Jan Gruber

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Jan Gruber

Air India: 7.000 Mitarbeitern droht die Delogierung

Die seit längerer Zeit geplante Privatisierung von Air India könnte für rund 7.000 Mitarbeiter einen unangenehmen Nebeneffekt haben: Die Wohnungen, die vom Arbeitgeber gemietet werden, dürfen nicht mehr genutzt werden. Anders ausgedrückt: Binnen sechs Monaten nach dem Verkauf droht die Delogierung. Die lokale Tageszeitung Times of India schreibt unter anderem, dass den Beschäftigten zahlreiche Sozialleistungen gestrichen werden sollen. Zu diesen zählen unter anderem die Betriebswohnungen, die zu günstigen Konditionen gemietet werden können, aber auch der Pensions-Fonds. Rund um Mumbai besitzt Air India Unterkünfte für etwa 7.000 Mitarbeiter. Diese müssten nach der Privatisierung ausziehen. Die Eigentümerkonstruktion der Wohnungen ist durchaus abenteuerlich, denn die Grundstücke und Bauwerke gehörten der Airports Authority of India. Diese vermietet zum Preis von 1,88 Millionen U.S.-Dollar pro Jahr an Air India. Als Untermieter fungieren dann die Beschäftigten, die in den Wohnungen wohnen. Doch: Im Zuge der Privatisierung des Mumbai Airports wurden Land und Unterkünfte an einen privaten Eigentümer verkauft. Dieser hat Air India die Pacht fast verdoppelt. Diese Kosten sollen im Zuge der Privatisierung von Air India ausgeklammert werden, so dass der Käufer die gepachteten Betriebswohnungen nicht übernehmen muss. Die Folge daraus ist, dass der Pachtvertrag zwischen dem privaten Vermieter und der Airline enden wird. Das bedeutet, dass den Beschäftigten binnen sechs Monaten die Delogierung droht. Dies kann aber abgewandt werden, denn der Eigentümer will den Bewohnern Angebote machen. Laut lokalen Medienberichten sollen die neuen Mieten erheblich über jenen, die bislang an den Arbeitgeber zu zahlen waren, liegen.

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Qantas will im Dezember 2021 wieder international abheben

Die australische Qantas und die Tochtergesellschaft Jetstar beabsichtigen den internationalen Flugbetrieb im Dezember 2021 zu reaktivieren. Zunächst will man ausschließlich Destinationen mit hoher Impfrate anfliegen. Allerdings stehen über dem Re-Start noch viele Fragezeichen, denn die Voraussetzung ist, dass in Australien mindestens 80 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 geimpft sind. Derzeit kommt die Kampagne aber nur sehr schleppend voran. „Die Aussicht auf Flüge nach Übersee mag derzeit weit entfernt erscheinen, insbesondere während die Bundesstaaten New South Wales und Victoria im Lockdown sind. Aber das aktuelle Tempo der Impfkampagne deutet darauf hin, dass wir in einigen Monaten viel mehr Freiheit haben sollten“, erklärt Firmenchef Alan Joyce. Bereits vor einigen Monaten kündigte der Manager an, dass man nur noch Passagiere, die vollständig gegen Covid-19 geimpft sind, befördern wird. Auch eine Impfpflicht für die eigenen Mitarbeiter wurde erst letzte Woche nachgelegt.

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Portugal: Hi Fly ist jetzt Springjet

Die auf Charter- und ACMI-Dienstleistungen spezialisierte Hi Fly hat sich einen Firmennamen zugelegt und ist künftig als Springjet in der Luft. In diesem Zusammenhang musste auch die Betriebsgenehmigung geändert werden, was von der portugiesischen Luftfahrtbehörde bewilligt wurde. Die maltesische Tochter Hi Fly Malta ist von der Änderung noch nicht betroffen, jedoch ist anzunehmen, dass es nur noch eine Frage weniger Tage ist bis auch diese als Springjet auftreten wird. Die Änderung des Firmennamens geht aus einer Pflichtveröffentlichtung im portugiesischen Amtsblatt hervor. Der Firmengruppe gehört auch das Wartungsunternehmen Mesa an. Hifly Malta war der bislang einzige Operator eines gebrauchten Airbus A380. Dieser wurde ab 2018 für Charter- und ACMI-Flüge eingesetzt. Ursprünglich sah man großes Potential und wollte eine stattliche Teilflotte aufbauen, jedoch blieb es bei einem Einzelstück, das im Vorjahr ausgeflottet wurde.

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USA: Delta verlangt höhere Kassenbeiträge von Ungeimpften

Im Gegensatz zum Mitbewerber United Airlines hat Delta Air Lines keine Impfpflicht für die bestehende Belegschaft eingeführt. Nun erhöht man aber den Druck auf die Mitarbeiter, denn wer sich nicht impfen lassen möchte, muss bald einen höheren Beitrag an die betriebseigene Krankenversicherung zahlen. Das U.S.-amerikanische System der Krankenabsicherung ist mit jenem, das in Europa praktiziert wird, nicht vergleichbar. Eine generelle Versicherungspflicht existiert nicht. Große Arbeitgeber unterhalten eigene Krankenkassen. So auch Delta Air Lines. Der Carrier teilte mit, dass Personen, die sich nicht impfen lassen wollen, künftig bis zu 200 U.S.-Dollar pro Monat an die betriebseigene Krankenversicherung bezahlen müssen. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass Ungeimpften der monatliche Beitrag deutlich erhöht wird. Delta begründet dies damit, dass man im Schnitt 50.000 U.S.-Dollar pro Covid-Krankenhausaufenthalt aufwenden muss.

