Jan Gruber

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Jan Gruber

Urteil: Deutscher Staat haftet für lange Wartezeiten bei der Siko

Lange Wartezeiten vor den Sicherheitskontrollen hat es auch schon vor der Corona-Pandemie gegeben. Allerdings treten diese in Deutschland seit dem Beginn der Krise auffällig häufig auf, denn die im Regelfall von der Bundespolizei beauftragten Dienstleister haben oftmals Personalmangel. Und dafür haftet der Staat, entschied nun das Oberlandesgericht Frankfurt. Hintergrund ist, dass Passagiere aufgrund enorm langer Warteschlangen ihren Flug in die Dominikanische Republik verpasst haben. Dabei haben die Reisenden sämtliche Empfehlungen des Flughafens Frankfurt am Main und der Fluggesellschaft eingehalten. Sie sind zum frühestmöglichen Zeitpunkt, laut Gerichtsverfahren etwa drei Stunden vor dem Abflug, am Check-in-Schalter erschienen und haben sich dann sofort auf den Weg in Richtung Sicherheitsbereich gemacht. Und genau da lag dann das Problem, denn die Kontrolllinien waren hoffnungslos unterbesetzt, so dass die klagenden Passagiere trotz langem „Zeitpuffer“ ihre Flüge verpasst haben. Das wollten sich diese nicht gefallen lassen und zogen gegen die Bundesrepublik Deutschland vor Gericht. Die Sicherheitskontrollen waren zu diesem Zeitpunkt in vollständiger Verantwortung der Bundespolizei, für die der Staat verantwortlich ist. Diese hat eine Sicherheitsfirma mit der tatsächlichen Durchführung der Kontrolltätigkeiten beauftragt. Und dort gab es Personalmangel. Unter der Geschäftszahl 1 U 220/20 erkannte das Oberlandesgericht Frankfurt, dass die Bundespolizei die Kontrolltätigkeiten nicht ausreichend organisiert habe. Den klagenden Passagieren war besonders nützlich, dass diese die Empfehlungen von Airline und Flughafen übererfüllt haben, denn diese waren rund eine Stunde früher da als zu diesem Zeitpunkt empfohlen. Das OLG Frankfurt sieht daher eine Schadenersatzpflicht der Bundesrepublik Deutschland. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

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Einreise: Marokko setzt auf 1G-plus

Am 7. Feber 2022 wird sich Marokko wieder für den internationalen Flugverkehr öffnen. Nun gab die Regierung die Einreiseregeln bekannt. Nur vollständig geimpfte Personen können unter zusätzlicher Vorlage eines negativen PCR-Tests, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, ohne Quarantäne einreisen. Marokko versteht derzeit unter „vollständig geimpft“ noch zwei Stiche. Allerdings kann es dazu kommen, dass auch eine Auffrischungsimpfung notwendig ist, wenn die zweite Dosis schon länger zurückliegt. Zusätzlich muss ein negativer PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, vorgelegt werden. Hier gibt es die Besonderheit, dass ab dem Zeitpunkt der Abstrichnahme bis zum Boarding des Flugzeugs gezählt wird. Vereinfacht gesagt: Es zählt der Zeitpunkt des Abflugs in Richtung Marokko und nicht der Moment der Einreisekontrolle. Zusätzlich müssen sich alle Passagiere, die auf dem Luftweg einreisen, verpflichtenden Antigen-Schnelltests unterziehen. Stichprobenartig sollen auch PCR-Abstriche genommen werden. Die Kosten für die Arrival-Tests werden von der Regierung getragen. Die Reisenden sollen über das Ergebnis, beispielsweise per SMS, informiert werden. Weiters weist Marokko die Fluggesellschaften an, dass diese das Vorhandensein der Dokumente (Impfungen und negativer PCR-Test) vor dem Einsteigen prüfen müssen. Personen, die diese Voraussetzung nicht erfüllen, dürfen nur dann befördert werden, wenn sie entweder unter eine allgemeine Ausnahme oder aber eine Sondergenehmigung der Regierung fallen. Letztere ist bei den Behörden zu beantragen, jedoch muss man dafür triftige Gründe haben. Nach der Einreise kann die lokale Gesundheitsbehörde zu einem weiteren Coronatest auffordern. Dabei soll es sich um einen PCR-Test handeln, der beispielsweise im Hotel durch mobile Teams genommen wird. Auch diese

