am 8. November 2022 eine außerplanmäßige Sicherheitslandung in Daytona Beach einlegen. Hintergrund war Rauchentwicklung im Cockpit. Die Piloten des UK-Ablegers von Aer Lingus stellten kurz nach dem Start in Orlando fest, dass ein Brandgeruch wahrzunehmen ist. Auch soll dieser optisch sichtbar gewesen sein. Aus Sicherheitsgründen entschied der Kapitän, dass eine Landung auf dem Flughafen Daytona Beach durchgeführt wird. Der Langstreckenjet konnte sicher landen. Alle 250 Passagiere und die Crew haben den Langstreckenjet unverletzt verlassen können. Nach etwa drei Stunden Wartezeit im Terminal von Daytona Beach wurden die Reisenden mit Bussen nach Orlando gebracht und auf andere Verbindungen in Richtung Vereinigtes Königreich umgebucht.

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Norwegian will Flyr nicht übernehmen

Die Billigfluggesellschaft Norwegian Air Shuttle hat kein Interesse den angeschlagenen Konkurrenten Flyr zu übernehmen. Das schließt man in einem Statement explizit aus. Da aufgrund einer Empfehlung des norwegischen Konsumentenschutzes auf jenen Routen, auf denen mit im Wettbewerb mit Flyr steht, außergewöhnlich viele flexible Tickets verkauft wurden, hat man auf diesen Strecken den Verkauf von erstattbaren Flugscheinen temporär eingestellt. Eine Übernahme von Flyr soll für Norwegian kein Thema sein. Am 16. November 2022 werden die Flyr-Aktionäre zu einer außerordentlichen Hauptversammlung gebeten. In dieser soll über die jüngsten Maßnahmen abgestimmt werden. Im ersten Anlauf konnte Flyr über die Börse nicht genug Geld einsammeln. Nun versucht man es mit geänderter Strategie erneut.

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Condor und Fisherman’s Friend starten „Streifenkooperation“

Die Ferienfluggesellschaft Condor und Lofthouse of Fleetwood, der Hersteller von Fisherman’s Friend, haben eine „Streifenkooperation“ bekanntgegeben. An Bord der Fluggesellschaft werden ab sofort Fisherman’s Friend Packungen, mit aufgedrucktem Condor-Flugzeug verkauft. Diese gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen, darunter Tropical, und werden auch als „Flugbegleiter“ vermarktet. Normalerweise zeigen die gestreiften Packungen der Pastillen des englischen Herstellers einen Fischkutter. In der Sonderedition, die an Bord von Condor verkauft wird, ist nun ein Flugzeug, das die neuen Condor-Streifen zeigt, aufgedruckt. Der Kaufpreis pro Packung beträgt laut aktueller Speisekarte 2,20 Euro.

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Katar verbietet Nonstopflüge: Tus Airways muss ab Tel Aviv in Larnaka zwischenlanden

Für Fußballfans aus Israel kann sich die Anreise zur Weltmeisterschaft, die in diesem Jahr in Katar abgehalten wird, durchaus kompliziert gestalten. Zwar nimmt der kleine Staat selbst nicht an der WM teil, jedoch wollen viele Sportbegeisterte nach Doha reisen. Während viele Fluggesellschaften aus zahlreichen Staaten anlässlich der Fußball-WM sogar Sonderflüge für Fans auflegen, wird es diese ab Israel trotz enorm hohem Interesse nicht geben. Der Grund dafür ist, dass Katar die Anerkennung des Staates Israel verweigert und auch keine diplomatischen Beziehungen unterhalten werden. Auf die Luftfahrt wirkt sich das so aus: Katar lässt keine Nonstopflüge zwischen den beiden Ländern zu. Auch die Einreise ist normalerweise für Staatsbürger aus Israel unter normalen Umständen nicht erlaubt. Allerdings knickte man ein und macht während der Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft Ausnahmen. Bei möglichen Nonstopflügen verhält man sich aber hart und untersagt diese auch weiterhin. Daher bleiben den Israelis lediglich Umsteigeverbindungen oder aber ein besonderer Charter, den Tus Airways auflegt. Das Luftfahrtunternehmen mit Sitz auf Zypern bietet temporär Charterflüge von Tel Aviv nach Doha an. Diese legen in Larnaka eine Zwischenlandung ein. Diese ist notwendig, da nur unter dieser Bedingung die Genehmigung seitens Katars erteilt wird. Das bedeutet konkret, dass die Fußballfans erst nach Zypern fliegen müssen und nach einer kurzen „pro-forma-Landung“ geht es dann weiter nach Doha. Sinnvoll ist diese Vorgehensweise nicht, jedoch besteht Katar darauf, denn Nonstopflüge zwischen Israel und Doha will man nicht haben.