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Griechenland kündigt 2G-Regel und kostenpflichtige Tests an

Mit 13. September 2023 führt Griechenland unter anderem in der Gastronomie und touristischen Einrichtungen die 2G-Regel ein. Gleichzeitig müssen Coronatests künftig selbst bezahlt werden. Damit will man offensichtlich den Druck auf ungeimpfte Personen erhöhen. Das „dritte G“ kann also nur kostenpflichtig in Anspruch genommen werden. Betroffen sind neben Restaurants auch Kinos, Theater, Museen und vergleichbare Einrichtungen. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss auch auf Inlandsreisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln inklusive Flugzeugen und Fähren einen maximal 48 Stunden alten Coronatest vorlegen. Ab 13. September 2021 müssen die Kosten hierfür selbst bezahlt werden. Die Regierung hofft, dass mit diesem finanziellen Druck mehr Menschen zur Impfung gegen Covid-19 bewogen werden können. Das Vorgehen ist aber durchaus umstritten, denn in vielen Städten gab es bereits Demonstrationen gegen die Pläne.

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Qantas kündigt A380-Comeback an

Die Fluggesellschaft Qantas kündigte am Donnerstag an, dass ab Juli 2022 fünf Airbus A380 reaktiviert werden sollen. Diese sollen auf den Strecken von Sydney nach Los Angeles sowie nach London eingesetzt werden. Den Auftakt soll im Juli 2022 die USA-Verbindung machen. Die britische Hauptstadt will man ab November 2022 wieder mit Superjumbos bedienen. Aus technischen Gründen wird ein Zwischenstopp in Singapur eingelegt. Gleichzeitig bestätigte der Carrier aber auch, dass zwei der insgesamt 12 Airbus A380 endgültig ausgeflottet werden. Alle anderen Maschinen dieses Typs sollen bis spätestens 2024 wieder im aktiven Liniendienst stehen. Zuvor soll diesen noch ein Kabinen-Upgrade verpasst werden.

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Sitzplatzkosten: Billigflieger kassieren Geldstrafen in Italien

Die italienische Zivilluftfahrtbehörde ENAC hat gegen die Billigflieger Easyjet, Ryanair, Wizz Air und Volotea Bußgelder verhängt. Den genannten Carriern wird vorgeworfen gegen eine italienische Vorgabe, die vorsieht, dass Begleitpersonen von Menschen mit Behinderungen und Minderjährigen ein Sitzplatz direkt daneben vergeben werden muss. Und zwar kostenlos. Laut ENAC sollen die eingangs genannten Lowcoster gegen diese Auflage verstoßen haben und auch entsprechende Aufforderungen ignoriert haben sollen. Nun werden Bußgelder zwischen 10.000 und 50.000 Euro fällig. Gegen diese können die betroffenen Fluggesellschaften allerdings ein Rechtsmittel einlegen. Als erschwerend erweist sich, dass die Airlines die Vorgaben der Luftfahrtbehörde ENAC noch immer nicht umgesetzt hatten. Besonders hoch fällt das Bußgeld für Ryanair aus, denn diesem Anbieter wirft das Amt vor, dass man gar versuchte die Anordnung zu umgehen, um weiterhin Zuschläge kassieren zu können. Dabei soll eine Klausel in den Allgemeinen Beförderungsbedingungen geändert worden sein. Ryanair beantragte vor Gericht eine Aussetzung der behördlichen Auflage, jedoch wurde dies seitens eines Gerichts abgelehnt. Die mündliche Verhandlung soll am 8. September 2021 stattfinden. Easyjet, Wizz Air und Volotea zeigen sich in Stellungnahmen einsichtig und wollen die ENAC-Bestimmungen einhalten. Man habe die Systeme zwischenzeitlich angepasst. Ganz anders äußert sich der Mitbewerber Ryanair, der die Vorwürfe der italienischen Luftfahrtbehörde als „falsch und irreführend“ zurückweist. Man habe schon am 13. August 2021 entsprechende Maßnahmen ergriffen, die es ermöglichen, dass Begleitpersonen von Minderjährigen bzw. von Menschen mit Behinderungen eine kostenlose Sitzplatzzuweisung erhalten. Man wirft der ENAC auch vor, dass diese eine „Einmischung in die kommerzielle Freiheit der Airline als Sicherheitsproblem einstufen würde“.

