Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Zürich: Pilotengewerkschaft lehnt neues Swiss-Angebot ab

Im Tarifstreit zwischen der Pilotengewerkschaft Aeropers und der Fluggesellschaft Swiss konnte bislang kein Kompromiss erzielt werden. Die Arbeitnehmervertreter haben das jüngste Angebot der Geschäftsleitung als unzureichend zurückgewiesen. In einer Medienmitteilung zeigt sich Swiss regelrecht verschnupft und verweist darauf, dass man das Offert für einen neuen Cockpit-Gesamtarbeitsvertrag um 60 Millionen Schweizer Franken nachgebessert habe. Die Gewerkschaft hingegen fordert rund 200 Millionen Franken mehr. Das Unternehmen erklärt aber, dass man für weitere Verhandlungen zur Verfügung stehen würde. Es ist nicht das erste Mal, dass die Aeropers ein Angebot der Swiss-Geschäftsleitung ablehnt. Bereits im August 2022 hat man das damalige Offert als unzureichend zurückgewiesen. Swiss betont, dass man dieses stark nachgebessert hat, jedoch ist es aus der Sicht der Arbeitnehmervertreter noch immer zu weit von den Forderungen entfernt.

weiterlesen »

Graz: Eurowings reaktiviert Stuttgart-Flüge

Die Fluggesellschaft Eurowings wird am Montag, den 19. September 2022 die derzeit pausierende Nonstopverbindung zwischen Stuttgart und Graz reaktivieren. Derzeit ist vorgesehen, dass an den Verkehrstagen Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag geflogen werden soll. Diese Route war einst eine der so genannten dezentralen Strecken von Austrian Airlines. Vor einiger Zeit wurde entschieden, dass Graz-Stuttgart und Graz-Düsseldorf sowie Linz-Düsseldorf an die Konzernschwester Eurowings übergeben werden. Die AUA flog in der Vergangenheit im Regelfall mit Turbopropflugzeugen des Typs de Havilland Dash 8-400. Wegen der Corona-Pandemie musste unter anderem die Stuttgart-Strecke wiederholt ausgesetzt werden. Die Übergabe an Eurowings ist flugbetrieblich zwar reibungslos verlaufen, jedoch machten die Pandemie und eine sehr stark schwankende Nachfrage die Bedienung durch Eurowings kompliziert. Der Carrier verschob den Erstflug wiederholt und setzte die Strecke anschließend mehrfach aus. Bereits seit einigen Monaten fliegt die Lufthansa-Tochter auf dieser Route nicht. Das soll sich am Montag ändern, denn dann wird Eurowings wieder zwischen Stuttgart und Graz fliegen. Dazu der Grazer Flughafenchef Wolfgang Grimus: „Stuttgart gehört zu den wirtschaftlich bedeutendsten Städten Europas und spielt vor allem, aber nicht nur, für die Automobilbranche eine große Rolle. Baden-Württemberg ist auch ein wichtiger Incoming-Markt für den steirischen Tourismus. Wir freuen uns daher sehr, wieder einen Direktflug in diese Region anbieten zu können.“ Weitere Deutschland-Ziele, die nonstop ab der Steiermark erreichbar sind: Frankfurt am Main, München und Düsseldorf. An allen vier deutschen Airports besteht die Möglichkeit auf andere Flüge der Lufthansa Group umzusteigen. Besonders die Drehkreuze Frankfurt und München gelten als für die Grazer Wirtschaft besonders wichtig.

weiterlesen »

Russischer Minister will Piloten als Mechaniker einsetzen

Viele russische Fluggesellschaften haben in der Vergangenheit ihr Fluggerät aus unterschiedlichen Gründen im Ausland warten lassen. Das ist nur noch sehr eingeschränkt möglich. Im Inland hat man einen Mangel an entsprechendem Fachpersonal. Nun kann sich die Regierung vorstellen, dass Piloten auch im Bereich Reparaturen und Wartungen geschult werden sollen. Der stellvertretende Industrie- und Handelsminister der Russischen Föderation, Oleg Botscharow, äußerte sich im Rahmen des Ostwirtschaftsforums dahingehend, dass russische Piloten künftig „Universalsoldaten“ sein sollen. Er vertritt die Ansicht, dass diese künftig nicht nur lernen sollen wie man Flugzeuge fliegt, sondern diese auch als Mechaniker reparieren können sollen. Auch kann sich das Regierungsmitglied vorstellen, dass Flugzeugführer, die bereits gültige Lizenzen haben, entsprechend nachgeschult werden könnten. Damit will man auf den Fachkräftemangel im Bereich der Wartung von Verkehrsflugzeugen reagieren. Der Vorstoß wird allerdings nicht von allen potentiellen Beteiligten positiv aufgenommen. Russische Medien zitieren Botscharow mit folgenden Worten: „Gemeinsam mit dem Verkehrsministerium sollten wir Piloten zu Universalkämpfern ausbilden und zertifizieren: Sie sollten gleichzeitig Piloten und Flugzeugtechniker sein. Und die Ausrüstung sollte die Möglichkeit von Feldreparaturen im Betrieb vorsehen“. Darauf haben unter anderem Pilotenvertreter mit einer ordentlichen Portion Skepsis reagiert. Zu Sowjetzeiten reparierten auch Flugingenieure Der stellvertretende Handelsminister blickt auch auf die Vergangenheit zurück, denn früher – und auch heute noch in älteren Maschinen – befand sich in den Cockpits stets ein Flugingenieur. Dieser konnte zwar eine Pilotenlizenz haben, aber in den meisten Fällen war er Ingenieur und auch für kleinere Reparaturen rund um die Flüge zuständig. Zumindest war dies in der Sowjetunion so üblich,

