Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Vereinigung Cockpit leitet Streik-Urabstimmung bei Eurowings ein

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit leitet bei der Lufthansa-Tochter Eurowings eine Urabstimmung über mögliche Streikmaßnahmen ein. Hintergrund ist, dass die Arbeitnehmervertreter der Ansicht sind, dass der Arbeitgeber „kein verhandlungsfähiges Angebot“ vorgelegt habe. Bis zum 31. August 2022 können die bei Eurowings arbeitenden Mitglieder der Vereinigung Cockpit an der Abstimmung über mögliche Arbeitskampfmaßnahmen teilnehmen. Die Gewerkschaft teilte dazu unter anderem mit: „Die Tarifverhandlungen der Vereinigung Cockpit mit Eurowings sind ins Stocken geraten. Beim Manteltarifvertrag, der maßgeblich für die Arbeitsbedingungen in den Cockpits relevant ist, konnten trotz mehrerer Gesprächsrunden kaum Fortschritte darüber erzielt werden, wie die Belastungen der Beschäftigten künftig adäquat geregelt werden sollen. Der Arbeitgeber hat kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Die Tarifkommission der Eurowings hat gemeinsam mit dem VC-Vorstand deshalb beschlossen, eine Urabstimmung einzuleiten, die bis zum 31. August läuft“. Gleichzeitig betont die Vereinigung Cockpit, dass die Durchführung der Abstimmung unter den Gewerkschaftsmitgliedern noch nicht bedeutet, dass tatsächlich gestreikt wird. Allerdings ist allein das Ansetzen einer Urabstimmung durchaus ein Druckmittel auf den Arbeitgeber. Die VC kritisiert auch, dass die „ausgedünnte Personaldecke“ auf einen „starken Anstieg des Flugverkehrs getroffen ist“. Bislang „hat es keine vernünftigen Antworten auf diese Situation gegeben“, so die Arbeitnehmervertreter. „Eine Urabstimmung ist kein Streikbeschluss und kein Gesprächsabbruch. Wir sind selbstverständlich weiterhin gesprächsbereit und möchten eine Lösung auf dem Verhandlungsweg erreichen,“ sagt VC-Pressesprecher Lars Frontini. „Bei Eurowings haben wir seit Längerem aber sehr wenig Bewegung auf Seiten des Arbeitgebers erlebt. Deshalb fragen wir nun mit der Urabstimmung ein Meinungsbild bei den betroffenen Kolleginnen und Kollegen ab.“

weiterlesen »

Wizz Air UK macht Basis Cardiff temporär dicht

Nach Doncaster macht die Billigfluggesellschaft Wizz Air UK mit Cardiff eine weitere Basis im Vereinigten Königreich dicht. Unternehmensangaben nach soll es sich aber nur um eine temporäre Schließung über den Winter 2022/23 handeln, denn im Frühjahr 2023 will man wieder nach Cardiff zurückkehren. Die Einstellung der genannten Basis erfolgt, da man im Winter ein „schwieriges makroökonomisches Umfeld“ erwartet. Man werde eine begrenzte Anzahl von Flügen ab der walisischen Hauptstadt durchführen, jedoch kommt dabei Fluggerät zum Einsatz, das an anderen Airports stationiert ist. Die vorläufige Schließung der Base erfolgt zum 19. September 2022. Die Maßnahme hat zur Folge, dass die Flüge nach Alicante, Lanzarote, Palma de Mallorca, Teneriffa Süd, Korfu, Heraklion, Faro, Larnaka und Sharm El Sheik ausgesetzt werden. Im Winterflugplan 2022/23 sollen neu die Ziele Mailand-Malpensa und Bukarest angeboten werden. Das Fluggerät stammt dabei aus Italien bzw. Rumänien. „Obwohl dies eine unglaublich schwierige Entscheidung für die Fluggesellschaft ist, wurde sie mit so viel Vorlauf wie möglich getroffen, um Stornierungen in letzter Minute zu minimieren und die Umbuchungsmöglichkeiten für Kunden zu maximieren“, so Wizz Air in einer Erklärung. „Wir schätzen nach wie vor unsere enge Zusammenarbeit mit dem Flughafen Cardiff und planen, den Flugbetrieb am Flughafen im nächsten Jahr wieder aufzunehmen. Wir haben bereits unseren gesamten Sommerflugplan für Cardiff zum Verkauf angeboten und führen zwei neue Winterrouten ein. Es braucht Zeit, um einen nachhaltigen Betrieb an einer Basis aufzubauen, und wir sind bereit, den Betrieb in Cardiff langfristig aufzubauen.“ „Es ist enttäuschend und frustrierend für unsere Kunden, deren Reisepläne durch die

weiterlesen »

