Jan Gruber

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Jan Gruber

Flugverbote: Russische Airlines mussten absurde Umwege fliegen

In immer mehr europäischen Staaten sind Flugzeuge russischer Fluggesellschaften unerwünscht und die Länder, die die Nutzung ihres Luftraums untersagen, werden Tag für Tag mehr. Dies führt dazu, dass unter anderem Aeroflot zum Teil absurde Umwege fliegen muss, um beispielsweise Wien ansteuern zu können. Österreich hatte am Samstag noch nicht darüber entschieden, ob man Fluggerät, das im Zusammenhang mit der Russischen Föderation steht, aus dem Luftraum bannt. Das führte zu erheblicher Kritik der Opposition. Da jedoch Russland auf jeden Bann prompt reagiert und Flugzeuge und Airlines ebenfalls bannt, war man sehr zurückhaltend. Dahinter steckt der Umstand, dass die österreichische Business-Aviation in großem Umfang Geschäftsbeziehungen mit russischen Kunden unterhält. Viele Privatjets befinden sich im Eigentum reicher Russen. Normalerweise sind Fluggesellschaften bemüht möglichst Luftlinie zwischen zwei Destinationen zu fliegen. Wenn möglich also kerzengerade fliegen. Manchmal ist dies aufgrund von ATC-Anweisungen nicht möglich, jedoch werden zum Teil absurde Umwege im Regelfall nur aus Sicherheitsgründen gemacht, weil man einen bestimmten Luftraum eben nicht nutzen möchte. Ein exemplarisches Beispiel vom Samstag zeigt, dass Aeroflot für den Flug SU 2352 von Moskau-SVO nach Wien einen unter normalen Umständen absurd wirkenden Umweg fliegen musste. Man darf beispielsweise die Lufträume von Polen und zahlreicher anderer Staaten nicht nutzen. Das führte dazu, dass die Boeing 738-800 mit der Registrierung VQ-BWA über Lettland, anschließend die Ostsee, über Deutschland und Österreich nach Wien fliegen musste. Beim Rückflug musste ebenfalls der Umweg genommen werden. Die Flugzeiten verlängerten sich dadurch erheblich. Vergleichbare Fälle gab es über das gesamte Wochenende in ganz Europa zahlreiche. Wie

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Salzburg: Urlauber aus der Ukraine gestrandet

Rund 250 Personen aus der Ukraine, die sich beispielsweise zu Urlaubszwecken im österreichischen Bundesland Salzburg aufhalten, sind dort vorerst „gestrandet“. Zwar befinden sich die Urlauber in einem sicheren Land, jedoch ist die Heimreise auf dem Luftweg nicht mehr möglich. Hintergrund ist, dass die Streitkräfte der Russischen Föderation ihren Nachbarstaat angegriffen haben und in der Ukraine Krieg herrscht. Aus Sicherheitsgründen ist die Durchführung sämtlicher Zivilflüge auf unbestimmte Zeit untersagt. Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air schaffte es nicht mehr vier Maschinen aus dem nunmehrigen Kriegsgebiet auszufliegen. Die rund 250 Ukrainer, die in Salzburg gestrandet sind, sollen sich laut Informationen der Salzburger Kronen Zeitung teilweise auf dem Landweg auf den Weg in Richtung Heimat gemacht haben. Ein anderer Teil will die weiteren Entwicklungen im sicheren Österreich abwarten. Die Landesregierung kündigte an, dass die gestrandeten Ukrainer unterstützt werden sollen. Einige Hoteliers zeigten auch Herz und lassen die Ukrainer bis zur Klärung wie es weiter gehen wird kostenlos in ihren Häusern wohnen.

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Heathrow: EDV-Probleme legten British Airways lahm

