Jan Gruber

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Jan Gruber

Deutschland: Maskenpflicht in Flugzeugen vor dem Aus

Eigentlich wollte Deutschlands Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Maskenpflicht an Bord von Verkehrsflugzeugen verschärfen, jedoch scheint es nun anders zu kommen. Die Verpflichtung zur Bedeckung von Mund und Nase in Flugzeugkabinen steht vor dem Aus. Fast alle europäischen Länder haben die Maskenpflicht an Bord schon längst abgeschafft. Deutschland geht allerdings einen einsamen Sonderweg. Karl Lauterbach wollte gar auf FFP2-Masken verschärfen, jedoch hegte sich seitens Koalitionspartner FDP, aber auch seitens der Lufthansa, Widerstand gegen das Vorhaben. Wie zuerst das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete wurde die Verpflichtung zur Bedeckung von Mund und Nase in Flugzeugkabinen aus dem Entwurf des Infektionsschutzgesetzes gestrichen. Lauterbach soll diese jedoch bei ungünstigen Zahlen mittels Verordnung anordnen können. Hierzu ist jedoch dann die Zustimmung aller Ressorts, also auch der FDP-Ministerien notwendig. Damit gilt die Maskenpflicht als defacto abgeschafft. In den letzten Wochen ist das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ wiederholt mit Berichten, die ausländischen Fluggesellschaften die Missachtung deutschen Rechts vorwerfen, aufgefallen. Dabei wurde ausgeklammert, dass aufgrund zum Teil jahrzehntealter internationaler Luftfahrtabkommen bei grenzüberschreitenden Flügen an Bord das Recht des Registerstaats gilt. Zunächst prangerte man an, dass Swiss bei Deutschland-Flügen keine Masken mehr verlangt und kurze Zeit später traf es die österreichische Eurowings Europe. Deutschlands größte Fluggesellschaft, Lufthansa, war schon vor einigen Monaten nicht mehr bereit die deutsche Maskenpflicht auf Biegen und Brechen durchzusetzen. In den letzten Wochen positionierte man sich – auch unter Verweis auf die internationale Praxis – klar gegen die Verpflichtung zur Bedeckung von Mund und Nase. Man appelliert in Richtung Freiwilligkeit und sieht beim Zwang war wirtschaftliche Nachteile,

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Verhandlungen: South African könnte British-Airways-Franchisenehmer werden

Die Pleite der südafrikanischen Fluggesellschaft Comair hat zur Folge, dass die Marke British Airways nicht mehr omnipräsent ist. Deswegen sieht sich das IAG-Konzernmitglied nach einem neuen Franchisenehmer um und könnte bei South African Airways fündig geworden sein. Derzeit ist die dänische Sun Air of Scandinavia das einzige konzernfremde Luftfahrtunternehmen, das die Marke British Airways in Lizenz nutzt. Zuvor war in Südafrika viele Jahre lang Comair in den Farben der Briten unterwegs. Bedingt durch die Insolvenz ist dieser Franchisenehmer weggefallen, jedoch scheint es der IAG sehr wichtig zu sein, dass man auch weiterhin innerhalb von Südafrika mit dem BA-Brand präsent ist. Derzeit befindet man sich mit South African Airways in Verhandlungen über mögliches Franchising. Der Carrier bestätigte die Gespräche, nannte jedoch keine näheren Details. Das Thema gilt durchaus als heikel, denn es könnte gar Auswirkungen auf die Mitgliedschaft in der Star Alliance haben. Es gilt als äußerst unwahrscheinlich, dass SAA in den Farben von British Airways in diesem Bündnis verbleiben würde. Ein Wechsel in die Oneworld ist zumindest nicht abwegig. South African Airways selbst hat schwere Zeiten hinter sich. Das Unternehmen kollabierte während der Coronapandemie unter einem über viele Jahre hinweg angehäuften Schuldenberg. SAA wurde im Zuge eines Insolvenzverfahrens verkauft und ging in deutlich verkleinertem Umfang wieder an den Start. Das Vertrauen in die einst starke Marke ist stark beschädigt. Die Nutzung der Marke British Airways könnte für SAA den Vorteil bieten, dass man mehr Vertrauen auf dem lokalen Markt erlangen könnte. Gleichzeitig hätte die IAG wieder die Möglichkeit Anschlussflüge unter

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Rumänien sperrt Blue-Air-Konten: Flugbetrieb weitgehend eingestellt

