Jan Gruber

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Jan Gruber

Köln: Leav Aviation absolviert LBA-Abnahmeflug

Das deutsche Airline-Startup Leav Aviation befindet sich in der finalen Phase der AOC-Erlangung. Am heutigen Freitag findet ein Abnahmeflug des deutschen Luftfahrtbundesamts statt. Im Regelfall steht am Ende dieses die Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung. Leav Aviation wurde ursprünglich als Joot Project gegründet. Für das Unternehmen sind auch ehemalige Germania-Mitarbeiter tätig. Das erste Flugzeug, das der junge Carrier registriert hat, ist der Airbus A320 mit der Registrierung D-ANDI. Der LBA-Abnahmeflug wurde am Freitag von Köln/Bonn nach Karlsruhe/Baden-Baden durchgeführt. Im Anschluss geht es wieder zurück auf die künftige Homebase von Leav Aviation. Das Startup will zunächst mit Charter- und ACMI-Dienstleistungen starten. Ob auch der Einstieg in das Liniengeschäft geplant ist, ist derzeit offen.

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Erstes offizielles Zivilflugzeugopfer: Antonov An-74T von russischer Armee zerstört

Der Krieg in der Ukraine hat mit der Antonov An-74T mit der Registrierung UR-74010 das erste offiziell bestätigte zivile „Flugzeugopfer“ gehabt. Das Transportflugzeug, das nahe Kiew abgestellt war, wurde im Zuge eines Angriffs der russischen Streitkräfte zerstört. Das mittlerweile selten gewordene Frachtflugzeug wurde von russischen Waffen getroffen und ist dabei vollständig zerstört worden. Hierfür gibt es eine offizielle Bestätigung von beiden in den Krieg verwickelten Staaten. Ziviles Personal von Operator Antonov Airlines ist aufgrund der Zerstörung der UR-74010 nicht zu Schaden gekommen. Die Beschäftigten sollen sich, soweit das aufgrund des Überfalls der russischen Armee auf die Ukraine möglich ist, in Sicherheit gebracht haben. Auf dem Flughafen Linz-Hörsching machen die Crews zweier An-124 auf das Schicksal ihres Heimatlands aufmerksam und appellieren an die Welt, dass der Krieg sofort beendet werden muss.

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London: Heathrow nimmt Terminal 4 wieder in Betrieb

Der größte Flughafen des Vereinigten Königreichs, London Heathrow, plant kurz vor der Hauptreisezeit des Sommers 2022 das seit dem Beginn der Corona-Pandemie stillgelegte Terminal 4 wieder in Betrieb zu nehmen. Für den Flugbetrieb wurde dieses Gebäude schon länger nicht direkt genutzt. Lediglich der Ankunftsbereich war in Betrieb, denn hier wurden bis zuletzt alle Ankünfte aus rot gelisteten Staaten zusammengezogen, um die behördlichen Kontrollen zentral durchführen zu können. Der Flughafen Heathrow rechnet damit, dass das Flugaufkommen insbesondere während der britischen Sommerferien 2022 stark ansteigen wird. Daher hat mit bereits mit den Vorbereitungen auf die Wiederinbetriebnahme des Terminals 4 begonnen. Diese beinhalten auch umfassende Reinigungsarbeiten. „Die Nachfrage beginnt sich nun zu erholen, und wir arbeiten eng mit den Fluggesellschaften zusammen, um unseren Betrieb hochzufahren und Terminal 4 für die Hauptreisezeit im Sommer wieder zu öffnen. Wir freuen uns darauf, wieder mehr Passagiere in Heathrow begrüßen zu dürfen, um die Freuden des Reisens zu erleben und die britische Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen“, so Heathrow-Chef John Holland-Kaye.

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Flyr nimmt Kurs auf Hamburg

Die norwegische Billigfluggesellschaft Flyr plant Nonstopflüge zwischen Oslo und dem deutschen Hamburg aufzunehmen. Diese will man ab Herbst 2022 erstmalig bedienen. Ein konkreter Termin für den Erstflug steht noch nicht fest. Auf Anfrage bestätigte das Unternehmen einen Medienbericht des norwegischen Portals FlySmart24. Einen genauen Termin für die Aufnahme konnte man nicht nennen, betonte jedoch, dass es im Herbst 2022 sein wird. Weiters beabsichtigt man gleichzeitig auch Nonstop-Flüge von Oslo nach Las Palmas aufzunehmen. Flyr hat erst kürzlich zahlreiche Sommerstrecken, die ab Oslo angeboten werden sollen, angekündigt. Am Mittwoch ist auch die erste Boeing 737 Max 8, die von der Air Lease Corporation bezogen wurde, in der norwegischen Hauptstadt eingetroffen.

