Jan Gruber

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Jan Gruber

Wizz Air trotz starkem Sommer 2022 in den roten Zahlen

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air konnte im dritten Quartal 2022 einen operativen Gewinn in der Höhe von 374 Millionen Euro einfliegen. Der Carrier profitierte stark von der hohen Nachfrage, jedoch litt man massiv unter den hohen Treibstoffpreisen, da man diese nicht abgesichert hat. Dies führte auch dazu, dass der Billigflieger für das Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust in der Höhe von 384 Millionen Euro ausweisen muss. Dieser liegt um mehr als 300 Prozent über dem Fehlbetrag, den man im Vorjahrjahreszeitraum bei deutlich weniger Passagieren eingeflogen hat. Dennoch rechnet der Lowcoster damit, dass die Nachfrage auch im Winterflugplan 2022/23 anhaltend hoch bleiben wird. Im Vorgleich mit der Vorjahresperiode will man das Angebot um 35 Prozent erhöhen. In Österreich hatte man zuletzt eigenen Angaben nach einen Marktanteil von sechs Prozent.

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Oktober 2022: Ryanair mit 15,7 Millionen Fluggästen

Die Ryanair Group beförderte im Oktober 2022 rund 15,7 Millionen Passagiere. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat konnte man um 38 Prozent zulegen. Die Auslastung konnte um zehn Prozentpunkte auf 94 Prozent zulegen. Durchgeführt wurden laut Ryanair 88.850 Flüge. Bislang hatte der irische Billigflieger im laufenden Jahr 2022 rund 157,4 Millionen Passagiere bei einer Auslastung von 91 Prozent an Bord. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum, der stark von der Corona-Pandemie geprägt war, konnte man sich bei der Beförderungsleistung um 178 Prozent verbessern und beim Ladefaktor um 12 Prozent.

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Konkurrenz für Air Baltic: Norwegian kündigt Basis in Riga an

Die Billigfluggesellschaft Norwegian will dem lokalen Platzhirsch Air Baltic Konkurrenz machen, denn man wird eine Basis in Riga eröffnen. Vor Ort sollen vorerst zwei Mittelstreckenjets des Typs Boeing 737 Max 8 oder Boeing 737-800 stationiert werden. Noch macht der Carrier keine Angaben zu den Destinationen, die ab der lettischen Hauptstadt angeboten werden sollen. Allerdings deutete Geir Karlsen, Geschäftsführer von Norwegian, im Rahmen der Präsentation der Quartalszahlen an, dass man „die Basis in Riga auch nutzen können, um in die nordischen Länder zu fliegen“. Gleichzeitig verweist der Manager darauf, dass man bereits heute eine größere Verwaltungsniederlassung in der lettischen Hauptstadt unterhält und daher die Eröffnung einer Basis der logische nächste Schritt wäre. Die Base soll spätestens ab Sommerflugplan 2023 aktiv werden. Derzeit ist noch nicht final entschieden, ob in Riga Boeing 737-Max-8 oder 737-800 stationiert werden. Dies will man zu einem späteren Zeitpunkt kommunizieren. Man habe sich jedenfalls elf weitere B737-Max-8 gesichert, die bis Sommer 2024 eingeflottet werden sollen. Dies versteht sich zusätzlich zu jenen 15 Exemplaren, die man von AerCap least und 2023 ausgeliefert werden. Weiters hat man 50 Einheiten direkt bei Boeing bestellt. Diese sollen zwischen 2025 und 2028 übernommen werden. Derzeit ist geplant, dass man im kommenden Jahr mit 82 Maschinen in der Luft sein wird. Bis 2024 soll die Norwegian-Flotte auf 87 Einheiten anwachsen. Man wird in Kürze mit der Ausflottung älterer Boeing 737-800 beginnen. Es handelt sich um Leasingflugzeuge, die an die Lessoren zurückgegeben werden.

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Cathay Pacific nutzt wieder russischen Luftraum

Die größte Fluggesellschaft der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong, Cathay Pacific, nutzt wieder den Luftraum der Russischen Föderation. Im März 2022 hatte man sich dazu entschlossen, dass man freiwillig Umwege fliegt. Carrier aus Hongkong und China sind seitens Russlands nicht gebannt. Laut einem Bericht der Agentur „Bloomberg“ will Cathay Pacific im Winterflugplan zunächst auf der Strecke Hongkong-New York wieder über Russland fliegen. Dadurch sollen sich sowohl die Flugzeit als auch die Kosten reduzieren. Die Fluggesellschaft verzichtete im Nachgang des kriegerischen Überfalls der Russischen Föderation gegen die Ukraine freiwillig auf die Nutzung des russischen Luftraums. Da sowohl Hongkong als auch China nicht als „unfreundlicher Staat“ betrachtet werden, gibt es keinen Bann seitens des Kremls. Cathay Pacific will künftig wieder kürzere Routen, also über Russland, fliegen. Zunächst ist die New-York-Strecke betroffen. Über mögliche weitere Flugstrecken gibt es noch keine gesicherten Informationen.

