Jan Gruber

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Jan Gruber

A380: Lufthansa flog D-AIML nach Teruel aus

Mit der D-AIML hat Lufthansa am Mittwoch einen weiteren Airbus A380 ins Log Time Storage nach Teruel überstellt. In Frankfurt am Main verbleiben lediglich die D-AIHM und die D-AIMM, die vorerst als Reserveflugzeuge in Breitschaft gehalten werden. Die übrigen Mitglieder der A380-Teilflotte wurden zwischenzeitlich ins so genannte Long Time Storage ausgeflogen. Der Wiedereinsatz bei Lufthansa ist ungewiss, denn Konzernchef Carsten Spohr äußerte sich wiederholt dahingehend, dass er ein Comeback der Superjumbos für „sehr unwahrscheinlich“ hält. Gänzlich ausgeschlossen hat es der Manager aber nicht. Lufthansa verfügt über insgesamt 14 Airbus A380. Zwei stehen in Frankfurt am Main, zwei in Tarbes in die restlichen in Teuel. Das Durchschnittsalter der Superjumbos beträgt nur 9,3 Jahre und ist damit deutlich niedriger als jenes der A321-100-Teilflotte. Dieses liegt bei über 25 Jahren. Auch die Airbus A330 sind mit rund 13 Jahren älter.

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Malaysia Airlines besiegelt Aus für A380-Flotte

Malaysia Airlines zählte zu den ersten Betreibern der Maschinen des Typs Airbus A380. Nun sieht der Vorstand des Carriers keine Zukunft mehr für die Superjumbos. Dies erklärte Firmenchef Izham Ismail während einer virtuell abgehaltenen Pressekonferenz. Der Manager sagte unter anderem: „Wir sind uns der Herausforderungen bewusst, die mit dem Verkauf dieses Flugzeugs verbunden sind, aber wir suchen immer noch nach Möglichkeiten und Mitteln, um unsere A380-Flotte zu verwerten. Derzeit ist das Management davon überzeugt, dass der A380 nicht zum Zukunftsplan passt“. Die Superjumbo-Teilflotte besteht derzeit aus sechs Exemplaren. Diese sind seit dem Beginn der Corona-Pandemie temporär stillgelegt. In den Liniendienst werden diese bei Malaysia Airlines mit äußert hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr treten. Die sechs Airbus A380 sind nicht geleast, sondern Eigentum des Carriers. Der Verkauf der Superjumbos zu einem akzeptablen Preis dürfte sehr schwierig werden, denn eine Nachfrage auf dem Gebrauchtmarkt besteht nicht und obendrein sind zahlreiche Maschinen anderer Carrier bzw. Leasinggeber ebenfalls erhältlich.

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Bern: Lübeck Air kündigt Lübeck und Stuttgart an

Der schweizerische Flughafen Bern-Belp bekommt ab Juli 2021 zwei Liniendestinationen, die von Lübeck Air angeboten werden. Dabei handelt es sich um Stuttgart und Lübeck. Die Durchführung erfolgt durch Air Alsie mit ATR72. Mit der SkyWork-Pleite verschwand der regelmäßige Linienverkehr aus dem Belpmoos. Lediglich Ferien- und Charterflüge sind verblieben. Im Vorjahr war der Umfang aufgrund der Corona-Pandemie stark reduziert. Die hauseigene Marke Flybair wird heuer nicht abheben und befindet sich darüber hinaus mit Helvetic Airways in einem Rechtsstreit. Die Regionalfluggesellschaft will auch die abgesagten Charterumläufe bezahlt haben. Die Airport-Tochter sieht das anders. Lübeck Air – operated by Air Alsie – wird ab 1. Juli 2021 zweimal wöchentlich zwischen der Hansestadt Lübeck und Bern pendeln. Angeboten werden die Flüge an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag. Während donnerstags nonstop geflogen werden soll, ist an Sonntagen ein Zwischenstopp in Stuttgart vorgesehen. Da zwischen der eidgenössischen Bundesstadt und der Landeshauptstadt Baden-Württemberg vice versa Tickets verkauft werden, ergibt sich für Bern mit Stuttgart eine zweite neue Destination. Letzte „Verlängerung“ war nicht erfolgreich Bern gilt im Liniengeschäft als äußerst schwieriger Flugplatz, denn die SBB-Anbindung an Basel, Zürich und Genf ist hervorragend. Dadurch ergibt sich starker Konkurrenzdruck. Bislang konnte sich keine Airline dauerhaft im Belpmoos halten. Davon ausgenommen sind klassische Ferienziele wie Palma de Mallorca. Zuletzt versuchte sich der Flughafen Magdeburg-Cochstedt mit der kurzlebigen Marke CSO Cityfly mit einer „Verlängerung“ nach Bern. Die mit Metroliner durchgeführten Flüge führten von Magdeburg über München nach Bern und wieder mit Stopp in Bayern zurück. Diese Route wurde nur wenige Wochen bedient

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Drogenfund: Venezuela setzt TAP-A330neo samt Crew fest

