Jan Gruber

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Jan Gruber

Grazer Flughafen testet neues Ein- und Ausreisesystem EES

Die Europäische Union führt schrittweise das neue Entry-Exit-System (EES) zur digitalen Erfassung von Reisenden aus Drittstaaten an den Schengen-Außengrenzen ein. Ziel des vollautomatisierten IT-Systems, das bis April 2026 flächendeckend implementiert werden soll, ist die lückenlose Gewährleistung der Einhaltung von Ein- und Ausreisebestimmungen. Der Flughafen Graz (GRZ) hat mit der Testphase des neuen Kontrollverfahrens begonnen. Das EES ersetzt den bisherigen Stempel im Reisepass durch eine digitale Erfassung und Speicherung von personenbezogenen und biometrischen Daten, insbesondere Fingerabdrücken und Gesichtsbildern. Die Grenzkontrollstellen am Grazer Flughafen wurden bereits mit der notwendigen Hardware wie Fingerprint-Readern und Kamerastelen ausgestattet. Künftig wird der Grenzbeamte die biometrischen Daten mit dem Pass abgleichen und die Einreisedaten in einer einheitlichen, Schengen-weiten Datenbank ablegen. Betroffen von dem neuen System sind Reisende aus Nicht-EU-Ländern, die für einen Kurzaufenthalt von bis zu 90 Tagen in den Schengen-Raum einreisen, unabhängig davon, ob sie visumfrei reisen dürfen oder ein Kurzaufenthaltsvisum besitzen. Jürgen Löschnig, Geschäftsführer des Graz Airport, informierte, dass das neue System für alle Beteiligten eine Herausforderung darstelle. Trotz guter Vorbereitung und Abschluss aller notwendigen Arbeiten sei gerade in der Anfangsphase mit längeren Wartezeiten bei der Einreise für Drittstaatsangehörige zu rechnen. Das EES ist Teil einer umfassenden Modernisierung der EU-Grenzverwaltung und soll die Sicherheit im Schengen-Raum erhöhen, indem es unter anderem verhindert, dass Reisende die zulässige Aufenthaltsdauer überziehen. Experten warnen, dass die Übergangsphase an vielen europäischen Flughäfen zu anfänglichen Verzögerungen führen könnte, bis sich die Prozesse eingespielt haben und die technischen Systeme reibungslos funktionieren.

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Easyjet forciert Flottenumbau: Wachstum durch größere und modernere Flugzeuge

Die britische Billigfluggesellschaft Easyjet hat eine umfassende Flottenstrategie dargelegt, die in den kommenden Jahren zu einer signifikanten Verjüngung und Vergrößerung ihrer Flugzeugflotte führen soll. Bis zum Geschäftsjahr 2028 plant die Airline, 51 ältere Maschinen des Typs Airbus A319 auszumustern und diese durch neuere und größere Modelle der Airbus A320- und A321-Neo-Familie zu ersetzen. Dieser strategische Schritt, bekannt als „Upgauging“, stellt zwar eine erhebliche Investition von mehreren Milliarden Pfund dar, verspricht jedoch deutliche operative und wirtschaftliche Vorteile durch verbesserte Produktivität und Stückkostenreduktion. Die Umstellung zielt darauf ab, die Wettbewerbsposition der Fluggesellschaft an Europas verkehrsreichsten Flughäfen nachhaltig zu stärken und das Kapazitätswachstum effizient voranzutreiben. Massive Investitionen in moderne Flugtechnik Der Kern der Flottenstrategie von Easyjet ist der Austausch kleinerer, älterer Flugzeuge gegen die moderne Neo-Generation (New Engine Option) von Airbus. Bis 2028 werden 51 Airbus A319 das Unternehmen verlassen. Sie werden durch Maschinen der A320-Neo- und insbesondere der A321-Neo-Varianten ersetzt. Die Airline verfügt über eine umfangreiche Bestellung bei Airbus, die insgesamt 290 bestätigte Neo-Maschinen umfasst. Davon entfallen 125 auf den Typ A320neo und 165 auf den größeren A321neo. Die Auslieferungen dieser Großbestellung sind bis zum Jahr 2034 terminiert. Zusätzlich sichert sich Easyjet Flexibilität durch 100 weitere Kaufrechte. Die finanziellen Dimensionen dieser Modernisierung sind erheblich. Die Investitionsausgaben für die Flottenerneuerung sollen laut Unternehmensangaben von 1,3 Milliarden Pfund im aktuellen Geschäftsjahr auf voraussichtlich 3,3 Milliarden Pfund bis zum Jahr 2028 ansteigen. Dies verdeutlicht das langfristige Engagement von Easyjet, in eine effizientere und leistungsfähigere Flotte zu investieren. Beschleunigter Austauschplan bis 2028 Der Austauschplan gewinnt in

