Jan Gruber

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Jan Gruber

Eurowings streicht in Prag und Stockholm-Arlanda

Die Fluggesellschaft Eurowings muss bei ihren beiden jüngsten Bases, Prag und Stockholm-Arlanda, bereits den Rotstift ansetzen. Mehrere Strecken wurden aus dem Verkauf genommen bzw. werden erst gar nicht aufgenommen. Ab Prag und Stockholm-Arlanda kommt die österreichische Tochtergesellschaft Eurowings Europe zum Einsatz. Diese wird im Laufe des Jahres geschlossen und durch die maltesische Neugründung Eurowings Europe Ltd. ersetzt. Die Umstellung soll im Herbst 2022 beginnen. Ab der tschechischen Hauptstadt gibt Eurowings die Nonstop-Verbindung nach Mailand-Malpensa auf. Diese soll am 25. März 2022 letztmalig bedient werden. Die geplanten Valencia-Flüge nimmt man erst gar nicht auf. Auch in Stockholm-Arlanda wird der Rotstift angesetzt, denn die Destinationen Kopenhagen, Danzig und Pristina, die Ende März bzw. Anfang April 2022 erstmalig hätten bedient werden sollen, wurden bereits aus dem Verkauf genommen. Die genannten Ziele sollen nicht aufgenommen werden. Ob Eurowings Europe im Gegensatz „Ersatzziele“ aufnehmen wird, ist derzeit noch offen.

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Wizz-Basis Wien schrumpft auf vier Flugzeuge: Crews können zu anderen Bases wechseln

Der Sommerflugplan 2022 der Billigfluggesellschaft Wizz Air wird am Flughafen Wien-Schwechat deutlich kleiner ausfallen als bislang angekündigt. Der Carrier bestätigte gegenüber Aviation.Direct, dass man zwei Flugzeuge abziehen wird. Dem Personal sollen alternative Jobs an anderen Bases angeboten werden. Kurz vor Weihnachten 2021 wurde bekannt, dass Wizz Air zwölf Flugziele dauerhaft ab Wien-Schwechat streichen wird. Klammheimlich wurden weitere Ziele gestrichen, beispielsweise Mailand-Malpensa. Vergangenen Freitag berichtete Aviation.Direct, dass der Billigflieger weitere 15 Destinationen ab Wien-Schwechat streicht. Darunter befinden sich auch Ferienziele wie Palma de Mallorca, Rhodos und Heraklion. Wizz Air bestreitet den Umstand, dass man die Präsenz am Flughafen Wien-Schwechat deutlich zurückfährt, nicht mehr. Die Basis wird auf vier Flugzeuge verkleinert. Ursprünglich hatte man sechs bis sieben Maschinen für den Sommerflugplan 2022 geplant. Daraus wird jedoch nichts. Eine Unternehmenssprecherin erklärte gegenüber Aviation.Direct: „Wir evaluieren das Wizz Air Netzwerk ständig, um sicherzustellen, dass unser Betrieb mit der Kundennachfrage übereinstimmt und wirtschaftlich rentabel bleibt. Daher wird die Kapazität angepasst und an der Basis Wien werden kommenden Sommer vier Flugzeuge stationiert sein. Zwei der bisher an der Basis Wien stationierten Maschinen werden im kommenden Sommer an anderen Basen im Wizz Air Netzwerk im Einsatz sein.“ Die Frage, ob man angesichts der wiederholten „Streichkonzerte“ alternative Ziele, also „Ersatzstrecken“ ab Wien-Schwechat aufnehmen wird, beantwortete das Unternehmen nicht. Wohl aber sprach man über das in Österreich stationierte fliegende Personal. Aufgrund der Reduktion der Anzahl der stationierten Flugzeuge benötigt die Wizz-Air-Basis-Wien deutlich weniger Piloten und Flugbegleiter. Deren Zukunft erklärt eine Sprecherin wie folgt: „Unsere Kollegen in der Cabin und

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Verdi und Mitteldeutsche Flughafen AG erzielen Tarifabschluss

