Jan Gruber

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Jan Gruber

Verdi ruft an sechs deutschen Flughäfen zum Warnstreik auf

Das Sicherheitspersonal auf den Flughäfen Berlin, Düsseldorf, Köln/Bonn, Bremen, Hannover und Leipzig/Halle ist am Montag im Zeitraum von 4 Uhr 00 bis Mitternacht zum Streik aufgerufen. Dies teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Hintergrund ist, dass die Verhandlungen um Lohnerhöhungen ins Stocken geraten sind. Bereits zuvor rief Verdi unter anderem in Köln/Bonn, Düsseldorf und Frankfurt/Main zum Warnstreik auf. Die Arbeitnehmervertreter fordern mindestens einen Euro mehr pro Arbeitsstunde. Weiters soll die Vergütung verschiedenster Einsatzfelder auf dem jeweils höchsten Niveau vereinheitlicht werden. Verdi kritisiert unter anderem, dass der Verhandlungspartner, Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen, das in der ersten Runde vorgelegte Angebot bislang nicht nachgebessert habe. Dem hält die Arbeitgeberseite entgegen, dass man bereits zwei neue Vorschläge unterbreitet habe, jedoch man jeweils im Nachgang mit weiteren Wünschen seitens der Gewerkschaft konfrontiert wurden wäre. Passagiere, die von/nach Berlin, Düsseldorf, Köln/Bonn, Bremen, Hannover oder Leipzig/Halle reisen, sollten sich regelmäßig über den aktuellen Status ihrer Buchung informieren und möglichst frühzeitig am Flughafen erscheinen, da mit langen Wartezeiten bei den Sicherheitskontrollen zu rechnen ist. Derzeit wird davon ausgegangen, dass viele Flüge gestrichen werden müssen.

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Rauswurf aus dem Bermuda-Register: Russland registriert im Express-Tempo um

Die überwiegende Mehrheit des westlichen Fluggeräts, das von russischen Fluggesellschaft eingesetzt wird, war bislang auf den Bermuda Inseln sowie in Irland registriert. Das ändert sich nun, denn die Zivilluftfahrtbehörde der Bermudas teilte mit, dass allen russischen Operators die Registrierungen entzogen werden. Eigentlich ist das russische Luftfahrtkennzeichen RA, jedoch ist dieses am Rumpf von im Westen gebauten Maschinen nur selten zu sehen. Dominierend sind VP-B und VQ-B – Bermuda Inseln. Das hat verschiedene Gründe, denn einerseits können Fluggesellschaften durchaus hohe Importsteuern umgehen, aber gab es nach dem Zusammenbruch der UdSSR auch keine andere Möglichkeit. Es mangelte der russischen Zivilluftfahrtbehörde an Kompetenz hinsichtlich Flugzeugen aus dem Westen, so dass man sich mit dem britischen Überseegebiet der Bermuda Inseln arrangiere. Später kamen auch Registrierungen in Irland dazu. Seit einigen Jahren ist dieser Umstand der russischen Regierung ein Dorn im Auge, denn man will, dass russische Airlines ihre Flugzeuge im Inland registrieren. Allerdings haben internationale Leasinggeber noch immer ein gewisses Misstrauen gegenüber der Zivilluftfahrtbehörde, so dass sich an der Praxis bis vor wenigen Tagen nur wenig geändert hat. Bereits 176 Flugzeuge in Russland eingetragen Der Rauswurf aus dem Register der Bermuda Inseln hat zur Folge, dass die etwa 740 betroffenen Maschinen de jure nicht abheben dürfen. Sofern die Flugzeuge zuvor nicht ohnehin ausgeflogen wurden, folgt nun die Eintragung ins russische Register und zwar im Expresstempo. So wurden 176 Maschinen umregistriert, erklärte Rosaviatsiya gegenüber Interfax. Betroffen sind demnach 21 Flugzeuge von Utair, 38 von Rossiya, zwei von Izhavia, eines von Yerofei, 27 von Pobeda und

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Austrian Airlines fährt Klagenfurt-Flüge wieder hoch