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RegioJet eröffnet neue Zugstrecke nach Warschau

Die Adventszeit zählt traditionell zu den verkehrsreichsten Zeiten des Jahres für den tschechischen Bahn- und Busbetreiber RegioJet. Tausende Reisende aus Tschechien nutzen die Verbindungen des Unternehmens, um europäische Weihnachtsmärkte zu besuchen. Besonderes Interesse gilt in diesem Jahr traditionell den Märkten in Wien und Dresden, doch auch Ziele in Polen, wie Krakau, und Ungarn, wie Budapest, gewinnen zunehmend an Beliebtheit, oft in Kombination mit einem Besuch in Thermen. Angesichts des hohen Andrangs in der Vorweihnachtszeit verstärkt RegioJet kontinuierlich seine Bus- und Bahnkapazitäten. Sprecher Lukáš Kubát rät Reisenden jedoch, Tickets frühzeitig zu buchen, da viele Verbindungen in der Zeit kurz vor Weihnachten schnell ausgebucht sind. Neben internationalen Zielen gehören in Tschechien auch die Weihnachtsmärkte in Prag, Olmütz (Olomouc) und Brünn (Brno) zu den meistbesuchten Zielen. Mit dem am 14. Dezember in Kraft tretenden neuen Fahrplan erweitert das Unternehmen sein Angebot zusätzlich um eine neue, strategisch wichtige Zugstrecke. Diese Verbindung wird die tschechischen Städte Prag, Pardubice, Olmütz und Ostrava mit der polnischen Hauptstadt Warschau verbinden. Die neue internationale Strecke erhöht die Konnektivität in der Region und bietet Fahrgästen eine schnelle und bequeme Reisemöglichkeit nach Polen. Die Preise für die Zug- und Busverbindungen zu den Weihnachtsmärkten sind auf einem wettbewerbsfähigen Niveau. So sind Tickets von Brünn nach Wien bereits ab 149 Tschechische Kronen (CZK) – umgerechnet rund 6 Euro – erhältlich.Radim Jančura, Inhaber von RegioJet, lädt seine Kunden ein, die einzigartige Atmosphäre weihnachtlich geschmückter Städte in Tschechien und Europa zu entdecken. Das Unternehmen betont dabei den Komfort der Reise in den charakteristischen gelben Zügen

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Ryanair begrüßt Aus für dritte Piste in Wien, fordert aber drastische Kostensenkungen

