Jan Gruber

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Jan Gruber

Arbeiterkammer Niederösterreich wickelt Vermögen des letzten Laudamotion-Betriebsrats ab

Lange wurde vor Gericht darum gestritten, ob eine Betriebsratswahl bei Laudamotion rechtens war oder nicht. Nun wickelt die Arbeiterkammer Niederösterreich den so genannten Betriebsratsfonds Laudamotion ab. Das genannte Unternehmen ist seit der Wintersaison 2020nicht mehr als Fluggesellschaft tätig. Man beschäftigt kein fliegendes Personal mehr und mittlerweile sind auch die Betriebsräte nicht mehr für die nunmehrige Ryanair-Tochter tätig. Da es keinen Betriebsrat mehr gibt, kommt die Arbeiterkammer Niederösterreich ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Abwicklung des Vermögens, das die letzten gewählten Arbeitnehmervertreter hinterlassen haben, nach. Konkret bedeutet das, dass das noch vorhandene Geld unter den ehemaligen Beschäftigten aufgeteilt wird. Daher erhalten diese Anschreiben der AK NÖ, in dem sie gebeten werden eine Bankverbindung sowie einen Identitätsnachweis per E-Mail oder Post an die Arbeiterkammer zu übermitteln. Anschließend soll der zustehende Anteil auf das Konto des ehemaligen Mitarbeiters ausbezahlt werden. Über die genaue Höhe machte die AK NÖ allerdings keine Angaben. Es dürfte wohl auch davon abhängen wie viele ehemalige Beschäftigte sich melden und ihren Teil beanspruchen. Seit Herbst 2020 ist die im maltesischen Pieta ansässige Lauda Europe Ltd als Fluggesellschaft aktiv. Diese ist eine Neugründung und kein direkter Rechtsnachfolger der Laudamotion GmbH, denn diese existiert weiterhin.

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Russland: Red Wings legt drei weitere internationale Strecken auf

Die russische Fluggesellschaft Red Wings baut Anfang November 2022 das internationale Streckennetz aus. Mit Sukhoi Superjet SSJ-100 nimmt man ab Kazan, Ufa und Nizhniy Novgorod Routen in die Türkei und nach Usbekistan auf. Der Carrier beabsichtigt ab 2. November 2022 einmal wöchentlich zwischen Kazan und Taschkent zu fliegen. Die Strecke soll jeweils über Nacht bedient werden. Aus den vorliegenden Flugplandaten geht hervor, dass der SSJ-100 nicht in Kazan stationiert ist, sondern an einem anderen russischen Airport. Flug WZ4120 (Taschkent-Kazan) wird daher im Rahmen von W-Pattern durchgeführt. Zurück nach Usbekistan geht es als WZ4119. Die Bedienung dieser Route soll jeweils am Verkehrstag Mittwoch erfolgen. Ein ähnliches Bild zeigt sich auf der ab 5. November 2022 geplanten Strecke Nizhniy Novgorod-Istanbul. Das Fluggerät stammt von einem anderen russischen Airport und fliegt ab der türkischen Metropole als WZ4658 zunächst nach Nizhniy Novgorod und anschließend als WZ4657 wieder zurück nach Istanbul. Derzeit ist geplant, dass diese Strecke jeweils am Verkehrstag Samstag bedient werden soll. Mit eingeflogenem Fluggerät beabsichtigt Red Wings jeweils an Freitagen von Taschkent aus nach Ufa zu fliegen. Der Hinflug trägt die Flugnummer WZ4192 und der Rückflug die WZ4191. Die Maschinen stammen von einer russischen Basis und sollen diese Strecke im Rahmen von W-Pattern bedienen. Auf allen drei neuen Routen will Red Wings mit Regionalflugzeugen des Typs Sukhoi Superjet SSJ-100 fliegen.

