Jan Gruber

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Jan Gruber

Paris-Wien-Montreal mit Austrian Airlines für 77 Euro am Markt

Im Dezember 2021 äußerte sich Austrian-Airlines-Vorstandsmitglied Michael Trestl wohlwollend gegenüber den von Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) geplanten Mindestpreise für Flugtickets. Dazu passt so ganz und gar nicht, dass momentan Flüge von Paris über Wien nach Montreal für 77 Euro zu haben sind. Ist Austrian Airlines etwa unter die Ultra-Lowcoster gegangen? Nicht wirklich, denn die AUA selbst verkauft Paris-Wien-Montreal nicht für 77 Euro, sondern ein so genannter Online Travel Agent. Die AUA selbst verlangt für die idente Flugverbindung 113,06 Euro. Ein OTA meint aber aus eigener Tasche die Differenz übernehmen zu müssen, um in Suchmaschinen möglichst weit oben gelistet zu werden. 113,06 Euro sind für einen Flug von Paris über Wien nach Montreal nicht gerade teuer und es ist unwahrscheinlich, dass dieser Preis die Gestehungskosten abdeckt. Das ist insofern überraschend, weil sich Austrian Airlines-Vorstandsmitglied Michael Trestl erst im Dezember 2021 für die von Verkehrsministerin Leonore Gewessler geplanten Mindestpreise ausgesprochen hat. Beispielsweise betonte Trestl im Dezember 2021, dass Austrian Airlines die geplanten Mindestpreise „voll unterstützen wird, um Angebote unter den Gestehungskosten zu verhindern“. Austrian Airlines erklärte auf Anfrage unter anderem, dass die Preisgestaltung vom lokalen Marktumfeld abhängig ist. Im konkreten Fall sind es die Märkte Kanada und Frankreich, nicht jedoch Österreich. Von der Buchung über so genannte Online-Travel-Agents rät man übrigens ab und empfiehlt die Nutzung der AUA-Homepage oder österreichische Reisebüros. OTA bietet Flüge billiger als die AUA selbst an Betrachtet man die Billigangebote im Detail, so zeigt sich ein durchaus beachtliches Phänomen, denn es ist gar nicht die AUA selbst, die

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D-AASH: Avanti Air hat erste DHC Dash 8-400 eingeflottet

Die deutsche Fluggesellschaft Avanti Air hat mit der D-AASH die erste von drei de Havilland Dash 8-400 auf dem AOC registriert. Die Maschine trägt die Seriennummer 4187 und war in der Vergangenheit unter anderem bei Flybe im Einsatz. Das rund 14,5 Jahre alte Turbopropflugzeug wurde ursprünglich als N187WQ an Colgan Air ausgeliefert. Im Jahr 2015 wechselte die Maschine zur britischen Flybe und war als G-PRPA unterwegs. Kurz nach der Pleite der britischen Regionalfluggesellschaft wurde diese Dash 8-400 auf dem deutschen Flughafen Saarbrücken abgestellt. Im März soll dies nunmehrige D-ASSH in den Niederlanden umlackiert werden. Auch soll die Kabine dieser Maschine erneuert werden, bestätigte Geschäftsführer Stefan Kissinger gegenüber Aviation.Direct. In der Vergangenheit war Avanti Air mit ATR42/72 in der Luft. Später flottte man auf Fokker 100 um. Den Ausflug in die Welt der Regionaljets beendet man nun, denn im Herbst 2021 wurde bekannt, dass man drei de Havilland Dash 8-400 einflotten wird. Diese werden beispielsweise auch ab Graz, Klagenfurt und Memmingen für Reiseveranstalter fliegen.

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Charter: Springer bietet Skiathos und Paros ab Klagenfurt an