Die Fluggesellschaft Ryanair hat am 27. November 2025 die Entscheidung des Flughafens Wien begrüßt, die Pläne für den Bau einer dritten Start- und Landebahn aufzugeben. Ryanair argumentiert, dass die beiden bereits bestehenden Pisten des Flughafens Wien-Schwechat (VIE) mehr als ausreichend seien, um bis zu 60 Millionen Passagiere pro Jahr abzufertigen. Angesichts eines aktuellen Passagieraufkommens von lediglich 32 Millionen sieht die Airline das Problem nicht in der Kapazität, sondern in den hohen Kosten des Standorts. Ryanair macht die hohen Gebühren des Flughafens Wien sowie die österreichische Luftverkehrsabgabe in Höhe von 12 Euro pro Passagier als zentrale Wachstumshemmnisse aus. Nach Angaben von Ryanair sind die Gebühren des Flughafens Wien seit der Corona-Pandemie um 30 Prozent gestiegen. Die Fluggesellschaft ist der Überzeugung, dass das Passagieraufkommen in Wien im Jahr 2026 eher zurückgehen als wachsen werde, solange diese Kostenbelastungen bestehen bleiben. Die irische Low-Cost-Airline knüpft ihre eigene Expansion am Standort an klare Forderungen: Würde die österreichische Regierung die Luftverkehrssteuer abschaffen – wie es beispielsweise bereits in Schweden, der Slowakei, Ungarn und Teilen Italiens geschehen ist –, die Gebühren der österreichischen Flugsicherung drastisch senken und der Flughafen Wien seine Gebühren auf das Niveau vor Covid zurückführen, sei Ryanair bereit, eine Milliarde US-Dollar zu investieren. Mit dieser Investition würde Ryanair das Passagieraufkommen in Wien in den nächsten fünf Jahren um 70 Prozent steigern – von aktuell 7 Millionen auf über 12 Millionen Passagiere jährlich bis 2030 – ohne dass dafür eine dritte Piste nötig wäre. Ryanair, Europas größte Fluggesellschaft nach Passagierzahlen, fordert den Flughafen Wien auf,

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„Frankfurter Erklärung“: Fachgewerkschaften fordern Schutz der Koalitionsfreiheit und Tarifpluralität

Mehrere deutsche Fachgewerkschaften aus verschiedenen Sektoren haben in Frankfurt am Main die „Frankfurter Erklärung der Fachgewerkschaften“ verabschiedet. Mit diesem gemeinsamen Dokument setzen sie ein deutliches Zeichen für die Sicherung der Koalitionsfreiheit und die Beibehaltung einer spezialisierten Interessenvertretung in der Arbeitswelt. Die Erklärung richtet sich implizit gegen die expansive Strategie mancher Großorganisationen und äußert Besorgnis über die Benachteiligung kleinerer Berufsgruppen. In der Erklärung betonen die unterzeichnenden Organisationen, dass die Vielfalt der Arbeitswelt spezialisierte Stimmen erfordere. Fachgewerkschaften leisteten seit Jahrzehnten einen unverzichtbaren Beitrag zu branchennahen Tarifverträgen und einer realitätsnahen Mitbestimmung. Diese Differenziertheit sehen die Verbände jedoch zunehmend gefährdet, insbesondere durch das Tarifeinheitsgesetz (TEG) und den wachsenden Machtanspruch großer Gewerkschaften. Das TEG, das dem Grundsatz „Ein Betrieb, ein Tarifvertrag“ folgt und die Mehrheitsgewerkschaft bevorzugt, wird als akute Bedrohung für spezialisierte Berufsgruppen empfunden und seine dringende Neubewertung gefordert. Die Fachgewerkschaften formulieren sechs Kernforderungen. Sie betonen die Unantastbarkeit der Koalitionsfreiheit, das Recht der Beschäftigten, sich ohne jeglichen Druck in der Gewerkschaft ihrer Wahl zu organisieren, und fordern eine echte Tarifpluralität. Zudem positionieren sie sich klar gegen gewerkschaftliche Machtpolitik, die in Branchen vordringen wolle, deren Besonderheiten sie nicht kenne. Die Fachgewerkschaften sehen ihr Fachwissen als zentralen Zukunftsfaktor für Sicherheit, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit der Branchen und fordern daher eine gleichberechtigte Beteiligung an arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Entscheidungsprozessen. Die Verabschiedung der Erklärung markiert einen seltenen, geschlossenen öffentlichen Auftritt zahlreicher spezialisierter Verbände, darunter die Vereinigung Cockpit (VC), die GDL und die UFO. Das Signal ist klar: Die Zukunft der Arbeitswelt brauche Vielfalt und spezialisierte Mitbestimmung. Wer nur auf Großorganisationen setze,

