Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Alitalia stellt am 14. Oktober 2021 den Flugbetrieb ein

Am Abend des 14. Oktober 2021 wird Alitalia den Flugbetrieb endgültig einstellen. Am Folgetag übernimmt der Nachfolger ITA, wobei noch unklar ist unter welcher Marke. Die „alte Airline“ informierte darüber, dass alle Flüge nach dem 14. Oktober 2021 gestrichen sind. Von Alitalia wird ITA einige Assets kaufen, wobei die Markenrechte nicht enthalten sind. Diese muss man im Rahmen einer öffentlichen Auktion ersteigern. Passagiere, die Tickets für Flüge ab dem 15. Oktober 2021 gekauft haben, können eine Umbuchung auf Termine bis inklusive 14. Oktober 2021 erhalten. Alternativ wird die vollständige Rückerstattung angeboten. Bestehende Buchungen sollen nicht von Alitalia auf ITA übertragen werden, weshalb bei Flugscheinen, die längerfristig ausgestellt wurden, empfohlen wird sich das Geld erstatten zu lassen und neu zu buchen. Die „alte Airline“ befindet sich in einem Insolvenzverfahren und soll liquidiert werden.

weiterlesen »

Niederlande: Höchstgericht stellt Betriebsübergang von Martinair auf KLM fest

Nach vielen Jahren Prozessführung stellte der Oberste Gerichtshof der Niederlande fest, dass im Jahr 2014 ein Betriebsübergang von Martinair auf KLM stattgefunden hat. Die Vorinstanzen sahen das anders und gaben den 152 Klägern zunächst nicht Recht. Die Klage richtete sich sowohl gegen KLM als auch gegen die zuständige Gewerkschaft, die ihre Zustimmung für die Kündigungen der betroffenen Cargo-Piloten erteilt hatte. Das Höchstgericht stelle nun fest, dass „die Frachtpiloten mit Wirkung vom 1. Januar 2014 bei KLM rechtmäßig angestellt sind und alle Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsvertrag zwischen den Frachtpiloten und Martinair zum Zeitpunkt des Betriebsübergangs auf KLM übergegangen sind“. Weiters musste den Flugzeugführern innerhalb von 20 Tagen nach Zustellung des Urteils ein Arbeitsangebot bei KLM unterbreitet werden. Innerhalb von maximal sechs Monaten muss die Anstellung erfolgen und zwar unter Berücksichtigung jener Position, die zuvor bei Martinair bekleidet wurde. Dieser Teilaspekt dürfte sich in erster Linie an Flugzeugführer richten, die bei KLM keinen Job bekommen hatten. Die Gewerkschaft muss die Abtretung der Forderungen anerkennen und darüber hinaus gemeinsam mit KLM die Anwalts- und Gerichtskosten tragen. Geklagt hatten insgesamt 152 Frachtpiloten von Martinair.

weiterlesen »

UAC setzt Ilyushin Il-114-300-Testflüge aus

Im Nachgang des Absturzes des Prototyps der Ilyushin Il-122V gab die Rostec-Tochter United Aircraft Corporation bekannt, dass die Testflüge für das Passagierflugzeug Il-114-300 auf unbestimmte Zeit ausgesetzt werden. Die ursprüngliche Variante des Turbopropflugzeugs war kein Kassenschlager. Nur wenige Exemplare wurden gefertigt. Von der Neuauflage, Il-114-300, erwartet sich die United Aircraft Corporation deutlich mehr. Zumindest hat man mittlerweile deutlich mehr Bestellungen als von der Ursprungsvariante jemals gefertigt wurden. In einer Medienmitteilung erklärt die UAC unter anderem, dass man zunächst alle Umstände und Details des Absturzes der Il-112V auswerten muss. Weiters erklärt man, dass man das leistungsstarke Triebwerk genauer untersuchen muss. Es handelt sich um Weiterentwicklungen des Klimow TW7-117. Seit Jahresende 2020 ist dieses für die Il-114-300 zugelassen. Die genaue Ursache des Absturzes der Il-112V steht noch nicht fest, jedoch deutet ein Video eines Augenzeugens darauf hin, dass es zu einer Überhitzung gekommen sein könnte. Dadurch wurde ein Brand ausgelöst, der letztlich zum Strömungsabriss und dann zum Absturz geführt haben könnte. Dieses Problem könnte der UAC bekannt gewesen sein können, denn in russischen Medien äußern sich mehrere Ingenieure dahingehend, dass man bei Tests am Boden festgestellt habe, dass die Temperatur bei Belastungstests sehr stark angestiegen ist.