weiterlesen »

Wien: Schienenersatzverkehr auf der Flughafenschnellbahn S7

Die Österreichischen Bundesbahnen führen im Zeitraum zwischen 20. September 2022 und 8. November 2022 Bauarbeiten auf der Flughafenschnellbahn-Linie S7 durch. Betroffen ist in beiden Richtungen der Streckenabschnitt zwischen Schwechat und Wolfsthal, was sich auch auf den Airport auswirken wird. Die Folge aus den Arbeiten ist, dass einige Züge der Schnellbahnlinie S7 nicht zum Flughafen Wien-Schwechat verkehren werden. Ab 20. September 2022 23 Uhr 55 bis 2. Oktober 2022 23 Uhr 59 kommt es zum Ausfall einzelner Züge. Laut ÖBB werden ab 3. Oktober 2022 und 8. November 2022 jeweils zwischen Mitternacht und 4 Uhr 20 die meisten Züge zwischen Schwechat und Flughafen Wien entfallen. Ein Schienenersatzverkehr mit Autobussen wird eingerichtet. Personen, die am Airport oder bei einer Fluggesellschaft beschäftigt sind und mit der Schnellbahn zum Dienst anreisen bzw. Passagiere mit frühen Abflugs- bzw. späten Ankunftszeiten sollten beachten, dass es bedingt durch den Schienenersatzverkehr zu längeren Fahrzeiten kommen wird. Laut ÖBB werden die Busse gegenüber den Schnellbahnen rund 16 Minuten früher am Flughafen Wien abfahren. Die Haltestelle befindet sich nicht vor dem Terminal 3, sondern an einem gekennzeichneten Punkt auf dem Bus-Charterparkplatz vor den Terminals 1/2. In Schwechat befindet sich die Haltestelle des Schienenersatzverkehrs direkt vor dem Bahnhof. Die Zeit zwischen Ankunft der Schnellbahngarnituren und der Abfahrt der Busse beträgt in etwa zwei bis fünf Minuten. Die ÖBB weisen darauf hin, dass aufgrund des Schienenersatzverkehrs in beiden Richtungen etwaige Anschlüsse nicht gewährleistet werden können. Auch kann es im Zeitraum der Bauarbeiten auch außerhalb der nächtlichen „Kernzeit“ zum Ausfall von Schnellbahnen sowie

weiterlesen »

Ab 1. Jänner 2023: Niederlande heben Ticketsteuer exorbitant an

Die Regierung der Niederlande beabsichtigt die Fluggaststeuer mit Wirksamkeit zum 1. Jänner 2023 kräftig anzuheben. Künftig sollen abfliegende Passagiere 28,58 Euro bezahlen. Davon ausgenommen sind Umsteiger, was Platzhirsch KLM zu Gute kommt. Reisende, die in den Niederlanden ein Verkehrsflugzeug besteigen, müssen derzeit eine Steuer von rund acht Euro berappen. Künftig kassiert der Staat stolze 28,58 pro abfliegendem Passagier. Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die Steuer erhöht werden soll, jedoch sind sowohl Flughäfen als auch Airlines über das Ausmaß überrascht. Im Point-to-Point-Verkehr müssen alle Personen, die ab den Niederlanden fliegen, ab 1. Jänner 2023 die erhöhte Steuer bezahlen. Ankommende Reisende sowie Kinder unter zwei Jahren fallen nicht darunter und müssen daher nicht zahlen. Umstritten ist auch die Ausnahme von Umsteigern. Wechselt man auf einem durchgehenden Flugticket beispielsweise in Schiphol lediglich das Flugzeug, so ist man von der Steuer befreit. Dies kommt insbesondere Platzhirsch KLM, der sehr stark im Hub-and-Spoke-Geschäft ist, zu Gute. Die Regierung der Niederlande hofft, dass man besonders auf der Kurzstrecke durch die Steuererhöhung Flugtickets künstlich verteuern kann. Man will Reisende zum Umstieg auf die Bahn bewegen. Allerdings ist diese in vielen Fällen preislich, aber auch von der Reisezeit her gesehen, keine attraktive Alternative.