Der Reiseveranstalter Springer Reisen bietet im Sommer 2022 zwei Charterziele ab dem Flughafen Klagenfurt an. Dabei handelt es sich um die griechischen Destinationen Paros und Skiathos. Im Gegensatz zur Vergangenheit hat der Tour Operator heuer keine Direktflüge auf die Insel Naxos im Portfolio. Dieses Jahr bietet man das Ziel Naxos sowohl ab Graz als auch ab Klagenfurt indirekt an. Das bedeutet konkret, dass auf Paros gelandet wird und die Urlauber anschließend per Schiff auf die Nachbarinsel gebracht werden. Laut Springer Reisen dauert der Transfer auf dem Seeweg etwa 20 Minuten. Die Paros-Flüge werden von Avanti Air mit de Havilland Dash 8-400 am Verkehrstag Samstag durchgeführt. Freitags steuert die deutsche Fluggesellschaft mit diesem Maschinentyp ab Klagenfurt das Ziel Skiathos an. Während die Flüge von Klagenfurt nach Paros ohne Zwischenstopp durchgeführt werden, gibt es in die Gegenrichtung aus technischen Gründen einen Tankstopp auf der Insel Mykonos. Dies betrifft übrigens auch die Rückflüge von Paros nach Graz. Hintergrund ist laut Avanti Air, dass es auf der Insel Paros keinen Treibstoff gibt, weshalb auf Mykonos aufgetankt werden muss. „Wir freuen uns, dass unser Partner Springer Reisen das Charterangebot des vergangenen Jahres ab dem Flughafen Klagenfurt für den Sommer 2022 stark ausbaut. Mit Skiathos und Paros/Naxos sind sehr beliebte griechische Ferieninseln mit wöchentlichen Direktflügen, durchgeführt von einer renommierten Airline, bequem erreichbar“, so Nils Witt, Geschäftsführer des Airport Klagenfurt. Die Springer-Charter ab Klagenfurt auf einen Blick: Klagenfurt (KLU) 12:35 Skiathos (JSI) 16:05  Skiathos (JSI) 10:20  Klagenfurt (KLU) 11:50 Zeitraum: 27. Mai – 30. September 2022 Klagenfurt

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Verkürzung der Zertifikate: Österreichs Touristik kassiert Stornos

Seit Dienstag, 1. Feber 2022, gilt der so genannte „grüne Pass“ in Österreich nur noch 180 Tage. In anderen EU-Staaten ist dieser weiterhin 270 Tage lang gültig. Es entwickelt sich mittlerweile ein fast undurchsichtiger Flickenteppich. Laut Wirtschaftskammer führt dieser zu ersten Stornierungen seitens ausländischer Touristen. Eigentlich sollte der „grüne Pass“ Geimpften, Genesenen und Getesteten einheitliches Reisen innerhalb der Europäischen Union und Drittstaaten, die sich angeschlossen haben, bieten. Es dauerte nicht lange, da scherte mit Malta das erste EU-Mitglied deutlich aus und führte bei der Einreise die 1G-Regel ein. Nach und nach verschärften auch andere Unionsmitglieder ihre Reiseregeln, so dass mal gar nichts erforderlich ist, mal genesen und/oder geimpft oder andernorts braucht man zusätzlich einen PCR-Test. Das Ziel, dass Reisen vereinfacht und vereinheitlicht wird, haben die Regierungen der EU-Mitglieder durch konsequentes Missachten von Einigungen auf europäischer Ebene, jedoch zu Hause dann wieder die eigene Suppe kochen, regelrecht vereitelt. Mittlerweile ist es sehr kompliziert den Durchblick zu bewahren wie lange Genesungs- und Impfzertifikate eigentlich gültig sind. Es zeigen sich massive nationale Unterschiede. Die Mehrheit der EU-Staaten gewährt Genesenen und zweifach Geimpften eine Gültigkeitsdauer von 270 Tagen, jedoch knüpfen immer mehr Mitglieder diese an eine Auffrischungsimpfung. In Deutschland gilt man neuerdings erst 28 Tage nach einer positiven Testung als Genesen und nach 90 Tagen ist dieser Status wieder wertlos. Für die Einreise ausreichend, beim Sessellift oder beim Wirt nicht Österreich verkürzt mit Wirksamkeit zum 1. Feber 2022 die Gültigkeit der Zertifikate von 270 Tagen auf 180 Tage. Das betrifft allerdings nur das Inland,

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Sixt rechnet mit steigenden Preisen für Mietautos

Deutschlands größter Autovermieter, Sixt, geht davon aus, dass die Preise für Mietautos auch dieses Jahr weiter steigen werden. Im Vorjahr profitierte man von der besonders hohen Nachfrage, die letztlich dazu führte, dass man alle Rekorde brechen konnte. Im Gespräch mit dem Handelsblatt erklärt Vorstandsmitglied Alexander Sixt unter anderem: „Für alle Marktsegmente gehen wir 2022 von einem gleichen oder steigenden Marktvolumen aus, aber mit deutlich weniger Fahrzeugen und mit folglich auch tendenziell steigenden Preisen. Das gilt aber auch für andere Bereiche der Reisebranche“. Eine Hauptursache dafür ist laut Sixt, dass die Verfügbarkeit neuer Kraftfahrzeuge derzeit kompliziert ist. Die Nachfrage soll über dem Angebot liegen. Beispielsweise konnte man im Vorjahr um 27 Prozent weniger Autos zulassen als noch vor einem Jahr. Gegenüber dem Handelsblatt betonte der Manager, dass man dennoch die Flotte um etwa fünf Prozent ausbauen konnte. Aber: Wenn wir mehr Autos hätten, könnten wir deutlich mehr Geschäft machen“.