weiterlesen »

EU-Gericht kippt Bewilligung der Aegean-Staatshilfe

Das Gericht der Europäischen Union hat die von der EU-Kommission erteilte Bewilligung der Staatshilfe für die griechische Aegean Airlines für unzulässig erklärt. Die Wettbewerbshüter hätten die Finanzlage des Carriers unzureichend geprüft. Das EU-Gericht urteilte unter anderem, dass die Bewilligung nicht mit geltendem Recht in Einklang zu bringen ist. Das bedeutet aber nicht, dass Aegean das bereits erhaltene Geld sofort zurückbezahlen muss. Zunächst hat die EU-Kommission als belangte Behörde die Möglichkeit die Begründung unter Berücksichtigung der Gerichtsentscheidung nachzubessern. Im konkreten Fall bedeutet das, dass bei Aegean eine umfassende Prüfung der finanziellen Lage durchgeführt werden muss. Anschließend muss die EU-Kommission eine neue Formulierung der Bewilligung der Staatshilfe finden. Es ist davon auszugehen, dass Ryanair dann erneut klagen wird. So geschehen im Fall TAP Air Portugal.

weiterlesen »

Corona bei Ryanair in Porto: Kritik an Behörden und Airline

Der Billigflieger Ryanair steht in Portugal aufgrund des Umgangs mit Corona-Infektionen bei Flugbegleitern in der Kritik. Betroffen ist die Basis Porto, an der es zumindest einen positiven Fall gibt. Der betroffene Kabinenmitarbeiter befindet sich zwar in Isolation, jedoch wurden die Kollegen nicht getestet. Unter Berufung auf Flugbegleiter des Lowcosters, die in Porto stationiert sind, schreibt unter anderem das lokale Nachrichtenportal JN, dass mit einer höheren Dunkelziffer gerechnet wird. Dies führt man darauf zurück, dass Ryanair im Gegensatz zu anderen Anbietern auf die regelmäßige Vorlage negativer Coronatests verzichten würde. Auch hätte man im konkreten Fall keine systematischen Tests des Kabinenpersonals durchgeführt. Die Problematik soll aber nicht nur den Billigflieger betreffen, denn laut lokalen Medienberichten würde eine Vielzahl von Unternehmern im Falle positiver Coronatests die Arbeit der Gesundheitsbehörden erschweren. Teilweise würden diese gar keine oder gar falsche Personallisten übermitteln. Dies soll insbesondere mit der Sorge, dass die Belegschaft in Quarantäne gesteckt wird, zusammenhängen. Ryanair äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur Lusa bezüglich Porto dahingehend, dass es eine „kleine Anzahl positiver Fälle“ geben soll. „Ryanair hat vollständig mit der lokalen Gesundheitsbehörde zusammengearbeitet und jede Besatzung, die in engem Kontakt mit bestätigten Fällen stand, wurde in voller Übereinstimmung mit den Richtlinien der lokalen Gesundheitsbehörde sofort vom Roster gestrichen“, so ein Sprecher weiters. Contact-Tracing der Behörden läuft nur schleppend an Der jüngste Fall wirft aber auch weitere Fragen auf: Laut dem Flugbegleiter, der von JN zitiert wird, soll dieser allein an jenem Tag, an dem er positiv auf Covid-19 getestet wurde, zuvor mit 689 Passagieren Kontakt

weiterlesen »