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Airport Bremen nimmt neue Direktverbindung nach Bodrum mit AJet auf

Der Airport Bremen (BRE) erweitert sein Flugangebot in die Türkei um eine attraktive Urlaubsdestination. Ab dem 28. Juni 2026 wird die türkische Fluggesellschaft AJet eine neue Direktverbindung in die Stadt Bodrum-Milas an der Ägäis anbieten. Die neue Strecke schafft eine zusätzliche Option für Reisende aus dem Nordwesten Deutschlands, um die als „St. Tropez der Türkei“ bekannte Region direkt zu erreichen. AJet, eine Tochtergesellschaft der renommierten Turkish Airlines, wird die Route einmal wöchentlich, jeden Sonntag, bedienen. Die Flugdauer zur türkischen Ägäisküste beträgt knapp drei Stunden. Die Flüge sind bereits ab sofort buchbar. Dr. Marc Cezanne, Geschäftsführer des Flughafens Bremen, betonte, dass Bodrum das bestehende Angebot an türkischen Reisezielen am Airport ideal ergänze. Bodrum zieht mit seinem mediterranen Flair ein internationales Publikum an. Die Stadt ist bekannt für ihre weißen Häuser, engen Gassen und zahlreichen Yachthäfen sowie ein lebendiges Nachtleben. Zudem bietet die Region kulturelle Höhepunkte: Das Mausoleum von Halikarnassos, das zu den Sieben Weltwundern der Antike gezählt wird, zieht Besucher mit seinen begehbaren Überresten an. Die Verbindung spricht somit sowohl Pauschalurlauber als auch kulturell interessierte Reisende an. Die Aufnahme von Bodrum durch AJet, einer jungen, aber kapitalkräftigen Airline, die auf ein Netzwerk mit rund 100 Flugzeugen zurückgreifen kann, festigt die Rolle des Airports Bremen als wichtiges regionales Abflugzentrum für Urlaubsreisen. Die strategische Ergänzung durch eine renommierte Partner-Airline stärkt die Anbindung der Hansestadt an den Mittelmeerraum.

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Präzedenzfall in Hamburg: Lufthansa erstreitet erstmals hohen Schadensersatz gegen Klimaprotestgruppe

Die juristische Aufarbeitung der weitreichenden Protestaktionen der Gruppe „Letzte Generation“ erreicht einen neuen Höhepunkt. Die Fluggesellschaft Lufthansa hat vor dem Landgericht Hamburg einen richtungsweisenden Erfolg erzielt und kann erstmals eine substanzielle Schadensersatzforderung gegen die Verursacher einer Flughafenblockade durchsetzen. Konkret geht es um eine Summe von 403.137,68 Euro gegen zehn Teilnehmer der Protestaktion, die am 13. Juli 2023 den Hamburger Flughafen über Stunden lahmlegte. Dieses Urteil schafft einen wichtigen Präzedenzfall für geschädigte Unternehmen und dürfte die juristische Auseinandersetzung zwischen der Wirtschaft und zivilen Protestgruppen fundamental verändern. Die Blockade und ihre wirtschaftlichen Folgen Der Protest am 13. Juli 2023 zählte zu den aufsehenerregendsten Aktionen der Gruppe, bei der sich Aktivisten widerrechtlich Zugang zum Rollfeld des Hamburger Flughafens verschafften und so den Flugbetrieb massiv störten. Die unmittelbare Folge der Blockade war die Annullierung und Verzögerung zahlreicher Flüge. Allein die Lufthansa Group meldete, dass 57 ihrer Flüge von den Auswirkungen der Störaktion betroffen waren. Der nun zugesprochene Schadensersatz von über 400.000 Euro setzt sich vermutlich aus verschiedenen Schadenspositionen zusammen: Das Urteil des Landgerichts Hamburg sendet ein klares Signal, dass die Haftung der Protestierenden für die durch ihre Aktionen verursachten direkten wirtschaftlichen Schäden geltend gemacht werden kann. Zunehmende juristische Konsequenzen Der erfolgreiche Schadensersatzprozess durch Lufthansa steht im Kontext einer umfassenderen rechtlichen Aufarbeitung der Proteste. Die Gruppe „Letzte Generation“ sah sich in den letzten Jahren einer wachsenden Zahl von Straf- und Zivilverfahren gegenüber: Strafrechtliche Verfolgung Im Oktober wurden bereits zwei Klimaaktivisten vom Amtsgericht Köln zu Bewährungsstrafen verurteilt. Die strafrechtliche Verfolgung konzentriert sich auf Tatbestände wie Nötigung,