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Ab Ende September 2022: Play nimmt Orlando auf

Die isländische Billigfluggesellschaft Play kündigt mit Orlando ihr viertes Ziel in den Vereinigten Staaten von Amerika an. Dieses soll ab 30. September 2022 von Keflavik aus mit Airbus A321neo angesteuert werden. Erst kürzlich gab der junge Carrier bekannt, dass man in der Region New York den Stewart International Airport anfliegen wird. Weitere USA-Ziele, die bereits im Verkauf sind: Baltimore und Boston. Somit hat man unter Berücksichtigung von Orlando vier Destinationen in den Vereinigten Staaten von Amerika im Programm. Play will in naher Zukunft weitere U.S.-Destinationen ankündigen. Nach Orlando soll ab 30. September 2022 vorerst dreimal pro Woche geflogen werden. Zubringerflüge bietet man über das europäische Streckennetz an. Die eingesetzten Airbus A321neo sind mit 192 Sitzen bestuhlt. Man ist als All-Economy-Airline positioniert und hat daher nur eine Beförderungsklasse. Baltimore will man ab dem 20. April 2022 anfliegen. Der Erstflug nach Boston ist für den 11. Mai 2022 angekündigt. Ab 9. Juni 2022 will Play den Stewart International Airport ansteuern. Nach Orlando soll es dann ab 30. September 2022 gehen.

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Kosmos Airlines hat letzte Tupolew Tu-134AK ausgeflottet

Die russische Fluggesellschaft Kosmos Airlines hat ihre letzten Maschinen des Typs Tupolew Tu-134AK endgültig stillgelegt. Der Carrier setzte dieses Muster zuletzt nur noch für Charterflüge, vornehmlich im VIP-Bereich, ein. Kosmos Airlines ist eine Tochtergesellschaft von Roskosmos und auf die Durchführung von Frachtflügen spezialisiert. Allerdings legt man immer wieder Linienflüge auf und ist mit den Passagiermaschinen auch im Chartergeschäft aktiv. Auf dem Flughafen Vnukovo betreibt man das Terminal 3, das umgangssprach auch „Kosmos-Terminal“ genannt wird. Laut einem Bericht von CH-Aviation.com wurde die RA-65995 bereits im Juli 2021 stillgelegt. Mit der RA-65994 wurden am 19. Feber 2021 Farewell-Rundflüge von/nach Vnukovo durchgeführt. Anschließend endete die Ära der Tu-134 bei Kosmos Airlines. Zuletzt war dieser Maschinentyp in VIP-Bestuhlung in der Luft. Konzernmutter Roskosmos teilte mit: „Die Tu-134AK, die über vier Passagierkabinen und eine Kapazität von 28 Passagieren verfügt, spielte eine wichtige Rolle bei der Erfüllung der besonderen Aufgaben von Kosmos Airlines und des Bedarfs der russischen Raketen- und Raumfahrtindustrie“.

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Linz: Antonov An-124-Crew richtet Friedensappell an die Welt

„Stop War“, „Save Ukraine“, „Today Ukraine Tomorrow Europe“, „Stop Putin“ – Mit diesen Worten macht die Besatzung einer von Antonov Airlines betrieben An-124, die sich derzeit im oberösterreichischen Linz befindet, auf die furchtbare Lage, in dem sich die ukrainische Zivilbevölkerung aufgrund der Angriffe der Streitkräfte Russlands und Weißrusslands befindet, aufmerksam. Auf dem Flughafen Linz befinden sich derzeit zwei Frachtflugzeuge des Typs Antonov An-124-100-150. Diese sind damit in einem „sicheren Hafen“, doch das ist für die ukrainische Besatzung nur ein schwacher Trost. Ihr Heimatland wurde auf Befehl des Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, kriegerisch überfallen. Was hilft es, wenn man selbst in Sicherheit ist, aber Lebenspartner, Kinder, Eltern, Freunde, Verwandte und andere Landsleute in akuter Gefahr sind? Die Besatzung der UR-82072 stellte an ihrer An-124 Schilder auf, die die Welt auf die Lage aufmerksam machen sollen und gleichzeitig auch alle anderen Europäer aufrütteln sollen. „Today Ukraine Tomorrow Europe!“ ist eine eindringliche Botschaft. Das Flugzeug samt dem Friedensappell befindet sich auf dem Vorfeld des Flughafens Linz-Hörsching.