Die rumänische Billigfluggesellschaft Blue Air muss den Flugbetrieb weitgehend einstellen. Das Unternehmen bezahlte eine von der Verbraucherschutzbehörde verhängte Geldbuße nicht. Daher wurden gerichtlich die vorläufige Pfändung von Bankguthaben sowie die Sperre von Firmenkonten verfügt. Der Lowcoster kann Lieferanten nicht mehr bezahlen. Laut offizieller Erklärung von Blue Air soll der Flugbetrieb bis vorläufig Montag, 12. September 2022 eingestellt bleiben. Man hofft, dass man bis dahin die Aufhebung der Pfändung bzw. Kontensperre erwirken kann. Der Umstand, dass die Finanzlage von Blue Air stark angespannt ist, war schon länger ein offenes Geheimnis. Der Carrier hat sich viel Zeit bei der Erstattung von Ticketgeldern gestrichener Flüge gelassen. So viel, dass man sich eine heftige Strafe der Verbraucherschutzbehörde eingehandelt hat. Der Carrier konnte offenbar das Bußgeld in der Höhe von zwei Millionen Euro nicht fristgerecht bezahlen und soll es Behördenangaben nach auch verabsäumt haben ein aufschiebendes Rechtsmittel einzulegen oder aber eine Ratenzahlung zu vereinbaren. Daher fährt das staatliche Amt nun den harten Kurs der Zwangsvollstreckung. Bereits vor ein paar Tagen hat der Leiter der Verbraucherschutzbehörde ANPC öffentlich zum Boykott von Blue Air aufgerufen. Dies brachte ihm durchaus Kritik ein, denn die Fluggesellschaft konterte mit einer Strafanzeige wegen mutmaßlichem Amtsmissbrauch. Unabhängig davon dürfte sich der Schlagabtausch negativ auf die Buchungszahlen ausgewirkt haben. Blue Air teilt nun mit, dass aufgrund der „unvorhersehbaren Situation“ sämtliche Flüge, die von/nach Rumänien geplant sind bis vorläufig 12. September 2022 abgesagt werden müssen. Als Begründung nannte man den Umstand, dass man aufgrund der behördlich verfügten Kontensperre die Lieferanten nicht bezahlen kann Eigenen

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Wegen defektem E190: Kunterbunte Subcharter bei Lübeck Air

In der vergangenen Woche wurde der Flugplan von Lübeck Air aufgrund eines technischen Defekts, den der von German Airways betriebene Embraer 190 mit der Registrierung D-AJHW in Preveza erlitt, durcheinandergewirbelt. Zahlreiche Subcharter kamen zum Einsatz. Unter anderem war Jump-Air auch auf den Salzburg-Flügen mit der ATR72-500 mit der Registrierung LY-JUP für Air Alsie im Einsatz. MHS Aviation half mit einer Dornier 328 (D-CMHB) in den Farben von Rhein-Neckar Air aus. Dieses Flugzeug flog innerdeutsch sowie nach Bergen. Copenhagen Air Taxi setzte die Bombardier CRJ-200 mit der Registrierung OY-CRJ auf Flügen von Lübeck nach Olbia ein. Die maltesische Luxwing rückte in den Farben von Skyalps mit der de Havilland Dash 8-400 an und hat ab Bern den Flug nach Olbia übernommen. Es kam die 9H-EVA zum Einsatz. Am Wochenende war dann die D-AJHW wieder fit und steht mittlerweile wieder im regulären Dienst. Die Maschine wird im Auftrag von Air Alsie betrieben und ist an Lübeck Air verchartert. Die Hausmarke des norddeutschen Airports befindet sich derzeit im Zulassungsprozess eine eigenständige Fluggesellschaft zu werden.

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Offene Bewerbertage: Lauda Europe sucht Flugbegleiter in Wien

Die Ryanair-Tochter Lauda Europe befindet sich auf der Suche nach rund 50 neuen Flugbegleitern. In Kooperation mit dem Personaldienstleister Crewlink wird man im September 2022 zwei offene Bewerbertage im Wiener Le Meridien Hotel veranstalten. Am 10. September 2022 und am 24. September 2022 können Interessierte jeweils um 10 Uhr 00 und 15 Uhr 00 zu offenen Bewerbertagen im Hotel Le Meridien Wien, Robert-Stolz Platz 1, 1010 Wien, erscheinen. Alternativ kann unter der E-Mail-Adresse [email protected] ein individueller Termin vereinbart werden. „Unsere Kabinenbesatzung bietet ehrgeizigen Besatzungsmitgliedern aufregende Karrieremöglichkeiten, während sie die beliebtesten Reiseziele Europas erkunden. Wir haben diesen Rekrutierungstag organisiert, um interessierte Kandidaten persönlich zu treffen und ihnen die spannenden und dynamischen Karrieremöglichkeiten bei Europas größter Group Airline zu vermitteln“, so Andrew Swan von Crewlink.