Die IAG-Tochter British Airways hatte am Samstag an der Homebase London-Heathrow mit massiven EDV-Problemen zu kämpfen. Dies hatte zur Folge, dass am Vormittag sämtliche Kurz- und Mittelstreckenflüge ausgefallen sind. Der Carrier selbst spielte die Situation regelrecht herunter, denn man spricht nur von „einigen wenigen Flügen“, die ausgefallen sind. Tatsächlich sind bis kurz nach 12 Uhr 00 aber sämtliche Verbindungen, die auf der Kurz- und Mittelstrecke im Programm waren, ausgefallen. Im Nachgang ergaben sich auch längere Verspätungen, denn laut lokaler Berichterstattung kam auch die Gepäckabfertigung länger zum Erliegen. Teilweise wich British Airways auch auf andere Flughäfen im Großraum London aus. Für die Passagiere besonders ärgerlich war aber der Umstand, dass der Carrier in Sachen Fluggastbetreuung auf ganzer Linie versagt hat. Vor Ort hatte man kaum Personal zur Verfügung und schrieb die Passagiere auch per SMS und per E-Mail an, dass diese sich selbst über die Homepage über etwaige Umbuchungsmöglichkeiten informieren sollen. Die EDV-Problematik hat sich bei British Airways nach und nach entwickelt, denn schon am Freitagabend registrierte man in Gatwick und City Probleme. Diese hatten jedoch nicht das erhebliche Ausmaß wie am Samstag in Heathrow. Als Ursache gab ein Sprecher der Fluggesellschaft an, dass man ein Hardware-Problem bei einem wichtigen Server hatte. Man dementiert ausdrücklich, dass es sich um einen Hackerangriff gehandelt habe.

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Beirut-Flüge: Condor hat noch keine Streckenrechte

Die Ferienfluggesellschaft Condor beabsichtigt im Sommerflugplan 2022 zwischen Deutschland und dem Libanon zu fliegen. Man hat jedoch derzeit keine bilateral vereinbarten Frequenzen zugeteilt bekommen. Das deutsche Verkehrsministerium versucht diese derzeit für Condor mit den Behörden in Beirut zu vereinbaren. Aus einem Aviation.Direct vorliegenden Brief des deutschen Verkehrsministeriums ergibt sich, dass derzeit vereinbart ist, dass im Sommerflugplan 2022 die Fluggesellschaften Lufthansa, Sundair und Eurowings zwischen den beiden Staaten fliegen dürfen. Pro Woche sind dem Kranich 14 Frequenzen zugeteilt, Sundair fünf und Eurowings zwei. Der Mitbewerber Condor hat derzeit keine, verkauft unabhängig davon Flugtickets von deutschen Airports nach Beirut. Am 16. Feber 2022 wandte sich das deutsche Bundesverkehrsministerium in einem Aviation.Direct vorliegenden Brief an das Pendant im Libanon. In diesem bittet man um die Zustimmung, dass die wöchentlichen Frequenzen um fünf auf 26 angehoben werden. Condor wird in diesem Schreiben nicht namentlich erwähnt. Auch scheint der Carrier im vorhergehenden Brief, in dem die Zuteilung der wöchentlichen Nutzung dargestellt ist, gar nicht auf. Die Fluggesellschaft Eurowings, die bereits zugeteilte Streckenrechte in der Tasche hat, erklärte auf Anfrage gegenüber Aviation.Direct, dass man diese wie folgt nutzen wird: „Eurowings wird die Strecken Düsseldorf-Beirut und Berlin-Beirut jeweils einmal pro Woche bedienen“. Auch Sundair und Lufthansa haben erklärt, dass man die zugeteilten Frequenzen im Sommerflugplan 2022 vollständig nutzen wird. Tickets im Verkauf, jedoch noch keine Streckenrechte Der aktuelle Stand der Dinge ist daher, dass Condor Flugscheine für Beirut-Flüge verkauft, jedoch noch keine bilateral vereinbarten Frequenzen dafür hat. Damit konfrontiert war die Ferienfluggesellschaft wortkarg und verwies auf das

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KLM beorderte zwei Russland-Flüge zurück nach Amsterdam

Die niederländische Fluggesellschaft KLM hat am Samstag mit sofortiger Wirkung sämtliche Flüge von Amsterdam nach Russland eingestellt. Zwei Maschinen befanden sich bereits kurz vor ihren Zielflughäfen nahe Moskau bzw. St. Petersburg und wurden von der Geschäftsleitung angewiesen umzukehren. Flug KL903, durchgeführt mit der PH-BXR (Boeing 737-900) sollte von Amsterdam nach Moskau-Scheremetjewo fliegen. Der Mittelstreckenjet befand sich bereits im russischen Luftraum nahe der Hauptstadt. Dann erreicht den Kapitän die Anweisung aus der Firmenzentrale und er kehrte um. Ebenso betroffen war Flug KL1395, durchgeführt mit der PH-BCH (Boeing 737-800). Die Maschine sollte von der niederländischen Hauptstadt aus nach St. Petersburg-Pulkowo fliegen. Über Estland wurde der Kapitän von der Geschäftsleitung darüber informiert, dass Russland nicht mehr angeflogen werden. Anschließend kehrte der Mittelstreckenjet sofort um. KLM gab eigens eine Pressemitteilung heraus. In dieser ist unter anderem zu lesen, dass man mit sofortiger Wirkung die Russische Föderation nicht mehr anfliegen wird. Maschinen, die bereits in der Luft waren, erhielten die Anweisung umzukehren und die Homebase Amsterdam-Schiphol anzusteuern. Hintergrund ist auch, dass die Regierung der Niederlande sich entschlossen hat russische Fluggesellschaften bzw. Fluggerät im Zusammenhang mit der Russischen Föderation zu bannen. Als „Rache“ sprach Moskau ein vergleichbares Verbot aus.

