Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Kohlenstoffdioxid-Ablasshandel wird von Ryanair-Passagieren kaum genutzt

Zahlreiche Fluggesellschaften bieten die Möglichkeit im Zuge der Flugbuchung für Klimaprojekte oder Bäumepflanzen zu spenden an. Dieser “Ablasshandel” ist allerdings branchenweit ein Ladenhüter. Bei Ryanair nutzen diese Option laut Konzernchef Michael O’Leary weniger als ein Prozent der Reisenden. Der Billigflieger ist damit keinesfalls am unteren Ende des Spektrums, denn auch dem Mitbewerber Lufthansa gelingt es trotz zum Teil aufdringlichen Marketings nur äußerst wenige Passagiere zum Spenden an die hauseigene Organisation Compensaid zu bewegen. Firmenchef Carsten Spohr meinte gar, dass er die Spender alle persönlich per Handschlag begrüßen könne. Dabei reagierte er auf eine Frage wie viele Passagiere den “Ablasshandel” nutzen.  Wizz-Air-Chef Jozsef Varadi polterte vor einigen Wochen massiv gegen derartige Spendenprojekte und sorgte dann für Erheiterung, weil er offensichtlich gar nicht wusste, dass der von ihm geleitete Konzern ebenfalls “Ablasshandel” anbietet und das auch noch auf der Startseite der Homepage.

weiterlesen »

Iran: Mahan Air Opfer von dementiertem Hackerangriff

Verschiedene Fluggesellschaften wurden bereits Opfer von Cyberattacken oder aber hatten – zumeist – eigenverschuldete Datenpannen. Nun traf es Anfang der Woche die iranische Mahan Air. Auswirkungen auf den Flugbetrieb hatte der Hackerangriff – zumindest offiziell – nicht. Dennoch gibt es zahlreiche Berichte aus dem Iran, dass es immer wieder zu Unregelmäßigkeiten bei Standard-Prozessen gekommen ist. Diese sollen Verspätungen verursacht haben. Zum Teil musste die Passagierabfertigung manuell durchgeführt werden, da man angeblich keinen Zugriff auf die Daten hatte. Dennoch behauptet das Luftfahrtunternehmen, dass man den Cyberangriff erfolgreich abgewehrt habe. Eigenen Angaben nach habe es in der Vergangenheit wiederholt ähnliche Attacken gegeben. Ganz so wie Mahan Air behauptet scheint es dann doch nicht gewesen zu sein, denn zahlreiche Passagiere behaupten, dass sie Textnachrichten im Namen von Mahan Air erhalten hätten. Scheinbar haben sich die Hacker dem Versandsystem bemächtigt und zum Teil völlig sinnbefreite Mitteilungen an die Fluggäste geschickt. Mahan Air dementiert besonders den Umstand, dass sensible Kundendaten gestohlen worden wären.

weiterlesen »

Corendon kündigt Antalya ab Kassel-Calden an

Die türkische Ferienfluggesellschaft Corendon Airlines wird im Sommerflugplan 2022 auch den Flughafen Kassel-Calden anfliegen. Der Carrier beabsichtigt den Regio-Airport zweimal pro Woche anzusteuern. Derzeit plant Corendon Airlines an den Verkehrstagen Mittwoch und Samstag von Antalya aus nach Kassel-Calden zu fliegen. Der Erstflug soll am 4. Juni 2022 durchgeführt werden. Derzeit ist vorgesehen, dass die Türkei-Route saisonal bedient werden soll. Die letzten Flüge sind für den 29. Oktober 2022 angekündigt. Aktuell haben weder Corendon Airlines noch die maltesische Tochter Corendon Europe weitere Destinationen ab Kassel-Calden geplant. Diese Information stellt den tagesaktuellen Informationsstand dar und kann sich durchaus noch ändern. Die tatsächliche Aufnahme der Antalya-Flüge ab diesem Regionalflughafen steht ohnehin unter dem Vorbehalt einer wirtschaftlichen Nachfrage.