Hamburg: Condor fliegt neu nach Samos

Condor hat am Flughafen Hamburg eine neue Flugverbindung nach Samos aufgenommen. Dieses Ziel war zuvor ab dem norddeutschen Airport nicht nonstop erreichbar. Ab sofort steuert der Ferienflieger die griechische Insel einmal pro Woche an. „Griechenland ist auch in diesem Jahr – wie schon 2020 – besonders beliebt bei den Norddeutschen. Wir freuen uns sehr, unser Angebot auf die griechischen Inseln um ein weiteres Urlaubsziel erhöhen zu können. Die Insel Samos bietet das, wonach sich viele Reisende sehnen: Strand, Meer, Berge – Sonne gibt es auf einer der sonnreichsten Inseln Griechenlands gratis dazu“, sagt Dirk Behrens, Leiter Aviation am Hamburg Airport. „Samos ergänzt das Flugangebot ab Hamburg zu den schönsten Mittelmeerzielen optimal und Gäste haben ab sofort damit die Möglichkeit direkt ab der Hansestadt mit Condor auf die griechische Urlaubsinsel zu fliegen“, so Tobias Schnitker, Head of Pricing & Revenue Short / Medium Haul. „Mit dem neuen Ziel freuen wir uns, unsere Partnerschaft mit dem Hamburg Airport weiter zu stärken und den Menschen der Region noch mehr Destinationen als Urlaubsziel anzubieten.“ Die Fluggesellschaft Condor setzt diesen Sommer wieder auf Vielfalt: Insgesamt steuert Condor 19 Nonstop-Ziele ab Hamburg an. Mit der Verbindung nach Samos fliegt die Fluggesellschaft ab sofort neun Urlaubsziele in Griechenland an, darunter Inseln wie Korfu, Kreta, Rhodos und Zakynthos. Condor verbindet die Hansestadt mit weiteren Sonnenzielen, wie zum Beispiel mit den kanarischen Inseln, Palma de Mallorca, Funchal und Hurghada.

weiterlesen »

Zürich tiefer in die roten Zahlen gerutscht

Der Flughafen Zürich-Kloten verzeichnete im ersten Halbjahr 2021 einen Verlust in der Höhe von 45,1 Millionen Schweizer Franken. Damit ist man tiefer in die roten Zahlen gerutscht, denn im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurde das Minus mit 27,5 Millionen Schweizer Franken ausgewiesen. Von Jänner bis Juni 2021 nutzten rund 2,1 Mio. Passagiere den Flughafen Zürich als Ausgangs-, Umsteige- oder Zielort ihrer Flugreise, was einem Rückgang von 60,5 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 ging die Anzahl Passagiere gar um 85,9 Prozent zurück. Die Anzahl Flugbewegungen verringerte sich im ersten Halbjahr 2021 um 31,9 Prozent auf 41.123 Starts und Landungen. Einzig die Anzahl Frachtflüge erhöhte sich (+18,6 Prozent), was sich auch positiv auf die Menge der umgeschlagenen Frachtgüter im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 auswirkte (+25,1 Prozent auf 180.788 Tonnen). Die Gesamterträge in den ersten sechs Monaten 2021 lagen gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 um 15,1 Prozent tiefer bei CHF 263,6 Millionen, gegenüber 2019 sind es sogar -55,2 Prozent. Dabei reduzierten sich insbesondere die aviatischen Erträge, die lediglich noch 25 Prozent der Gesamterträge ausmachten, während es vor Corona rund 55 Prozent waren. Die Betriebskosten nahmen im Vorjahresvergleich trotz eines hohen Anteils Fixkosten um 16,6 Prozent auf CHF 171,4 Millionen ab. Gegenüber 2019 verringerte sich die bereinigte Kostenbasis um 30,4 Prozent. Die Einsparungen sind hauptsächlich auf tiefere Personalaufwendungen als Folge der Kurzarbeit, tiefere Polizei- und Sicherheitskosten sowie weitere allgemeine Kostenreduktionen zurückzuführen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank im Vorjahresvergleich um 12,1 Prozent auf

weiterlesen »

