Jan Gruber

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Jan Gruber

Wizz Air kündigt Wien-London Gatwick an

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air wird im Sommerflugplan 2022 neu von Wien nach London-Gatwick fliegen. Bislang steuert der Carrier ab Österreich den Luton Airport an. Der Erstflug soll am 27. März 2022 durchgeführt werden. Wizz Air konnte in Gatwick 15 zusätzliche Slotpaare erlangen. Offensichtlich setzt man diese zumindest teilweise auch für Flüge nach Wien ein. Die Route stellt neben der Verbindung Wien-London Luton bereits die zweite von Wizz Air bediente Verbindung zwischen Wien und London dar. In London Gatwick betreibt Wizz Air seit Oktober 2020 eine Basis. Geplant sind tägliche Umläufe zwischen den beiden Airports. „Mit der neuen Verbindung können wir unsere Präsenz weiter ausbauen und unser Netzwerk kontinuierlich erweitern. Wir freuen uns, dass wir bereits neue Ziele für den Sommerflugplan 2022 ankündigen können, und so Flugreisen für alle erschwinglich machen”, so Firmensprecher András Rado.

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Omikron-Rotstift: Ryanair setzt 15 Österreich-Strecken temporär aus

Der irische Billigflieger Ryanair kam bislang in Österreich besser durch den Winterflugplan 2021/22 als beispielsweise der Mitbewerber Wizz Air. Nun setzt auch die von Michael O’Leary geleitete Firmengruppe den “Omikron-Rotstift” in Salzburg und Wien an. Ab der Hauptstadt werden 14 Strecken temporär eingestellt und in der Mozartstadt ist eine Route betroffen. Einen Sonderfall stellt die ab Wien angebotene Destination Agadir dar. Diese ist in der genannten Anzahl nicht berücksichtigt, da diese Strecke aus behördlichen Gründen nicht bedient werden darf. Marokko bannt momentan sämtliche internationale Passagierflüge, so dass alle Airlines gleichermaßen betroffen sind. In Wien beginnt das “Streichkonzert” unmittelbar nach dem 6. Jänner 2022. Vorerst will Ryanair die betroffenen Strecken nur im Jänner 2022 pausieren. Auf vielen anderen Routen kommt es zu zum Teil starken Frequenzrücknahmen. Ein Beispiel hierfür ist Dortmund, das vorläufig nur noch zweimal pro Woche bedient werden soll. Von der temporären Einstellung ab Wien sind folgende Ziele betroffen: Akaba, Banja Luka, Billund, Bristol, Danzig, Edinburgh, Kosice, Lappeenranta, Liverpool, Nis, Sandefjord (“Oslo Torp”), Pisa, Rom-Ciampino und Suceava. Ab Salzburg wird Manchester ausgesetzt. Hintergrund der Reduktion bei Ryanair ist, dass aufgrund der jüngsten Verschärfungen der Einreise- und Quarantänebestimmungen die Nachfrage ab Jänner 2022 einen kräftigen Knick bekommen hat. Der Lowcoster bekam dies – im direkten Vergleich mit Wizz Air und Austrian Airlines – ein wenig später zu spüren, bleibt jedoch nicht verschont. Die Einstufung des Vereinigten Königreichs als so genanntes Virusvariantengebiet ist auch die Ursache dafür, dass UK-Ziele überdurchschnittlich stark eingestellt werden. Zu bemerken ist auch, dass unter anderem mit

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Bulgarien groundet Tayaranjet

Die bulgarische Fluggesellschaft Tayaranjet muss unfreiwillig sämtliche Flugzeuge auf dem Boden lassen. Die Luftfahrtbehörde hat AOC und Betriebsgenehmigung suspendiert. Damit ist das Unternehmen nicht mehr berechtigt kommerzielle Passagierflüge durchzuführen. Pikant an der Sache ist, dass Tayaranjet erst kürzlich eine PSO-Ausschreibung in Italien gewinnen konnte. Mangels Zulassung als Fluggesellschaft wird man diesen Auftrag nicht durchführen können. Ob es zu einer Neuausschreibung oder zu einer zeitlich befristeten Notvergabe kommt, ist noch nicht entschieden. Laut bulgarischer Behörde wurden AOC und Betriebsgenehmigung ausgesetzt, da die Kriterien für die finanzielle Leistungsfähigkeit nicht mehr erfüllt wurden. Der Carrier hat jedoch die Möglichkeit diese wieder nachzuweisen und kann dann die Zertifikate erneut erteilt bekommen. In Italien sorgte Tayaranjet in der Vergangenheit für Aufsehen, da mehrere Piloten angeblich nicht bezahlte Löhne gerichtlich eingeklagt haben.