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Flyr beantragt Staatshilfe und will nötigenfalls durch die Instanzen ziehen

Die norwegische Fluggesellschaft Flyr macht derzeit in Norwegen Stimmung gegen den Umstand, dass man eigenen Angaben nach als einzige lokale Fluggesellschaft von den staatlichen Coronahilfen ausgeschlossen ist. Der Carrier flog bislang einen Buchverlust in der Höhe von 100.000 Norwegischen Kronen ein. Flyr startete mitten in der Corona-Pandemie, denn man erhielt AOC und Betriebsgenehmigung erst im Juni 2021 erteilt. Der Erstflug wurde am 30. Juni 2021 durchgeführt. Derzeit sehen die Bestimmungen, um Staatshilfen und –kredite in Anspruch nehmen zu können vor, dass das Unternehmen bereits vor dem Beginn der Pandemie auf dem Markt aktiv gewesen sein muss. Das junge Luftfahrtunternehmen wurde im August 2020, also mitten in der Krise aus der Taufe gehoben und startete – wie erwähnt – im August 2021. Laut lokalen Medienberichten soll Flyr wiederholt schriftlich und persönlich beim Finanzministerium Norwegens Kritik ausgeübt haben. Auch habe man zwischenzeitlich einen offiziellen Antrag auf Staatshilfe eingebracht. In der Korrespondenz argumentiert man unter anderem, dass beispielsweise SAS und Norwegian von diversen Hilfsprogrammen sowie Bürgschaften für Kredite profitiert hätten. Man behauptet, dass Flyr als einzige norwegische Fluggesellschaft von den staatlichen Finanzmitteln ausgeschlossen wäre. Das will man nicht auf sich sitzen lassen und spricht von Wettbewerbsverzerrung. Eventuelle negative Entscheidungen will man durch die Instanzen bekämpfen. Bemerkenswert ist auch, dass Flyr in den Anschreiben, die an die Regierung gerichtet sind, auch schreibt, dass die momentane Situation, in der man sich befinde, „sehr ernst ist“. Man führt weiters aus, dass die Nachfrage nicht zuletzt wegen der Omikron-Variante weiterhin verhalten ist und dies negative Auswirkungen auf

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Sommer 2022: Rhomberg chartert bei Air Corsica, Avanti Air, Peoples und Lübeck AIr

Der Reiseveranstalter Rhomberg Reisen wird im Sommerflugplan 2022 wieder Charterflüge ab Wien, Salzburg, Graz, Memmingen und Altenrhein anbieten. Heuer hat der Tour Operator teilweise andere Operating Carrier unter Vertrag. Ab Salzburg und Wien setzt man für das Reiseziel Calvi auf die Dienstleistungen von Air Corsica. Ab Graz und Memmingen wird Avanti Air für den Tour Operator fleigen. Ab Altenrhein kommt – wie gehabt – Peoples zum Einsatz. In Richtung Preveza wird ein Embraer 190, der unter der Marke Lübeck Air betrieben wird, fliegen. Diese Maschine wird unter Air-Alsie-Flugnummern im Rahmen eines Wetlease-Vertrags von German Airways gestellt. Rhomberg-Charterflüge auf einen Blick: Abflugsort Zielort Flugtag Durchführungszeitraum Airline VIE CLY SO 01.05. – 09.10.22 Air Corsica SZG CLY SO 01.05. – 09.10.22 Air Corsica GRZ CLY SO 29.05. – 09.10.22 Avanti Air FMM CLY SO 29.05. – 09.10.22 Avanti Air ACH CLY SO 01.05. – 09.10.22 People’s ACH PVK DO 19.05. – 13.10.22 People’s SZG PVK DO 19.05. – 13.10.22 Lübeck Air ACH EFL FR 13.05. – 07.10.22 People’s ACH SUF DI 17.05. – 26.07. & 30.08. – 11.10.22 People’s ACH MAH MI 11.05. – 12.10.22 People’s

