Jan Gruber

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Jan Gruber

Easyjet Europe verkleinert Präsenz am BER deutlich

Die Billigfluggesellschaft Easyjet wird eigenen Angaben nach die Präsenz auf dem Flughafen Berlin-Brandenburg um rund ein Drittel reduzieren. Hatte man vor der Pandemie in Tegel und Schönefeld noch 34 Flugzeuge stationiert, sollen es künftig nur noch elf Stück am BER sein. Die Gewerkschaft Verdi ist mit der Verkleinerung des bislang größten deutschen Easyjet-Standorts naturgemäß nicht glücklich. Man spricht von einem “Schlag ins Gesicht der Beschäftigten”. Auch für den defizitären Flughafen Berlin-Brandenburg ist die Entscheidung von Easyjet durchaus problematisch, denn bislang ist Easyjet der größte Anbieter an diesem Airport. Derzeit hat man 18 Airbus-Jets ab dem BER im Einsatz. Mit Beginn der Winterflugplanperiode 2022/23 soll auf elf Maschinen reduziert werden. Die Folge daraus ist, dass auch Jobs abgebaut werden. Derzeit geht man davon aus, dass etwa 275 Vollzeitstellen in den Bereichen Cockpit und Kabine wegfallen könnten. Entsprechende Gespräche mit der Personalvertretung laufen bereits. Easyjet wuchs im Zuge der Übernahme von ehemaligen Air-Berlin-Slots am Flughafen Berlin-Tegel stark. Bereits zuvor war man mit einer zweistelligen Anzahl von Flugzeugen in Berlin-Schönefeld tätig. Klammheimlich fuhr man die Anzahl der stationierten Maschinen von einst 34 Stück auf nur noch 18 zurück. Bedingt durch die Corona-Pandemie ist die schleichende Verkleinerung kaum aufgefallen, denn der Carrier hat nie wieder die volle Kapazität, die man vor Corona ab der deutschen Bundeshauptstadt hatte, angeboten. Viele Strecken, darunter unter anderem Wien und Stuttgart, sind bereits weggefallen. Vom zuletzt genannten Airport hat man sich nach dem Vorbild des Mitbewerbers Ryanair Group gänzlich zurückgezogen. Bei Easyjet ist seit einiger Zeit offensichtlich, dass man

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Flüge in die Schweiz: Swiss pfeift auf deutsche Maskenpflicht

Die Fluggesellschaft Swiss soll laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel” die von Deutschland weiterhin vorgeschriebene Maskenpflicht nicht mehr ernst nehmen. So soll am vergangenen Sonntag auf “mindestens zwei Flügen” von Hamburg und Berlin nach Zürich dazu gekommen sein, dass das Kabinenpersonal nicht auf die deutsche Maskenpflicht hingewiesen hat. Daraus konstruiert “Der Spiegel” einen regelrechten Mini-Skandal, denn im Gegensatz zu Deutschland hat die Schweiz die Tragepflicht von Mund-Nasen-Schutz an Bord von Verkehrsflugzeugen aufgehoben. Die Bundesrepublik ist eines der letzten europäischen Länder, die noch auf MNS an Bord von Flugzeugen pocht. Das deutsche Notam sieht unter anderem vor, dass an Bord aller Flüge von/nach Deutschland Mund und Nase bedeckt werden müssen. Im krassen Widerspruch dazu: Das schweizerische Notam erklärt, dass die Verpflichtung auf allen Flügen in die/von der Schweiz aufgehoben ist. Das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” suggeriert daher, dass deutsche Anweisungen grundsätzlich Vorrang hätten. Das ist aber nicht der Fall. Demnach ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Passagier, der sich daran gestört hat, dass die Crew nicht auf die Maskenpflicht hingewiesen hat und angeblich eine Flugbegleiterin gesagt habe, dass Swiss entschieden habe, dass es die Verpflichtung nicht mehr gibt, zitiert wird. Offiziell will Swiss von den “Vorfällen” nichts wissen und verweist gegenüber dem Spiegel darauf, dass die Maskenpflicht auch weiterhin gelte, wenn es vom Zielstaat vorgeschrieben wird. Nach Deutschland wäre das der Fall, jedoch nicht in Richtung der Schweiz. “Unsere Flugzeuge sind in der Schweiz immatrikuliert, somit gilt an Bord auch die Schweizer Gesetzgebung”, so ein Sprecher der Swiss. Grundsätzlich liegt

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Ab 1. Juni 2022: Österreich „pausiert“ die FFP2-Maskenpflicht in Flugzeugen und Öffis