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Gatwick: Wizz Air übernimmt 15 Ex-Norwegian-Slots

Die Wizz Air Group will ihre Präsenz auf dem Flughafen London-Gatwick deutlich ausbauen. Da kommt es sehr passend, dass man 15 Slotpaare, die vormals Norwegian gehalten hatte, käuflich bekommen hat. Vor Ort unterhält die Wizz Air UK seit Oktober 2020 eine Basis. Konzernchef Jozsef Varadi kommt das Erlangen der zusätzlichen Start- und Landerechte gelegen, denn in der Vergangenheit kritisierte er wiederholt, dass aufgrund der Coronapandemie ungenutzte Slots (noch) nicht neu vergeben wurden. Die Basis Gatwick soll um einen Maschine auf fünf Airbus A320neo erweitert werden. Der Erwerb von Flughafen-Slots am Flughafen Gatwick wird es uns ermöglichen, unsere Präsenz und Wettbewerbsposition auf dem Londoner Markt zu verbessern. Wir bauen unser Geschäft in Großbritannien weiter aus und setzen uns weiterhin dafür ein, Flugreisen für alle erschwinglich zu machen. Die Saison 2022 hat das Potenzial, für die britische Luftfahrt eine großartige Gelegenheit zu sein, wieder auf die Beine zu kommen. “Der Erwerb von Flughafen-Slots am Flughafen Gatwick wird es uns ermöglichen, unsere Präsenz und Wettbewerbsposition auf dem Londoner Markt zu verbessern. Wir bauen unser Geschäft in Großbritannien weiter aus und setzen uns weiterhin dafür ein, Flugreisen für alle erschwinglich zu machen. Die Saison 2022 hat das Potenzial, für die britische Luftfahrt eine großartige Gelegenheit zu sein, wieder auf die Beine zu kommen”, so Wizz-Konzernchef Jozsef Varadi.

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Kommentar: Die Nachfrage bricht wieder ein, was für eine Überraschung…

Im Sommer wollte so ziemlich niemand daran glauben, dass sich im Winter 2021/22 die Nachfrage erneut einbrechen könnte, Lockdowns über Europa ziehen und die Einreise- und Quarantänebestimmungen wieder verschärft werden. Impfpflicht wurde damals noch kategorisch ausgeschlossen. Kurz vor Weihnachten 2021 erinnert die Situation stark an das Vorjahr, denn Österreich hat wieder mal einen Lockdown hinter sich, am nächsten wird bereits “gewerkelt”, die Niederlande verbringen Weihnachten in diesen Zustand und diesmal schüren viele Medien regelrechte Panik um Omikron. Sachlich geht man an die Situation eher nicht heran, denn die Variante ist längst in ganz Europa vertreten und jetzt bringen defacto-Grenzschließungen nichts mehr. Die Politik setzt in vielen europäischen Ländern wieder Maßnahmen und zwar damit Maßnahmen gesetzt sind. Ob diese sinnvoll sind, von der Bevölkerung verstanden und mitgetragen werden, steht auf einem anderen Blatt. Schwierig wird es für die Reisebranche, aber diese ist für einen Nebengrund warum jetzt weniger gebucht wird, selbst verantwortlich. Fluggesellschaften, Reiseveranstalter und andere Anbieter haben im Vorjahr systematisch und gesetzeswidrig Rückzahlungen an ihre Kunden verschleppt und in vielen Fällen versucht mit Falschauskünften so genannte “Zwangsgutscheine” anzudrehen. Manche Anbieter sind komplett auf Tauchstation gegangen und waren für ihre Gäste nicht erreichbar. Und genau jenen Firmen, denen man lange ums Geld nachlaufen musste, soll man in einer unklaren Zeit wieder Geld anvertrauen? Die Reisebranche macht es sich zu einfach und schiebt die Schuld für alle Probleme auf Entscheidungen der Politik. Oder würden Sie nochmals in einem Hotel übernachten, das Ihnen trotz behördlich verfügter Schließung und Abreise auch noch frech Stornogebühren