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Aer Lingus UK verschiebt den Erstflug erneut

Der neue UK-Ableger von Aer Lingus verschiebt die Aufnahme der USA-Strecken ab Manchester erneut. Zuletzt war angekündigt, dass die Ziele New York und Orlando Ende September 2021 aufgenommen werden sollen. Der neue Starttermin wird nicht vor Dezember 2021 sein. Allerdings soll Aer Lingus UK die Basis im Oktober 2021 eröffnen. Statt in der Vereinigten Staaten von Amerika wird es dann nach Barbados gehen. Hintergrund der Entscheidung ist, dass man darauf gehofft hat, dass die Biden-Regierung zumindest für Geimpfte die Grenzen öffnet. Das ist aber – zumindest kurzfristig – nicht in Sicht. Der neue Plan von Aer Lingus UK sieht vor, dass die New York-Strecke am 1. Dezember 2021 aufgenommen werden soll. Nach Orlando soll ab 11. Dezember 2021 geflogen werden. „Sowohl New York als auch Orlando sollten am 30. September beginnen. Aer Lingus entschuldigt sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten und unsere engagierten Teams wenden sich direkt an die Kunden, um entweder eine vollständige Rückerstattung, eine Umbuchung auf einen alternativen Service oder die Option eines Gutscheins mit zusätzlichen 10 Prozent zur Verwendung im gesamten Aer Lingus-Netzwerk anzubieten die nächsten fünf Jahre“, so der Carrier in einer Stellungnahme. Die Destination Barbados soll ab 20. Oktober 2021 ab Manchester angeflogen werden. Vorerst sind drei wöchentliche Umläufe geplant. Mit der Aufnahme dieser Flüge wird auch die UK-Basis offiziell eröffnet.

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ITA stellt Initial-Streckennetz vor

Die Fluggesellschaft ITA, die am 15. Oktober 2021 die Nachfolge von Alitalia antreten sollen, hat nun ihr Streckennetz, das bedient werden soll, vorgestellt. Zahlreiche deutsche Städte sowie Genf und Zürich will man mit Rom-Fiumicino und/oder Mailand-Malpensa verbinden. Ziele in Österreich sind aktuell nicht geplant. In der Bundesrepublik Deutschland sollen ab Mailand-Linate zunächst Düsseldorf und Frankfurt am Main bedient werden. Im März 2022 soll zusätzlich Stuttgart angeflogen werden. Ab Rom-FCO werden Frankfurt und München angeboten. ITA wird – wie berichtet – in der Anfangszeit das Angebot mehr oder weniger ausgeglichen zwischen Rom und Linate verteilen. Dies dient in erster Linie auch dem Absichern der Start- und Landerechte auf dem innerstädtischen Airport Mailands. Langfristig liegt der Fokus aber auf der italienischen Hauptstadt, die auch als Homebase fungiert. Innerhalb von Italien will der neue Staatscarrier nachstehende Ziele anfliegen: Alghero, Brindisi, Bologna, Bari, Cagliari, Catania, Comiso, Rom-FCO, Florence (ab März 2022), Genoa, Mailand-Linate, Neapel, Olbia, Palermo,  Pescara, Reggio Calabria, Lamezia Terme, Trieste, Turin, Venice und Verona. Auf der Kurz- und Mittelstrecke sind diese Destinationen geplant: Malaga (ab März 2022), Algeri, Amsterdam, Athen, Barcelona, Belgrad (ab August 2022), Brüssel, Kairo, Paris Charles de Gaulle, Düsseldorf, Frankfurt, Genf, London Heathrow, Luxemburg (ab März 2022), Madrid, Malta, Marseille (ab März 2022), München, Nizza, Paris Orly, Sofia (ab August 2022), Stuttgart (ab März 2022), Tirana, Tel Aviv, Tunisi, Valencia (ab März 2022) und Zürich. Die nachstehenden Langstreckenziele sind geplant: Boston, Buenos Aires (ab März 2022), Sao Paulo (ab März 2022), Tokio Haneda, Washington (ab März 2022), New York,

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Air Berlin: Flöther will Etihad-Forderungen verkaufen

Vor einiger Zeit reichte Air-Berlin-Insolvenzverwalter Lucas Flöther eine Schadenersatzklage gegen Etihad Airways ein. Das Verfahren muss in London geführt werden und geht offenbar nur schleppend voran. Nun will der Jurist mögliche Ansprüche in der Höhe von mindestens 500 Millionen Euro verkaufen. Laut Mitteilung soll dadurch das Verfahren für die Gläubiger beschleunigt werden. Spekulanten könnten an die Insolvenzmasse eine gewisse Summe bezahlen und bekommen dafür die gegen Etihad Airways geltend gemachte Forderung abgetreten. Damit geht das Prozessrisiko auf den Käufer über. Auch gegen ehemalige Vorstandsmitglieder der Air Berlin sowie deren D&O-Versicherungen, aber auch gegen den Wirtschaftsprüfer KPMG führt Lucas Flöther in seiner Funktion als Insolvenzverwalter Verfahren. Inwiefern diese Erlöse zu Gunsten der Masse bringen werden, ist noch völlig offen. Kürzlich wurde bekannt, dass gegen eine Tochtergesellschaft der Deutsche Börse AG ebenfalls vor Gericht gezogen wurde.

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