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Volga-Dnepr flog erneut Nuklearmaterial nach Brno ein

Erneut war die russische Frachtfluggesellschaft Volga-Dnepr Airlines mit zwei Ilyushin Il-76TD-90VD in der Europäischen Union. Eigentlich dürfen Carrier, die in der Russischen Föderation registriert sind, den EU-Luftraum nicht nutzen. Die beiden Maschinen sind in Tschechien gelandet und das dank Ausnahmegenehmigung völlig legal. Die beiden Cargomaschinen tragen die Registrierungen RA-76511 und RA-76950 und sind in Brno gelandet. Gestartet sind die Frachter in Moskau-Domodedowo. Allerdings konnte man diesmal nicht den „direkten Weg“ nehmen, denn beispielsweise Polen verweigerte den Überflug. Daher musste Volga-Dnepr Airlines über die Ostsee und Deutschland nach Tschechien einfliegen. Die RA-76511 hat nur einen Flug zwischen Russland und der Tschechischen Republik absolviert. Die RA-76950 hat zwischen dem 6. und 10. September drei Rundflüge zwischen beiden Ländern absolviert. „In Übereinstimmung mit einer direkt anwendbaren EU-Verordnung hat das Verkehrsministerium eine Ausnahmegenehmigung für das russische Luftfahrtunternehmen Volga Dnepr für Flüge in die oder aus der Tschechischen Republik zum Zwecke des Transports einer bestimmten Ware im strategischen Interesse der Tschechischen Republik und anderer EU-Mitgliedstaaten erteilt, da es derzeit keine Alternative zum Luftverkehr gibt“, so ein Sprecher des Verkehrsministeriums der tschechischen Republik. Die so genannte „bestimmte Ware“ ist nichts anderes als Nuklearbrennstoff für die tschechischen Atomkraftwerke. Diese sind ausnahmslos sowjetischer Bauart und beziehen das benötigte Material seit eh und je aus Russland. Bereits vor einigen Monaten gab es derartige Importe, die von Volga-Dnepr Airlines durchgeführt werden. Auch die Slowakei hat sich mittels Sondergenehmigung von selbigem Carrier Nuklearbrennstoff für die Atomkraftwerke aus der Russischen Föderation einfliegen lassen.

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Dublin: IT-Probleme legen Aer Lingus regelrecht lahm

Das IAG-Konzernmitglied Aer Lingus musste am Samstag ab 14 Uhr 00 Lokalzeit sämtliche innereuropäischen Flüge von/nach Dublin absagen. Auch die „Luftbrücke“ ins Vereinigte Königreich war betroffen. Hintergrund sind IT-Probleme. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die Auswirkungen auch in den Abend hineinziehen werden und einige ankommende Flüge ausfallen werden. Derzeit ist noch unklar wie viele Verbindungen bzw. Passagiere betroffen sind. Der Carrier macht dazu keine näheren Angaben. Derzeit betont man, dass Aer Lingus nicht davon ausgeht, dass es auch am Sonntag zu Streichungen kommen wird. Die IT-Probleme wirken sich auch hinsichtlich der Kommunikation mit den Fluggästen ungeschickt aus, denn eigenen Angaben nach konnte man die Reisenden nicht vorab per SMS, E-Mail oder App über die Ausfälle informieren. Betroffene kritisieren, dass sie aus sozialen Medien und über Mund-zu-Mund-Propaganda erfahren hätten, dass die Flüge abgesagt wurden, jedoch am Flughafen Dublin erst Stunden später die Hiobsbotschaft kundgemacht wurde. „Aufgrund einer größeren Störung bei einem Netzwerkanbieter sind unsere cloud-basierten Systeme, die das Einchecken, das Boarding und unsere Website ermöglichen, derzeit nicht verfügbar“, so Aer Lingus in einer offiziellen Erklärung. „Alle Flüge, die ursprünglich ab 14.00 Uhr vom Flughafen Dublin zu europäischen und britischen Zielen abfliegen sollten, mussten heute gestrichen werden. Da wir derzeit nicht in der Lage sind, direkt mit unseren Kunden zu kommunizieren, bitten wir unsere Kunden, die für diese Flüge gebucht sind, nicht zum Flughafen Dublin zu kommen. Wir entschuldigen uns aufrichtig bei allen Kunden, die von den heutigen Unterbrechungen und Annullierungen betroffen sind“. Die betroffenen Passagiere will man schnellstmöglich umbuchen