Flughafen Amsterdam-Schiphol will Passagiere entschädigen

Der niederländische Flughafen Amsterdam-Schiphol steht aufgrund enorm langer Warteschlangen vor den Sicherheitskontrollen immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik. Zahlreiche Passagiere haben deswegen ihre Flüge verpasst. Nun will der Airport betroffene Reisende entschädigen. In Zusammenarbeit mit einer lokalen Konsumentenschutzorganisation hat man festgelegt, dass Passagiere, die zwischen 23. April und 11. August 2022 aufgrund der chaotischen Zustände ihre gebuchten Flugreisen nicht antreten konnten, Geld zurück bekommen sollen. Dabei sollen die Kosten für einen Ersatzflug sowie für etwaige Hotelkosten erstattet werden. Falls man auf ein anderes Verkehrsmittel ausweichen musste, sollen auch die Ausgaben für die Fahrkarten zurückbezahlt werden. Allerdings müssen Passagiere schnell sein, denn die Ansprüche müssen bis zum 30. September 2022 geltend gemacht werden. Für Abflüge nach dem 11. August 2022 soll es dem aktuellen Stand der Dinge nach keine Entschädigungen mehr geben. Der Airport musste wegen akutem Personalmangel die Anzahl der Passagiere, die Schiphol täglich nutzen können, deckeln. Diese Maßnahme soll bis mindestens Oktober 2022 beibehalten werden.

weiterlesen »

Frau in Unterwäsche wollte zweimal in Jet2-Cockpit eindringen

Eine Frau, die sich bis auf die Unterwäsche ausgezogen hat, wollte gleich zweimal in ein Cockpit der britischen Billigfluggesellschaft Jet2 eindringen. Die Frau wurde laut Augenzeugenberichten von einem Passagier aufgehalten. Die Dame soll wiederholt „Allahu Akbar“ gebrüllt haben. Die Situation an Bord soll zunächst völlig normal gewesen sein. Plötzlich soll sich eine Frau bis auf die Unterwäsche ausgezogen haben, zum Cockpit gelaufen sein und dort „Allahu Akbar“-brüllend gegen die Tür geschlagen haben. Laut einem Bericht des britischen Mirrors soll ein Mann, der früher als Security tätig war, eingeschritten sein. Die Frau behauptete, dass sie für den Islamischen Staat tätig wäre und sich im Flugzeug Sprengstoff befinden würde. Der Vorfall an der Cockpit-Tür wiederholte sich, denn der rund 30-Jährigen gelang es den Flugbegleitern zu entwischen. Nun überwältigte der ehemalige Security den Unruly-Pax erneut und das Kabinenpersonal hat sie dann mit der Hilfe des Passagiers an einem Sitz fixiert. Die Jet2-Maschine befand sich auf dem Weg von Zypern nach Manchester. Der Kapitän entschied sich aus Sicherheitsgründen eine Zwischenlandung in Paris einzulegen. Dort wurde die Unterwäsche-Dame von der Exekutive abgeführt. Die Fluggesellschaft bestätigte, dass es Anfang der vergangenen Woche einen Vorfall auf einem Flug von Larnaka nach Manchester gegeben hatte. Aufgrund eines „störenden Passagiers“ habe man eine außerplanmäßige Zwischenlandung in Paris eingelegt. Auf nähere Einzelheiten wollte der Carrier auch aus ermittlungstaktischen Gründen nicht eingehen.

weiterlesen »

Ungarn-Sondersteuer: Ryanair will Kapazität nach Österreich, Rumänien, Kroatien und in die Slowakei verlegen

