Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Turkish Airlines soll sich für Einstieg bei TAP Air Portugal interessieren

Die Finanzzahlen bei Tap Air Portugal sind seit einigen Jahren mies und diverse Maßnahmen brachten keinen nennenswerten Erfolg. Die Coronapandemie riss den Carrier noch tiefer in die roten Zahlen. Der Staat, der eigentlich komplett aussteigen wollte, übernahm nach und nach wieder das Ruder. Die Maßnahme ist gelinde gesagt aber nicht unumstritten, denn man der EU-Kommission ringt man um Beihilfemaßnahmen in der Höhe von rund 3,2 Milliarden Euro. Gleichzeitig wurden bei der Belegschaft radikal die Löhne reduziert und auch bereits viele Mitarbeiter abgebaut. In erster Instanz kippte das Gericht der Europäischen Union aufgrund einer Klage von Ryanair die Staatshilfe. Lokale Medien berichten nun, dass sich der Star-Alliance-Partner Turkish Airlines für einen Einstieg bei Tap Air Portugal interessieren soll. Unter anderem schreibt “Jornal de Negócios”, dass sich der türkische Carrier bereits finanzielle Informationen organisiert habe und die Bereitschaft zum Einstieg auf dem diplomatischen Wege signalisiert habe. Man wäre bereit rund 1,9 Milliarden Euro in den angeschlagenen Partner zu stecken und würde die Langstrecke ab Portugal stärken. Offizielle Bestätigungen gibt es aber weder von Turkish Airlines noch von Tap oder der portugiesischen Regierung. Alle hüllen sich in schweigen. Auf Anfrage dementierte das türkische Luftfahrtunternehmen sogar das Interesse an Tap und teilte mit, dass man “für den Moment” keine Beteiligung an anderen Unternehmen plane.

weiterlesen »

Embraer oder Airbus: LOT vor Großbestellung

Die polnische Fluggesellschaft Lot steht unmittelbar vor einer Großbestellung im Bereich Regionaljets. Derzeit hat man sich noch nicht entschieden, ob man bei Airbus den A220 oder bei Embraer den E2 bestellen wird.  Geschäftsführungsmitglied Maciej Wilk erklärte gegenüber dem Portal Fly4free, dass man mindestens 50 Regionaljets bestellen wird. Lot ist bereits Embraer-Operator, weshalb die Maschinen dieses Herstellers besonders gute Karten haben. Allerdings ist auch der Airbus A220 im Rennen. Endgültig entschieden hat man sich bei LOT noch nicht. In diesem Zusammenhang ist auch auf die Ausflottung der Turbopropflugzeuge des Typs DHC Dash 8-400 hinzuweisen. Diese sollen dem aktuellen Planungsstand nach durch bestehende Embraer 170 ersetzt werden. Diese wiederum ersetzt man durch Flugzeuge, die im Rahmen kurzfristiger Dry-Lease-Verträge zur Flotte stoßen sollen. Die Neuauslieferungen sollen ab dem Jahr 2024 übernommen werden. Allerdings stellt Wilk klar, dass die Dash 8-400 nicht eins zu eins durch Embraer 170 ersetzt wird, denn je nach Nachfrage kann es auch dazu kommen, dass Boeing 737 zum Einsatz kommen. Dies beschreibt er als große Flexibilität. Langfristig gesehen soll die gesamte Regionalflotte ausgetauscht werden.

weiterlesen »