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Wizz Air fährt Chișinău-Angebot wieder hoch

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air steuert seit Mitte dieser Woche auch ab Dortmund wieder die Hauptstadt der Republik Moldau an. Diese Route pausierte seit dem Beginn des Einmarsches der Armee der Russischen Föderation in die Ukraine. Im Feber 2022 reagierte die Regierung der Republik Moldau mit einem temporären Flugverbot. Man befürchtete, dass Gefahren für den zivilen Flugverkehr bestehen könnten. Zwischenzeitlich wurde der Bann wieder aufgehoben. Wizz Air bietet die Destination Chisinau ab Deutschland an folgenden Flughäfen an: Berlin, Dortmund, Hamburg und Memmingen. Je nach Airport variieren die Frequenzen zwischen zwei und vier Umläufen pro Woche. Ab Österreich bietet Wizz Air ab dem Flughafen Wien-Schwechat wieder zwei wöchentliche Chisinau-Rotationen an. Diese werden an den Verkehrstagen Dienstag und Samstag durchgeführt. In der Schweiz hat man Basel im Portfolio. Allerdings fliegt der Billigflieger formell nicht in die Schweiz, sondern ins französische Mulhouse. Diese Flüge werden jeweils an Donnerstagen und Sonntagen durchgeführt.

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Ägypten: Start-Up Sky Vision Airlines will auch auf die Langstrecke

Mit großen Plänen geht in Ägypten unter dem Namen Sky Vision Airlines ein neuer Anbieter an den Start. Man will eine Linienfluggesellschaft inklusive Frachtsparte werden. Zunächst will man aber Charterflüge mit zwei Airbus A320 durchführen. Derzeit befindet man sich in der Zulassungsphase und hofft, dass man noch im Laufe dieses Jahres den Erstflug durchführen kann. Laut CH-Aviation.com werden die beiden ersten Flugzeuge des Typs Airbus A320 sein und die Seriennummern 2204 und 2589 tragen. Mangels AOC und Betriebsgenehmigung sind diese noch nicht im Luftfahrtregister von Ägypten eingetragen. Im ersten Schritt sollen je eine Maschine und Hurghada und Sharm el Sheikh stationiert werden. Von dort aus will man Charterflüge nach Afrika, in die Golfregion sowie den Nahen Osten anbieten. Nach dem Erhalt der für Europa notwendigen TCO-Genehmigung will man auch Flughäfen in der Europäischen Union ansteuern. Dies auch auf eigene Rechnung im Rahmen regelmäßiger Linienflüge. Beim klassischen Urlauber-Geschäft soll es aber nicht bleiben, denn Sky Vision will auch auf die Langstrecke gehen. Derzeit evaluiert man, ob dies mit dem Maschinentyp Airbus A330-200 oder Boeing 777-200ER umgesetzt wird. Man will ab Ägypten Ziele in China, Japan, Hongkong und eventuell auch Indien anfliegen. Während die ersten beiden Airbus A320 geleast werden, will man laut CH-Aviation.com das Langstreckengerät kaufen. Derzeit ist noch unklar wie viele Flugzeuge für dieses Segment angeschafft werden sollen. Ende 2023, aber spätestens Anfang 2024 will Sky Vision auch ins Frachtgeschäft einsteigen. Man hat sich bereits für zwei Airbus A321P2F entschieden. Die Umbaufrachter wird man voraussichtlich Ende des kommenden Jahres einflotten.

