Jan Gruber

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Jan Gruber

Neues Gesetz: Putin will Leasinggebern das Leben schwer machen

Unter anderem aufgrund der von der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten von Amerika verhängten Sanktionen müssen westliche Leasinggeber Fluggerät, das an russische Airlines verleast ist, zurückfordern. Das passt dem Kreml so ganz und gar nicht in den Kram. Ein Gesetz, das von Wladimir Putin unterzeichnet wurde, soll dies zumindest erschweren. Nicht alle Fluggesellschaften verhalten sich „bockig“, denn einige haben das Leasinggfluggerät mehr oder weniger freiwillig in die Türkei ausgeflogen und dort an die Eigentümer zurückgegeben. Viele russische Airlines fliegen nicht mehr mit von westlichen Lessoren geleasten Maschinen außerhalb Russlands und Weißrusslands, denn die Pfändung der Flugzeuge droht. Dazu kommt der Umstand, dass die Bermuda Inseln, wo etwa 740 in der Russischen Föderation eingesetzte Flugzeuge registriert waren, sämtliche Carrier aus diesem Staat aus dem Register geworfen hat. Im Express-Tempo werden nun Flugzeuge ins russische Register eingetragen. Um dies zu beschleunigen hat Putin nun ein neues Gesetz erlassen. Dies ermöglicht es der russischen Zivilluftfahrtbehörde neue Zertifikate auszustellen und diese dann unter russische Aufsicht stellen zu können. Die betroffenen Maschinen sollen dann zumindest im Inland und nach Belarus eingesetzt werden können. Defacto kommt das Vorgehen einer Enteignung der Leasinggeber gleich. Das Verhalten der russischen Regierung könnte zu einem späteren Zeitpunkt ein heftiges Nachspiel haben, denn für Carrier aus Russland könnte es künftig schwierig werden an westliches Fluggerät zu kommen. Auch ist nicht auszuschließen, dass Schadenersatzforderungen geltend gemacht werden und diese gegebenenfalls auch mittels Pfändung anderer Flugzeuge russischer Airlines durchgesetzt werden könnten. So wäre es theoretisch möglich, dass ein Lessor dann beispielsweise einen

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Wizz-Air-Aktionär Indigo Partners will bei ITA Airways einsteigen

Nach Lufthansa und Air France-KLM wirft sich auch der U.S.-amerikanische Fonds Indigo Partners ins Rennen um die italienische Fluggesellschaft ITA Airways. Eine entsprechende Interessensbekundung wurde Ende Feber 2022 übermittelt. Derzeit hält Indigo Partners Beteiligungen an den Billigfluggesellschaften Wizz Air, Jetsmart, Volaris und Frontier Airlines. Der Anteil am zuerst genannten Carrier wurde im Vorjahr deutlich reduziert. Der Verkauf spülte dem Investmentunternehmen rund 300 Millionen Pfund-Sterling in die Kasse. Die lokale Zeitung „La Repubblica“ schreibt, dass sich IndiGo Partners für einen Einstieg bei ITA Airways interessieren soll. Dabei beruft man sich auf nicht näher genannte Quellen aus Kreisen der italienischen Regierung. Das Angebot des Fonds betrachte man als interessant. Derzeit interessieren sich Lufthansa – gemeinsam mit MSC – und Air France-KLM – gemeinsam mit Delta Air Lines – sowie Indigo Partners für einen Einstieg beim Alitalia-Nachfolger ITA Airways. Derzeit ist nicht absehbar in welche Richtung Italiens Regierung tendiert, jedoch dürfte der Umstand, dass sich mehrere finanzstarke Konzerne ernsthaft interessieren, den Kaufpreis in die Höhe treiben.

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El Al fährt Deutschland-Angebot wieder hoch

Die Fluggesellschaft El Al plant im Sommerflugplan 2022 wieder häufiger nach Deutschland zu fliegen. Derzeit sind 21 wöchentliche Umläufe von Tel Aviv aus zu deutschen Airports vorgesehen. El Al beabsichtigt laut Mitteilung neun Mal wöchentlich nach Berlin-Brandenburg zu fliegen. Frankfurt am Main und München sollen jeweils sechs Mal pro Woche angesteuert werden. Die angebotene Kapazität liegt deutlich unter dem Vorkrisenniveau, denn im Sommer 2019 hatte die israelische Fluggesellschaft wöchentlich 30 Deutschland-Rotationen durchgeführt. Ursprünglich hatte man geplant, dass im Sommer 2022 mit Düsseldorf ein weiterer Airport in der Bundesrepublik angesteuert werden soll. Dieses Vorhaben ist jedoch für unbestimmte Zeit in der Schublade verschwunden. Derzeit ist vorgesehen, dass im Winterflugplan 2022/23 ab München und Frankfurt je fünf Mal pro Woche nach Tel Aviv geflogen werden soll. Ab Berlin-Brandenburg will man fünf Umläufe anbieten.