weiterlesen »

Wizz Air bestellt 75 weitere Airbus A321neo

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air wird 75 weitere Airbus A321neo beziehen. Die Order ist nicht gänzlich neu, denn man wandelt bestehende Kaufoptionen und Festbestellungen um. Die Zustimmung des Aufsichtsrats der Wizz Air Group steht noch aus. Im Vorjahr überraschte Großaktionär Indigo Partners mit einer Großbestellung für die Airlines, an denen man beteiligt ist. Insgesamt hat man 255 Maschinen der Airbus A321neo-Reihe bestellt. Dabei sind 75 A321neo und 27 A321XLR für Wizz Air bestimmt. Laut Mitteilung des Billigfliegers hat man bestehende Kaufoptionen gezogen und in Festbestellungen umgewandelt. Damit erhöht sich das Auftragsvolumen bei diesem Flugzeugtyp auf 150 Exemplare. Die formelle Zustimmung des Aufsichtsrats wird für die nächsten Tage erwartet. Die Neuzugänge werden auf den AOCs in Ungarn, Malta und den Vereinigten Arabischen Emiraten registriert werden. Eine genaue Aufteilung gibt es nicht. Eventuell könnte ein Ableger in Saudi-Arabien dazu kommen, jedoch sind die Entscheidungen noch nicht gefallen.

weiterlesen »

Arbeiterkammer erhält besonders viele Beschwerden über Wizz Air und Austrian Airlines

Die Arbeiterkammer hat während der österreichischen Sommerferien besonders viele Konsumentenbeschwerden über das Verhalten der Fluggesellschaften Austrian Airlines und Wizz Air erhalten. Die Mehrzahl der Fälle betraf abgesagte Flüge. Während des bei der AUA im Regelfall um Streichungen, verlorenes oder verspätetes Gepäck sowie deutlich spätere Abflüge ging, hatten laut Arbeiterkammer zahlreiche Wizz-Air-Passagiere auch Probleme mit dem Check-in. Die Konsumentenschützer heben in einer Erklärung hervor, dass in vielen Fällen „die unzulässige Check-in-Gebühr“ am Schalter kassiert worden sein soll. Wer diese nicht bezahlen wollte, durfte nicht mitfliegen. Insgesamt betreffen 46 Prozent aller Urlaubsbeschwerden, die bei der AK eingelangt sind, das Thema fliegen. Auf Austrian Airlines und Wizz Air sollen übermäßig viele Fälle entfallen. Die Arbeiterkammer rät betroffenen Passagieren, dass diese ihre Rechte auf Basis der Fluggastrechteverordnung einfordern sollten und sich nicht mit Zwangsgutscheinen abspeisen lassen sollen. Beispielsweise behauptet Wizz Air, dass im Falle einer Streichung lediglich die Umbuchung auf einen anderen Flug des Unternehmens oder aber die Erstattung des Ticketpreises als Guthaben, jedoch keine weiteren Ansprüche, zustehen würden. Der ungarische Carrier handelte sich aufgrund der kreativen Auslegung der EU-VO 261/2004 ein Ermittlungsverfahren der staatlichen Konsumentenschutzbehörde von Ungarn ein. In Österreich klagt die Arbeiterkammer in zweiter Instanz gegen strittige Klauseln der Allgemeinen Beförderungsbedingungen. In erster Instanz obsiegten die Konsumentenschützer, jedoch ging Wizz Air in Berufung, weshalb das Urteil nicht rechtskräftig ist.

weiterlesen »

Wo einst Hunold Konferenzen abhielt: Schule in ehemalige Air-Berlin-Zentrale eingezogen