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UK bannt alle Fluggeräte mit „Russland-Zusammenhang“

Das Vereinigte Königreich untersagt die Nutzung Flugzeugen, die sich im Eigentum von russischen Personen, Firmen oder dem Staat befinden, die Nutzung des Luftraums. Ebenso gebannt ist Fluggerät, das gechartert ist oder mit einer Person oder Firma in Russland in Zusammenhang gebracht werden kann. Sämtliche Maschinen, die im russischen Register eingetragen sind, haben ebenfalls dem Luftraum des Vereinigten Königreichs fernzubleiben. Damit versucht das Vereinigte Königreich alles, das fliegen kann und in irgendeiner Form im Zusammenhang mit der Russischen Föderation steht, zu bannen. Selbstredend sind davon auch sämtliche Fluggesellschaften aus diesem Land betroffen. Der Umstand, dass sich das Flugverbot auch auf Maschinen, die im Eigentum von Russen stehen oder von diesen gechartert sind oder von einer Person oder Firma mit Russland-Zusammenhang betrieben werden, kann auch Auswirkungen auf zahlreiche österreichische Bedarfsfluggesellschaften. Es gilt als offenes Geheimnis, dass einige Anbieter über Strohmänner im Eigentum von Russen stehen oder aber Fluggerät reicher Oligarchen auf ihrem AOC haben. Diese Konstellation könnte nun für den einen oder anderen Anbieter ein ernsthaftes Problem werden, denn es ist damit zu rechnen, dass die EU-Staaten in Kürze mit ähnlichen Maßnahmen nachziehen werden. Der von UK ausgesprochene Bann tritt am Freitag eine Minute nach Mitternacht in Kraft.

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IAG will nur noch 50 Boeing 737-Max bestellen

Im Rahmen der bislang – wegen der Corona-Pandemie – letzten Paris Air Show im Jahr 2019 kündigte der damalige IAG-Konzernchef Willie Walsh öffentlichkeitswirksam eine Boeing 737-Max-Großbestellung an. Allerdings werden nicht die damals in Aussicht gestellten 200 Maschinen, sondern lediglich 50 Stück bestellt. Im Rahmen der Paris Air Show unterschrieb Walsh keine Fixbestellung, sondern lediglich eine Absichtserklärung. Danach wurde es lange ruhig um die Angelegenheit. Nun berichtet Reuters, dass die International Airlines Group lediglich 50 Boeing 737 Max bestellt hat. Gleichzeitig verhandelt man mit Airbus über eine größere Order für die Typen A320neo und A321neo. Willie Walsh gilt als Liebhaber der Boeing 737 und stärkte mit der damals angekündigten Großbestellung dem U.S.-amerikanischen Flugzeugbauer, der sich mitten in der schwersten Krise der Firmengeschichte befand, den Rücken. Allerdings war die geplante Großbestellung innerhalb der IAG gelinde gesagt nicht unumstritten. Das nachfolgende Führungsteam entschied sich für einen deutlich kleineren Umfang. In der Vergangenheit war Gatwick eine Boeing 737-Basis. Walsh kündigte im Zuge der Präsentation im Jahr 2019 an, dass British Airways ab diesem Airport mit Boeing 737 Max fliegen soll. Weiters hieß es, dass die mittlerweile nicht mehr existierende Level Europe auf diesen Typ umgestellt werden sollte. Offiziell bestätigt wurden die Pläne nach dem Abgang von Walsh nicht mehr, jedoch gilt es weiterhin als höchstwahrscheinlich, dass die nunmehrige BA Euroflyer mit einer einheitlichen Boeing 737-Max-Flotte ausgerüstet werden soll.

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Ukraine: Austrian Airlines fliegt bis mindestens 26. März 2022 nicht

Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines darf derzeit – wie alle anderen Carrier auch – nicht in die Ukraine fliegen. Hintergrund ist, dass der osteuropäische Staat kriegerisch von der russischen Armee überfallen wurde. Die AUA hat nun sämtliche Ukraine-Flüge bis vorerst 26. März 2022 gestrichen. „Aufgrund der aktuellen Situation in der Ukraine setzt Austrian Airlines alle Flüge in die Ukraine bis einschließlich 26. März 2022 aus. Flüge nach Kiew (KBP) und Odessa (ODS) sind bereits seit Montag, 21. Februar gestrichen, seit heute wird auch die Verbindung nach Lwiw (LWO) ausgesetzt. Wir verfolgen die Lage weiterhin intensiv und stehen mit nationalen und internationalen Behörden im engen Austausch. Überflüge im Ukrainischen Luftraum finden nicht statt. Die Sicherheit unserer Fluggäste und Besatzungsmitglieder hat zu jeder Zeit oberste Priorität“, so eine Firmensprecherin. Derzeit ist nicht absehbar, ob der von Austrian Airlines genannte Termin in irgendeiner Form „halten“ kann. Die Ukraine wurde kriegerisch von Russland überfallen und die weitere Entwicklung dieser Krise ist nicht absehbar.

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