Jan Gruber

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Jan Gruber

AUA: Lohnabrechnungsprobleme mit Vorauszahlungen überbrückt

Ende März 2022 haben 50 Bodenmitarbeiter von ihrem Arbeitgeber Austrian Airlines unverhofft zu viel Gehalt überwiesen bekommen. Es handelte sich allerdings um keine Prämie, sondern um einen Fehler, der in der Personalabteilung passiert ist. Diese nahm mit den Beschäftigten Kontakt auf und es wurde die Lösung gefunden, dass 60 Prozent von den Betroffenen zurücküberwiesen werden und der Rest dann im Juni 2022 vom Urlaubsgeld abgezogen wird. Es wurde ja nicht zu wenig ausbezahlt, sondern versehentlich zu viel. Das kleine Debakel hatte seinen Ursprung, so eine Sprecherin der Austrian Airlines, darin, dass im EDV-System ein Fehler passiert ist. So kam heraus, dass “der Computer” die Ansicht vertrat, dass die 50 betroffenen Bodenmitarbeiter nicht mehr in Kurzarbeit sind. Das Gegenteil war aber der Fall und die verantwortliche Fachabteilung soll rasch die betroffenen Beschäftigten kontaktiert haben und mit diesen die 60-Prozent/40-Prozent-Vereinbarung getroffen haben. Daran haben sich auch so ziemlich alle gehalten. Wenn aber einmal der sprichwörtliche “Wurm drin ist” dann lässt ein zweiter Systemfehler nicht lange auf sich warten, denn irrtümlich wurde den 50 betroffenen AUA-Mitarbeitern nicht im Juni 2022, sondern bereits im April 2022 die erwähnten 40 Prozent abgezogen und das obwohl so gut wie alle brav die vereinbarten 60 Prozent an ihren Arbeitgeber zurücküberwiesen haben. Dem nicht genug: Die AUA bezahlte versehentlich für diese Bodenbeschäftigten eine deutlich zu hohe Lohnsteuer, die natürlich ebenfalls vom Lohn abgezogen wurde. Jobs beim Bodenpersonal sind nicht gerade welche, die mit Bezügen von Spitzenmanagern vergleichbar sind. Daher war die Verärgerung bei den Betroffenen groß, denn diese

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April 2022: Wizz Air konnte Vorkrisenniveau deutlich übertreffen

Die Wizz Air Group konnte im April 2022 insgesamt 3.624.322 Passagiere befördern. Damit lag man deutlich über dem Vorjahresmonat, in dem man nur 564.634 Reisende an Bord hatte. Die Auslastung lag zuletzt bei 83,4 Prozent. Erstmals seit dem Beginn der Corona-Pandemie konnte man das Vorkrisenniveau in einem Einzelmonat übertreffen. Seit Jahresanfang 2022 verzeichnet Wizz Air – abgesehen von Februar 2022 – einen deutlichen Aufwärtstrend. Im Jänner 2022 hatte man 2.396.684 Passagiere an Bord. Im Feber waren es 1.921.153 Fluggäste. Im März 2022 konnte man sich auf 2.476.105 Reisende steigern und zuletzt im April 2022 waren es 3.624.322 Passagiere. Da die Werte, die in den Vergleichszeiträumen der Jahre 2020 und 2021 erzielt wurden aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie nur wenig aussagekräftig sind, ist der Blick auf die Beförderungsleistung, die Wizz Air im Jahr 2019 hatte, interessanter: Der Carrier hatte im April 2019 3.288.731 Reisende. Somit konnte man im April 2022 zum ersten Mal seit dem Beginn der Krise in einem Einzelmonat das Vorkrisenniveau übertreffen. Vergleich Passagierzahlen 2019 vs. 2022 Monat 2019 2022 April 3,288,731 3,624,322 März 2,721,959 2,476,105 Februar 2,400,692 1,921,153 Januar 2,569,229 2,396,684

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Klagenfurt: Lilihill will sich mit allen juristischen Mitteln gegen Flughafen-Verstaatlichung wehren