Die Gewerkschaft Verdi und die Mitteldeutsche Flughafen AG konnten am Freitagabend nach drei Verhandlungsrunden einen Tarifabschluss erzielen. Dieser beinhaltet unter anderem, dass die Beschäftigten noch im März 2022 eine Corona-Prämie in der Höhe von 700 Euro erhalten werden. Weiters werden die Löhne über eine Laufzeit von 24 Monaten um sieben Prozent angehoben. Die bislang getrennt geführten Lohn- und Vergütungsgruppen sollen im nächsten Jahr zusammengeführt werden. Für den 24-Stunden-Einsatzdienst der Werksfeuerwehren in Dresden und Leipzig/Halle gibt es künftig ein Optionsmodell aus Schichtdienstzulage und Zusatzzeitpauschale. Weiters erhalten Mitarbeiter im Dreischicht-System eine große Schichtzulage. „Die Verhandlungen gestalteten sich diesmal besonders herausfordernd, weil wir verschiedene Entwicklungen berücksichtigen mussten. Dazu gehören die Auswirkungen der Corona-Pandemie, eine starke Entwicklung des Frachtgeschäftes in Leipzig/Halle und auch die Unsicherheit durch die aktuelle Lage in der Ukraine“, so Dieter Köhler, Verhandlungsführer der MDF AG. „Es wird alle Anstrengungen erfordern, den Tarifabschluss wirtschaftlich darzustellen. Wir zeigen damit aber, dass wir den Einsatz unserer Beschäftigten schätzen, der unseren Erfolg erst möglich macht.“ Die Mitteldeutsche Flughafen AG ist Eigentümerin der Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden.

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Ab Mai 2022: Air Baltic fliegt mit zwei A220 für Eurowings Discover

Ab Mai 2022 wird die lettische Fluggesellschaft Air Baltic im Rahmen eines Wetlease-Vertrags mit zwei Airbus A220-300 im Auftrag von Eurowings Discover fliegen. Die beiden Mittelstreckenjets werden am Flughafen München stationiert werden, bestätigte eine Sprecherin gegenüber Aviation.Direct. Die Vereinbarung zwischen den beiden Airlines ist vorerst bis Oktober 2022 befristet. Eine Medienreferentin von Eurowings Discover erklärte gegenüber Aviation.Direct: „Wir können bestätigen, dass Air Baltic im kommenden Sommer mit zwei Flugzeugen im Rahmen eines Wetlease für Eurowings Discover im Einsatz sein wird. Die beiden Airbus 220 werden von Mai bis Oktober auf der Kurz- und Mittelstrecke ab München eingesetzt. Die zwei Flugzeuge kommen zusätzlich zum Einsatz, um entsprechend auf die erwartete Nachfrage im Sommer reagieren zu können. Wie geplant wird die Flotte von Eurowings Discover im Laufe des Jahres auf 21 Flugzeuge wachsen, fünf Airbus 320 werden dann in München stationiert“. Die Konzernschwester Eurowings setzt im Sommerflugplan 2022 ebenfalls auf die Wetlease-Dienstleistungen von Air Baltic. Fünf Airbus A220 werden ab Düsseldorf zum Einsatz kommen. Weiters wird Avion Express sieben A320 ab Stuttgart und drei ab der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens für Eurowings betreiben. Noch bis zum Ende der Winterflugplanperiode 2021/22 fliegt Air Baltic mit zwei A220 ab Stuttgart für Eurowings.

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Kreditkarten- und GDS-Anbieter schließen russische Airlines aus

Für russische Fluggesellschaften wird es immer schwieriger Tickets zu verkaufen, denn die großen Kreditkartengesellschaften, darunter Visa, Mastercard und American Express, stellen ihre Dienstleistungen in der Russischen Föderation ein. Dazu kommt, dass die wichtigsten GDS-Betreiber Amadeus, Galileo und Sabre ebenfalls die Zusammenarbeit beenden. Normalerweise ist die Buchung von Flugscheinen sehr einfach: Die gewünschte Strecke auswählen, ein paar Daten eingeben, Kredit- oder Debitkartennummer eingeben und schon ist das Ticket gekauft. Russische Anbieter wie Aeroflot müssen nun nach Alternativen suchen, denn die großen Kreditkartenanbieter stellen ihre Dienstleistungen in Russland ein. Dies trifft auch normale Privatkunden hart, denn die meisten Banken geben in Russland Debit-Mastercard bzw. Debit-Visa als Bankomatkarte aus. Es gibt zwar auch ein nationales System, das Mir genannt wird, jedoch ist dies noch nicht flächendeckend ausgerollt und funktioniert im Ausland nur in ganz wenigen Staaten. Mir wurde im Nachgang der Sanktionen, die im Jahr 2014 ausgesprochen wurden, ins Leben gerufen. Unter anderem die Sberbank teilte mit, dass Zahlungen und Bargeldbezug an Bankomaten derzeit nur mit Karten, die dieses Logo aufweisen, möglich sind und das fast ausschließlich nur in Russland. Ähnlich wie bei der deutschen Insellösung Girocard sind Onlinezahlungen mit Mir derzeit nur sehr eingeschränkt möglich. Bislang war auch Co-Branding, also beispielsweise die Kombination von Mir und Debit-Visa, üblich. Regelrecht überstürzt arbeitet man in Russland an einer Lösung, die Onlinezahlungen mit dem nationalen System möglich machen soll. Für Fluggesellschaften ist das allenfalls im Inlandsvertrieb eine Möglichkeit, jedoch international gesehen hat man ein Problem. Zwar fliegen unter anderem Aeroflot und S7 Airlines bis auf