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Spät aber doch: Österreich bannt russische Luftfahrt

Die österreichische Bundesregierung hat mit der Aussprache einer Luftraumsperre für Airlines und Flugzeuge, die im Zusammenhang mit der Russischen Föderation stehen, lange gewartet. Am Sonntag trat der Bann um 15 Uhr 00 – zeitgleich mit Deutschland in Kraft. Russischen Fluggesellschaften ist die Nutzung des Luftraums der Republik Österreich untersagt. Der Bann umfasst auch Maschinen, die im Eigentum von Personen mit russischer Staatsbürgerschaft stehen oder aber von diesen gechartert sind. Weiters umfasst sind sämtliche AOC-Holder aus Russland sowie alle im russischen Register eingetragenen Flugzeuge. Dieser Bann dürfte auch für die österreichische Business Aviation problematisch werden, denn diese unterhielt jahrzehntelang enge Geschäftsbeziehungen mit russischen Staatsbürgern. Allerdings hat der Bann auch eher nur noch symbolische Bedeutung, denn immer mehr Staaten rund um Österreich haben bereits zuvor vergleichbare Maßnahmen ausgesprochen. Auf EU-Ebene soll dies auf den gesamten Luftraum der Europäischen Union ausgedehnt werden. Der österreichische Bann gilt vorerst bis zum 27. Mai 2022. Die Folge daraus ist, dass es OE-registrierten Flugzeugen und sowie Airlines nicht mehr gestattet ist den russischen Luftraum zu nutzen. Die Gegenmaßnahme des Putin-Regimes dürfte in erster Linie die Business Aviation treffen, denn Austrian Airlines kündigte bereits zuvor an, dass man Russland vorerst nicht mehr anfliegen wird und auch den Luftraum nicht mehr nutzen wird. Das österreichische Notam im Wortlaut: “A0415/22 – UKRAINIAN CRISIS: AS FROM 27.02.2022 1500 CET ALL AIRCRAFT OWNED, CHARTERED OR OPERATED  BY CITIZENS OF THE RUSSIAN FEDERATION, HOLDERS OF OPERATING LICENCE (OR SIMILAR AUTHORIZATION) ISSUED BY THE RUSSIAN FEDERATION AND ACFT WITH REGISTRATION IN RUSSIAN FEDERATION ARE

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Ukraine: Wizz-Air-Crewmitglieder auf der Flucht nach Polen

Vier Airbus-Jets der ungarischen Billigfluggesellschaft Wizz Air samt Crews sind im Kriegsgebiet Ukraine gestrandet. Der Carrier will seine Beschäftigten so rasch wie möglich außer Landes bringen, jedoch dauert das manchen Besatzungsmitgliedern zu lange. Diese befinden sich zu Fuß und mit Mitfahrgelegenheiten auf der Flucht in Richtung Polen. Wizz Air ist die einzige nicht-ukrainische Fluggesellschaft, die es nicht rechtzeitig geschafft hat ihr Fluggerät auszufliegen. Daraus macht der Billigflieger auch keinen Hehl: „Wizz Air bestätigt, dass wir derzeit noch vier Flugzeuge (3 in Kiew und 1 in Lwiw) in der Ukraine am Boden haben“. Doch warum hat der Carrier – im Gegensatz zu Mitbewerbern – mit dem Ausfliegen so lange gewartet bis es zu spät war? Auf den Flughäfen Lwiw und Kiew-Schuljany hat Wizz Air Flugzeuge samt Personal stationiert. Mitbewerber wie Ryanair oder Austrian Airlines hatten vor Ort weder fliegende Mitarbeiter noch Flugzeuge vorgehalten. Die AUA hat Nightstopps bereits vor einiger Zeit beendet und beispielsweise wurden die Flüge nach Kiew-Borispil früher eingestellt. Ein Sprecher von Wizz Air erklärt: „In den vergangenen Monaten standen wir in ständigem Kontakt mit den zuständigen Behörden – der Europäischen Kommission, der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) und anderen – und haben auf deren Anraten den Flugbetrieb in die/aus der Ukraine so lange fortgesetzt, wie es sicher möglich war. Wir haben uns verpflichtet, unsere Kunden zu unterstützen, und unsere Flüge in die/aus der Ukraine waren in der vergangenen Woche sehr gefragt“. Wizz Air weist Vorwurf „Profitgier“ scharf zurück In den Tagen vor dem Angriff der Russischen Föderation gegen