Der Mehrheitseigentümer des Klagenfurter Flughafens, die Lilihill Capital Group, will sich das vom Aufsichtsrat der landeseigenen Kärntner Beteiligungsgesellschaft beschlossene Ziehen der Call-Option nicht gefallen lassen. Man kündigt an, dass man jedes nur erdenkliche Rechtsmittel gegen die “geplante Verstaatlichung” ziehen wird. Die Gutachter, die von KBV und Lilihill beauftragt wurden, kamen zu unterschiedlichen Schlüssen. Jene auf die sich die ÖVP-Politiker beziehen vertreten die Ansicht, dass die Corona-Pandemie keine Rolle spielt und das Land Kärnten über die KBV die Call-Option ziehen kann und damit den Airport wieder zurück in Landeseigentum bringen kann. Lilihill beruft sich auf die Expertise anderer Juristen, die unter anderem der Meinung sind: “Dieser Beschluss ist aus mehreren Gründen völlig unverständlich: Er erfolgte entgegen anderslautenden Gutachten, die dem Rückkauf – und damit einer Verstaatlichung des Flughafens – verschwindend geringe Chancen einräumen. Ausdrücklich wird vor einer langen rechtlichen Auseinandersetzung gewarnt, die für die weitere Entwicklung des Flughafens Stillstand bedeuten würde.” Lilihill wirft der KBV und damit dem Land Kärnten vor, dass das “unrechtmäßige Ziehen der Call-Option Schadenersatzansprüche von bis zu 100 Millionen Euro” auslösen würde. Dies nehme die Landespolitik bewusst in Kauf und gehe “leichtfertig mit öffentlichen Geldern der Kärntnerinnen und Kärntner um”. Weiters schreibt Lilihill in einer Medienerklärung: “Diese Ansprüche werden auch gegen alle jene Personen geltend gemacht werden, welche die Verantwortung für das unrechtmäßige Ziehen der Call Option tragen. Zweifellos ist die Corona-Pandemie im fraglichen Jahr 2021 als höhere Gewalt einzustufen, womit die Grundlage für das Ziehen der Call Option nach Ansicht der Gutachter und Experten wegfällt. Selbst

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Neupositionierung: Eurowings überrascht mit eigenwilligem Werbespot

Die Lufthansa-Tochter Eurowings versucht derzeit mit einem ungewöhnlichen Werbespot, der von diversen deutschen TV-Stationen ausgestrahlt werden soll, als Value-Carrier zu positionieren. Man will weg vom Billig-Image, aber ob das mit diesem Spot, der Assoziationen zu ganz anderen Dingen offen lässt, gelingen wird, ist mehr als fraglich. “Entspannung selbst zu sein” kann man, sofern man das will, auch komplett anders interpretieren. Ebenso den Zusammenhang zwischen Kohlenstoffdioxid-Kompensierung, die ohnehin nur von sehr wenigen Passagieren genutzt wird und freien Mittelsitzen herzuleiten, ist auch wenig schlüssig. Man präsentiert sich eher als eine Art Wellness-Produkt als als seriöse Fluggesellschaft, die ein so genannter Value-Carrier sein will. Vor einigen Jahren ist Air Berlin mit dem Slogan “Genau deine Airline” und damit verbundenen Werbespots massiv eingefahren. Ob Eurowings den Misserfolg wiederholen kann? Bleibt abzuwarten. Lorenza Maggio, Vice President Customer Experience und Marketing bei Eurowings: „Ziel ist es, dass unsere Gäste Eurowings auf Anhieb mit dem entspanntesten und flexibelsten Reiseerlebnis verbinden.“ Dabei verweist der Manager auch auf die Möglichkeit, dass Flüge weiterhin bis zu 40 Minuten vor dem Abflug umgebucht werden können. Man will sich im Lowcost-Wettbewerb abheben und als Value-Carrier wahrgenommen werden. Ob das gelingt?