Die ehemalige Firmenzentrale von Air Berlin wird nun temporär als Schule genutzt. Das zuständige Bezirksamt hat das Gebäude für sechs Jahre angemietet. Seit einigen Tagen ziehen schrittweise Klassen der Anna-Lindh-Schule in die Liegenschaft um. Laut einem Bericht des Rundfunks Berlin-Brandenburg soll es aber die eine oder andere Anlaufschwierigkeit geben. Beispielsweise fehlen in manchen Räumen noch die Möbel, die Lehrer haben kein Papier zur Verfügung und auf den Toiletten soll es kein WC-Papier geben. Der Umzug der Schule fand eher kurzfristig statt. Das eigentliche Gebäude wurde vom Gesundheitsamt stillgelegt, da es aufgrund jahrelanger Undichtigkeit so stark von Schimmel befallen ist, dass den Beamten die Hände gebunden waren. Die Räumlichkeiten am Saatwinkler Damm standen leer und waren kurzfristig verfügbar. Für die Schüler aus Wedding wurde ein Shuttlebus-Verkehr eingerichtet. Wo früher Joachim Hunold und seine Nachfolger über die Geschicke der einst zweitgrößten Fluggesellschaft Deutschlands entschieden haben, lernen nun Grundschüler Lesen und Schreiben. Air Berlin musste nach jahrelangen Verlusten im Sommer 2017 Insolvenz anmelden. Die anschließende Zerschlagung ist auch aufgrund einschlägiger Äußerungen von Politikern bis heute durchaus umstritten.

weiterlesen »

Skyalps strebt Vertriebskooperation mit Lufthansa an

Die Hausmarke des Flughafens Bozen, Skyalps, strebt eine Vertriebskooperation mit Lufthansa an. Passagiere könnten dann in Frankfurt am Main auf Fernziele oder aber umgekehrt in Richtung Südtirol umsteigen. Nebst Frankfurt will man auch London ins ganzjährige Streckennetz aufnehmen. Die derzeit noch von Luxwing im Auftrag von Skyalps betriebene Flotte soll in Kürze um eine fünfte de Havilland Dash 8-400 aufgestockt werden, erklärte Geschäftsführer Josef Gostner gegenüber der Tageszeitung Alto Adige. Künftig will man die Flotte selbst unter eigenem AOC betreiben. Derzeit befindet man sich im Zulassungsverfahren. Laut Gostner befinde man sich mit Lufthansa in Verhandlungen über eine Vertriebspartnerschaft. „Unsere Passagiere können dann direkt auf der Lufthansa-Webseite ihr Fernziel buchen und der Flug von Bozen nach Frankfurt ist automatisch dabei“, so der Skyalps-Chef, der keinen Zeitrahmen für die Umsetzung des Projekts nannte. Heuer will man in etwa 90.000 Passagiere von/nach Bozen befördern. Derzeit registriert man sowohl incoming als auch outgoing eine hohe Nachfrage. Gostner ist der Ansicht, dass die Reisenden fliegen wollen. Für das Jahr 2023 rechnet der Skyalps-Geschäftsführer mit einem zumindest 30-prozentigen Fluggastwachstum.

weiterlesen »

Air France nimmt Kurs auf Salzburg und Innsbruck

Air France verbindet im Winter 2022/23 die französische Hauptstadt Paris mit Salzburg und Innsbruck. Es handelt sich um eine temporäre Route, die sich primär an Wintersportler richtet. Die Flüge können aber auch als Zubringer zum Hub Paris-Charles de Gaulle genutzt werden. Laut Mitteilung der Fluggesellschaft werden die beiden österreichischen Ziele ab 10. Dezember 2022 bedient. Nach Innsbruck geht es bis zum 4. März 2023 zweimal wöchentlich. Salzburg wird man bis 5. März 2023 einmal pro Woche anfliegen. Beide Routen sollen mit Regionaljets des Typs Embraer 190 bedient werden. Diese sind mit 100 Sitzplätzen, davon 12 in der Business-Class, bestuhlt. Die operative Durchführung erfolgt daher durch die Tochtergesellschaft Hop. Passagiere aus Österreich können bei der Buchung die Drehkreuze Amsterdam und Paris-Charles de Gaulle miteinander kombinieren. Zubringer zum KLM-Hub bietet das Konzernmitglied Transavia an. Über eine mögliche Fortführung nach den vorläufigen Endterminen ist noch nicht entschieden. „Wir freuen uns und sind sehr stolz darauf, zwei weitere österreichische Städte mit unserem Hub CDG in Paris zu verbinden. Neben dem Besuch von Paris ermöglicht dieser neue Flug aber auch gute Verbindungen zu vielen Zielen in Europa und in unserem interkontinentalen Netzwerk. Die Kombinierbarkeit der neuen Air France Flüge mit den traditionellen KLM-Flügen (durchgeführt von Transavia), die INN/SZG mit AMS verbinden, bietet Reisenden einen erweiterten Zugang zu unserem weltweiten Netzwerk“, so Guido Hackl, Country Sales Manager bei Air France-KLM.

weiterlesen »