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Erstattungspflicht verschwiegen: Condor erleidet Schlappe vor Gericht

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor kassierte aufgrund ihres zu Beginn der Corona-Pandemie an den Tag gelegten Verhaltens eine Schlappe vor dem Landgericht Frankfurt. Man hatte bei abgesagten Flügen nicht auf die gesetzliche Pflicht der Erstattung hingewiesen, sondern informierte lediglich über Gutscheine und Umbuchungsmöglichkeiten. Dagegen zur der Bundesverband der Verbraucherzentrale vor Gericht. Die Konsumentenschützer sahen im Verhalten von Condor eine Irreführung bzw. gezieltes Vorenthalten der essentiellen Information, dass aufgrund der EU-Fluggastrechteverordnung ein gesetzlicher Anspruch auf Rückzahlung des Ticketpreises besteht – und zwar binnen einer Woche. Condor informierte zu Beginn der Corona-Pandemie unter anderem über die Homepage und angeblich auch über die Hotline darüber, dass abgesagte Flüge in ein so genanntes Flugguthaben, das bis Mitte 2021 genutzt werden muss sowie über kostenfreie Umbuchungen. Über den Umstand, dass die betroffenen Passagiere das gesetzliche Recht auf vollständige Erstattung des Ticketpreises hatten, wurde laut Verbraucherzentrale nicht informiert. Daraus leiteten die Konsumentenschützer eine bewusste und gewollte Systematik ab. Auf eine entsprechende Abmahnung habe der eigenen Angaben nach „beliebteste Ferienflieger Deutschlands“ nicht reagiert, so dass die Verbraucherzentrale vor Gericht zog. Das Landgericht Frankfurt gab der Klage statt und entschied, dass die Passagiere auch über die Möglichkeit der Rückzahlung des Ticketpreises informiert werden müssen und diese die Entscheidung, ob sie umbuchen oder die Erstattung haben wollen, freistehen muss. Das Gericht sah es als ungesetzlich an, dass den betroffenen Fluggästen dieses Wahlreicht vorenthalten wurde. Vorrangig müssen die Fluggesellschaften gemäß Fluggastrechteverordnung bei einer Absage der Verbindung den Ticketpreis zurückbezahlen. Laut Verbraucherzentrale war das Verhalten von Condor aber kein Einzelfall, denn viele

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Aerologic-Piloten streiken eine Woche

Die Vereinigung Cockpit hat die Piloten der deutschen Frachtfluggesellschaft Aerologic zur achttägigen Arbeitsniederlegung aufgerufen. Der Arbeitskampf begann in der Nacht zum Dienstag und soll bis kommenden Dienstag, 23 Uhr 59, andauern. Im Vorfeld wurde eine Urabstimmung durchgeführt. Die überwiegende Mehrheit der von der Vereinigung Cockpit vertretenen Flugzeugführer hat sich dabei für Streikmaßnahmen ausgesprochen. Aerologic, ein Gemeinschaftsunternehmen von Deutsche Post-DHL und Lufthansa, rechnet nicht damit, dass es zu Flugausfällen kommen wird. Man will die streikenden Piloten temporär durch Manager, die auch über eine entsprechende Lizenz verfügen, ersetzen. Die Vereinigung Cockpit ist aber der Ansicht, dass dies keine Dauerlösung sein kann und es dennoch zu Ausfällen kommen wird. Der Umstand, dass Aerologic nicht dem Lufthansa-Konzerntarifvertrag unterliegt, ist der Gewerkschaft schon länger ein Dorn im Auge. Man kritisiert auch, dass der Staat sowohl bei Deutsche Post-DHL als auch bei Lufthansa der größte Einzelaktionär ist. Dennoch verweigere sich die Geschäftsleitung der Frachtfluggesellschaft dem Abschluss eines Tarifvertrags.