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Wizz Air führt Fixed-Rostering ein

Der Billigflieger Wizz Air wird ab Oktober 2022 die Diensteinteilung der Besatzungen ändern. Nach dem Vorbild des Konkurrenten Ryanair führt man fixe Dienstpläne ein. Konkret bedeutet das, dass man nach einem festen Muster ein paar Tage Arbeit und ein paar Tage Freizeit haben wird. Das so genannte Fixed-Rostering wird seit vielen Jahren von Fluggesellschaften der Ryanair Group praktiziert. Im Zuge der Einführung bei der mittlerweile nicht mehr aktiven Laudamotion war dies durchaus umstritten. Bislang erfolgt bei Wizz Air die Einteilung nicht nach fixen Mustern. Fixed-Rostering hat insbesondere für Fluggesellschaften Vorteile, da man sich Kosten spart. Für die Mitarbeiter besteht zwar die Möglichkeit, dass man längerfristig planen kann, jedoch sind die Möglichkeiten kurzfristig etwas zu ändern, ausgenommen bei Krankheit oder aus wichtigem Grund, sehr begrenzt. Piloten, die die derzeitigen flexiblen Dienstpläne beibehalten wollen, bekommen eine Ausgleichszahlung.  Die neuen festen Dienstpläne, die je nach Arbeitsort und je nach persönlicher Präferenz unterschiedlich sein können, werden in den nächsten sechs Monaten eingeführt. „Diese neue Flexibilität wird die Work-Life-Balance unserer Kollegen weiter verbessern und Wizz Air zu einem noch besseren Arbeitsplatz machen,“ erläutert Roland Tischner, Operations Officer bei Wizz Air.

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Sommer 2023: Eurowings nimmt zusätzliche Türkei-Strecken auf

Für den Sommerflugplan 2023 plant die Fluggesellschaft Eurowings zusätzliche Verbindungen zwischen Deutschland und der Türkei anzubieten. Die operative Durchführung soll mit von Eurowings Europe (Malta) betriebenen Airbus A319 erfolgen. Ab Köln/Bonn will man zusätzlich je einmal pro Woche nach Adana und Kayseri fliegen. Die Flüge in die zuerst genannte Stadt sollen jeweils in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag durchgeführt werden. Der Erstflug ist für den 14. Juni 2023 in die Systeme eingepflegt. Zurück geht es jeweils am Verkehrstag Donnerstag. Vorerst ist diese Strecke bis zum 14. September 2023 befristet. Die Destination Kayeri will man ab 15. Juni 2023 ansteuern. Geflogen wird jeweils in der Nacht von Freitag auf Samstag. Die Rückflüge sind für den Verkehrstag Samstag geplant. Diese Route ist bis zum 15. September 2023 befirstet. Ebenso will man Adana und Kayseri ab Hamburg anbieten. Die zuerst genannte Stadt will man ab 8. Juli 2023 jeweils in den Nächsten von Samstag auf Sonntag anbieten. Die Rückflüge sind für den Verkehrstag Sonntag geplant. Vorerst sind die saisonalen Flüge bis zum 17. September 2023 befristet. Kayseri soll ab Hamburg erstmals am 7. Juli 2023 angesteuert werden. Man fliegt in Nächsten von Freitag auf Samstag, so dass die Rückflüge jeweils am Verkehrstag Samstag durchgeführt werden. Vorerst ist diese Strecke bis zum 26. August 2023 befristet. Ab Stuttgart will Eurowings das Ziel Kutahya ins Streckennetz aufnehmen. Die saisonale Route soll zwischen 19. Juli 2023 und 21. September 2023 angeboten werden. Die Hinflüge werden in den Nächsten von Mittwoch auf Donnerstag durchgeführt. Die Rückflüge

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Billund: Sun Air reaktiviert erste Linienstrecke