Wegen Lockdown: Wizz Air hat Wien-Flugplan drastisch gekürzt

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air hat sich seit Beginn des neuerlichen Lockdowns in Österreich deutlich die Flügel gestutzt. Das Angebot wurde stark reduziert und teilweise pausieren Routen über die gesamte Winterflugplanperiode 2021/22 hinweg. Die Anzahl der ab Wien angebotenen Routen beträgt im Dezember 2021 nur noch 17 Stück. Pro Woche werden 36 Flüge angeboten. Nicht berücksichtigt sind die angekündigten Neuaufnahmen nach Akaba und Amman sowie temporäre Flüge zwischen Weihnachten und Neujahr. Auf den meisten Strecken, die Wizz Air nicht gestrichen hat, wurden die Frequenzen zum Teil stark zurückgefahren. Beispielsweise fliegt man Mailand-Malpensa nur noch zwei Mal pro Woche an und pausiert Rom gleich komplett. “Seit Österreich in den Lockdown gegangen ist, sind die Buchungen und die Reisebereitschaft zurückgegangen. Wir reagieren immer dynamisch auf Marktgegebenheiten und haben das auch hier getan. Dies sind keine dauerhaften Kürzungen, aber wir mussten Schritte unternehmen, die den Bewegungen des Marktes folgten”, kommentiert Wizz-Air-Sprecher András Rado die jüngsten Streichungen. Im krassen Gegensatz dazu beteuert der Mitbewerber Ryanair, dass man mit Ausnahme von Agadir den Flugplan unverändert durchführen kann. In Wien verzeichne man weiterhin eine hohe Nachfrage.  Dem derzeitigen Stand der Dinge nach wird Wizz Air im Jänner und Feber 2022 je 62 Flüge pro Woche zu 26 Zielen anbieten. Für März 2022 sind derzeit 84 wöchentliche Umläufe zu 32 Destinationen geplant. Zum Vergleich: Im Dezember 2021 sind es pro Woche 36 Flüge zu 17 Zielen, wobei Amman und Aqaba nicht berücksichtigt sind und temporäre Wiederaufnahmen ebenso nicht eingerechnet sind. Beispiele für kurzfristige Bedienung zwischen Weihnachten und

weiterlesen »

Italien: Gericht kippt Sizilien-Subventionen

Ein italienisches Gericht erklärte die Vergabe der PSO-Subventionen ab dem Flughafen Trapani zu sechs inländischen Zielen für rechtswidrig. Der irische Billigflieger Ryanair hatte gegen den Zuschlag, der an Tayaran Jet und Albastar erteilt wurde, geklagt. Das für die Region Lazio zuständige Verwaltungsgericht stellte in erster Instanz fest, dass die Vergabe der PSO-Subventionen nicht mit der EU-Verordnung 1008/2008 in Einklang zu bringen ist. Das Verkehrsministerium gewährt seit dem Vorjahr den zuvor genannten Carriern Zuschüsse auf sechs Strecken ab Trapani. Das Gericht begründet die Entscheidung unter anderem damit, dass auf diesen sechs Routen der Grundsatz, dass man nur dann subventionieren darf, wenn die Strecken nicht wirtschaftlich zu betreiben sind, jedoch für die Bevölkerung von hoher Bedeutung sind, gebrochen wurde. Die Angelegenheit ist jedoch noch nicht abgeschlossen, denn das italienische Verkehrsministerium hat die Möglichkeit in Berufung zu gehen. Daher sind die Auswirkungen auf Tayaran Jet und Albastar derzeit noch unklar. Auch ist noch offen, ob bereits gezahlte Subventionen zurücküberwiesen werden müssen.

weiterlesen »