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Malaysia: Firefly bekommt wieder drei Boeing 737-800

Nach langer Unterbrechung will die malaysische Fluggesellschaft Firefly am 11. April 2022 den Betrieb des Maschinentyps Boeing 737-800 wiederaufnehmen. Die Regionaltochter der Malaysia Aviation Group groundete dieses Muster kurz nach dem Beginn der Corona-Pandemie. Zuvor war dieser Anbieter mit Turbopropflugzeugen des Typs ATR72-500 in der Luft. Erstmals führte man Boeing 737-800-Flüge unmittelbar vor dem Beginn der Corona-Pandemie in Asien durch. Es war jedoch nur ein kurzes Intermezzo, denn bald darauf musste die gesamte Flotte gegroundet werden. Im Mai 2021 wurde ein weiterer Anlauf mit drei Boeing 737-800 unternommen. Allerdings führte jede Maschine laut CH-Aviation.com nur je einen Umlauf durch. Anschließend wurden die Flugzeuge wieder an Malaysia Airlines übergeben. Nun sollen erneut drei Boeing 737-800, die ab Penang betrieben werden sollen, eingeflottet werden. Diese sollen auf Flügen nach Bahru, Kuching und Kota eingesetzt werden. Derzeit besteht die Flotte aus 12 ATR72-500, die überwiegend im Inland, aber auch zu Zielen im näheren Umfeld wie Singapur, zum Einsatz kommen. In der Vergangenheit hatte man immer wieder Mittelstreckenjets der Boeing 737-Reihe auf dem AOC registriert.

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Vereinigung Cockpit: Bei Aerologic stehen die Zeichen auf Streik

Bei der Frachtfluggesellschaft Aerologic stehen die Zeichen auf Streik. Die Vereinigung Cockpit teilte mit, dass sich die Piloten in einer Urabstimmung „klar für Arbeitskämpfe zur Durchsetzung von Tarifverträgen ausgesprochen haben“. Aerologic ist ein Joint-Venture von Lufthansa und Deutsche Post-DHL. Im Gegensatz zu Lufthansa Cargo und European Air Transport gibt es keinen Tarifvertrag. Bereits seit längerer Zeit wirft die Vereinigung Cockpit vor, dass der Kranich-Konzern gezielt Kapazität zu Aerologic verlagern würde, um den Tarifvertrag „umgehen“ zu können. Die Fronten scheinen nun verhärtet zu sein, denn laut der Pilotengewerkschaft sollen alle Versuche zur Kontaktaufnahme, die zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag hätten führen können, seitens der Aerologic-Geschäftsleitung unbeantwortet geblieben sein. „Darauf ist bis heute keinerlei Reaktion seitens Aerologic erfolgt, noch nicht einmal eine Ablehnung“, so die VC in einer Aussendung. „Wir stehen vor einer in der Sache nicht nachvollziehbaren Verweigerungshaltung des Arbeitgebers, Tarifgespräche zu führen“, so Stefan Herth, Präsident der VC. „Das Verhalten von Aerologic ist ein Spiel mit dem Feuer. Sich Gesprächen entziehen zu wollen, ist gerade in der heutigen Zeit keine Option. Durch Gesprächsverweigerung wird billigend ein Weg in den Konflikt in Kauf genommen. In unserer Gesellschaft hat sich zu Recht eine Kultur von Dialog und Verhandlungen durchgesetzt. Deshalb kann die Komplettverweigerung des Aerologic-Managements nur als gewollte Eskalation gedeutet werden. Auch im Konzernvorstand der Lufthansa darf das niemand übersehen“. Besonders kritisch sieht man seitens der Vereinigung Cockpit, dass sowohl bei Lufthansa als auch bei Deutsche Post-DHL der deutsche Staat beteiligt ist. „Dass die traditionsreichen Großunternehmen Post/DHL und Lufthansa ihren Beschäftigten bei

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Ukraine-Krieg: IndiGo flog tausende Inder nach Hause