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Flugzeuge in Russland: Leasinggeber Carlyle klagt Versicherungen auf 700 Millionen U.S.-Dollar

Die Leasinggesellschaft Carlyle Aviation Partners will nun für 23 Flugzeuge, die an Carrier in der Russischen Föderation verleast sind, jedoch trotz wiederholter Aufforderung nicht zurückgegeben wurden, Entschädigungen von den Versicherern sehen. Man macht rund 700 Millionen U.S.-Dollar gegen rund 30 Assekuranzen geltend. Im Nachgang des kriegerischen Überfalls der Russischen Föderation gegen die Ukraine wurden unter anderem seitens der USA und der Europäischen Union eine Reihe von Sanktionen verhängt. Diese betreffen auf Leasingunternehmen, denn die Zusammenarbeit mit russischen Unternehmen musste beendet werden. Die Lessoren haben daher ihr Eigentum zurückgefordert, jedoch wurden die Maschinen nur in wenigen Fällen tatsächlich retourniert. Unter anderem Irland und die Bermuda Inseln haben alle Flugzeuge, die von russischen Airlines bzw. Personen genutzt werden, aus ihren Registern gestrichen. Darauf reagierte die russische Regierung mit einem Dekret, das es ermöglicht, dass die betroffenen Maschinen im Expresstempo ins RA-Register überführt werden können. Weiters wurde auferlegt, dass Leasingraten in Rubel auf so genannte C-Konten zu bezahlen sind. In der Theorie können die Lessoren das Geld abrufen, jedoch ist das in der Praxis aufgrund der Sanktionen nicht möglich. Russische Fluggesellschaften meiden seither Länder, in denen die Pfändung der Flugzeuge droht. In der westlichen Welt spricht man von staatlich organisiertem Flugzeugdiebstahl, während man in Russland die Lage gänzlich anders sieht. Flugzeugversicherer können vor finanziellem Debakel stehen Bereits im Mai 2022 erklärte eine Expertin für Flugzeugversicherungen im Rahmen einer Konferenz, die im maltesischen Qawra abgehalten wurde, dass die Assekuranzen auf enorm hohe Kosten zusteuern, wenn die Lessoren Versicherungsentschädigungen für ihr Eigentum, an das sie

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Auch nach Berlin: FlyOne kündigt fünf neue Strecken an

Die Fluggesellschaft FlyOne beabsichtigt im Sommerflugplan 2023 fünf neue Strecken aufzunehmen. Diese sollen an Chisinau, Hauptstadt der Republik Moldau, angeboten warden und nach Spanien, Italien, Deutschland und Georgien führen. Ab 18. Mai 2023 will der Carrier an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag nach Berlin fliegen. Mailand-Malpensa will man ab 27. März 2023 jeweils an Montagen und mittwochs anfliegen. Nach Rom-Fiumicino geht es an Dienstagen und Freitagen ab 16. Mai 2023. Tiflis will FlyOne ab 1. Juni 2023 täglich ansteuern. Nach Valencia geht es ab 3. Juni 2023 zunächst einmal wöchentlich. Ab 20. Juni 2023 will man dienstags und samstags fliegen. Alle fünf angekündigte Strecken sollen mit Mittelstreckenjets des Typs Airbus A320 bedient werden.

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Wizz Air macht Basis Chisinau erneut dicht