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Rumänien-Ableger von Armenia Airways geht mit B737-300 an den Start

In Bukarest geht unter dem Namen Armenia Airways eine neue Fluggesellschaft, die kürzlich AOC und Betriebsgenehmigung von der Zivilluftfahrtbehörde Rumäniens erteilt bekommen hat, an den Start. Zunächst wird man mit einer Boeing 737-300, die von Air Bucharest übernommen wurde, fliegen. Armenia Airways geriet im Jahr 2018 in die Schlagzeilen, denn man hatte von Tarom die beiden Airbus A310 mit den Registrierungen YR-LCA und YR-LCB gekauft. Entgegen ursprünglicher Zusicherungen wurden die Flugzeuge nicht selbst betrieben, sondern in den Iran weiterverkauft. Die Flotte der armenischen Muttergesellschaft besteht derzeit aus je einer Boeing 737-300 und einer B737-500. Ab Eriwan bietet man Linienflüge nach Russland, Georgien und in den Iran an. Der rumänische Ableger wird zunächst mit einer Boeing 737-300 fliegen. Laut dem lokalen Portal Boardingpass.ro soll es Gespräche mit Air Bucharest über einen möglichen Kauf einer zweiten Maschine dieses Typs geben. Das zuletzt genannte Unternehmen ist eine rumänische Charterfluggesellschaft.

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GlobalX will EU-Ableger gründen

Die U.S.-amerikanische Fluggesellschaft GlobalX denkt darüber nach in Europa einen Ableger zu gründen. Mit der Tui Group hat man bereits einen potentiellen Großkunden, mit dem man schon jetzt kooperiert, an der Angel. Firmenchef Ed Wegel erklärte während der jüngsten Telefonkonferenz, die anlässlich der Präsentation der Quartalszahlen abgehalten wurde, dass der von ihm geleitete Konzern die Errichtung eines europäischen AOCs prüft. Explizit genannt wurde der Ausbau der Zusammenarbeit mit dem Reisekonzern Tui. Daraus resultiert, dass sich der Tour Operator dafür interessiert zahlreiche von GlobalX betriebene Flugzeuge zu chartern bzw. bei den eigenen Flugbetrieben ins Wetlease zu nehmen. Möglicherweise könnten auch Boeing 717 in die Flotte aufgenommen werden. Diese sind aufgrund des Umstands, dass der weltgrößte Operator Delta Air Lines diese sukzessive ausflottet, vergleichsweise günstig erhältlich. Auch argumentiert man damit, dass wegen der Flottenerneuerung beim Mitbewerber viele Piloten mit MD-80-Typerating verfügbar wären. Dies würde auch die Einflottung der A319/A320-Maschinen entlasten, da hier – zumindest in den USA – die Anzahl der verfügbaren Flugzeugführer kleiner sein soll. Das Unternehmen prüft jedenfalls die Zeitnahme Einflottung von Boeing 717. Ob diese dann auch auf dem geplanten EU-AOC registriert werden ist aber völlig offen.