Zwischen Freitag und Sonntag hat die Fluggesellschaft IndiGo im Auftrag der indischen Regierung insgesamt 12 Evakuierungsflüge durchgeführt. Die Maschinen des Carriers holten weit über 2.000 Staatsbürger, die zuletzt in der Ukraine waren, nach Hause. Da sich die Ukraine aufgrund des militärischen Überfalls seitens der Russischen Föderation derzeit im Krieg befindet, konnte IndiGo aus Sicherheitsgründen diesen Staat nicht anfliegen. Daher wurden die Evakuierungsflüge ab den westlichen Nachbarstaaten durchgeführt. Die Maschinen von IndiGo steuerten diverse Flughäfen in Rumänien, Ungarn, Slowakei und Polen an. Nach Angaben des Außenministeriums wurden bisher über 10.300 indische Staatsangehörige in 48 Flügen im Rahmen der Evakuierungsmission „Operation Ganga“ zurückgebracht. Dennoch sitzen immer noch 2.000 bis 3.000 Menschen in der vom Krieg heimgesuchten Region fest. Davon sind 300 Inder in Charkiw und 700 in Sumy gestrandet. In einer Erklärung sagte IndiGo, dass zwischen dem 28. Februar und dem 6. März 42 Evakuierungsflüge mit 9.200 Indianern geplant waren. „Wir haben bis heute bereits 30 Flüge durchgeführt, die mehr als 6.600 unserer Bürger zurückgebracht haben“, sagte der Chief Operating Officer der Fluggesellschaft, Wolfgang Prock-Schauer, am Freitag.

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Wien: Wizz Air streicht viele Destinationen aus dem Sommerflugplan 2022

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air hat ab Wien-Schwechat den Verkauf von Flugtickets auf insgesamt 15 Strecken eingestellt. Betroffen sind unter anderem Lissabon, Porto, Eindhoven, Palma de Mallorca und Luqa (Malta). Bereits kurz vor Weihnachten 2021 wurde bekannt, dass Wizz Air die Präsenz in Wien herunterfährt. Damals wurden 12 Strecken dauerhaft gestrichen. Ohne nähere Kommunikation wurden in den letzten Wochen weitere Ziele abgesagt. Darunter beispielsweise Mailand-Malpensa. Nun steht das nächste Streichkonzern unmittelbar bevor. Auffällig ist, dass es sich mit wenigen Ausnahmen fast ausschließlich um Strecken handelt, auf denen man im Wettbewerb mit Ryanair steht. In der Vergangenheit haben die beiden Carrier nicht gerade selten „neue Destinationen gedoppelt“. Offensichtlich geht man es seitens Wizz Air nun etwas ruhiger an. Allerdings hinkt die ungarische Fluggesellschaft ihrem irischen Mitbewerber in Wien seit einiger Zeit hinsichtlich dem Absatz stark hinterher. Ryanair kann durchwegs bessere Auslastungen erzielen. Aus Kreisen der Billigairline ist unter anderem zu hören, dass der Umstand, dass Wizz Air – im Gegensatz zu Ryanair – auf Umbuchungsgebühren nur dann verzichtet, wenn zuvor das kostenpflichtige Flex-Paket gekauft wurde, auch im Billigsegment eine große Rolle bei der Auswahl der Airline spielen dürfte. Die Folge aus den nunmehrigen Streichungen ist, dass die Basis Wien im Sommerflugplan 2022 deutlich kleiner ausfallen wird. Derzeit ist geplant, dass nur mehr drei Airbus A321neo ab Wien-Schwechat eingesetzt werden sollen. Davon unberührt sind Maschinen, die von anderen Bases heraus die österreichische Hauptstadt ansteuern. In der nachfolgenden Auflistung der Routen, die dem aktuellen Informationsstand nach aus den Planungen für den Sommerflugplan 2022

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Paris: Malta Air stationiert zwei Boeing 737 Max 200 in Beauvais

Der Billigflieger Ryanair will das Angebot ab Beauvais, das man als Paris vermarktet, stark ausbauen. Die örtliche Basis wird mit zwei von Malta Air betriebenen Boeing 737 Max 200 ausgestattet. Laut Konzernchef Michael O’Leary handelt es sich um das „größte Angebot aller Zeiten“. Der Flughafen Paris-Beauvais befindet sich deutlich weiter von der französischen Hauptstadt entfernt als die deutlich Größen Airports Charles de Gaulle und Orly. Dieser wird von den Fluggesellschaften Ryanair, Wizz Air, Volotea, SkyUp, HiSky, Blue Air und Air Moldova angeflogen. Ab Österreich fliegt beispielsweise Lauda Europe für Ryanair nach Beauvais. Der irische Konzern will im Sommerflugplan 2022 rund 240 Flüge pro Woche anbieten. Eigenen Angaben nach sollen das um 53 Stück mehr sein als im Sommer 2019. Insgesamt habe man nun 61 Destinationen im Portfolio. Die vor Ort stationierte Flotte will man um zwei Boeing 737 Max 200 von Malta Air ergänzen.

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