Mit Wirksamkeit zum 1. Juni 2022 lässt Österreichs Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) die Maskenpflicht auch in öffentlichen Verkehrsmitteln fallen. Dies schließt auch Flughafen-Terminals und Flugzeugkabinen ein. Mund und Nase müssen nur noch dann bedeckt werden, wenn es eine entsprechende Anweisung der Regierung der Ziel-Destination gibt. Ursprünglich wollte Rauch eisern daran festhalten, dass bis mindestens 8. Juli 2022 FFP2-Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie im so genannten lebensnotwendigen Handel getragen werden müssen. Selbst zwei Anträge der Opposition auf Abschaffung wurden vergangene Woche von den Regierungsparteien ÖVP und Grüne im Nationalrat abgeschmettert. Der öffentliche Druck, der in den letzten Wochen unter anderem von Wirtschaftskammer, Handelsverband und einigen Experten, deren Empfehlungen von der Regierungslinie abgewichen sind, dürfte aber zu groß gewesen sein. Johannes Rauch will aber ausdrücklich nicht von einer endgültigen Abschaffung der FFP2-Maskenpflicht sprechen, sondern sein offizielles Wording lautet, dass es lediglich eine “Sommerpause” gibt. Er betonte während einer Pressekonferenz auch, dass er davon ausgeht, dass es zu einem Comeback der FFP2-Maskenpflicht kommen wird. Einen genauen Zeitpunkt nannte er nicht, jedoch kann man vermuten, dass es irgendwann im Herbst oder Winter 2022 soweit sein könnte. Ab 1. Juni 2022 muss man in Österreich nur noch in Krankenhäusern, Altersheimen und vergleichbaren medizinischen Einrichtungen die FFP2-Maske tragen. An Bord von Zügen, Flugzeugen, Bussen, Straßenbahnen, U-Bahnen und sonstigen öffentlichen Verkehrsmitteln benötigt man dann keine FFP2-Maske mehr. Selbiges gilt auch für Supermärkte, Banken, Postämter, Drogerien und sonstige Geschäfte, die bislang dem so genannten lebensnotwendigen Handel zugeordnet waren. Auch in Bahnhöfen, Bus- und Flughafenterminals entfällt mit 1. Juni

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In Abwesenheit: Ex-Aeroflot-Vorstand zu Haftstrafe verurteilt

Russland hat den ehemaligen Aeroflot-Manager Andrej Panow, der kurz nach dem Beginn des Krieges gegen die Ukraine das Handtuch geworfen und die Russische Föderation verlassen hat, in Abwesenheit vor Gericht gestellt. Vor dem Bezirksgericht Moskau-Choroschewski wurde der ehemalige stellvertretende Generaldirektor der größten staatlichen Fluggesellschaft Russlands in Abwesenheit zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Es ging allerdings nicht um seine Äußerungen, die er außerhalb der Russischen Föderation nach seiner Flucht getätigt hat, sondern ihm wird Betrug im Zusammenhang mit einem Beratervertrag mit einer U.S.-amerikanischen Marketingagentur vorgeworfen. Dieser wurde im Jahr 2019 unterschrieben und hat ein Volumen von rund 3,2 Millionen U.S-Dollar. Panow äußerte sich unter anderem gegenüber der Financial Times und sagte, dass er das Vorgehen und die Verurteilung in Abwesenheit für politisch motiviert hält. Er verweist darauf, dass das Strafverfahren unmittelbar nach seiner Ausreise aus der Russischen Föderation eingeleitet worden wäre.

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Weiterhin viele Streichungen in Amsterdam

Die niederländische Fluggesellschaft KLM musste in den letzten Tagen erneut aufgrund von Personalmangel zahlreiche Flüge streichen. Am vergangenen Wochenende waren es in Amsterdam-Schiphol rund 50 Verbindungen. Doch nicht nur KLM selbst hat zu wenige Mitarbeiter, sondern auch der Airport und vor Ort tätige Dienstleister. Anfang Mai 2022 bat der größte Flughafen der Niederlande gar die Fluggesellschaften die Anzahl ihrer Flüge zu reduzieren. Zuletzt ist das Ausmaß der Streichungen zwar geringer ausgefallen als noch Anfang dieses Monats, jedoch steht die große Reisewelle mit dem Beginn der Sommerferien noch bevor. Der Flughafen Amsterdam-Schiphol versucht nun mit Hilfe einer Art Ampelsystem das Passagieraufkommen zu steuern. Im Internet und über Apps informiert man Passagiere darüber wie viel gerade los ist. So sollen die Reisenden gegebenenfalls früher zum Airport kommen. Die Probleme, die man am Flughafen hat, löst das aber nicht. Lokale Medien erheben zumindest nicht ganz unberechtigte Zweifel, dass in den Sommerferien 2022 das richtig große Chaos ausbrechen könnte. Es gilt als unwahrscheinlich, dass Airport, Fluggesellschaften und Dienstleister so schnell zusätzliches Personal einstellen und -schulen können. Jobs in der Luftfahrtbranche gelten momentan – auch aufgrund der Vorgehensweise vieler Arbeitgeber während der Corona-Pandemie – als wenig begehrt.