weiterlesen »

Bulgarien-Einreise: Auch Geimpfte und Genesene brauchen negativen PCR-Befund

Bulgarien verlangt seit Anfang dieser Woche auf von Geimpften und Genesenen einen negativen PCR-Befund, der nicht älter als 72 Stunden, um ohne Quarantäne einreisen zu können. Personen mit EU-Staatsbürgerschaft oder bulgarischem Aufenthaltstitel können die Testung auch vor Ort binnen 24 Stunden nachholen. Entscheidet man sich für die Testung in Bulgarien muss man aber bedenken, dass man zunächst eine zehntägige Quarantäne antritt, die mit dem Vorliegen eines negativen Befunds sofort beendet wird. Bringt man ein negatives Ergebnis aus dem Ausland mit, so wird keine Absonderung verhängt. Zu beachten ist, dass Bulgarien nun explizit auch von Geimpften und Genesenen die Vorlage eines negativen PCR-Tests, der nicht älter als 72 Stunden ab Abstrichnahme sein darf. Ausnahmen gibt es für Kinder unter 12 Jahren, die keinerlei Nachweise benötigen. Lastwagen- und Busfahrer haben ebenfalls Erleichterungen. Bulgarien ist einer der ersten EU-Staaten, der Geimpften und Genesenen die Einreise nicht mehr erleichtert, sondern auf einen zusätzlichen PCR-Test pocht. Bislang praktiziert lediglich Malta besonders strenge Einreiseregeln, denn – abgesehen von der Dark Red Zone – lässt man ausschließlich vollständig Geimpfte ohne Quarantäne einreisen. Kann dies nicht erfüllt werden oder kommt man aus einem Land, das dunkelrot gelistet ist, so ist eine kostenpflichtige Hotelquarantäne anzutreten.

weiterlesen »

Cargo: MNG Airlines fliegt von Köln nach New York

Die türkische Frachtfluggesellschaft MNG Airlines fliegt ab sofort dreimal wöchentlich von Köln/Bonn aus nach New York-JFK. Zum Einsatz kommen im Regelfall Maschinen des Typs Airbus A330-300P2F. Es handelt sich um einen Zwischenstopp auf der bestehenden Cargo-Route von Istanbul in die USA. Die Flotte von MNG Airlines besteht aus insgesamt neun Maschinen. Dabei handelt es sich um sieben Airbus A300-600RF, einen A330-200F und einen A300-300P2F. Im August 2022 soll eine zweite Einheit des zuletzt genannten Flugzeugtyps eingeflottet werden. Derzeit fliegt der Carrier sechsmal wöchentlich zwischen Istanbul und New York-JFK. Auf drei Umläufen wird nun ein Zwischenstopp auf dem deutschen Flughafen Köln/Bonn eingelegt. „Wir freuen uns sehr, unser Flugprogramm in Europa zu verstärken und auf New York JFK auszudehnen. Wir haben hohe Erwartungen an die Zukunft von MNG Airlines mit dieser neuen A330-300 P2F“, erklärt Firmenchef Sedat Ozkazanc. Kölns Flughafendirektor Johan Vanneste fügt hinzu: „Wir freuen uns, dass unser langjähriger Frachtairline-Partner MNG Airlines seine Präsenz auf der CGN deutlich ausbaut. Vor allem die deutschen und BeNeLux-Exporteure werden von den neuen JFK-Flügen profitieren.“

weiterlesen »