Die Fluggesellschaft TAP Air Portugal musste am Mittwoch den Frachtflug TP9532 von Caracas nach Lissabon aus einem nicht alltäglichen Grund absagen. Im Frachtraum des Airbus A330-900 fanden die venezolanischen Behörden Drogen. Die Airline bestätigte den Vorfall gegenüber RTP. Die örtlichen Behörden haben im Rahmen von routinemäßigen Kontrollen, die auch mit Hilfe von Spürhunden durchgeführt wurden, Betäubungsmittel gefunden. Diese sollen laut TAP im Frachtraum gefunden worden sein. Die lokalen Strafverfolgungsbehörden untersuchen nun wer diese dort deponiert hat. Für die Fluggesellschaft und deren Crew bedeutet der Vorfall eine unfreiwillige Verlängerung des Aufenthalts in Caracas. TAP betont, dass die drei Besatzungsmitglieder in einem Hotel unterbracht worden sind. Sowohl die Airline als auch die Crew vor Ort sollen vollumfänglich mit den venezolanischen Behörden kooperieren und alle Informationen, die vorhanden sind, zur Verfügung stellen. TAP Air Portugal führte über einen längeren Zeitraum hinweg sämtliche Flüge nach Venezuela nicht selbst durch, sondern beauftragte hierfür EuroAtlantic Airways. Erst seit wenigen Wochen fliegt TAP wieder selbst. Derzeit werden fast ausschließlich reine Frachtflüge zwischen den beiden Staaten durchgeführt. In der Vergangenheit begründete TAP den Wetlease-Einsatz mit Sicherheitsbedenken, da die politische Lage in Venezuela schon länger angespannt ist.

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April 2021: Ryanair meldet eine Million Fluggäste

Die Ryanair Group beförderte im April 2021 rund eine Million Passagiere. Gegenüber dem Vorjahresmonat, in dem der Flugbetrieb – mit wenigen Ausnahmen – weitgehend stillgelegt war, konnte man einen Zuwachs erzielen. Im direkten Vergleich mit der Leistung von April 2019 ist der jüngste Wert aber nur ein sprichwörtlicher Tropfen auf dem heißen Stein, denn damals hatte man noch etwa 13,5 Millionen Reisende. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres konnte der Konzern 28,5 Millionen Fluggäste transportieren und liegt damit um 79 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Ryanair Group macht bezüglich April 2021 keine Angaben zur Auslastung ihrer Maschinen. Dieses Phänomen ist im Vorjahr wiederholt in besonders schwachen Kalendermonaten aufgetreten. Eine Begründung zur Nichtveröffentlichung des Ladefaktors liefere die irische Firmengruppe zu keinem Zeitpunkt.

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Quartalszahlen: FACC erzielt positives EBIT

Der österreichische Luftfahrtzulieferer FACC konnte im ersten Quartal des Jahres 2021 einen Umsatz in der Höhe von 118,1 Millionen Euroo erzielen. Das EBIT ist laut Aussendung des Unternehmens mit 0,4 Millionen Euroo positiv. Nach einem starken Einbruch durch die COVID-19-Pandemie im Vorjahr stabilisiert sich der Luftfahrtmarkt 2021 zusehends. Die FACC AG hat sich 2020 frühzeitig neu ausgerichtet, ein weitreichendes Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm implementiert und verfolgt mit der Konzernstrategie FACC 2030 das Ziel eines langfristigen nachhaltigen Wachstums. Im 1. Quartal 2021 liegt FACC genau im Plan: Der Umsatz von 118,1 Millionen EURO spiegelt die sich laufend stabilisierenden OEM-Prognosen wider. Mit 0,4 Millionen EURO konnte ein Konzern-EBIT auf ausgeglichenem Niveau erzielt werden. FACC geht nach einem sehr schwierigen Pandemiejahr 2020 mit einem stringenten Kosten- und Liquiditätsmanagement in das Jahr 2021. „Wir haben 2020 rasch gehandelt und entschlossen Anpassungen in die Wege geleitet, damit konnten wir schnellstens auf die fundamental geänderten Marktbedingungen reagieren. Wir haben ein klares Ziel, das wir auch in unserer Strategie 2030 festgeschrieben haben: Wir wollen rasch und nachhaltig in den Wachstumsmodus zurückzukehren“, hebt Robert Machtlinger, CEO der FACC AG, hervor. „Ein Schlüssel dabei ist die weitere Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit. So treiben wir auch heuer konsequent unsere Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung voran. Und das trägt Früchte: Nach einem sehr herausfordernden Jahr 2020 haben wir uns in dem völlig neuen Marktumfeld neu aufgestellt und sind so gezielt und verschlankt mit Erfolg ins neue Geschäftsjahr gestartet“, so Machtlinger. Die Umsatzerlöse in den ersten drei Monaten 2021 belaufen sich auf 118,1 Millionen

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Easyjet Switzerland bekommt fünf A320neo

Die Billigfluggesellschaft Easyjet Switzerländ wird ab Oktober 2021 insgesamt fünf neue Airbus A320neo ab Werk erhalten. Die Mittelstreckenjets sollen bis Ende Dezember 2021 übergeben werden und ältere A320ceo ersetzten, teilte das Unternehmen mit. Bestuhlt werden die Neuzugänge mit 186 Sitzplätzen und sollen in Genf und Basel stationiert werden. In der Schweiz steuert Easyjet auch den Flughafen Zürich-Kloten an. Am größten Airport der Schweiz werden vorerst keine Neos gebased. Easyjet-Manager Thomas Haagensen bezeichnet die Eidgenossenschaft in einer Aussendung als „Schlüsselmarkt“.