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Cunard muss Indienststellung der Queen Anne verschieben

Die aktuellen Lieferengpässe sowie hohe Energiekosten haben auch Auswirkungen auf die Reederei Cunard. Diese muss die Indienststellung der Queen Anne verschieben. Daraus folgt, dass die Jungfernfahrt abgesagt wurde. Laut Mitteilung des Kreuzfahrtenanbieters wurden sämtliche Ausfahrten, die mit diesem Schiff geplant waren, im Zeitraum von 4. Januar bis 14. April 2024 abgesagt. Es ist geplant, dass die ersten Reisen erst im Mai 2024 durchgeführt werden sollen. Betroffene Fahrgäste sollen von der Reederei kontaktiert werden. Der Verkauf von Kreuzfahrten-Tickets soll am 6. Dezember 2022 aufgenommen werden. Zunächst soll dieser für Mitglieder des Cunard World Clubs geöffnet werden. Ab 7. Dezember 2022 können dann alle Interessierten buchen. Die für Mai 2024 geplanten Fahrten führen ab Southampton nach Skandinavien, ins Mittelmeer, zu den Kanaren und den norwegischen Fjorden.

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Sommer 2023: Croatia Airlines nimmt München-Brač auf

Das Star-Alliance-Mitglied Croatia Airlines bietet im Sommerflugplan 2023 eine neue Strecke von München nach Brač an. Damit wird man ab dem bayerischen Airport fünf Destinationen in Kroatien anbieten. Weitere Neuaufnahmen im Sommer 2023 sind ab Split die Städte Oslo und Skopje. Ab Dubrovnik wird Croatia neu nach Prag fliegen. Die vier geplanten Routen sind vorerst saisonal angelegt. Insgesamt wird der kroatische Carrier im Sommerflugplan 2023 auf 47 internationalen Strecken, die zu 22 Destinationen führen, fliegen. Das Angebot wird seitens des Unternehmens mit 1,82 Millionen Sitzplätzen, die sich auf 17.000 Flüge verteilen sollen, beziffert. Gegenüber der Sommerperiode 2022 erhöht man die Leistung um 20 Prozent, jedoch wird weiterhin unter dem Angebot vom Sommer 2019 liegen. Nachträgliche Justierungen des Flugplans sind jederzeit möglich.

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Air Belgium braucht frisches Geld

Die Finanzlage der Fluggesellschaft Air Belgium soll derzeit stark angespannt sein. LN24 berichtet, dass der Carrier bis Ende dieses Jahres eine Refinanzierung in der Höhe von zumindest zehn Millionen Euro benötigt. Andernfalls stehe die Insolvenz im Raum. Weiters berichtet das Medium, dass für dieses Jahr ein Verlust von etwa 40 Millionen Euro erwartet wird. Derzeit wäre unklar, ob die Kernaktionäre der Fluggesellschaft weitere Mittel bereitstellen werden. Mit einer Beteiligung von 49 Prozent ist die chinesische Hongyuan Group der größte Anteilseigner. 35 Prozent gehören der wallonischen Region und zehn Prozent dem Staat. Der Rest befindet sich im Streubesitz. Offenbar hat die Corona-Pandemie Air Belgium wesentlich stärker getroffen als bislang angenommen. Vor der Pandemie schrieb das Unternehmen einen Gewinn in der Höhe von sechs Millionen Euro. Laut LN24 sollen jene 16 Millionen Euro, die vor acht Monaten von den Aktionären eingebracht wurden, bereits aufgebraucht sein. Völlig unklar ist, ob der Carrier eventuell Staatshilfe erhalten könnte. Die Berichterstattung von LN24 und insbesondere die darin genannten Zahlen wurden von der Fluggesellschaft nicht offiziell bestätigt. Daher gilt es auch die Entwicklungen der nächsten Tage abzuwarten.

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Streik: Tuifly Belgium nach Maastricht und Köln ausgewichen

Die Fluggesellschaft Tuifly Belgium hat am Mittwoch, den 9. November 2022 sämtliche Flüge, die ab belgischen Airports geplant waren, nach Maastricht und Köln/Bonn verlagert. Unternehmensangaben nach will man so verhindern, dass man aufgrund des Generalstreiks Flüge streichen muss. Die Passagiere wurden mit Shuttlebussen von/nach Brüssel, Charleroi, Antwerpen, Ostende und Lüttich gebracht. Der Konkurrent Wizz Air hat alle für Charleroi geplanten Flüge bereits im Vorfeld abgesagt. Brussels Airlines musste aufgrund der Arbeitsniederlegungen viele Flüge streichen. Vom Generalstreik sind auch die Eisenbahn und der ÖPNV betroffen.

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