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Piloten kündigen Gesamtarbeitsvertrag bei Swiss: Forderung nach besseren Einsatzplänen

Die bei der Swiss International Air Lines (Swiss) beschäftigten Piloten, die im Verband Aeropers organisiert sind, haben den bestehenden Gesamtarbeitsvertrag (GAV 2023) mehrheitlich gekündigt. Bei einer hohen Stimmbeteiligung von 93 Prozent sprachen sich 85 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder für die Kündigung aus. Der GAV 2023, der noch bis Ende 2026 gültig wäre, wurde unter dem starken Einfluss der Corona-Pandemie ausgehandelt. Die Kündigung des Vertrages zum frühestmöglichen Zeitpunkt wird von Aeropers als eine logische Konsequenz der unzureichenden Fortschritte bei der Umsetzung vereinbarter Verbesserungen gewertet. Laut Thomas Steffen, Vorstand und Mediensprecher von Aeropers, habe das Management der Swiss wenig Bereitschaft gezeigt, die im GAV 2023 vorgesehenen Projekte zur Optimierung der Arbeitsbedingungen anzugehen. Als zentrales Anliegen der Piloten nannte Steffen die Verbesserung des Einflusses auf den Einsatzplan. Es sei ein großes Bedürfnis der Mitglieder, mehr Planbarkeit im persönlichen Leben zu erreichen. Der Pilotenverband sieht in dem deutlichen Abstimmungsergebnis ein starkes Signal für die Notwendigkeit von Anpassungen und strebt nun zügige Neuverhandlungen an. Die bestehenden Arbeitspläne würden den Piloten derzeit nur einen sehr begrenzten Einfluss auf ihre Einsatzplanung gewähren. Ziel der bevorstehenden Verhandlungen sei es, eine für beide Seiten gewinnbringende Lösung zu erzielen, die sowohl den betrieblichen Erfordernissen der Swiss als auch den Forderungen der Mitarbeiter nach besseren Arbeitsbedingungen gerecht wird. Der GAV 2023 war in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit für die Luftfahrtbranche vereinbart worden und sah im Gegenzug für die Akzeptanz gewisser Zugeständnisse die schrittweise Verbesserung von Arbeitsbedingungen vor. Die nun erfolgte Kündigung setzt die Airline unter Druck, um eine Eskalation des Tarifkonflikts

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Behördengespräche laufen: Gostner gründet Sky Alps Europe sro in Bratislava