Deutschland wirft wieder Virusvarianten-Keule um sich

Die deutsche Bundesregierung hat acht afrikanische Staaten zu so genannten Virusvariantengebieten erklärt. Das bedeutet, dass ein defacto-Beförderungsverbot, von dem nur deutsche Staatsbürger und Personen mit Aufenthaltstitel oder Wohnsitz in Deutschland ausgenommen sind. Für Südafrika wurde bereits Ende der vergangenen Woche diese Maßnahme ausgesprochen. Nun kommen Namibia, Simbabwe, Botsuana, Mosambik, Eswatini, Malawi und Lesotho. Für manche genannte Staaten ist der Bann eher von symbolischer Bedeutung, weil es ohnehin keine Nonstop-Flugverbindungen gibt. Sehrwohl betroffen ist aber die kommerzielle Business Aviation. Umsteiger sind vom Bann nicht erfasst, da sich das defacto-Beförderungsverbot nur auf Nonstop-Flüge bezieht. Von den Airlines wird das aber äußerst unterschiedlich interpretiert, denn manche befördern Umsteiger anstandslos, andere nehmen auch diese nicht mit, sofern diese nicht deutsche Staatsbürger sind oder unter sonstige Ausnahmen fallen. Südafrika hat auf internationaler Ebene erhebliche Kritik an den erlassenen Maßnahmen ausgesprochen. Man fühle sich diskriminiert, weil man im Gegensatz zu anderen Staaten in hohem Umfang sequenziere und mit der Entdeckung der Mutation transparent umgegangen ist. Im Gegensatz zur Einigung, die auf dem G20-Gipfel erzielt wurde, werde man für die Meldung nun international bestraft, worunter die Wirtschaft Südafrikas besonders stark zu leiden habe.

weiterlesen »

Tuifly stockt Kapverden-Flüge auf

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Tuifly fährt das Kapverden-Angebot weiter hoch. Der Carrier verzeichnet laut Tui-Deutschland-Chef Stefan Baumert eine stark steigende Nachfrage. Die Routen wurden erst ab September 2021 schrittweise reaktiviert. Flüge in die Inselrepublik werden ab Hannover, Stuttgart, München, Düsseldorf und Frankfurt am Main angeboten. Mit Ausnahme von Frankfurt und Düsseldorf, wo zweimal pro Woche geflogen wird, gibt es je einen wöchentlichen Umlauf. Der überwiegende Anteil der Ticketbuchungen entfällt auf Pauschalreisen von Tui Deutschland. Kapverden hat sich aufgrund der Coronapandemie vergleichsweise lange abgeschottet. Die Touristik läuft nach und nach wieder an. Die Nachfrage ist derzeit hoch, jedoch bereitet Omikron auch der dortigen Regierung Sorgenfalten. Daher ist die weitere Entwicklung abzuwarten. Kapverden gilt als besonders stark auf die Einnahmen aus der Touristik angewiesen.

weiterlesen »

Hongkong sperrt viele Europäer aus

Die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong untersagt ab 2. Dezember 2021 Personen, die sich in den letzten 21 Tagen in Deutschland, Australien, Österreich, Belgien, Kanada, Tschechien, Dänemark, Israel oder Italien aufgehalten haben die Einreise. Lediglich vollständig geimpfte Einwohner dürfen weiterhin Hongkong betreten. Diese müssen sich aber sieben Tage in einer staatlichen Quarantäneeinrichtung absondern und sich anschließend auf eigene Kosten in eine zweiwöchige Hotelquarantäne begegeben. Die Kosten für regelmäßige PCR-Testungen sind ebenfalls selbst zu tragen. Ausländer, die sich in den oben genannten Staaten aufgehalten haben, dürfen grundsätzlich nicht einreisen, wobei es wenige Ausnahmen, für die vorab eine Sondergenehmigung einzuholen ist, gibt. Diese befreit jedoch nicht von der Quarantäne. Personen mit Wohnsitz oder letztem Aufenthaltsort in Angola, Äthiopien, Nigeria und Sambia ist die Einreise nach Hongkong nun generell untersagt. Die Regierung der Sonderverwaltungszone will dadurch die Einschleppung und Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus vermeiden.

weiterlesen »

Zuschlag: FraSec übernimmt Siko in Hamburg

Auf dem Flughafen Hamburg kommt es per 1. Feber 2022 zu einem Wechsel des mit der Durchführung beauftragten Sicherheitsunternehmens. Die Fraport-Tochter FraSec wird dann die Passagier- und Gepäckkontrollen übernehmen. Auftraggeber ist – wie in Deutschland üblich – nicht der Flughafen, sondern die Bundespolizei, vertreten durch das Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums. Im Rahmen einer Ausschreibung setzte sich FraSec durch und erhielt den Zuschlag erteilt. Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung wird sich Fraport von der Mehrheit an dieser Tochtergesellschaft trennen. Hintergrund ist, dass man in Frankfurt am Main in Zukunft die Sicherheitskontrollen in Eigenregie durchführen wird. Behördliche Auflagen verbieten es jedoch den Auftrag an eine 100-prozentige Tochtergesellschaft zu vergeben. Daher holt man sich einen Partner dazu.