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Sommer 2022: Easyjet fokussiert sich in Österreich auf Innsbruck und Wien

Die Fluggesellschaft Easyjet plant im Sommerflugplan 2022 drei Strecken ab Wien-Schwechat und zwei ab Innsbruck zu bedienen. Ein kolportiertes Comeback der Verbindung Graz-Berlin wird es – zumindest vorläufig – nicht geben. In der aktuellen Winterperiode ist Easyjet ab den österreichischen Airports Wien, Salzburg und Innsbruck regelmäßig tätig. Ab der Hauptstadt bietet man die Ziele Amsterdam, Berlin und Basel an. Die Mozartstadt ist mit Amsterdam, Berlin, Bristol, Hamburg, Lodon-Gatwick, London-Luton und Liverpool verbunden. Den Airport der Landeshauptstadt Tirols verbindet man mit Amsterdam, Berlin, Bristol, London-Gatwick, London-Luton und Manchester. Vereinzelt werden die Strecken, die zu den „Schifahrer-Flughäfen“ führen einige Wochen in den Sommerflugplan 2022 hineingeführt. Vorerst kein Comeback für Graz-Berlin Im Sommerflugplan 2022 plant Easyjet laut einer Sprecherin ab Wien die Destinationen Amsterdam, Berlin und Basel anzusteuern. Ab Innsbruck sollen Berlin und London-Gatwick angeboten werden. Weitere Routen sind mit aktuellen Stand der Dinge nichtgeplant. Dazu die Medienreferentin: „Wie schon während der gesamten Pandemiezeit überprüfen wir kontinuierlich unser Flugprogramm, um sicherzustellen, dass wir unseren Flugplan mit der Kundennachfrage in Einklang bringen.“ Vor der Coronapandemie hatte Easyjet auch eine Nonstop-Verbindung zwischen Berlin und Graz im Portfolio. Im Gegensatz zu anderen Routen, die der Carrier ab Österreich anbietet, wurde diese Verbindung bislang nicht reaktiviert. Dabei bleibt es auch für den Sommer 2022. „EasyJet bestätigt, dass die Flugverbindung zwischen Berlin und Graz im März 2020 eingestellt wurde. Wir beobachten und überprüfen regelmäßig unsere Routen, um sicherzustellen, dass unser Netzwerk der Kundennachfrage entspricht. Wir werden weitere Pläne für den Sommer- und Winterflugplan 2022 zu gegebener Zeit bekannt

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Von wegen „einheitliche Reisegeln“ – Viele EU-Staaten kochen eigene Suppe

Viele Medien haben regelrecht gefeiert, dass ab 1. Feber 2022 das Reisen innerhalb der Europäischen Union wieder einfacher möglich sein wird. Allerdings ist die Einigung, die auf europäischer Ebene erzielt wurde, erneut ein regelrechter Murks, denn beispielsweise Österreich hat sie gar nicht übernommen. In der Coronakrise zeigte sich schon öfters, dass sich Regierungschefs und/oder Minister der EU-Mitglieder in Brüssel oder Straßburg auf einheitliche Regeln einigen. Kaum waren die Videokonferenz oder die Besprechung vor Ort beendet, verkündete man groß den Erfolg. Genau so machte es zuletzt auch Österreichs EU-Ministerin Karoline Edtstadler (ÖVP). In einer OTS-Mitteilung feierte sie den Erfolg regelrecht. Doch sie machte offensichtlich die Rechnung nicht mit dem Wirt, sprich ihrem Ministerkollegen Wolfgang Mückstein (Grüne). Kurios, aber wahr: Österreich wirkte an einheitlichen Reisegeln für den EU-Raum mit und setzt sie selbst gar nicht um. Mückstein denkt gar nicht daran die Einreiseverordnung, die auf 2Gplus (geimpft plus PCR-Test, genesen plus PCR-Test oder dreimal geimpft) zu lockern. Das Gesundheitsministerium bezog auf mehrfache Nachfrage, ob Österreich die EU-Regeln übernimmt und falls nein warum, keine Stellung. Es ist mittlerweile üblich, dass sich dieses Ministerium zu „unangenehmen Dingen“ überhaupt nicht äußert. Von Reisenden kann und muss man verlangen, dass diese sich selbst im Vorfeld über die Voraussetzungen für die jeweilige Einreise informieren. „Hab ich nicht gewusst“ kann in Ländern, die visumspflichtig sind, nicht dazu führen, dass man dennoch einreisen darf. Schafft man es überhaupt ins Flugzeug, folgt in der Regel die Zurückweisung und die Airline muss die Person wieder zurückbefördern. Selbstverständlich gibt es dafür dann