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Graz: Acht Linienziele und neue Feriendestinationen im Sommer 2022

Ende März 2022 beginnt die Sommerflugplanperiode 2022. Ab Graz sollen acht Linienstrecken sowie zahlreiche Charterziele angeboten werden. Angebunden ist der steiermärkische Airport an die Luftfahrt-Drehkreuze Amsterdam, Zürich, München, Wien, Frankfurt und Düsseldorf. Die niederländische Fluggesellschaft KLM wird im Sommer 2022 bis zu sieben wöchentliche Flüge nach Amsterdam anbieten. Dort sind Umstiege auf Verbindungen des Carriers sowie seiner Skyteam-Partner möglich. Eurowings beabsichtigt Graz mit Stuttgart, Düsseldorf und Palma de Mallorca zu verbinden. Die Lufthansa-Hubs München und Frankfurt am Main werden jeweils bis zu 28 Mal pro Woche von Lufthansa Cityline und Air Dolomit angesteuert. Austrian Airlines plant bis zu 20 Mal wöchentlich eine Anbindung an das Drehkreuz Wien anzubieten. Mit Swiss geht es dem aktuellen Planungsstand nach zweimal pro Woche nach Zürich-Kloten. Linienflüge ab Graz auf einen Blick: Destination Airline Frequenz Zeitraum Amsterdam (AMS) Niederlande KLM bis zu 7 x pro Woche 27.03.-28.10. Düsseldorf (DUS) Deutschland Eurowings bis zu 11 x pro Woche 27.03.-28.10. Frankfurt (FRA) Deutschland Lufthansa bis zu 28 x pro Woche 27.03.-28.10. München (MUC) Deutschland Air Dolomiti/Lufthansa bis zu 28 x pro Woche 27.03.-28.10. Palma de Mallorca (PMI) Spanien Eurowings DO, SA 21.05.-01.10. Stuttgart (STR) Deutschland Eurowings bis zu 11 x pro Woche 27.03.-28.10. Wien (VIE) Österreich Austrian Airlines bis zu 20 x pro Woche 27.03.-28.10. Zürich (ZRH) Schweiz Swiss 2 x pro Woche 27.03.-28.10. Bewährtes, aber auch neue Charterziele Im Bereich der Ferienflüge gibt es ab Graz wieder viele Ziele, die bereits in den vergangenen Jahren erfolgreich waren. Zu diesen zählen beispielsweise Brac, Calvi, Funchal, Korfu, Kos

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Urteil: Behördlich angeordnete Quarantäne ist kein Reisemangel

Das Amtsgericht München hatte sich mit der Frage, ob eine behördlich angeordnete Hotelquarantäne einen Reisemangel im Sinne des Pauschalreiserechts darstellt. Nein, entschieden die Richter und wiesen die Klage eines Paars ab. Diese hatten im Jänner 2020, also vor dem Beginn der Corona-Pandemie in Europa, eine Pauschalreise nach Zypern gebucht. Diese traten sie am 8. März 2020 an, jedoch nahmen dann nach und nach die Ereignisse ihren Lauf. Zwei Tage nach der Landung gab es die erste Hiobsbotschaft, denn eine Person, die sich in der Gruppe des Tour Operators befunden hat, erkrankte an Corona. Daraufhin wurden alle bis zum 24. März 2020 unter Quarantäne gestellt. Der Reiseveranstalter soll für die Verpflegungskosten aufgekommen sein und habe zusätzlich auch die Kosten für zwei weitere Übernachtungen, die aufgrund der behördlichen Quarantäneanordnung notwendig wurden, übernommen haben. Das war den Urlaubern aber nicht genug, denn sie forderten gerichtlich die Rückzahlung des kompletten Reisepreises ein. Das Amtsgericht München wies die Klage zurück und begründete dies unter anderem damit, dass die behördliche angeordnete Quarantäne außerhalb des Einflussbereichs des Tour Operators gelegen hat. Es handle sich um ein Risiko, das persönlich den Reisenden anzulasten ist und sie auch jederzeit im Alltag in Deutschland vergleichbar hätte treffen können. Eine behördliche Quarantäneanordnung stellt laut Amtsgericht München keinen Reisemangel dar.