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Höhere Ticketpreise: Flugzeugversicherer wegen Russland vor größten Jahresverlust aller Zeiten

Die seitens der Europäischen Union, der Vereinigten Staaten von Amerika und vielen anderen Ländern gegen die Russische Förderation verhängten Sanktionen stellen Leasinggeber von Flugzeugen vor Herausforderungen, die man in diesem Ausmaß noch nie hatte. Auch für Versicherer ist die aktuelle Situation kompliziert. Dass es zwischen Leasinggeber und -nehmer aus den verschiedensten Gründen, meistens wegen Nichtbezahlung, zu Unstimmigkeiten kommen kann, kommt öfters vor. Eigentümer von Flugzeugen haben es unter normalen Umständen doch eher einfach an ihre Maschinen zu kommen. Sei es, dass man sie mit juristischen Mitteln an die Kette legen lässt oder aber in Eigenregie ausfliegen lässt. In Russland ist die Situation nun gänzlich anders, denn Wladimir Putin hat eigens dafür gesorgt, dass sich Leasinggeber so ganz und gar nicht auf Rechtshilfe verlassen können. Rechtsanwältin Adreana Zammit erklärte während der Mavio-Konferenz, die im maltesischen Qawra abgehalten wurde, dass von den 515 Flugzeugen, die russische Carrier von ausländischen Lessoren geleast haben, mittlerweile etwa 50 Prozent ins RA-Register überführt wurden. Dies selbstverständlich ohne Zustimmung der rechtmäßigen Eigentümer der Flugzeuge. Doch was können Leasinggeber eigentlich machen, um an ihre Maschinen zu kommen? Unter normalen Umständen würde eine ganze Reihe von juristischen Mitteln zur Verfügung stehen, aber Russland habe dies durch spezielle Verordnungen regelrecht vereitelt. Solange die Flugzeuge also innerhalb der Russischen Föderation bleiben bzw. nur in Staaten fliegen, die in dieser Sache keine Amtshilfe leisten, wird es äußerst schwierig, so die Juristin. Mangelnde Wartung und fehlende Dokumentation entwerten Flugzeuge Grundsätzlich wäre es wichtig, dass in Leasingverträgen an alle nur erdenklichen Eventualitäten gedacht wird,

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Kommentar: Klagenfurt am Weg zurück zur politischen Abwirtschaftung

Der Niedergang des Flughafens Klagenfurt hat bereits vor vielen Jahren seinen Anfang genommen, denn unter der Eigentümerschaft von Stadt Klagenfurt und Land Kärnten wurde nicht nur regelrecht abgewirtschaftet, sondern mit zum Teil dubiosen Subventionen sowie Charter-Deals hat man dem Airport einen bis heute zweifelhaften Ruf eingebracht. Zur Mitte der 2000er Jahre war in Klagenfurt durchaus viel Betrieb, denn Hapag-Llyod Express (später Tuifly und Air Berlin) waren mit mehreren Strecken präsent. Auch Ryanair hatte einige Routen ab dem Kärntner Flughafen. Die Präsenz war jedoch teuer erkauft, denn den Luftfahrtunternehmen wurde viel Geld gegeben damit diese überhaupt ab Klagenfurt fliegen. Jahre später wurden die Subventionen vom Europäischen Gerichtshof für illegal erklärt. Kaum floss kein Geld mehr an Air Berlin bzw. Ryanair, verabschiedeten sich die beiden Carrier. Das deutsche Unternehmen forderte damals sogar öffentlich, dass die Subventionen fortgeführt werden müssen oder man alle Strecken einstellen wird. Der irische Konkurrent bezeichnete das Vorgehen in Kärnten als “unverschähmte Gebührenerhöhung” und machte die Fliege. Das politisch eingesetzte Management meinte mit dem Chartern einer Boeing 757 von Condor eine Lösung für die Deutschland-Flüge gefunden zu haben. Eigens wurde eine neue GmbH gegründet, über die die Tickets verkauft wurden. Der einzige Gewinner dieser Aktion war Condor, denn die deutsche Airline hatte keinerlei Risiko. Egal wie viele Passagiere an Bord waren, Condor bekam die vereinbarten Charterraten. Dass der Maschinentyp Boeing 757 für die Routen nach Hamburg und Berlin viel zu groß war, war eher dem Größenwahnsinn des damaligen Managements geschuldet. Unter der Haider-Landesregierung versenkte man gar einige Millionen Euro