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Italien: LeOne verlegt Basis nach Genua

Das kleine Luftfahrtunternehmen LeOne wird künftig das Fluggerät nicht mehr in Pescara, sondern in Genua vorhalten. Das bedeutet, dass die Basis innerhalb Italiens umziehen wird. Auswirkungen auf das Streckennetz soll dieser Schritt aber nicht haben. Derzeit bietet der Carrier nur Flüge innerhalb Italiens an. Angesteuert werden die Flughäfen Triest, Pescara und Genua. Zum Einsatz kommen Maschinen des Typs Beechcraft 1900D, die mit 18 Sitzplätzen bestuhlt sind. Die Änderung der Basis tritt Unternehmensangaben nach mit 3. Januar 2022 in Kraft. Fly LeOne ist eine Tochtergesellschaft des spanischen Reiseveranstalters Leisure One Tour SL. Im Oktober 2021 hat die italienische Leisure One Fly Srl AOC und Betriebsgenehmigung erteilt bekommen. Derzeit besteht die Flotte aus einer Beechcraft 1900D. Im kommenden Jahr sollen zwei weitere Maschinen dazu kommen.

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„Durchwachsene Nachfrage“: Austrian Airlines setzt weitere Strecken aus

Die Fluggesellschaft Austrian Airlines hat derzeit auf einigen Strecken mit schwächelnder Nachfrage zu kämpfen. Daher werden weitere Routen temporär eingestellt. Betroffen sind beispielsweise Köln/Bonn, Hermannstadt, Manchester, aber auch Teheran und Montreal. Bereits vor einigen Wochen berichtete Aviation.Direct, dass die Lufthansa-Tochter die Ziele Bologna, Leipzig, Nürnberg und Saporischschja temporär einstellen wird. Nun bestätigte Austrian Airlines, dass auch Köln/Bonn, Hermannstadt, Manchester, Palma de Mallorca, Teheran und Montreal betroffen sind. Die Strecken, sofern sie noch bedient werden, sollen ab der dritten Kalenderwoche des Jahres 2022 ausgesetzt werden. Dazu eine Firmensprecherin: “Leider mussten wir aufgrund der durchwachsenen Pandemie- und Buchungslage unseren ursprünglichen Flugplan für primär im Zeitraum KW 3-8 absenken. Dies betrifft interkontinental die Strecken VIE-YUL und VIE-IKA, sowie kontinental die Strecken VIE- BLQ, VIE-CGN, VIE –OZH, VIE-SBZ, VIE-NUE/LEJ, VIE-MAN und VIE-PMI”. Die Kürzungen bei Austrian Airlines sind jedoch kein “Einzelfall”, denn auch der Mitbewerber Wizz Air hat das Angebot ab Wien-Schwechat zurückgefahren. Neuaufnahmen wie Amman und Akaba wurden kurzfristig nicht umgesetzt. Dauerhaft sollen 12 Routen ab dem größten Airport Österreichs entfallen.