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Einreise: Spanien verkürzt Gültigkeit von Antigen-Schnelltests

Bei der Spanien-Einreise ist ab sofort eine Änderung im Bereich der Antigen-Schnelltests zu berücksichtigen. Diese werden ab Abstrichnahme nur noch maximal 24 Stunden lang anerkannt. Nicht betroffen sind Nukleinsäureamplifikationstests. Konkret bedeutet das, dass Personen, die weder Impfung noch Genesung nachweisen können, Schnelltest-Ergebnisse nur noch 24 Stunden lang ab Abstrichnahme zur Einreise nach Spanien verwenden können. Befunde, die auf den Verfahren PCR-, LAMP oder TMA basieren, sind weiterhin 72 Stunden lang gültig. Auch hier ist nicht der Zeitpunkt der Ausstellung des Befunds bzw. des Zertifikats maßgeblich, sondern jener der Abstrichnahme. Unverändert bleibt, dass Spanien weiterhin das Ausfüllen eines Online-Formulars verlangt. Der QR-Code muss bei einer etwaigen Einreisekontrolle vorgewiesen werden. Die Zentralregierung hat die Fluggesellschaften mittels Notam angewiesen, dass die Vollständigkeit der Corona-Unterlagen spätestens beim Boarding gesichtet werden muss. Andernfalls kann der Mitflug verweigert werden, was in der Vergangenheit schon für Aufsehen sorgte.

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Jänner 2022: Ryanair hatte nur noch sieben Millionen Passagiere

Die Ryanair Group beförderte im Jänner 2022 rund sieben Millionen Passagiere. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat, in dem man 1,3 Millionen Reisende hatte, konnte man kräftig zulegen. Selbstredend lag man aber deutlich unter der Leistung von Jänner 2019. Ryanair musste im direkten Vergleich zwischen Dezember 2021 und dem jüngst abgelaufenen Kalendermonat deutlich Federn lassen. Im Schlussmonat des Vorjahres hatte man 9,5 Millionen Passagiere an Bord. Der Carrier begründet den Rückgang um rund 2,5 Millionen Fluggäste mit den Auswirkungen der Omikron-Corona-Variante. Generell zeigt sich, dass die Passagierzahlen des größten Billigfliegers Europas seit einigen Monaten rückläufig sind. Betrachtet man den Zeitraum von Juli 2021 bis Ende Jänner 2022, so konnte das Unternehmen von 9,3 Millionen Passagieren im Juli 2021 zunächst auf 11,1 Millionen Reisende im August 2021 zulegen. Im September 2021 gab es mit 10,6 Millionen Fluggästen einen kleinen Knick, jedoch stieg die Anzahl der beförderten Reisenden im Oktober 2021 auf 11,3 Millionen. Seither befinden sich die Ryanair-Fluggastzahlen auf dem Weg nach unten. Generell ist das Aufkommen in den Wintermonaten schwächer, jedoch zeigt sich nach und nach die aufgrund der Omikron-Variante verhaltene Nachfrage. So hatte der Billigflieger im November 2021 noch 10,2 Millionen Passagere und sank dann im Dezember 2021 auf 9,5 Millionen Fluggäste ab. Zuletzt im Jänner 2022 waren es nur noch sieben Millionen Reisende. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch beim Blick auf die Auslastung. Diese lag zwischen Juli 2021 und Jänner 2022 bei folgenden Werten: 80 Prozent, 82 Prozent, 81, Prozent, 84 Prozent, 86 Prozent, 81 Prozent und

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Noch heuer zwei A320neo für die AUA? – Kein Kommentar!