Ryanair kündigt Basis auf Madeira an

Bislang fliegt Ryanair das portugiesische Funchal nicht an. Das änderte sich diese Woche, denn zu Präsentationszwecken wurde eine Boeing 737 Max 200 eingeflogen. Mit Beginn der Sommerflugplanperiode 2022 wird der Billigflieger eine neue Basis auf der Insel errichten. Vorerst werden zwei Boeing 737 stationiert, wobei das Firmenchef Eddie Wilson nicht näher erklärte, ob es sich um NG- oder Max-Modelle handeln wird. Von Funchal aus sollen insgesamt zehn Ziele, darunter auch das deutsche Nürnberg, angeflogen werden. „Wir freuen uns, die Eröffnung unserer neuen Basis in Madeira bekannt zu geben, die die Verbindung zu 10 neuen Zielen durch 2 Flugzeuge und 40 wöchentliche Flüge bietet und Madeira mit Städten wie London, Paris, Dublin, Mailand und Manchester verbindet das Jahr. Diese 200-Millionen-Dollar-Investition wird nicht nur Portugals Wirtschaft ankurbeln, indem sie zum Wachstum des regionalen Tourismus beiträgt, sondern auch mehr als 60 direkte Arbeitsplätze in der Region und mehr als 400 indirekte Arbeitsplätze vor Ort auf Madeira schaffen“, so Wilson. Ryanair-Ziele ab Madeira auf einen Blick: Brüssel Charleroi Dublin Lissabon London-Stansted Manchester Marseille Mailand Bergamo Nürnberg Paris Beauvais Porto

weiterlesen »

Kiew: Air Ocean Airlines hat Linienflüge mit An-148 aufgenommen

Die neu gegründete Air Ocean Airlines hat offiziell den Linienflugbetrieb aufgenommen. Von der Homebase Kiew-Schuljany aus fliegt man nun nach Saporischschja und Lwiw. Dabei tritt man in den direkten Wettbewerb mit Motor Sich Airlines bzw. nach Lwiw zusätzlich auch mit dem Billigflieger Bees Airlines. Zunächst will Air Ocean Airlines ein dichtes Inlandsnetz aufziehen. Ab Kiew-Schuljany sind auch Flüge nach Chernivtsi geplant. Von Lwiw aus will man nach Dnipro und Kharkiw fliegen. International sind die Strecken Kiew Schuljany-Amman sowie Chernivtsi-Istanbul geplant. Die Flotte des neuen Carriers besteht aus zwei Antonov Аn-148-100-Е. Diese sind mit 75 Sitzplätzen bestuhlt und wurden in der Ukraine gefertigt. Der Mitbewerber Motor Sich Airlines fliegt mit betagten Turbopropflugzeugen des Typs Antonov An-24. Mit diesem Carrier konkurriert man ab Kiew-Schuljany auf den Strecken nach Saporischschja und Lwiw. Zusätzlich hat man in die zuletzt genannte Stadt auch Bees Airlines mit Boeing 737-800 als Mitbewerber. Flugplan von Air Ocean Airlines auf einen Blick: Destination Departure Arrival Days of week Kyiv – Zaporizhzhya 19:00 20:00 Mon.,Tue.,Wed.,Thu., Fri.,Sat.,Sun. Zaporizhzhya – Kyiv 08:10 09:10 Mon.,Tue.,Wed.,Thu., Fri.,Sat.,Sun. Chernivtsi – Kyiv 07:30 08:30 Mon.,Tue.,Fri. Kyiv – Chernivtsi 19:00 20:00 Mon.,Tue., Fri. Kyiv – Lviv 10:00 11:00 Mon.,Tue.,Wed.,Thu.,Fri.,Sat.,Sun Lviv – Kyiv 17:00 18:00 Mon.,Tue.,Wed.,Thu.,Fri.,Sat.,Sun Lviv – Kharkiv 12:30 13:45 Thu., Sun. Kharkiv – Lviv 14:45 16:00 Thu., Sun. Lviv – Dnipro 12:05 13:20 Mon., Fri. Dnipro – Lviv 14:45 16:00 Mon., Fri.

weiterlesen »