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SkyUp MT und Wizz Air Malta heben ICAO-Codes und Rufzeichen erhalten

Auf Malta nehmen nach Eurowings Europe gleich drei Neugründungen konkrete Formen an. Es handelt sich um Skyup MT, Gestair Aviation Malta und Wizz Air Malta. Die drei künftigen Fluggesellschaften haben mittlerweile die ICAO-Three-Letter-Codes sowie das Rufzeichen zugeteilt bekommen. Noch in diesem Jahr will Eurowings Europe Ltd als maltesische Fluggesellschaft an den Start gehen. Die Neugründung soll ab Winterflugplan 2022/23 schrittweise die bestehende österreichische Airline ablösen. Die Flugzeuge werden nach und nach ins 9H-Register umgemeldet. Am Ende dieses Prozesses wird Eurowings Europe GmbH (Österreich) als Fluggesellschaft aufgelöst. Das Rufzeichen des Malta-Ablegers von Eurowings lautet Blackpearl. Wizz Air bringt eine neue Airline mit Sitz auf den maltesischen Inseln an den Start. Diese soll, so President Robert Carey, die bestehende Wizz Air Hungary ausdrücklich nicht ersetzen. Man wird unter EASA-AOC fliegen und die Betriebsgenehmigung von der maltesischen Zivilluftfahrtbehörde erhalten. Ähnlich ist auch Wizz Air Hungary organisiert, jedoch stammt deren OL von der ungarischen Behörde. Wizz Air Malta hat mittlerweile den ICAO-Code WMT zugewiesen bekommen. Das Rufzeichen lauter „Wizzairmalta“. SkyUp MT ist der EU-Ableger der ukrainischen Billigfluggesellschaft SkyUp. Diese will voraussichtlich Ende November/Anfang Dezember 2022 an den Start gehen. Zunächst will man mit zwei Flugzeugen ACMI- und Charterdienstleistungen erbringen. Ab Sommerflugplan 2023 soll SkyUp MT auch auf eigene Rechnung ab diversen EU-Flughäfen unterwegs sein. Das künftige Streckennetz will man gegen Jahresende 2022 vorstellen. Für den Sommer 2023 plant man mit 19 Boeing 737. Der mittlerweile zugeteilte ICAO-Code lautet SEU. Das Rufzeichen: „Sky Malta“. Gestair Aviation Malta ist aus der Übernahme von Pontair hervorgegangen. Es

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Nonstopflüge zwischen Russland und Indonesien vor dem Comeback

Die Regierungen von Russland und Indonesien verhandeln derzeit über die Wiederaufnahme von Nonstopflügen zwischen den beiden Staaten. Aeroflot, Azur Air und Nordwind haben bereits Streckenrechte beantragt. Konkret geht es um verschiedene Städte der Russischen Föderation, die mit Airports in Indonesien verbunden werden sollen. Ein konkreter Termin für die Wiederaufnahme der Flugverbindungen zwischen den beiden Staaten ist noch nicht absehbar, jedoch sollen die Verhandlungen bereits weit fortgeschritten sein. Gegenüber Ria Novosti bestätigte der indonesische Botschafter Jose Tavares die Gespräche. Weiters fügte er hinzu, dass die drei russischen Fluggesellschaften vor der Erteilung eventueller Genehmigungen lokale Repräsentanzen in Indonesien eröffnen müssen. Die Gesetzgebung sieht derzeit vor, dass ausländische Fluggesellschaften, die von/nach Indonesien fliegen, eine Vertretung vor Ort haben müssen. Diese kann selbst betrieben werden, aber auch kann alternativ ein so genannter General-Sales-Agent bevollmächtigt werden.

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Berlin: Zahlreiche Destinationen aus dem Winterflugplan 2022/23 gestrichen