Die Fluggesellschaft Ryanair prüft derzeit das Flugangebot ab Kroatien, Österreich, Rumänien und der Slowakei zu Lasten jenes ab Ungarn auszubauen. Hintergrund ist die Sondersteuer, die seitens der Orban-Regierung seit 1. Juli 2022 auf Flugtickets eingehoben wird. Der Carrier hat bereits den Verkauf auf insgesamt acht Strecken, die bislang von der Tochtergesellschaft Buzz ab Budapest angeboten werden, eingestellt. Dazu erklärte Konzernchef Michael O’Leary gegenüber Medien unter anderem: „Wir bedauern diese Strecken- und Flugkürzungen, die einzig und allein auf die dumme und unlogische Entscheidung der ungarischen Regierung zurückzuführen sind, die verlustbringende Luftfahrtindustrie mit einer Steuer auf Gewinnüberschüsse zu belegen, die Flüge nach/von Ungarn teurer und weniger wettbewerbsfähig macht. Es ist unerklärlich, dass die verlustbringende ungarische Luftverkehrsbranche mit einer Steuer auf Gewinnüberschüsse belastet wird, während andere mitteleuropäische Flughäfen niedrigere Kosten haben und auch keine idiotische Steuer auf Gewinnüberschüsse erheben“. Da Ryanair Passagiere mit Tickets ab Budapest, die vor dem Inkrafttreten der neuen Sondersteuer gebucht hatten, nachträglich zur Kasse gebeten hatte, verhängte das ungarische Konsumentenschutzamt eine saftige Geldstrafe gegen den Carrier. Die Billigfluggesellschaft will gegen dieses juristisch vorgehen. Im Winterflugplan 2022/23 fährt auch der Mitbewerber Wizz Air die Präsenz in Budapest zurück. Beispielsweise reduziert man auf vielen Strecken die Frequenzen und setzt unter anderem die Verbindung nach Köln/Bonn aus. Im Gegensatz zu Ryanair äußert sich der pinkfarbene Mitbewerber nicht aggressiv gegen die neue Steuer. Der Billigflieger Ryanair will Teile der Kapazität, die man bislang ab Ungarn anbietet, in Nachbarstaaten verlegen. Explizit genannt wurden seitens der Konzernführung Kroatien, Rumänien, Slowakei und Österreich. Die Entscheidung begründet

weiterlesen »

Luftwaffe: Deutschland setzt umstrittene Mali-Flüge vorerst aus

Die Bundesrepublik Deutschland wird den Bundeswehr-Einsatz in Mali vorläufig einstellen. Zuvor hatte die Militärregierung des westafrikanischen Staats ein Flugverbot verhängt. Dies führt dazu, dass die Maschinen der Luftwaffe keine Überflüge durchführen können. Die Streitkräfte von Deutschland sind seit einigen Jahren im Rahmen der UN-Mission Minusma in Mali im Einsatz. Es handelt sich um die größte Auslandsaktivität der Bundeswehr. Frankreich hatte sich bereits vor einigen Wochen aus Mali zurückgezogen, da man sich außer Stande sah die Mission weiterhin durchführen zu können. Die Militärregierung von Mali scheint wenig Freude über ausländische Streitkräfte bzw. die UN-Mission zu haben. Die Verweigerung der Überflugrechte bedeutet für die Bundeswehr, dass man den turnusmäßigen Personalwechsel nicht durchführen kann. Im Regelfall wurden hierfür stets Transportmaschinen des Typs Airbus A400M eingesetzt. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht erklärte nun, dass „die Operationen unserer Aufklärungskräfte und die Transportflüge“ vorläufig eingestellt werden. Von einem vollständigen Rückzug aus Mali will man aber nicht nicht sprechen und betont, dass insbesondere die Flüge zu einem späteren Zeitpunkt reaktiviert werden könnten. Ob es dazu kommen wird, bleibt abzuwarten.

weiterlesen »