Die Flotte von Austrian Airlines altert langsam, aber sicher vor sich hin. Das Durchschnittsalter könnte durch die Einflottung fabrikneuer Airbus A320neo deutlich nach unten gedrückt werden. Aus Kreisen der österreichischen Fluggesellschaft ist zu hören, dass noch heuer die ersten beiden „Neos“ eingeflottet werden sollen. Viele Flugzeuge der Austrian Airlines sind bereits in die Jahre gekommen. Das durchschnittliche Alter der A320ceo-Teilflotte beträgt beispielsweise 17 Jahre. Beim Maschinentyp Airbus A321-100 ist man einer der weltweit letzten Operators. Dementsprechend sind die drei Mittelstreckenjets mit 26,1 Jahren nicht mehr die Jüngsten. Die drei A321-200 bringen es immerhin auf 22,4 Jahre. Auf der Langstrecke beträgt das Durchschnittsalter 22,3 Jahre (Boeing 767-300ER) bzw. 21,1 Jahre (Boeing 777-200). Die jüngsten Mitglieder der AUA-Flotte sind die 17 Embraer 195, die im Schnitt 10,4 Jahre auf dem Buckel haben. Dass Austrian Airlines sowohl auf der Lang- als auch auf der Mittelstrecke Handlungsbedarf hat, um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist allgemein bekannt. Schon fast in regelmäßigen Abständen gibt es Gerüchte über fabrikneue Zugänge. Mal betrifft es die Airbus-Flotte, mal die Boeing-Langstreckenmaschinen. Im Sommer 2021 hielt sich das Gerücht, dass heuer Dreamliner eingeflottet werden, vergleichsweise hartnäckig. Offiziell bestätigt wurde dies seitens der AUA ohnehin nie und mittlerweile ist es um das Thema wieder ruhig geworden. „Wollen Konzernentscheidungen nicht vorgreifen“ Nun wollen einige Mitarbeiter von Austrian Airlines sicher wissen, dass um den 1. August 2022 und 1. September 2022 jeweils ein Airbus A320neo eingeflottet werden soll. Die Maschinen sollen aus einer bestehenden Lufthansa-Order stammen und konzernintern an die AUA verleast werden. Klingt durchaus

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Gegen Lebensmittelverschwendung: AUA startet Melangerie-Sackerl

Nicht jeder Passagier hat an Bord Hunger und schon gleich gar nicht, wenn man für Snacks und Getränke die Geldbörse zücken muss. Die logische Konsequenz daraus: Meistens bleibt am Abend was übrig, das in der Mülltonne landen kann. Austrian Airlines versucht nun probeweise zu günstigeren Preisen zu verkaufen. Dabei werden die vergleichsweise hohen Kosten, die in der Speisekarte verzeichnet werden, aber nicht generell gesenkt. Vielmehr handelt es sich um ein To-Go-Angebot, das übriggebliebene Catering-Produkte zu einem günstigeren Preis „zum Mitnehmen“ beinhaltet. Seit 2. Feber 2022 bietet Austrian Airlines unter dem Projektnamen „AM2GO“ an, dass auf längeren Europaflügen mit Zielflughafen Wien kurz vor der Landung so genannte „Melangerie-Sackerl“ angeboten werden. Diese beinhalten Frischeprodukte, die nicht regulär verkauft wurden, jedoch andernfalls möglicherweise in der Tonne landen würden. Laut AUA werden für Für einen kleinen Beitrag werden je nach Verfügbarkeit ein oder zwei Produkte in einem Papiersackerl zusammen mit Holzbesteckset ausgegeben. Die Fluggäste können so die vor der Entsorgung geretteten Speisen nach Ankunft in Wien zu Hause oder als Stärkung zur Weiterreise genießen. Sinn und Zweck des Probelaufs ist, dass die Verschwendung von Lebensmitteln eingedämmt werden soll. Dabei setzt das Angebot an „Melangerie-Sackerln“ voraus, dass am jeweiligen Flug vor der Landung in Wien noch unverkaufte Frischeprodukte an Bord sind. Im Rahmen der Testphase soll „AM2GO“ laufend angepasst und auf weitere Strecken ausgerollt werden.

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