Die Regionalfluggesellschaft Sun Air of Scandinavia hat am 5. September 2022 ihr Comeback gefeiert: Mit einem Dornier-328-Jet nahm der British-Airways-Franchisenehmer die Verbindung zwischen Billund und London-City wieder auf. Vor der Corona-Pandemie unterhielt das Unternehmen im deutschen Friedrichshafen einen Stützpunkt. Von dort aus wurden Flüge nach Düsseldorf und Berlin-Tegel angeboten. Bislang wurden diese nicht reaktiviert. Momentan gibt es keine Anzeichen für ein mögliches Comeback am Bodensee-Airport. Auch ab Billund fliegt der BA-Franchisenehmer zunächst nur auf Sparflamme. Vorerst bleibt die London-City-Strecke ein Einzelstück. Das Unternehmen teilte mit, dass die Ziele Brüssel, Düsseldorf, Manchester und Oslo weiterhin auf unbestimmte Zeit pausiert bleiben. „Wir freuen uns sehr, Ihnen wieder eine Direktverbindung zwischen Billund und London City anbieten zu können und Sie wieder an Bord begrüßen zu dürfen. Die Strecke beginnt mit sechs wöchentlichen Rotationen von Montag bis Donnerstag mit Flügen am Morgen und am Abend und mit dem bekannten hohen Serviceniveau von Sun Air vor, während und nach dem Flug“, so Sun Air of Scandinavia. Die dänische Fluggesellschaft ist einer der wenigen Dornier-328-Jet-Operators in Europa. Die Flotte besteht derzeit aus 13 Exemplaren dieses Typs. Allerdings befinden sich einige Einheiten im so genannten Long-Time-Storage und sollen bei Bedarf kurzfristig reaktiviert werden. Der Sitz von Sun Air ist in Billund. Als Franchisenehmer von British Airways nutzt man die Marke des IAG-Konzernmitglieds ohne jedoch selbst ein Mitglied der Firmengruppe zu sein.

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VC ruft Lufthansa-Piloten erneut zum Streik auf

Die Vereinigung Cockpit ruft ihre Mitglieder bei Lufthansa und der Frachttochter Lufthansa Cargo ab Mittwoch erneut zum Streik auf. Diesmal soll bei der Passagierfluggesellschaft zwei Tage lang die Arbeit niedergelegt werden. Die Pilotengewerkschaft teilte mit, dass man von der Arbeitgeberseite „ungeachtet anderslautender Ankündigungen“ bislang kein neues Angebot erhalten habe. Die Vereinigung Cockpit hält das Verhalten für „absolut unverständlich“. Daher ruft man die Lufthansa-Flugzeugführer ab Mittwoch zum zweitägigen Streik auf. Bei der Frachttochter soll die Arbeit gar drei Tage lang niedergelegt werden. „Um auch in dieser Lage nichts unversucht zu lassen, haben wir dennoch einen Verhandlungstermin für Dienstag angeboten. Dieser wird dem Vernehmen nach stattfinden. Klar muss jedoch sein, der angekündigte Streik kann nur durch ein ernstzunehmendes Angebot des Unternehmens abgewendet werden“, so VC-Pressesprecher Matthias Baier. In der vergangenen Woche ging die erste Streikrunde der Lufthansa-Piloten über die Bühne. Der Carrier musste einen Großteil des Flugangebots streichen. Betroffen waren auch Verbindungen zwischen Österreich und Deutschland. Sollte zwischen der VC und der Kranich-Konzern nicht zuvor Tauwetter eintreten, ist neuerlich mit erheblichen Auswirkungen auf den Flugbetrieb zu rechnen. „Wir hätten es uns anders gewünscht“, so Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik der VC, „doch leider sind die Beharrungskräfte bei der Lufthansa erheblich. Es ist jetzt wichtig, dass die Parteien schnell und mit dem gebotenen Ernst am Verhandlungstisch zueinander finden.“

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Adria Airways: Insolvenzverwalter klagt zwei ehemalige Geschäftsführer auf 78 Millionen Euro

Die Pleite der ehemaligen Fluggesellschaft Adria Airways soll nun auch ein zivilrechtliches Nachspiel für das ehemalige Management haben. Der Insolvenzverwalter brachte eine Schadenersatzklage in der Höhe von 78 Millionen Euro ein. Im September 2019 ging dem Carrier, der einige Zeit zuvor an 4K Invest verkauft wurde, das Geld aus. Am 30. September 2019 musste Konkurs angemeldet werden. Im Frühjahr 2021 wurde bekannt, dass die lokale Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen ehemalige Manager eingeleitet hat. Der Insolvenzverwalter hatte zuvor festgestellt, dass rund 3,6 Millionen Euro sowie Bargeld spurlos verschwunden sein sollen. Davon unabhängig sind die zivilrechtlichen Klagen, die gegen die ehemaligen Geschäftsführer Arno S. und Holger K. eingebracht worden sein sollen. Beide Manager waren parallel auch Managing Partner bei der Eigentümergesellschaft 4K Invest. Das zuletzt genannte Unternehmen ist seit den Zusammenbrüchen von Darwin Airline („Adria Airways Switzerland“) und Adria Airways wie vom Erdboden verschluckt. Zahlreiche Gesellschaften wurden mittlerweile liquidiert.

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