Wien: Ryanair bedient Suceava und Zadar nicht im Winter 2022/23

Die Ryanair Group wird das rumänische Ziel Suceava im Winterflugplan 2022/23 ab Wien-Schwechat nicht mehr anbieten. Die Strecke wird dem aktuellen Planungsstand nach am 28. Oktober 2022 vorerst letztmalig von Lauda Europe bedient. Derzeit ist noch offen, ob sich nur um eine temporäre Einstellung über den Winter 2022/23 handelt oder ob Ryanair diese Verbindung endgültig aufgibt. Jedenfalls behält man sich eine Wiederaufnahme zu einem späteren Zeitpunkt vor, verkauft jedoch keine Flugtickets für den Sommerflugplan 23. Ebenso wird es im Winter 2022/23 keine Nonstopflüge zwischen den Lauda-Europe-Bases Wien und Zadar geben. Diese Route wird am 28. Oktober 2022 – zumindest in diesem Jahr – letztmalig bedient. Derzeit sind noch keine Flugscheine für den Sommerflugplan 2023 buchbar, jedoch soll diese Route reaktiviert werden. Hintergrund der temporären Einstellung ist auch, dass es sich zum eine saisonale Strecke handelt und die Lauda-Europe-Basis Zadar ebenfalls nur saisonal während den Sommerflugplanperioden betrieben wird. Auch ab der Lauda-Europe-Basis Zagreb kommt es zu Veränderungen. Diese Base wird im Winterflugplan 2022/23 nur an den Verkehrstagen Freitag, Samstag, Sonntag und Montag aktiv sein. An den übrigen Tagen fliegen Maschinen der Konzernschwestern Malta Air und Ryanair von anderen Stützpunkten aus die kroatische Hauptstadt an. Die Destinationen Bratislava, Malmö und Thessaloniki werden im Winter 2022/23 nicht angeboten. Die Flüge ab der slowakischen Hauptstadt werden bislang von der polnischen Konzernschwester Buzz durchgeführt.

weiterlesen »

Winter 2022/23: Ryanair fährt Präsenz in Budapest zurück

Der Billigflieger Ryanair reduziert im Winterflugplan 2022/23 die Präsenz am Flughafen Budapest. Einige Strecken werden bzw. bleiben vorläufig ausgesetzt. Der Carrier befindet sich mit der ungarischen Regierung aufgrund einer Sondersteuer, die Fluggesellschaften zu bezahlen haben, in einer Streitigkeit. Bereits nach der ersten Ankündigung der umstrittenen Besteuerung von Gewinnen, die Fluggesellschaften ab Ungarn erzielen, drohte der Lowcoster damit, dass man Kapazität abziehen könnte. Im Winterflugplan 2022/23 schafft man vorerst Fakten und fährt den Betrieb der von der polnischen Tochtergesellschaft betriebenen Basis Budapest zurück. Dem aktuellen Planungsstand nach werden bzw. bleiben die Ziele Köln/Bonn, Bordeaux, Krakau, Kaunas, Bournemouth, Riga, Turin und Lappeenranta über die Winterflugplanperiode 2022/23 temporär eingestellt. Erst kürzlich verhängte das ungarische Konsumentenschutzamt eine saftige Geldstrafe über Ryanair, da der Carrier die Passagiere aufgrund der Sondersteuer nachträglich zur Kasse gebeten hat. Gegen das Bußgeld will das Luftfahrtunternehmen ein Rechtsmittel einlegen. Auch der Mitbewerber Wizz Air Hungary fährt im Winterflugplan 2022/23 auf zahlreichen Strecken die Frequenzen zurück. Viele Routen werden temporär eingestellt und sollen im Sommer 2023 wieder reaktiviert werden. Bei Ryanair zeigt sich im Reservierungssystem ein ähnliches Bild. In der Luftfahrtbranche rechnet man damit, dass die Nachfrage im Winterflugplan 2022/23 aufgrund hoher Treibstoffpreise und damit steigender Ticketkosten, aber auch wegen möglicher neuer Coronamaßnahmen gegenüber dem Sommer 2022 deutlich geringer sein könnte. Ein Manager einer europäischen Fluggesellschaft meinte gegenüber Aviation.Direct, dass man sich auf einen „harten Winter“ vorbereite.

weiterlesen »