Austrian Airlines wird die Klagenfurt-Strecke schrittweise auf 13 wöchentliche Umläufe hochfahren. Zuletzt hatte man teilweise nur eine Rotation pro Woche. Im laufenden März soll bis zu siebenmal wöchentlich geflogen werden. Im April 2022 will der Carrier auf neun Umläufe pro Woche erhöhen. Anschließend soll es bis zu 13 Rotationen geben, bestätigte eine Firmensprecherin gegenüber dem Österreichischen Rundfunk. Wien ist eine von nur zwei Linienstrecken ab Klagenfurt und dient primär als Anbindung an das Drehkreuz von Austrian Airlines. Köln/Bonn, bedient von Eurowings, ist die zweite Linien-Destination ab dem Kärntner Flughafen. Weitere reguläre Ziele gibt es ab diesem Airport momentan nicht. Im Sommer 2022 werden einige Charterflüge zu Urlaubsdestinationen angeboten.

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Kein Versicherungsschutz: Air Astana setzt Russland-Flüge aus

Die kasachische Fluggesellschaft Air Astana setzt übergangsweise sämtliche Verbindungen nach Russland aus. Auch will man temporär den Luftraum der Russischen Föderation nicht mehr nutzen. Hintergrund ist, dass man momentan keinen Versicherungsschutz für dieses Gebiet hat. Die Nachrichtenagentur Tass berichtet unter Berufung auf eine Mitteilung von Air Astana, dass der Carrier mit der kasachischen Regierung in Gesprächen ist. Vorstellbar ist, dass eine Wiederaufnahme der Flüge mit Hilfe einer Staatshaftung auf die Beine gestellt werden könnte. Immer mehr Versicherer schließen den Deckungsschutz im Luftraum der Russischen Föderation aus. Indes hat die russische Regierung verfügt, dass die Flughäfen im Süden des Landes bis mindestens 20. März 2022 für den zivilen Flugverkehr geschlossen bleiben. Betroffen sind unter anderem Krasnodar, Anapa, Gelendschik und Rostow am Don. Man betont, dass Sotschi offen bleiben soll. Auch die Airports auf der annektierten Krim sind für zivile Flüge gesperrt.

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Russland will Ersatzteile über „Zwischenhändler“ organisieren

Die russische Luftfahrt steuert aufgrund der internationalen Sanktionen, die als Reaktion auf den kriegerischen Überfall auf die Ukraine erlassen wurden, auf ernsthafte Probleme zu. Der Einzug von Fluggerät, das von westlichen Leasinggebern geleast wird, ist dabei vergleichsweise gar nicht mal so problematisch. Der Umstand, dass man auf dem sonst üblichen Weg an keine Ersatzteile mehr kommt, trifft die Carrier wesentlich härter. Die russische Staatsführung spielt das aber herunter und meint, dass man diese eben über Indien oder die Türkei beziehen werde. Entsprechende Verhandlungen habe man schon aufgenommen. Der Plan: Formell sollen Zwischenhändler in den beiden genannten Staaten die benötigten Ersatzteile kaufen und dann nach Russland weiterverkaufen. Die angedachte Vorgehensweise erinnert durchaus stark an den Iran, denn über viele Jahre hinweg konnten Airlines aus diesem Staat nicht direkt bei den westlichen Flugzeugbauern einkaufen. Die Hersteller sind bemüht, dass man die „dunklen Kanäle“ nicht bedient, jedoch gelingt das nicht in jedem Fall. Russland muss aber damit rechnen, dass Boeing, Embraer, Airbus und andere Produzenten sehr genau darauf achten werden wohin die Ersatzteile geliefert werden, denn man könnte sich sprichwörtlich die Finger verbrennen, wenn publik wird, dass diese auf Umwegen nach Russland gelangen. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass beispielsweise die EU und die Vereinigten Staaten auf die Türkei und Indien entsprechenden Druck aufbauen werden sowie die Lieferungen von Flugzeugersatzteilen genauer unter die Lupe nehmen werden. Somit schließt sich wieder der „Kreis zum Iran“, denn dort etablierte sich „Marke Eigenbau“. Es ist gar nicht so abwegig, dass Russland diesen Weg gehen muss, allerdings verliert