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Condor verzeichnet „gute Nachfrage“ in Wien

Im Sommerflugplan 2022 wird die deutsche Ferienfluggesellschaft nach mehrjähriger Abwesenheit wieder auf den Flughafen Wien-Schwechat zurückkehren. Das Comeback erfolgt nicht auf der Langstrecke sondern auf vier touristischen Routen. Condor wird dreimal wöchentlich nach Heraklion, zweimal pro Woche nach Kos, viermal wöchentlich nach Palma de Mallorca und zweimal pro Woche nach Rhodos fliegen. Auf fast allen Strecken begibt man sich in einen harten Wettbewerb mit anderen Anbietern, darunter Ryanair, Wizz Air und Austrian Airlines. Diesbezüglich gibt man sich seitens Condor gelassen und verweist darauf, dass die einzelnen Fluggesellschaften unterschiedliche Geschäftsmodelle verfolgen. Man hält mehrere Anbieter auf den Strecken für gut, denn so hätten Passagiere und Reiseveranstalter mehr Auswahlmöglichkeiten. Mit Tour Operations hat man auf den für Wien geplanten Routen bereits Kooperationen abgeschlossen und konnte an diese Ticketkontingente verkaufen. Angesprochen auf die aktuelle Buchungslage der ab Österreich angebotenen Strecken erklärte eine Sprecherin gegenüber Aviation.Direct: „Die Nachfrage ist in den letzten Tagen, besonders für Ostern und den Sommer, stark angezogen. Die Buchungszahlen in Wien sind gut und wir spüren, dass die Menschen einfach raus in den Urlaub wollen“.

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Frankreich: Volotea gewinnt PSO-Auftrag für Lourdes/Tarbes-Flüge

Die spanische Billigfluggesellschaft Volotea konnte in Frankreich eine PSO-Ausschreibung für die Bedienung der Strecke von Paris-Orly nach Lourdes/Tarbes gewinnen. Der Fördervertrag ist vorerst auf vier Jahre befristet. Volotea wird die finanziell unterstützte Strecke ab dem 1. Juni 2022 bedienen. Derzeit ist vorgesehen, dass bis zu zweimal täglich mit Airbus A319 geflogen werden soll. Bislang befliegt die Air-France-Tochter Hop diese Route. Die spanische Fluggesellschaft konnte den Mitbewerber im Rahmen der Ausschreibung „ausstechen“. Laut CH-Aviation.com setzt Hop derzeit einen eingemieteten Embraer 145 für bis zu 18 wöchentliche Flüge ein. Lourdes/Tarbes wird ansonsten nur von Ryanair bedient. Der Carrier bietet allerdings ab diesem Airport keine innerfranzösischen Flüge an.

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Düsseldorf: Alltours stockt Condor-Charterflüge auf

Der deutsche Reiseveranstalter Alltours legt ab dem Flughafen Düsseldorf im März 2022 16 zusätzliche Vollcharterflüge nach Palma de Mallorca auf. Diese sollen von der Ferienfluggesellschaft Condor durchgeführt werden. Weiters stockt man die Kapazitäten in Richtung Fuerteventura, Gran Canaria und Lanzarote weiter auf. Von Frankfurt am Main aus will man mehr Sitzplätze nach Palma de Mallorca anbieten. Der Tour Operator verzeichnet eigenen Angaben nach eine hohe Nachfrage. Für den April 2022 ist mit weiteren Vollcharter-Flügen zu rechnen. Alltours und andere Reiseveranstalter berichten derzeit von einer stark gestiegenen Nachfrage rund um Ostern. In Kürze sollen unter anderem bei Alltours weitere Kapazitäten zur Buchung freigegeben werden.

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