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Wien: Besucherterrasse öffnet wieder ab 20. März 2022

Der Flughafen Wien-Schwechat wird am 20. März 2022 die Besucherterrasse, die im Terminal 3 angesiedelt ist, wiedereröffnen. Diese wird dann wieder täglich zwischen 11 Uhr 00 und 18 Uhr 00 zugänglich sein. Normalerweise verlangt der Wiener Flughafen für die Nutzung der Aussichtsplattform Geld. Am 20. März 2022 ist der Eintritt anlässlich der Wiedereröffnung für alle frei. Personen, die mit dem Auto anreisen, müssen allerdings mit Parkplatzgebühren rechnen, denn diese sind nicht kostenfrei. Der Verein der Flughafenfreunde Wien wird am kommenden Sonntag ebenfalls präsent sein und freut sich auf persönliches Kennenlernen. Der Klub setzt sich seit vielen Jahren für den größten Flughafens Österreichs ein und gilt als einer der größten Luftfahrt-Interessensvereine im Osten Österreichs.

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Nach Raketenangriff: Flughafen Dnipro schwer beschädigt

Der ukrainische Flughafen Dnipro wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag von russischen Raketen getroffen. Offiziellen Angaben nach wurde die Infrastruktur schwer beschädigt. Das Terminal und eine Runway wurden dabei zerstört. Die Regionalverwaltung von Dnipro teilte über soziale Medien mit, dass der Airport weitgehend zerstört worden sein soll. Mindestens zwei Raketen hätten den Flughafen Dnipro getroffen. Über das gesamte Ausmaß der Beschädigung gibt es keine gesicherten Informationen, jedenfalls gilt es als bestätigt, dass der Flughafen ohne aufwendige Sanierung nicht mehr einsatzbereit sein wird. Flughäfen der Ukraine werden seitens der Streitkräfte der Russischen Föderation gezielt attackiert. Hintergrund dürfte sein, dass man die Infrastruktur vernichten will. Bei den Airports spielt möglicherweise auch eine Rolle, dass diese von der Armee der Ukraine auch als Startplatz für die Landesverteidigung genutzt werden könnten. Von Wien-Schwechat aus gab es in der Vergangenheit Nonstop-Flüge nach Dnipro. Diese wurden allerdings schon länger eingestellt, denn Austrian Airlines zog diese Route ins nahegelegene Saporischschja um. Mangels Nachfrage und aus Sicherheitsgründen pausierte die Strecke schon lange vor dem Angriff der russischen Streitkräfte. Wizz Air hatte eine Nonstop-Verbindung zwischen Wien und Saporischschja erstmals für das Frühjahr 2020 angekündigt, jedoch bis dato kein einziges Mal bedient. Die Aufnahme verschiebt man in regelmäßigen Abständen nach hinten, wobei aufgrund des Kriegs eine baldige Bedienung sehr unwahrscheinlich ist.

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SkyUp will mit Wetlease-Aufträgen überleben

Über der Zukunft der ukrainischen Fluggesellschaften stehen angesichts des von Russland angezettelten Kriegs viele Fragezeichen. Allerdings könnte es sich nun als nützlich erweisen, dass zuvor zahlreiche Leasinggeber das Ausfliegen von Maschinen verlangt haben. SkyUp ist auf der Suche nach Wetlease-Aufträgen. In einer Medienmitteilung bietet man sich öffentlich für ACMI-Dienstleistungen an und verweist darauf, dass man bis zu 15 Boeing 737-800 zur Verfügung habe, die für Kunden aus aller Welt, ausgenommen Russland und Belarus, eingesetzt werden könnten. Man bittet regelrecht um entsprechende Aufträge und erklärt unter anderem, dass es nicht nur darum gehe an der Front zu kämpfen und das Land zu verteidigen, sondern auch darum, dass Unternehmen ihre Arbeit fortsetzen können und Einnahmen, die die Ukraine dringend braucht, generieren können. Gleichzeitig würde man mithelfen, dass man die 1.300 Jobs sichern kann und Steuern an den Staat, der diese dringend für die Zivilbevölkerung und die Landesverteidigung benötigt, bezahlen kann. SkyUp appelliert regelrecht an westliche Carrier, betont jedoch, dass man keinerlei Aufträge in Richtung Weißrussland und Russland annehmen wird. Innerhalb der Europäischen Union wird es für SkyUp aber durchaus schwierig, denn verschiedenste Vorschriften schließen Carrier aus Drittstaaten innerhalb des Unionsgebiets weitgehend aus, es sei denn es gibt bilaterale Vereinbarungen. Der Appell von SkyUp dürfte daher auch in Richtung EU-Kommission und der Regierungschefs gehen, denn diese haben es in der Hand die bestehenden Bestimmungen temporär zu Gunsten ukrainischer Fluggesellschaften zu lockern. Ob dieser Schritt gesetzt wird, ist derzeit nicht bekannt. Es ist damit zu rechnen, dass nicht alle EU-Carrier das Angebot von SkyUp