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Ab 1. April 2022: Malaysia öffnet sich für Geimpfte

Ab 1. April 2022 öffnet sich Malaysia wieder für Touristen. Einreisen dürfen nur Personen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Weiters muss ein negativer PCR-Test vorgelegt werden. Der Befund darf zum Zeitpunkt des Grenzübertritts nicht älter als 48 Stunden sein. Weiters muss man innerhalb von 24 Stunden nach der Einreise bei einer offiziellen Teststelle einen Antigen-Schnelltest vornehmen lassen. Eine Quarantäne muss man aber nicht antreten. Regierungschef Ismail Sabri erklärte unter anderem, dass die bevorstehende Lockerung der Einreisebestimmungen den Tourismus und damit die Wirtschaft ankurbeln wird. Malaysia hatte sich rund zwei Jahre lang weitgehend abgeschottet. Nicht-Staatsbürger konnten nur mit triftigem Grund einreisen.

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Fuel Hedging: Austrian Airlines an Lufthansa „angezapft“

Die Preise an den Zapfsäulen steigen momentan subjektiv empfunden unaufhaltsam. Nicht nur Autofahrer sind davon betroffen, sondern auch die Luftfahrt. Fuel-Hedging-Geschäfte können den starken Preisanstieg für einige Zeit abfedern. Austrian Airlines betreibt keine derartigen Deals, sondern ist dem Pool der Konzernmutter Lufthansa angeschlossen. Fuel Hedging nennt man Geschäfte, bei denen sich Fluggesellschaften mit den Mineralölkonzernen auf fixe Einkaufspreise einigen. Je nach Vereinbarung bezieht man für drei Monate, sechs Monate oder gar ein ganzes Jahr lang das Kerosin zu einem vorab vereinbarten Fixpreis. Fällt jedoch der Marktpreis, dann zahlt die Airline drauf. Steigen die Kosten, dann profitiert die Fluggesellschaft. Daher mixen viele Carrier den Treibstoffbedarf. Ein Teil ist mit Hilfe von Hedging-Geschäften abgesichert und der Rest wird zum aktuellen Pumpenpreis eingekauft. Letzteres kann auch an Airports, an denen man keinen Vertragspartner hat und daher mit der Tankkarte bezahlen muss, notwendig sein. Dies kann bei Charterflügen zu Destinationen, die man sonst nicht im Streckennetz hat, der Fall sein. Austrian Airlines betreibt schon länger kein eigenes Fuel Hedging mehr. Das bedeutet aber nicht, dass man den Treibstoffeinkauf nicht abgesichert hat, denn die Lufthansa Group tätigt derartige Deals zentral für alle Konzernairlines. Durch den gebündelten Kerosinbedarf verbessert sich die Verhandlungsposition gegenüber den Mineralölkonzernen, denn auf diese „Einkaufsgemeinschaft“ will man nur schwer verzichten. Eine AUA-Sprecherin erklärte gegenüber Aviation.Direct zu dieser Thematik: „Der Einkauf von Kerosin/Jetfuel wird bei uns über die Lufthansa Group zentral gesteuert. Als einzelne Airline sind wir damit nicht in Hedging Geschäfte involviert. Ob die Ticketpreise künftig steigen werden, ist nicht nur von

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Austrian Airlines: Embraer 195 OE-LWD in neuer Livery in der Luft

Kürzlich hat der Embraer 195 mit der Registrierung OE-LWD das aktuelle Farbenkleid der Austrian Airlines erhalten. Es handelt sich um das erste Mitglied der Regionaljet-Flotte, das in dieser Livery erscheint. Die aktuelle Lackierung wurde vor etwa vier Jahren eingefühlt. Bislang trug noch kein Embraer 195 dieses Farbenkleid. Das änderte sich nun, denn Anfang Feber 2022 wurde die OE-LWD im slowakischen Bratislava umlackiert. Der Austrian-Schriftzug ist nun deutlich größer zu sehen. Die rote Farbe am Leitwerk zieht sich nun bis nach unten auf den Rumpf durch. Besonders markant: Bislang waren die Triebwerke überwiegend in rot gehalten. Die aktuelle Livery beinhaltet weiße Triebwerke. Dies ist innerhalb der Lufthansa Group mittlerweile Standard, denn man will damit das „Weiterreichen“ von Fluggerät und Antrieben vereinfachen, denn das Umlackieren in die Livery des jeweiligen Operators entfällt. Übrigens: Selbstredend wurde die OE-LWD auch vom „my“ vor dem Austrian befreit. Vor einigen Jahren trat man kurzzeitig als „myAustrian“ auf, jedoch wurde die Werbekampagne, mit der man sich auch so einiges an Spott eingehandelt hatte, rasch wieder beendet.