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air hat angekündigt, dass die Basis Chisinau ab 1. Dezember 2023 temporär geschlossen werden soll. Als Begründung gab der Konzern an, dass man aufgrund des Krieges in der Ukraine Sicherheitsbedenken hat. Das Flugangebot wird überwiegend nach Rumänien verlagert. Erst vor wenigen Wochen hat Wizz Air die Chisinau-Flüge wieder aufgenommen. Demnächst ist damit wieder Schluss. „Nach einer eingehenden Risikobewertung und unter Berücksichtigung der Risiken einer Schließung des Luftraums in Moldawien haben wir unseren Winterflugplan 2022-2023 in Chisinau angepasst, um sicherzustellen, dass der Flugbetrieb aufrechterhalten werden kann. Um die allgemeinen Störungen für unsere Kunden in Moldawien zu minimieren, werden wir ab dem 1. Dezember 2022 die meisten unserer Inbound-Flüge nach Chisinau von anderen Basen des Wizz-Netzwerks aus durchführen“, teilte das Unternehmen mit. Der Carrier hat noch immer drei Airbus A320 auf dem Flughafen Kiew-Schuljany festsitzen. Aus Lwiw konnte man eine Maschine ausfliegen. Am Montag teilte das moldauische Verteidigungsministerium mit, dass Raketentrümmer im nördlichen Dorf Naslavcea gelandet seien, nachdem das russische Geschoss von der ukrainischen Luftabwehr abgefangen worden war. Berichten zufolge wurde niemand verletzt, aber die Fenster mehrerer Häuser gingen zu Bruch, so das Ministerium in einer Pressemitteilung.

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Flughafen Klagenfurt feiert Ryanair-Comeback

Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat am Dienstag nach langjähriger „Pause“ die Nonstopverbindung zwischen London-Stansted un Klagenfurt reaktiviert. Mit Dublin, Charleroi und Manchester wird man im Winterflugplan 2022/23 insgesamt vier Ziele ab dem Kärntner Flughafen anbieten. Mit Ausnahme der zuletzt genannten Stadt sollen alle Destinationen zweimal wöchentlich bedient werden. Der Carrier rechnet damit, dass man während der Winterflugplanperiode 2022/23 rund 54.000 Passagiere befördern wird. „Sehr viele Fluggäste aus dem Süden Österreichs haben in früheren Jahren das Flugangebot von Ryanair ab Klagenfurt genutzt und sehr gute Erinnerungen daran. Mit Ryanair kehrt nun ein ausgezeichneter und stark wachsender Airline-Partner nach Klagenfurt zurück. Ich freue mich für die Kärntner Bevölkerung, dass sie nun eine direkte Verbindung in Richtung Britische Inseln und nach Brüssel hat. Und natürlich für alle Gäste, die mit Ryanair in Klagenfurt landen werden und das vielfältige Winterangebot in Kärnten genießen können“, so Flughafendirektor Nils Witt.

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Volocopter sammelt weitere 182 Millionen Euro ein

Das Drohnen-Startup Volocopter konnte im zweiten Signing der Serie E rund 182 Millionen Euro von Investoren einsammeln. Die Finanzmittel sollen in die Zertifizierung des VoloCity und die Aufnahme der ersten kommerziellen Strecken fließen. „NEOM und GLy als Investoren zu gewinnen ist ein großer Erfolg und unterstreicht unsere Führungsposition im Wettrennen um die Zertifizierung der Fluggeräte. Sie allein ist der Schlüssel zur kommerziellen Inbetriebnahme und damit zu regulären Umsätzen“, sagte Dirk Hoke, CEO von Volocopter. Volocopter ist in der UAM-Industrie, mit über zehn Jahren Entwicklungserfahrung und über 1.500 durchgeführten Flugtests tätig. Als erster, und nach wie vor einziger Hersteller von elektrisch betriebenen Senkrechtstartern (eVTOL), der durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) als Entwicklungs- und Herstellungsbetrieb (DOA, POA) zertifiziert ist, plant Volocopter erste kommerzielle Flugtaxirouten in den nächsten Jahren in Städten wie Singapur, Rom, Paris, und der Region NEOM zu eröffnen.

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IAG will TAP und Easyjet schlucken

Die International Airlines Group interessiert sich für die Übernahme von TAP Air Portugal und/oder Easyjet. Laut einem Bericht der „The Times“ soll der Zukauf des orangefarbenen Billigfliegers ein Ziel mit Priorität sein. Gleichzeitig versucht man auch TAP zu bekommen. Derzeit ist noch völlig offen, ob auch nur einer der beiden Übernahmeversuche erfolgreich sein wird. An TAP sind auch Lufthansa und Air France-KLM interessiert, was den Kaufpreis in die Höhe treiben dürfte. Easyjet könnte bei Erfolg des Vorhabens mit Vueling zusammengeführt werden. Dadurch würde die größte Lowcost-Airline Europas entstehen. Allerdings haben auch schon andere Firmengruppen versucht Easyjet zu übernehmen und waren damit nicht erfolgreich. Daher gilt es die weiteren Entwicklungen abzuwarten. Der Aktienkurs des Billigfliegers legte nach Aufkommen der IAG-Pläne stark zu. Zuletzt überraschte die International Airlines Group mit starken Quartalszahlen.

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