Israel pumpt frisches Geld in Fluggesellschaften

Die israelischen Fluggesellschaften El Al, Arkia und Israir erhalten neuerlich finanzielle Unterstützung seitens der Regierung. Das zuerst genannte Unternehmen erhält einen Zuschuss in der Höhe von umgerechnet 30 Millionen U.S.-Dollar. Dieser ist an die Bedingung genknüpft, dass Mehrheitseigentümer Kenny Rosenberg mindestens den gleichen Betrag in das Unternehmen steckt. Angesucht hatte El Al um 100 Millionen U.S.-Dollar, jedoch bewilligte die Regierung nur den im ersten Absatz genannten Betrag. Arkia und Israir erhalten keine direkte Staatshilfe, sondern lediglich garantierte Kredite. Hierfür stellt Israels Regierung Bürgschaften in der Höhe von maximal 44 Millionen U.S.-Dollar bereit. Auch diese beiden Fluggesellschaften sind aufgrund der langwierigen Grenzschließung, die erst kürzlich auch für Ausländer aufgehoben wurde, stark angeschlagen.

weiterlesen »

China will Preighter-Flüge verbieten

Die chinesische Regierung hat so ganz und gar keine Freude damit, dass seit dem Beginn der Corona-Pandemie zahlreiche Fluggesellschaften Passagierflugzeuge als Behelfsfrachter einsetzen. Die Zivilluftfahrtbehörde plant diese Praxis ab dem kommenden Jahr zu untersagen. Zahlreiche Airlines, darunter auch beispielsweise Austrian Airlines und Condor, haben zu Beginn der Corona-Pandemie Flugzeuge, mit denen eigentlich Passagiere befördert werden, durch das Entfernen der Sitze zu so genannten „Preightern“ verwandelt. Die Nachfrage war hoch und aufgrund der Einreise- und Quarantänebestimmungen der verschiedensten Staaten gab es auch kaum eine andere Möglichkeit zumindest ein bisschen Geld verdienen zu können. Während Austrian Airlines zwischenzeitlich die betroffenen Maschinen wieder in den Passagierdienst gestellt hat, fliegen andere Anbieter immer noch mit Preightern. China ist das ein Dorn im Auge. Daher will man die Nutzung von Passagierflugzeugen als Frachter untersagen. Ginge es allein nach den Vorstellungen der chinesischen Zivilluftfahrtbehörde dann würde der Bann sofort greifen. Doch auch in der Volksrepublik China muss man erkennen, dass die vielen Waren, die in so ziemlich die gesamte Welt exportiert werden, ohne die Hilfe der Preighter schlichtweg liegen bleiben würden. Daher hat man sich nun zum Kompromiss durchgerungen, dass Behelfsfrachter noch während der laufenden Winterflugplanperiode 2021/22 eingesetzt werden dürfen. Danach soll aber Schluss sein, sofern sich die Regierung nicht zu einer neuerlichen Verlängerung durchringen kann.

weiterlesen »

Toronto: Waltzing Matilda Aviation geht auf die Linie

Die Bedarfsfluggesellschaft Waltzing Matilda Aviation zieht es ins Liniengeschäft. Unter dem Namen Connect Airlines will der Businessjet-Operator mit einer DHC Dash 8-400 ab dem Toronto Billy Bishop Airport aktiv werden. Bislang ist Waltzing Matilda Aviation in der Business Aviation tätig. Das Unternehmen hält den Einstieg ins Liniengeschäft für den nächsten logischen Expansionsschritt. Hinsichtlich der geplanten Strecken gibt man sich noch bedeckt. Lediglich erklärt der Carrier, dass man Toronto mit „zahlreichen Geschäftszentren im Nordosten und Mittleren Westen der USA verbinden“ will. Als Fluggerät setzt man auf Turboprop-Flugzeuge, die auf dem innerstädtischen Toronto Billy Bishop Airport stationiert werden sollen. In erster Linie will man Geschäftsreisende ansprechen und daher die künftigen Destinationen zumindest im doppelten Tagesrand bedienen. Der Verkauf von Flugscheinen soll in Kürze aufgenommen werden.

weiterlesen »