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Vorbild Jetblue: Eurowings will weg vom Billigimage

Die Fluggesellschaft Eurowings will das Image als Billigflieger ablegen. Man will sich mit zusätzlichen Services deutlich von Lowcostern wie Ryanair und Wizz Air haben. Künftig will man sich als so genannte „Value Airline“ positionieren und orientiert sich dabei an der U.S.-amerikanischen Jetblue. Über diese Veränderung der Marktstrategie wurden die Eurowings-Beschäftigten im Rahmen eines digital abgehaltenen „Townhall Meetings“ von der Geschäftsleitung informiert. Der Tenor ist nun: „Wir können es nicht billiger als Ryanair, wir können es aber deutlich besser“. Gleichzeitig wurde auch mitgeteilt, dass die von Eurowings Europe betriebene Basis Stockholm-Arlanda kleiner ausfallen wird als ursprünglich angekündigt. Ab dem schwedischen Airport werden entgegen der ursprünglichen Kommunikation nur drei statt fünf Airbus A320 eingesetzt. Man ortet zwar eine entsprechende Nachfrage, jedoch musste Eurowings das Streckennetz nachjustieren. An diesem Airport hat sich der Wettbewerb verschärft, denn Norwegian Air Shuttle und Ryanair haben zusätzliche Strecken aufgelegt. Die zuletzt genannte Fluggesellschaft zog ihr Angebot von Skavsta nach Arlanda um. Der kriegerische Überfall der Russischen Föderation auf die Ukraine hat auch bei Eurowings für einen kurzfristigen Knick bei den Neubuchungen gesorgt. Allerdings sieht man sich aufgrund des Umstands, dass der Sommerflugplan 2022 stark auf touristische Ziele ausgerichtet ist, nicht sonderlich stark betroffen. Dennoch betont Eurowings, dass man die Destinationen in der Ukraine und in Russland auf unbestimmte Zeit nicht anfliegen wird. Verdrängung von Ryanair/Lauda und Wizz Air wird als Erfolg angesehen Im Sommerflugplan 2022 ortet man generell eine hohe Nachfrage im Bereich Urlaubsreisen. Die Saisonspitzen will man mit Hilfe von Wetlease-Fluggerät abdecken. Avion Express wird elf

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Hohe Treibstoffpreise: Swiss kann teurere Tickets nicht mehr ausschließen

Seitens der Lufthansa-Tochter Swiss kann man mittlerweile Preiserhöhungen, die den stark gestiegenen Treibstoffkosten geschuldet sind, nicht mehr ausschließen. Zunächst ging man davon aus, dass diese nach Angebot und Nachfrage konstant bleiben werden. In den letzten Tagen änderte sich aber die Prognose von Swiss. Gegenüber Travel Inside erklärte ein Mediensprecher: „Die Aussage, dass keine Preiserhöhungen vorgesehen sind, müssten wir korrigieren. Aufgrund insbesondere der derzeitigen Entwicklung des Rohölpreises sind weitere Preisanpassungen bei Flugreisen dieses Jahr wahrscheinlich“. Somit ist damit zu rechnen, dass bei Swiss schon bald die Preise steigen werden. In welchem Ausmaß sich der Carrier mit Fuel-Hedging-Geschäften abgesichert hat, ist derzeit nicht bekannt. In der Regel treffen Erhöhungen der Treibstoffpreise jene Carrier, die sich absichern, mit etwa sechs Monaten Verzögerung.

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