weiterlesen »

Zambia Airways startet am Mittwoch

Am Mittwoch wird Zambia Airways offiziell den Flugbetrieb mit DHC Dash 8-400 aufnehmen. Das erste Flugzeug ist die ET-ANW, die am Montag in Lusaka eingetroffen ist. Die “neue” Zambia Airways ist ein Joint-Venture zwischen Ethiopian Airlines und der Industrial Development Corporation. Zambia Airways hat eine langjährige Geschichte, die im Jahr 1994 ihr Ende fand. Damals musste der Flugbetrieb eingestellt werden. Vor ein paar Jahren gründete die Regierung “Zambia Airways 2014” und interessierte sich auch für den Ankauf von Sukhoi Superjet SSJ-100. Es kam jedoch nie zu einer Auslieferung und die geänderte Strategie sieht den Einsatz der russischen Regionaljets nicht mehr vor. Ethiopian Airlines wurde als Partner gewonnen und will einen weiteren Regional-Hub aufbauen. Am 1. Dezember 2021 will Zambia Airways die ersten Flüge durchführen und zwar auf der Strecke von Lusaka nach Ndola. Diese soll sechsmal wöchentlich mit DHC Dash 8-400 bedient werden. Weitere Ziele, die in Kürze bedient werden sollen, sind Livingstone, Mfuwe und Solwezi. Internationale Destinationen wie Johannesburg und Harare sind für das erste Quartal 2022 angekündigt.

weiterlesen »

Easyjet stockt in Malpensa, Neapel und Venedig die Flotte auf

Der Billigflieger Easyjet bekommt in Italien zunehmend Konkurrenz durch den ungarischen Mitbewerber Wizz Air. Auch Erzrivale Ryanair baut aus. Nun will man zurückschlagen und kündigt die Erhöhung der Anzahl der stationierten Flugzeuge an. In Mailand-Malpensa, der größten Easyjet-Europe-Basis in Italien, will man künftig mit 24 statt 21 Airbusjets fliegen. In erster Linie sollen die Frequenzen auf bestehenden Routen angehoben werden. In geringerem Umfang ist man auch ab dem innerstädtischen Airport Linate tätig. Das Unternehmen betont, dass man auch hier wachsen wird. In Neapel sollen in Zukunft sechs statt vier Easyjet-Flugzeuge stationiert sein. Auf drei Maschinen stockt man in Venedig auf. Auch hier will man in erster Linie bestehende Strecken stärken, jedoch auch expandieren. “Italien war und ist für uns seit jeher ein Schlüsselmarkt: In Mailand Malpensa haben wir unsere größte operative Basis in Kontinentaleuropa und das innovativste Ausbildungszentrum für Piloten und Flugbegleiter der Branche. Der rigorose Ansatz des Kostenmanagements, der während der Gesundheitskrise beibehalten wurde, ermöglicht es uns nun, wieder stark in den italienischen Markt zu investieren, auf den wir bald zurückkehren wollen, um jedes Jahr mehr als 20 Millionen Passagiere zu befördern”, so Easyjet-CEO Johan Lundgren. Bis zum Beginn der Corona-Pandemie nutzte Easyjet das Terminal 2 des Flughafens Mailand-Malpensa nahezu exklusiv. Das will man auch so bald wie möglich wieder so haben, denn die kurzen Wege eignen sich besser für Billigflieger. Die meisten anderen Lowcoster flogen auch bereits vor der Krise ab Terminal 1.

weiterlesen »