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Ab Mittwoch: British Airways lässt die Masken fallen

Die größte Fluggesellschaft des Vereinigten Königreichs, British Airways, schafft mit Wirksamkeit zum 16. März 2022 die Maskenpflicht ab. Man schreibt das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes nur noch dann vor, wenn dies explizit von der Zieldestination mittels Notam angewiesen ist. Konkret bedeutet das für Passagiere, dass nur noch dann Masken getragen werden müssen, wenn dies der Zielstaat verlangt. Beispielsweise auf Flügen von/nach Österreich ist mittels Notam vorgeschrieben, dass alle Passagiere und Besatzungsmitglieder in der Kabine FFP2-Masken tragen müssen. Viele Staaten haben eine solche Vorschrift nicht und die bisherige Maskenpflicht war eher gelebte Praxis, die auf Basis des Hausrechts vorgeschrieben wurden. Im Vereinigten Königreich gab es zeitweise eine explizite Anordnung, jedoch wurde diese zwischenzeitlich in allen Bereichen, so auch in der Luftfahrt aufgehoben. „Wenn uns klar ist, dass das Ziel, zu dem Sie reisen, das Tragen einer Gesichtsmaske an Bord nicht erfordert, wird es optional. Wir bitten alle unsere Kunden, in diesen Fällen weiterhin die Maskenpräferenzen der Mitreisenden zu respektieren“, so British Airways in einer Medienerklärung. Zuvor hatten bereits Jet2, Ryanair und Tui Airways angekündigt, dass man das Tragen von Masken an Bord nicht mehr vorschreiben wird. Davon ausgenommen sind Flüge, die zu Zieldestinationen, die dies explizit mittels Notam vorschreiben. Im Gespräch mit Aviation.Direct erklärte Ryanair-Konzernchef Michael O’Leary, dass er damit rechnet, dass bis Ende April 2022 die Maskenpflicht an Bord von Flugzeugen europaweit abgeschafft sein wird.

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Arajet bestellt 20 Boeing 737 Max 200

Die Fluggesellschaft Arajet hat 20 Maschinen des Typs Boeing 737 Max 200 bestellt. Weiters sicherte man sich Optionen für bis zu 15 weitere Exemplare, teilten der Hersteller und der Carrier mit. Die Flotte kann so auf 40 Flugzeuge erweitert werden. Die Flugzeugbestellung wurde im Jänner 2022 abgeschlossen und ist derzeit auf der Boeing-Website für Bestellungen und Auslieferungen einem nicht identifizierten Kunden zugeordnet. „Die effiziente Boeing 737 Max, zusammen mit der finanziellen und operativen Unterstützung unserer Partner bei Griffin und Bain Capital, gibt uns die solide Grundlage, um den Reisenden in der Region Flüge zu erschwinglichen Preisen anzubieten“, sagte Victor Pacheco Mendez, Gründer und Geschäftsführer von Arajet. „Diese Partner glauben an unsere Vision und sehen die gleiche glänzende Zukunft für diesen Markt und darüber hinaus. Das gesamte Team war begeistert, als unser erstes Flugzeug vor einigen Tagen in Santo Domingo eintraf, und wir freuen uns darauf, unsere Flotte in den kommenden Monaten mit weiteren dieser fantastischen Jets zu erweitern.“ „Die 737 Max passt perfekt zu Arajet und es ist uns eine Ehre, diesen aufregenden neuen Betreiber in der Boeing-Familie willkommen zu heißen“, so Mike Wilson, Vice President of Sales, Latin America & Caribbean, Boeing Commercial Airplanes. „Durch den Einsatz einer exklusiven 737 Max-Flotte kann Arajet Treibstoff-, Wartungs- und Betriebskosten sparen und diese Einsparungen an seine Kunden weitergeben.“

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