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Carsten Spohr: Lufthansa mit starker Nachfrage im Sommer 2022

In Richtung Nordamerika wäre Lufthansa im Sommer 2022 „sowieso schon ausgebucht“, meint Konzernchef Carsten Spohr und verweist darauf, dass selbst in der First Class, die etwa 22.650 Euro kostet, so ziemlich alles ausverkauft wäre. In Washington erklärte der Manager laut Deutscher Presse Agentur weiters, dass man generell in Richtung USA sehr starke Buchungszahlen sehen würde. Er glaubt, dass man in der laufenden Sommersaison „um ehrlich zu sein sowieso schon ausgebucht ist“. Man spüre bereits seit Ostern 2022 eine deutliche Steigerung der Nachfrage. Ab diesem Zeitpunkt habe es einen deutlichen Umschwung gegeben, so dass die gesamte Branche in vielen Bereichen von „zu viel Personal“ auf „zu wenig Personal“ geschrammt ist. Spohr ist der Ansicht, dass alle Airlines, inklusive der Lufthansa Group, Flughäfen und Dienstleister um neue Mitarbeiter in nahezu allen Bereichen werben müssen. Einfach dürfte das nicht werden, denn Jobs in der Luftfahrt sind derzeit angesichts der Vorgeschichte rund um Corona nicht sonderlich stark gefragt. Auch wurden bei vielen Fluggesellschaften, so auch bei Lufthansa, und Airports viele Mitarbeiter abgebaut. Oftmals zu viele, was sich nun zu rächen scheint.

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Prag: CSA-Streckennetz auf drei Destinationen geschrumpft

Einst war CSA Czech Airlines die stolze Fluggesellschaft der Tschechoslowakei, später der Tschechischen Republik. Seit einigen Jahren schrumpft der Carrier massiv und konnte seit sich seit dem Insolvenzverfahren noch nicht richtig aufrappeln. Im Juni 2022 wird man ab Prag nur noch drei Destinationen bedienen. Dabei handelt es sich um sechs wöchentliche Flüge nach Paris-CDG und Hurghada sowie Keflavik. Auf allen Routen hat man zumindest einen Mitbewerber. Die übrigen Routen wurden schrittweise ausgesetzt. Beispielsweise fliegt man seit Mitte April 2022 nicht mehr nach Brüssel und Kopenhagen. Per 1. Mai 2022 wurden auch Barcelona und Madrid eingestellt. Per 29. Mai 2022 wird man Amsterdam und Rom einstellen. Helsinki und Luqa (Malta) werden nicht mehr reaktiviert. Aufgrund des Krieges in der Ukraine hat man bereits zuvor die Flüge nach Kiew und Moskau aufgeben müssen. Davon unabhängig hat man nahezu gleichzeitig auch Bukarest und Sofia eingestellt. Die Flotte ist zwischenzeitlich auf einen Airbus A319 und einen A320 geschrumpft. CSA war eine Tochtergesellschaft von Smartwings und ist Mitglied des Skyteams. Im Zuge des Insolvenzverfahrens kam es zu einer Veränderung der Eigentümerschaft. Das Unternehmen ging an die Besitzer von Smartwings über, so dass man nun keine Tochter- sondern eine Schwestergesellschaft ist.

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GlobalX gründet Cargo-Ableger in Kolumbien und Ecuador