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Bozen: Skyalps stellt Sommerziele für 2022 vor

Skyalps, die Hausmarke des Flughafens Bozen, wird im Sommerflugplan 2022 neue Ziele anbieten. Unter anderem hat man Brac, Palma de Mallorca und Brindisi neu im Programm. In Richtung Deutschland sollen die Frequenzen auf bis zu dreimal wöchentlich angehoben werden. Düsseldorf, Hamburg und Berlin sind die Ziele, die Skyalps in der Bundesrepublik ansteuern wird. London-Gatwick, das in der laufenden Winterflugplanperiode 2021/22 erstmals ab Bozen angeflogen wird, soll in der warmen Jahreszeit zweimal pro Woche auf dem Flugplan stehen. Ziele wie Olbia und Cagliari, Lamezia Terme und Ibiza, die man bereits im diesjährigen Sommer im Programm hatte, wird man auch im kommenden Jahr wieder ansteuern. Alle Destinationen werden mit Turbopropflugzeugen des Typs DHC Dash 8-400 bedient. Die operative Durchführung der Flüge erfolgt durch die maltesische Luxwing. MIttelfristig will man die Operation aber selbst in die Hand nehmen. Das bedeutet, dass Skyalps eigenes AOC und Betriebsgenehmigung in Italien erlangen will. Derzeit ist noch kein Zeithorizont absehbar wann die Umstellung erfolgen wird. Gegenüber dem Südtiroler Rundfunk sagte ein Vertreter von Skyalps unter anderem, dass man zunächst vielversprechende Buchungszahlen für den Winter 2021/22 erhalten habe. Aufgrund der Omikron-Variante verzeichnet man derzeit einen spürbaren Knick, hofft aber darauf, dass im Jänner und Feber 2022 die Nachfrage wieder anziehen wird.

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Air Malta verlängert Gebührenverzicht bei Umbuchungen

Die staatliche Air Malta verlängert den Verzicht auf Umbuchungsgebühren bis vorläufig 31. März 2022. Tickets, die bis zu diesem Stichtag gebucht werden, können ohne zusätzliche Spesen bis inklusive 30. Juni 2022 geändert werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass im Falle einer Umbuchung keine Kosten entstehen. Wie andere Fluggesellschaften auch erhebt Air Malta lediglich keine Gebühr für den Vorgang der Ticketänderung. Eine etwaige Tarifdifferenz, also wenn der neue Flug teurer ist als der ursprünglich gebuchte, muss nachbezahlt werden. Sollte dieser jedoch billiger sein gibt es dennoch kein Geld zurück.

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Air Ocean Airlines lässt Antonow An-24 im Wetlease fliegen

Auf dem Flughafen Kiew-Schuljany entwickelte sich in den letzten Monaten ein immer härter werdender Wettbewerb im Segment der Inlandsflüge. Motor Sich Airlines, Bees Airlines und Air Ocean Airlines liefern sich auf gleich mehreren Strecken ein Match. Dazu kommt, dass so gut wie alle Strecken, die ab dem innerstädtischen Airport der ukrainischen Hauptstadt auch ab dem weit entfernten Flughafen Borispil angeboten werden. Somit gibt es zusätzliche Konkurrenz durch Windrose, Skyup und andere Anbieter. In Schuljany gibt es auch eine Strecke, auf der sich zwei Mitbewerber miteinander arrangiert haben. Die Verbindung zwischen Kiew-Schuljany und Chernivtsi ist bei Motor Sich Airlines nie sonderlich gut gelaufen. Air Ocean Airlines ist aber der Ansicht, dass es Marktpotential gibt und dass man es besser machen kann als der vormalige Operator. Dennoch müssen Passagiere nicht auf die Oldtimer des Typs Antonow An-24 verzichten, denn Air Ocean Airlines nahm Motor Sich Airlines ins Wetlease. Das hat zur Folge, dass auch die derzeit einzige Turboprop-Strecke im Netzwerk der jungen Airline entstanden ist. Geflogen wird zwar unter Flugnummern von Air Ocean Airlines, jedoch erfolgt die operative Durchführung der Inlandsflüge nach Chernivtsi mit Antonow An-24 von Motor Sich Airlines. Zuletzt genannter Carrier betreibt eine in die Jahre gekommene Flotte und gilt in Luftfahrtkreisen als fliegendes Museum. Im Zuge der Etablierung des geplanten Staatscarriers wird auch diskutiert, dass Motor Sich einige jüngere Maschinen übergeben werden und mit diesen soll dann ein Regionalnetz bedient werden. Fix ist das aber noch nicht. Die Karten, dass sich die Neugründung in Schuljany statt Borispil ansiedeln wird,

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