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Qatar Airways bestellt 34 Boeing 777-8F und schielt auf B737-Max-10

Golfcarrier Qatar Airways hat sich für die Bestellung von 34 Boeing 777-8F entschieden. Gleichzeitig sicherte sich die Fluggesellschaft Optionen für 16 weitere Exemplare. Auch auf die Boeing 737 Max 10 hat man ein Auge geworfen. Vor einiger Zeit bestellte Qatar Airways insgesamt 60 Boeing 777X. Die nunmehrige Fachter-Order hat zur Folge, dass man sich mit Boeing dahingehend arrangiert hat, dass die Bestellung der Passagiervariante um 20 Exemplare reduziert wird. Somit erwartet man 40 Boeing 777X (Passagiere) und 34 Boeing 777-8F. Man ist gleichzeitig auch Erstkunde für das Cargoflugzeug. Da Airbus den Auftrag über 50 Airbus A321neo storniert hat, schaute sich Qatar Airways bei Konkurrent Boeing nach Ersatz um. Der Carrier gab bekannt, dass man eine Absichtserklärung über den Kauf von 25 Boeing 737 Max 10 unterschrieben hat. Gleichzeitig sicherte man sich Optionen für 25 weitere Exemplare. Damit würde man hinsichtlich der Stückzahl die seitens Airbus stornierte Order abdecken.

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Green Airlines hatte Flüge bei den Airports nicht angemeldet

Der Ticketverkäufer Green Airlines verschiebt sein für den 14. Feber 2022 angekündigtes Debut in Weeze, München, Berlin und Karlsruhe/Baden-Baden. Das Unternehmen bzw. dessen nicht näher bezeichneter Operating Carrier hatte die Flüge bis 31. Jänner 2022 ohnehin nicht offiziell an den Flughäfen angemeldet. In einer Medienmitteilung schreibt der Ticketverkäufer, dass man sich aufgrund der Omikron-Corona-Variante dazu entschlossen habe die Charterflüge ab Weeze erst per 28. März 2022 aufzunehmen. Für Karlsruhe/Baden-Baden-Berlin gibt es noch keinen neuen Termin. Diese Strecke wurde am Montagnachmittag aus dem Verkauf genommen. Interessanterweise erfolgte die Pressemitteilung, dass man den „Winterflugplan“ vorerst absagt, unmittelbar nach von Aviation.Direct getätigten Medienanfragen an die Flughäfen Karlsruhe/Baden-Baden, München, Berlin und Weeze sowie in Green Airlines selbst. Die slotregulierten Airports Berlin und München bestätigten übereinstimmend, dass man bis dato keine offizielle Anmeldung seitens eines Operating Carriers erhalten habe. „Im aktuellen Flugplan sind keine Flüge von München nach Weeze koordiniert“, so Ingo Anspach, Leiter der Pressestelle des Flughafens München. Fast wortgleich äußerte sich auch eine Sprecherin der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH. „Bis heute haben wir keine Anmeldung von Green Airlines bzw. deren Operating Carrier erhalten“. In Weeze sieht man die Sache anders: „Green Airlines hat uns mitgeteilt, dass sie die Flüge ab Weeze nach Berlin, München und Sylt anbieten wollen. Die Bedienung dieser Ziele soll nach heutiger Information der Green Airlines am 28.3. mit Beginn des Sommerflugplans aufgenommen werden. Inwieweit die Flüge an den Zielflughäfen angemeldet oder koordiniert sind, entzieht sich unserer Kenntnis. An unserem Flughafen sind die Flüge nach den Informationen der Airline entsprechend eingeplant“,

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Impfpflicht: Swiss kündigt erste ungeimpfte Flugbegleiter

Die Lufthansa-Tochter Swiss macht nun mit der angekündigten Impfpflicht für das fliegende Personal scharf, denn erste ungeimpfte Beschäftigte haben bereits ihre Kündigungen ausgesprochen bekommen. Zuletzt hatte der Carrier mit Personalmangel bei den Flugbegleitern zu kämpfen und auch Beschäftigten, die man im Zuge der Corona-Pandemie gekündigt hatte, das Angebot zur Wiedereinstellung gemacht. Bei der Durchsetzung der firmeninternen Impfpflicht zeigt man sich hart. Gegenüber „20 Minuten“ bestätigte ein Swiss-Sprecher, dass in der vergangenen Woche die ersten Flugbegleiter ihre Kündigungen per Ende April 2022 ausgesprochen bekommen haben. Hintergrund ist, dass diese die Deadline zur Vorlage der Impfnachweise nicht eingehalten haben sollen. Sowohl bei den Piloten als auch beim Kabinenpersonal sollen laut Swiss nur wenige die Covid-Impfungen verweigert haben.

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