Fliegendes Personal: Swiss führt Impfpflicht ein

Als erstes Konzernmitglied der Lufthansa Group führt Swiss mit Wirksamkeit zum 15. November 2021 eine Impfpflicht für das fliegende Personal ein. Als Argument führt man ein, dass „die weltweiten länderspezifischen Einreisebestimmungen, die zunehmend eine Impfpflicht auch für Crews verlangen“ das notwendig machen würden. Weiters behauptet Swiss, dass man die Entscheidung aus „operationellen und fürsorglichen Gründen“ getroffen habe. „Um auch in Zukunft unser weltweites Streckennetz aufrechterhalten zu können und unserer Fürsorgepflicht gegenüber unseren Mitarbeitenden nachzukommen, ist es wichtig, die notwendigen Schritte jetzt einzuleiten“, so Firmenchef Dieter Vranckx. Swiss stützt sich auf die entsprechenden Klauseln in den Gesamtarbeitsverträgen des Cockpit- und Kabinenpersonals, welche eine solche Maßnahme unter diesen Umständen vorsehen. Ein transparenter Austausch mit den Sozialpartnern findet statt. Ob die Arbeitsverhältnisse mit Piloten und Flugbegleitern, die sich dennoch nicht impfen lassen würden, beendet werden – sprich die Weigerung ein „Freifahrtschein“ für die Kündigung ist – teilte die Lufthansa-Tochter übrigens nicht mit.

weiterlesen »

Emirates bringt A380 wieder nach Düsseldorf und Hamburg

Eigenen Angaben nach verzeichnet Emirates ab Deutschland derzeit eine hohe Nachfrage. Daher stockt man die Verbindungen ab Düsseldorf und Hamburg auf. Dabei soll auch der Maschinentyp Airbus A380 zum Einsatz kommen. Ab Hamburg und Düsseldorf soll künftig wieder täglich nach Dubai geflogen werden. Ab München erhöht der Golfcarrier die Frequenzen auf neun pro Woche. Frankfurt wird bereits zweimal täglich bedient. Damit fliegt Emirates wieder alle vier seiner deutschen Abflughäfen mit dem Airbus-Flaggschiff an. „Wir freuen uns sehr über die zusätzlichen Kapazitäten im deutschen Markt, die genau zur richtigen Zeit kommen: Im Oktober startet in Dubai die Expo 2020 und wir stellen ein immer größer werdendes Interesse an der Weltausstellung im deutschen Markt fest“, so Volker Greiner, Emirates Vice President North & Central Europe. „In Kürze werden wir verschiedene Expo-Themenpakete auf den Markt bringen, um die Begeisterung an diesem Megaevent weiter zu wecken. Mit unseren mehrfach täglichen Nonstopflügen von Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg – viele davon mit der A380 – nach Dubai ist Emirates für Besucher aus Deutschland die natürliche Wahl der Fluggesellschaft zur Weltausstellung.“ Insgesamt plant Emirates in Europa eine Kapazitätssteigerung mit zusätzlichen Verbindungen in mehr als zehn Städten. Neben Hamburg und München sind das Birmingham, Barcelona, Brüssel, Dublin, London, Lissabon, Madrid, Rom und Zürich. Zahlreiche dieser Metropolen werden dann mit täglichen Abflügen nach Dubai oder mehr bedient. Im Vereinigten Königreich nimmt Emirates die Linienflugverbindungen nach Newcastle ab dem 15. Oktober wieder auf und bietet vier wöchentliche Flüge zwischen Dubai und dem Nordwesten Englands, die mit Boeing 777-300ER-Jets in

weiterlesen »

Swiss-Chef will maximal halbe Staatshilfe abrufen

Die Fluggesellschaft Swiss bezahlte laut Firmenchef Dieter Vranckxs im Juli 2021 einen Teil des staatlich garantierten Kredits zurück. Gegenüber RTS erklärte der Manager, dass 50 Millionen Franken überwiesen wurden. Dabei führte er aus, dass das Sommergeschäft gut gelaufen ist und man gut Geld verdienen konnte. Daher habe man die ersten 50 Millionen Schweizer Franken rückführen können. Die Kreditlinie, die gewährt wurde, beträgt 1,5 Milliarden Schweizer Franken. Vollständig abgerufen wurde das Darlehen bislang nicht. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, nicht mehr als die Hälfte des Kredits, also 750 Millionen Franken, auszugeben. Dieses Versprechen haben wir bisher gehalten. Im Juni hatten wir die Möglichkeit, 50 Millionen Franken zurückzuzahlen“, so Dieter Vranckx gegenüber RTS. „Wir haben es im Juni gesehen: Wenn die Geschäfte besser laufen, können wir einen Teil des Kredits zurückzahlen. Aber der Winter kommt, November und Dezember sind sehr schwierige Monate für eine Airline, werden wir wahrscheinlich wieder Finanzmittel abrufen müssen.“

weiterlesen »