Die Fluggesellschaft Global Crossing Airlines hat Ableger in Kolumbien und Ecuador gegründet. In beiden Staaten hat man die Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigungen beantragt. Man will mit Airbus-A321-Frachtern Cargoflüge durchführen. In Kolumbien will man als Global X Colombia S.A.S. an den Start gehen. Die Homebase soll auf dem Bogota Airport entstehen. Am 26. Mai 2022 wird die Zivilluftfahrtbehörde des südamerikanischen Staats eine öffentliche Anhörung durchführen. In Ecuador hat man unter dem Namen Latinx Air die Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung beantragt. Die Homebase will man in Quito aufbauen. Man will laut AviaciOnline die Zulassung für den Betrieb aller Varianten der Airbus-A320-Reihe erhalten. Gegenüber genanntem Medium bestätigte Global-Crossing-Airlines-Manager Roberto Held, dass man in Ecuador und Kolumbien neue Flugbetriebe aufbauen will. Es handle sich um „zwei sehr wichtige Frachtdrehkreuze“, die auch aufgrund ihrer geografischen Lage aus strategischen Gründen relevant erscheinen. Man will mit Airbus A321F bzw. Umbauversionen an den Start gehen. Zunächst will man im ACMI- und Charterverkehr für andere Airlines fliegen. GlobalX mit Sitz in Miami ist auf ACMI- und Wet-Leasing-Charterdienste für andere Fluggesellschaften und Reiseveranstalter in den Vereinigten Staaten, der Karibik und Lateinamerika spezialisiert. Die Fluggesellschaft betreibt derzeit drei Airbus A320 mit 180 Sitzplätzen und einen Airbus A321 mit 183 Sitzplätzen. Im Oktober 2021 hatte das Unternehmen die Anschaffung von drei weiteren A320-Passagierflugzeugen sowie fünf A321P2F angekündigt, letztere zum Ausbau des Frachtgeschäfts.

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Pfingstferien: Hamburg rechnet mit Passagier-Ansturm

Der Hamburger Flughafen rechnet damit, dass während der unmittelbar bevorstehenden Pfingstferien viele Passagiere reisen werden. Stundenweise erwartet man gar mehr Fluggäste als im Vergleichszeitraum des Jahres 2019. Der Airport erwartet vor allem an den Wochenenden mehr als 45.000 Passagiere pro Tag, das sind erstmals wieder rund 70 Prozent des Vor-Krisen-Niveaus. An den stärksten Reisetagen sind zirka 170 Starts und 170 Landungen geplant. Fluggäste sollten sich gut vorbereiten, mindestens zwei Stunden vorher am Flughafen eintreffen sowie Online- und Automatenservices zum schnellen Einchecken nutzen. In den nächsten Wochen rechnet der Hamburger Flughafen mit mehr als 260.000 an- und abreisenden Passagieren pro Woche – das ist die höchste Passagierzahl seit Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als zwei Jahren. Schon seit Wochen steigt die Nachfrage spürbar, im April reisten im Wochendurchschnitt bereits rund 62 Prozent der Passagiere von 2019 ab Hamburg Airport. In den nächsten Wochen wird der Wert von 70 Prozent im Vergleich zu 2019 voraussichtlich erstmals wieder übertroffen. „Je weiter wir in Richtung Sommer kommen, desto deutlicher spüren wir, dass die Norddeutschen wieder raus wollen – raus aus dem gewohnten Umfeld, ab in den Flieger und in die Sonne. Klassische Urlaubsziele wie Mallorca, Griechenland, die Türkei oder die Kanarischen Inseln sind besonders beliebt. Die Nachfrage ist so groß, dass wir in den Terminals stundenweise mehr Fluggäste als 2019 zählen“, sagt Katja Bromm, Leiterin Kommunikation am Hamburger Flughafen. „Alle Partner am Flughafen haben sich auf diese sprunghaft hohen Auslastungsspitzen gut vorbereitet. Doch wie z.B. in der Gastronomie bleiben die Personalsuche und die Personalplanung

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Bratislava: Air Explore flottet Boeing 737-Frachter ein

Die slowakische Fluggesellschaft Air Explore steigt mit Vollfrachtern ins Cargogeschäft ein. In Kürze wird man die erste Boeing 737BCF übernehmen. Die Maschine trgät die Seriennummer 33719 und wurde im Jahr 2003 an Ryanair ausgeliefert. Der Frachter wird im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2022 auf dem AOC von Air Explore registriert und wird zunächst im Rahmen eines Chartervertrages für den in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässigen Broker RDS Cargo Group fliegen. In der Firmengeschichte des slowakischen Carriers ist es das erste Mal, dass ein reines Cargoflugzeug in die Flotte aufgenommen wird. Air Explore will sich neben Passagierflügen, überwiegend im Charter und ACMI sowie in kleinerem Umfang auf eigene Rechnung, ein weiteres Standbein aufbauen. Gegenüber Cargo Facts bestätigte der slowakische Carrier, dass die 737-800BCF kein Einzelstück bleiben wird, sondern man in diesem Segment weiter expandieren wird. Die Flotte von Air Explore besteht derzeit aus acht Passagierflugzeugen des Typs Boeing 737-800. Das Durchschnittsalter der Maschinen beträgt 17,9 Jahre. Gegründet wurde der slowakische Carrier im Jahr 2010.

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