Der Billigflieger Easyjet fährt im Winterflugplan 2022/23 seine Präsenz auf dem Flughafen Berlin-Brandenburg zurück. Zahlreiche Strecken werden gestrichen bzw. in eine „Winterpause“ geschickt. Auf weiteren Routen werden die Frequenzen zum Teil stark reduziert. Die Kürzungen kommen nicht überraschend, denn bereits vor einigen Wochen hatte Easyjet angekündigt, dass man die Anzahl der in Berlin-Brandenburg stationierten Flugzeuge im Herbst 2022 zurückfahren wird. Auch erklärte man damals, dass man bis zu 250 Mitarbeiter abbauen wird. Als Begründung nannte man unter anderem, dass man das Fluggerät ab anderen Airports profitabler einsetzen könne. Dies war durchaus ein Seitenhieb auf die Kostenstruktur am Hauptstadtflughafen, die auch von Konkurrent Ryanair kritisiert wird. Schifahrer aus dem Einzugsgebiet des Flughafens Berlin-Brandenburg müssen in der bevorstehenden Wintersaison 2022/23 auf Nonstop-Flüge ins österreichische Innsbruck verzichten. Diese Route wird nicht angeboten und soll frühestens mit Beginn der Sommerperiode 2023 reaktiviert werden. Das Ausweichen auf Salzburg wird auch kompliziert. Diese Strecke wird zwar nicht gestrichen, jedoch werden die Frequenzen deutlich reduziert. Nebst Innsbruck weist das Winter-Streichkonzert von Easyjet in Berlin-Brandenburg folgende Ziele auf: Köln/Bonn, Faro, Athen, Göteborg, Helsinki, La Palma, Mailand-Malpensa, Porto, Paphos, Thessaloniki und Marrakesch. Die genannten Destinationen sollen im Winterflugplan 2022/23 nicht bedient werden. Ein weiterer Wackelkandidat: Wien. Dieses Ziel ist zwar buchbar, jedoch ist noch nicht final entschieden, ob es im Winterflugplan 2022/23 tatsächlich reaktiviert ist. Auf fast allen verbleibenden Easyjet-Strecken ab Berlin-Brandenburg kommt es zur Rücknahme von Frequenzen. Nennenswert sind beispielsweise die Routen nach Zürich, Valencia, Salzburg, Pristina, Palma de Mallorca, Nizza, Neapel, London-Luton, Hurghada, Genf, Rom-Fiumicino, Kopenhagen, Catania,

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Reisebusse: Deutliche Umsatzrückgänge wegen Neun-Euro-Fahrkarte

Das deutsche Neun-Euro-Ticket hatte nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmen den Nebeneffekt, dass deutlich weniger Charterbusse genutzt wurden. Der BDO führte unter den Mitgliedern eine Umfrage durch, die ergeben hat, dass besonders im Bereich von Schul- und Seniorenausflügen deutlich weniger auf Reisebusse zurückgeriffen wurde. Die deutsche Bundesregierung hat in den Kalendermonaten Juni, Juli und August 2022 einen Sonderfahrtschein für neun Euro pro Monat angeboten. Dieser berechtigte zur unbeschränkten Nutzung aller Nahverkehrsangebote in ganz Deutschland. Der Neun-Euro-Fahrschein führte zu überfüllten Regionalzügen und wird noch immer kontrovers diskutiert. Ein unmittelbares Nachfolgeangebot gibt es nicht. Das Umfrageergebnis des BDO lässt die Vermutung zu, dass vermehrt Linienangebote für Ausflüge von Schülern und Pensionisten genutzt wurden. Auch sollen Vereine weniger Fahrten gebucht haben. Dies lässt die Vermutung zu, dass vermehrt auf im Neun-Euro-Ticket inkludierte Linienverkehre ausgewichen wurde. In vielen Fällen könnte das gegenüber einem Charterbus günstiger gekommen sein. Aufgrund zum Teil erheblicher Überfüllung von Linienbussen und Regionalverkehrszügen ist allerdings fraglich, ob die Reisegruppen alle Verbindungen wie ursprünglich geplant nutzen konnten. Dies geht aus der Umfrage des Autobus-Verbandes nicht hervor. Die Züge waren zum Teil so stark überfüllt, dass jeder Quadratmillimeter genutzt wurde. Selbst die Toiletten mussten immer wieder als behelfsweise Stehplätze herhalten. Nicht selten kam es dazu, dass aufgrund akuter Überfüllung keine weiteren Fahrgäste zusteigen durften. Nachfolger könnte bis zu 69 Euro pro Monat kosten Bisherige Analysen haben ergeben, dass der Neun-Euro-Fahrschein an der ursprünglichen Planung vorbeigeschrammt ist. Die Bundesregierung wollte eigentlich Pendler auf dem Weg zur Arbeit entlasten. Aufgrund des Umstands, dass die überwiegende

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