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Lufthansa: Spohr rechnet mit Wachstum ab 2022

Am Dienstag hielt Lufthansa zum zweiten Mal in der Unternehmensgeschichte die Hauptversammlung der Aktionäre rein virtuell ab. Die Teilhaber gaben grünes Licht für die Aufnahme weiterer Kredite. Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley erklärte gegenüber den Aktionären, dass die Insolvenz ohne staatliche Hilfe „nicht vermeidbar gewesen“ wäre. Dennoch betonte er, dass man die von der deutschen Bundesregierung bereitgestellten Finanzmittel so rasch wie möglich zurückzahlen will. Dieser Schritt soll wohl auch deswegen gesetzt werden, um die Beteiligung des WSF loswerden zu können. Im Vorjahr stemmte sich Lufthansa zunächst mit Händen und Füßen gegen eine Beteiligung des Staats, lenkte jedoch dann ein, um an die rund neun Milliarden Euro kommen zu können. Lufthansa habe bislang rund 2,8 Milliarden Euro an Hilfen gezogen und einen Teil der Mittel auf Kapitalmarktanleihen umgeschuldet. Konzernchef Carsten Spohr strebt nun eine Kapitalerhöhung an, kann jedoch noch keine näheren Angaben zum Zeitpunkt und zum Ausmaß machen. Ziel dürfte jedoch sein, dass man damit mittelfristig den Staat „auslösen“ kann. Für die Aufnahme weiterer Kredite holten sich Vorstand und Aufsichtsrat den Segen der Aktionäre. Weiters besteht auch die Möglichkeit weitere Finanzmittel aus der Staatshilfe abrufen zu können. Carsten Spohr rechnet derzeit damit, dass im Sommer 2021 rund 40 Prozent der Vorkrisenkapazität in der Luft sein wird. Für das kommende Jahr prognostiziert wer wieder Wachstum.

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Spanien: Norwegian baut 1.191 Mitarbeiter ab

Der angeschlagene Billigflieger Norwegian streicht in Spanien rund 1.200 Stellen und schließt drei von fünf Bases. Betroffen sind auch Teneriffa und Gran Canaria. In einer Erklärung bekräftigt das Unternehmen, dass man dennoch weiterhin in Spanien präsent sein will. Exakt 1.191 Mitarbeiter will Norwegian in genanntem Land abbauen. Zwar standen die Stützpunkte auf den kanarischen Inseln bereits vor der Pandemie auf der Kippe, doch das Ausmaß des Stellenabbaus schockiert die örtlichen Gewerkschaften. Der Billigflieger will sich auf den Verkehr in den skandinavischen Ländern sowie Urlaubsflüge – unter anderem – nach Spanien konzentrieren. Auch die Basis in Barcelona, die vormals auch Langstreckenflüge durchführte, wird geschlossen. Lediglich in Alicante und Málaga will das Unternehmen noch eigene Mitarbeiter vorhalten. Die Größe der Bases soll allerdings auf je eine Boeing 737-800 reduziert werden. Man hofft, dass zeitnah auf je drei Maschinen ausgebaut werden kann. Unter dem Strich bedeuten die Maßnahmen für 85 Prozent der spanischen Norwegian-Mitarbeiter den Verlust des Arbeitsplatzes. Die Gewerkschaft USO kündigte bereits an, dass man um jeden einzelnen Job kämpfen will. Die weitere Entwicklung bleibt daher noch abzuwarten.

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Verkehrsbüro will die Büroflächen deutlich verkleinern

Der österreichische Reisekonzern Verkehrsbüro Group will angesichts der Folgen der Corona-Pandemie die Standortkosten um 50 Prozent reduzieren. Konkret will man unter anderem die Bürofläche der Firmenzentrale um etwa 60 Prozent reduzieren und dadurch etwa 1,5 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Im Gespräch mit dem Magazin Trend erklärte Firmenchef Martin Winkler, dass der von ihm geleitete Konzern aufgrund der Corona-Pandemie einem Umsatzrückgang von 615 Millionen Euro auf 230 Millionen Euro verzeichnen musste. Der Firmengruppe gehören unter anderem die Ruefa-Reisebüros, die Austria-Trend-Hotels sowie Eurotours an. Im Bereich des Städtetourismus erwartet Winkler erst im Jahr 2024 eine Erholung auf das Niveau von 2019. Im Kongresstourismus sieht er die Zukunft in Hybrid-Veranstaltungen, für die im Zuge einer Digitalisierungsoffensive neue Technologien bereitgestellt werden sollen. Hohe Erwartungen verknüpft Winkler mit dem Grünen Pass: „Ich bin überzeugt, dass der grüne Pass der Weg sein wird, um internationale Reisen wieder möglich zu machen.“

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