
Höhere Ticketpreise: Flugzeugversicherer wegen Russland vor größten Jahresverlust aller Zeiten
Die seitens der Europäischen Union, der Vereinigten Staaten von Amerika und vielen anderen Ländern gegen die Russische Förderation verhängten Sanktionen stellen Leasinggeber von Flugzeugen vor Herausforderungen, die man in diesem Ausmaß noch nie hatte. Auch für Versicherer ist die aktuelle Situation kompliziert. Dass es zwischen Leasinggeber und -nehmer aus den verschiedensten Gründen, meistens wegen Nichtbezahlung, zu Unstimmigkeiten kommen kann, kommt öfters vor. Eigentümer von Flugzeugen haben es unter normalen Umständen doch eher einfach an ihre Maschinen zu kommen. Sei es, dass man sie mit juristischen Mitteln an die Kette legen lässt oder aber in Eigenregie ausfliegen lässt. In Russland ist die Situation nun gänzlich anders, denn Wladimir Putin hat eigens dafür gesorgt, dass sich Leasinggeber so ganz und gar nicht auf Rechtshilfe verlassen können. Rechtsanwältin Adreana Zammit erklärte während der Mavio-Konferenz, die im maltesischen Qawra abgehalten wurde, dass von den 515 Flugzeugen, die russische Carrier von ausländischen Lessoren geleast haben, mittlerweile etwa 50 Prozent ins RA-Register überführt wurden. Dies selbstverständlich ohne Zustimmung der rechtmäßigen Eigentümer der Flugzeuge. Doch was können Leasinggeber eigentlich machen, um an ihre Maschinen zu kommen? Unter normalen Umständen würde eine ganze Reihe von juristischen Mitteln zur Verfügung stehen, aber Russland habe dies durch spezielle Verordnungen regelrecht vereitelt. Solange die Flugzeuge also innerhalb der Russischen Föderation bleiben bzw. nur in Staaten fliegen, die in dieser Sache keine Amtshilfe leisten, wird es äußerst schwierig, so die Juristin. Mangelnde Wartung und fehlende Dokumentation entwerten Flugzeuge Grundsätzlich wäre es wichtig, dass in Leasingverträgen an alle nur erdenklichen Eventualitäten gedacht wird,