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Drei Maltesen mit begehrten Mavio-Awards ausgezeichnet

Zum zehnten Mal vergab die maltesische Luftfahrtorganisation Mavio am Montag die alljährlichen Awards. Wegen der Corona-Pandemie musste die Veranstaltung in den Jahren 2020 und 2021 pausieren. In drei Kategorien wurden maltesische Luftfahrtmitarbeiter mit Preisen ausgezeichnet. In der Kategorie Lebenswerk gewann Lt. Col. Joseph Smith den Award von Verkehrsminister Aaron Farrugia überreicht. Der Pilot war während seiner aktiven Dienstzeit, die von 1971 bis 1998 dauerte, auf fünf verschiedenen Helikoptertypen im Einsatz. Seine Laufbahn begann er mit der Bell 47G und flog zuletzt die Agusta Bell AB212. Rachel Grech, Leiterin der Abteilung für Personallizenzen bei der maltesischen Zivilluftfahrtbehörde CAD, gewann in der Kategorie Führungskraft des Jahres. Sie wurde unter anderem von unzähligen Personen gelobt, die sich mit dem mühsamen Prozess der Umwandlung oder Aktualisierung ihrer Lizenz befassen mussten Der Preis in der Kategorie Aviator of the Year ging an Malta MedAir First Officer Trevor Zammit. Der Pilot ist auch als Fluglehrer und Examiner aktiv. Ausgezeichnet wurde Zammit für eine erfolgreiche Notlandung, die er am 1. November 2021 mit einer Piper Seneca auf dem Flughafen Luqa (Malta) durchführte. Das von ihm geflogene Flugzeug hatte technische Probleme mit dem Steuerbord-Hauptfahrwerk. Zammit ist es gelungen die kleine Maschine dennoch sicher zu landen. Da der Pilot derzeit aufgrund eines Wetlease-Auftrags, den Malta MedAir für Corendon Airlines durchführt, in Antalya stationiert ist, wurde der Award stellvertretend von seiner Ehefrau Claire Zammit-Xuereb entgegengenommen. Malta ist das kleinste Mitglied der Europäischen Union. Die Bevölkerung beträgt knapp über eine halbe Million Menschen. Die Luftfahrt-Community ist dementsprechend recht klein, jedoch aufgrund

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Winterflugplan 2022: Ryanair kehrt mit vier Strecken nach Klagenfurt zurück

Nach jahrelanger Abwesenheit und einem kurzzeitigen Comeback, das aufgrund der Einreisebestimmungen dann wieder zurückgenommen wurde, will Ryanair mit Beginn der Winterflugplanperiode 2022/23 vorerst vier Strecken ab Klagenfurt anbieten. Nach Brüssel (Charleroi), Dublin und London-Stansted soll es je zweimal pro Woche gehen. Manchester will man einmal wöchentlich bedienen. Die Verbindung nach Belgien soll am 2. November 2022 aufgenommen werden und jeweils an den Verkehrstagen Mittwoch und Samstag bedient werden. Dublin soll ab 5. November 2022 jeweils Montags und Samstags bedient werden. Stansted wird ab 1. November 2022 an Dienstagen und Samstagen angeflogen. Am Wochentag sechs kommt interessanter Ryanair UK unter RK-Flugnummern zum Einsatz. Manchester will man ab 17. Dezember 2022 bedienen. Geflogen werden soll jeweils an Samstagen. „Als Österreichs am Schnellsten wachsende Fluggesellschaft freut sich Ryanair, in diesem Winter den Flugbetrieb ab dem Flughafen Klagenfurt mit vier exklusiven Strecken ab Brüssel, Dublin, London und Manchester wieder aufzunehmen, die dazu beitragen werden, Klagenfurt und die Region Kärnten als eine der Top-Skidestinationen in Europa zu positionieren und gleichzeitig den Klagenfurtern mehr Reisemöglichkeiten in spannende europäische Hauptstädte zu bieten”, so Ryanair-Country-Manager Andreas Gruber. Nils Witt, Geschäftsführer des Klagenfurter Flughafens, erklärt: „Wir freuen uns, mit Ryanair einen sehr guten und stark wachsenden Partner gewonnen zu haben. Das ist ein wesentlicher Baustein in der weiteren erfolgreichen Entwicklung des Flughafens. Für den Airport Klagenfurt ist dies nach konsequenter Vorarbeit die sichtbare Trendwende im Passagieraufkommen.“