Die in Bozen ansässige Regionalfluggesellschaft Skyalps hat unter dem Firmennamen „Sky Alps Europe s.r.o.“ ein Schwesterunternehmen mit Sitz am Flughafen Bratislava bekommen. Erste Gespräche, die zur Erlangung von slowakischen Zertifikaten führen könnten, hat man bereits mit der örtlichen Zivilluftfahrtbehörde geführt. Skyalps schweigt sich zur Gründung der Schwestergesellschaft aus. Am 22. August 2025 wurde unter der Firmenbuchnummer (ICO) 57 152 578 das Unternehmen „Sky Alps Europe sro“ ins Register des Stadtgericht Bratislava III eingetragen. Als Geschäftsführer fungieren Alex Spinato und Josef Gostner, die bei der bestehenden Skyalps in Südtirol vergleichbare Positionen ausüben. Eigentümer des slowakischen Ablegers sind Fri-El Ruffano S.r.l. und Fri-El Hydro S.r.l., die dem Firmenimperium des Josef Gostner zugeordnet werden können. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 5.000 Euro und verteilt sich mit 4.250 Euro auf den zuerstgenannten Gesellschafter und mit 750 Euro auf die zweite Firma. Skyalps hat sich trotz mehrfachen Erinnerungen nicht zur Neugründung in Bratislava geäußert und demnach auch die Frage, ob man einen Ableger neben der Regionalfluggesellschaft, die über italienische Zertifikate verfügt aufbauen möchte oder aber ob diese als Nachfolger, also eine Art „Ausflaggung“ geplant ist, nicht beantwortet. Das Unternehmen hat – trotz Vorlage eines offiziellen Auszugs aus dem Handelsregisters – überhaupt nicht reagiert. Wesentlich auskunftsfreudiger zeigte sich die Zivilluftfahrtbehörde der Slowakischen Republik. Deren Generaldirektor, René Molnár, stellt gegenüber Aviation.Direct zunächst klar, dass „Sky Alps Europe sro“ „nicht über von der Zivilluftfahrtbehörde der Slowakischen Republik ausgestellte AOC-Lizenz verfügt“. Allerdings bestätigt der Behördenleiter, dass es erste Gespräche gegeben hat: „Es fanden Treffen mit Vertretern des Unternehmens statt,

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Billig-Offensive in Bratislava und „hohe Standortkosten“ in Wien

In Bratislava profitieren Fluggesellschaften von besonders niedrigen Kosten während in Wien Anbieter wie Austrian Airlines, Ryanair und Wizz Air hohe Standortkosten beklagen. Die Zeiten, in denen der österreichische Hauptstadtairport Jahr für Jahr Rekordzahlen melden kann, könnten vorbei sein. Gefordert wird die Abschaffung der ohnehin umstrittenen Ticketsteuer. Nach jahrelangem Dahindümpeln steht der Flughafen Bratislava wieder im Aufwind. Der Billigflieger Wizz Air hat eine Basis eröffnet und der bisherige Platzhirsch Ryanair will im Sommer 2026 das Angebot um 70 Prozent ausbauen. Dem Vernehmen nach ist das Management des slowakischen Hauptstadt-Airports mit weiteren Carriern in vielversprechenden Verhandlungen. Doch was steckt eigentlich hinter der plötzlichen Liebe für Bratislava? Es geht – wie so gut wie immer in der Luftfahrt – ums liebe Geld. Die slowakische Regierung hat eine Kehrtwende in der Luftfahrtpolitik unternommen und einige Gebühren bzw. Steuern gekürzt oder gar komplett abgeschafft. Konkret geht es um die Öko-Steuer, – slowakisches Gegenstück zur deutschen Luftverkehrsabagbe bzw. österreichischen Flugabgabe – denn diese wurde ersatzlos gestrichen. Weiters hat man die Gebühren, die von den Airlines an die Flugsicherung zu entrichten sind, halbiert. Der staatliche Flughafen Bratislava hat ein Incentive-Programm ins Leben gerufen, das die Kosten, die von den Carriern vor Ort zu bezahlen sind, deutlich reduziert. Mit anderen Worten: Für Fluggesellschaften sind Flüge ab dem slowakischen Hauptstadt-Airport derzeit besonders günstig. Die Frage „was ist nach dem Incentive-Programm“ stellen sich die Politiker traditionell nicht. Insider können sich schon ausmalen was dann kommt: Entweder neue Rabatte oder die Billigflieger drohen mit ihrem Abflug. Letzteres hat der eine oder

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