Juli 2022: Zürich lag um 20 Prozent unter dem Vorkrisenaufkommen

Der Flughafen Zürich-Kloten hatte im Juli 2022 insgesamt 2.518.977 Passagiere. Damit lag man zwar um rund 85 Prozent über dem Vorjahresaufkommen, jedoch noch immer um 20 Prozent unter dem Wert, den man im Juli 2019 erreichen konnte. Absoluter Spitzentag seit Ausbruch der Pandemie war der 31. Juli 2022 mit rund 9.000 Passagieren, die über den Flughafen Zürich gereist sind. Die überwiegende Mehrheit der Fluggäste waren so genannte Lokalpassagiere. Deren Anteil beziffert der Airport mit 1.799.137 Reisenden. Rund 28 Prozent bzw. 713.196 Fluggäste waren Umsteiger. Die Anzahl Flugbewegungen stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 42 Prozent auf 21.647 Starts oder Landungen. Der Monatsvergleich zeigt, dass die Flugbewegungen 80 Prozent des Niveaus von 2019 betragen. Die durchschnittliche Zahl Passagiere pro Flug lag mit 140 Fluggästen 20 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Sitzplatzauslastung ist im Berichtsmonat im Vergleich zum Vorjahresmonat um 16 Prozentpunkte auf 85 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden am Flughafen Zürich im Juli 35.941 Tonnen Fracht abgewickelt. Das entspricht einer Zunahme von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Verglichen mit Juli 2019 wurde fünf Prozent weniger Fracht abgewickelt. Passagiere erscheinen sehr früh am Flughafen Zürich „Insgesamt sind wir in Zürich mit dem Sommerferienbetrieb, der betrieblich ohne größere Zwischenfälle ablief, zufrieden. Alle Mitarbeitenden haben jeden Tag ihr Bestes gegeben, den Passagieren ein möglichst reibungsloses Reiseerlebnis zu bieten“, so Stefan Tschudin, Chief Operation Officer der Flughafen Zürich AG. „Nach zwei Jahren Pandemie ist aber auch klar, dass es herausfordernd ist, den Betrieb wieder auf täglich zwischen 70’000 bis 90’000 Passagiere auszurichten“. Festzustellen ist, dass viele

weiterlesen »

Michael O’Leary gibt eigenen Billigtickets keine Zukunft

Flugtickets um 9,99 Euro sind seit einigen Jahren der Hauptangriffspunkt von Umweltschützern gegen die Luftfahrt. Auch Lufthansa-Manager argumentieren regelmäßig dagegen. Eigentlich sind derartige Flugscheine sogar teuer, denn Ryanair und Wizz Air bieten häufig Tickets für noch weniger Geld an. Ryanair-Group-CEO Michael O’Leary kritisierte erst vor wenigen Wochen die Flugscheinpreise des von ihm geleiteten Konzerns und meinte, dass es absurd wäre, dass eine Fahrkarte von Stansted nach London mehr kostet als der Flug zum drittgrößten Airport der britischen Hauptstadt. Nun meinte der Manager im Gespräch mit dem Radiosender BBC 4, dass es in den nächsten Jahren keinen Spielraum für ultrabillige Flugscheine zwischen einem und zehn Euro geben würde. Derzeit würde der durchschnittliche Ticketpreis bei Ryanair bei etwa 40 Euro liegen. Michael O’Leary rechnet damit, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Steigerung auf etwa 50 Euro erfolgen würde. Ursächlich dafür wäre insbesondere der stark gestiegene Ölpreis. Momentan profitiert Ryanair davon, dass man im Gegensatz zum Mitbewerber Wizz Air umfangreiches Fuel Hedging betrieben hat. Doch auch beim pinkfarbenen Konkurrenten geht man davon aus, dass die durchschnittlichen Preise steigen werden. Wizz-Air-Präsident Robert Carey erklärte dazu unter anderem, dass es ein paar Euro nach oben gehen wird. Allerdings unterscheiden sich die Strategien von Ryanair und Wizz Air ein wenig. Mitbewerber Wizz Air setzt auf teurere Extraleistungen Der irische Billigflieger will die reinen Flugscheinpreise leicht erhöhen, während man beim Mitbewerber weiterhin davon ausgeht, dass es auch in Zukunft sehr günstige Einstiegsangebote geben wird. Wizz Air hat bereits die Preise für Zusatzleistungen wie zweites Handgepäckstück, Aufgabegepäck

weiterlesen »