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Graz-Stuttgart: Eurowings will „kurze Pause“ bis Ende Oktober 2022 machen

Im Gegensatz zur Flugverbindung zwischen Graz und Stuttgart sollen laut Eurowings jene ab Graz und Linz nach Düsseldorf in trockenen Tüchern sein. Das Unternehmen weist in einer Stellungnahme darauf hin, dass die zuletzt genannten Strecken fortgeführt werden. Die Nachfrage hat sich zwischen Graz und Stuttgart offensichtlich nicht so entwickelt wie man es sich seitens Eurowings erhofft hat. Von einer vollständigen Einstellung will man seitens der Lufthansa-Tochter noch nicht sprechen und erklärt, dass man eine “kurze Pause bis Ende Oktober 2022” einlegen wird. Eine Sprecherin dazu: “Nach aktueller Planung sind die Verbindungen Düsseldorf-Linz und Düsseldorf-Graz weiterhin im Programm. Die Strecke Stuttgart-Graz nehmen wir nach einer kurzen Pause Ende Oktober zum Winterflugplan wieder auf. Eurowings überprüft kontinuierlich die Entwicklung des Passagieraufkommens und die damit verbundene Nachfrage, um Kapazitäten bzw. Verbindungen entsprechend anzupassen.”

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Kommentar: Ein maskenloser Freitag in Wien, denn „Karl Lauterbach hat die Masken abgeschafft“

Es ist ein typischer Freitagnachmittag am Flughafen Wien-Schwechat. Zahlreiche Urlauber warten an den Gates auf den Abflug in ihren Wochenendurlaub, Geschäftsreisende auf ihre Flüge nach Hause. Fast ausnahmslos tragen die Passagiere Masken, wenn auch nicht alle die von der österreichischen Regierung vorgeschriebenen FFP2-Masken. Doch dann steigen die Reisenden über eine Gangway aus einem aus Köln/Bonn kommenden Flugzeug aus. Das “Maskenbild” ändert sich schlagartig, denn die überwiegende Mehrheit der aus Deutschland kommenden Passagiere befreit sich unmittelbar nach dem Verlassen der Fluggastbrücke vom Mund-Nasen-Schutz. Nur wenige hatten die von Österreich vorgeschriebene FFP2-Maske getragen und wenn schon: Gefühlte 90 Prozent haben sich das offensichtlich unliebsame Teil aus dem Gesicht entfernt. Verwunderte Blicke der abfliegenden Passagiere, die auf das Einsteigen warten, sind die Folge. Natürlich ergriff eine junge Dame die Initiative und wies die aus Köln/Bonn kommenden Reisenden lautstark darauf hin, dass hier in Wien am Flughafen FFP2-Maskenpflicht besteht. Nur bei ganz wenigen hatte das zur Folge, dass die OP-Maske (FFP2 hatte so gut wie niemand) wieder aufgesetzt wurde. Die überwiegende Mehrheit ignorierte aber den Hinweis und setzte den Weg in Richtung Gepäckausgabe maskenlos fort. Auch Polizisten, die auf einer routinemäßigen Patrouille waren, interessierten sich nicht für die Köln-Fluggäste ohne Maske. Ein Mann meinte aber die junge Dame belehren zu müssen. Eine Maskenpflicht gäbe es nur noch in Flugzeugen, aber nicht in Terminals. Karl Lauterbach habe diese abgeschafft. Er wäre Deutscher und für ihn würden die deutschen Vorschriften gelten. Es entwickelte sich eine hitzige Diskussion darüber, dass Österreich ein eigenständiges Land ist und man

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