Jan Gruber

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Jan Gruber

Korruptionsvorwürfe: Lüttich-Chef fristlos entlassen

Der bisherige Chef des belgischen Flughafens Lüttich wurde aufgrund von Korruptionsvorwürfen fristlos entlassen. Dies bestätigte der wallonische Finanzminister Jean-Luc Crucke. Zuvor trat der Verwaltungsrat zu einer Sondersitzung zusammen. In dieser Zusammenkunft sollen alle stimmberechtigten Mitglieder für die fristlose Entlassung von Airportchef Luc Partoune gestimmt haben. Zuvor soll die Wirtschaftsprüfungskanzlei Deloitte Unregelmäßigkeiten festgestellt haben. Dem Manager, für den die Unschuldsvermutung gilt, werden Korruptionsvorwürfe gemacht.  Laut lokaler Berichterstattung sollen angeblich Beratergehälter an einen Politiker bezahlt worden sein, wobei es keine Gegenleistungen gegeben haben soll. Insgesamt stehen 40 Vorwürfe, für die die Unschuldsvermutung gilt, im Raum.

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British Airways mottet fabrikneuen Dreamliner ein

Die Boeing 787-10 soll auf den Langstrecken von British Airways in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, doch am Mittwoch wurde ein fabrikneuer Dreamliner ins Long-Time-Storage nach Victorville überstellt. Derzeit sind nur zwei Einheiten im Einsatz. Der vierten Maschine, die sich momentan in der finalen Testphase befindet, könnte unmittelbar nach der Auslieferung auch für unbestimmte Zeit der Parkplatz blühen. Das Vorgehen ist momentan gar nicht so ungewöhnlich, denn beispielsweise Etihad Airways hat seit längerer Zeit werksneue Airbus A350-1000 auf einem französischen Flughafen eingemottet. Eigentlich wollte British Airways im Jahr 2020 sechs Boeing 787-10 übernehmen. Ausgeliefert wurden jedoch noch zwei Maschinen und diese obendrein verspätet. Die erste Einheit übernahm man im Ende Juni 2020 und die zweite am 1. Juli 2020. Die Nummer Drei flog unmittelbar nach der Übernahme ins Storage nach Victorville.

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Genf: Swiss verlängert Minimalpräsenz

Die Fluggesellschaft Swiss wird noch bis mindestens 27. März 2021 ab Genf lediglich Anbindungen an die Drehkreuze Zürich und Frankfurt am Main anbieten. Die Point-to-Point-Strecken werden weiterhin pausieren. Davon ausgenommen ist Pristina. In Richtung Frankfurt am Main wird es ab Genf sieben wöchentliche Umläufe geben und zum Swiss-Drehkreuz Zürich 13 Rotationen pro Woche. Lediglich das Ziel Pristina soll ab dem Airport in der Westschweiz zumindest einmal wöchentlich angeflogen werden. Swiss verkündete vor wenigen Tagen, dass die Präsenz auf dem Flughafen Genf temporär auf ein Minimalprogramm reduziert wird. Hintergrund sind die verschärften Einreise- und Quarantänebestimmungen der Schweiz. Der Carrier betont allerdings, dass das langfristige Bekenntnis zu diesem Airport aufrecht bleibt und die Wideraufnahme der Routen so bald als möglich erfolgen soll.

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Nochmals weniger Passagiere in Wien

Der Flughafen Wien-Schwechat verzeichnete im Jänner 2021 einen erneuten Fluggastrückgang. Gezählt wurden 198.295 Reisende – im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat ein Minus von 90,5 Prozent. Auch konnte der größte Flughafen Österreichs nicht von der weltweit erhöhten Frachtnachfrage profitieren. In diesem Segment wurde ein Minus von 3,1 Prozent verzeichnet. Die Zahl der Lokalpassagiere nahm um 91,1 Prozent ab, die Zahl der Transferpassagiere ging um 88,9 Prozent zurück. Die Flugbewegungen verzeichneten im Jänner 2021 ein Minus von 80,9 Prozent. Das Fluggastaufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa sank im Jänner 2021 um 91,1 Prozent, nach Osteuropa um 91,2 Prozent. Das Passagieraufkommen nach Nordamerika ging um 87,4 Prozent zurück und Afrika verzeichnete ein Minus von 86,7 Prozent. In den Nahen und Mittleren Osten sank das Fluggastaufkommen um 89,3 Prozent. In den Fernen Osten waren um 94,8 Prozent weniger Reisende unterwegs. Die Tochter in Luqa (Malta) hatte im Jänner 2021 um 90,7 Prozent weniger Passagiere. Kosice verzeichnete einen Rückgang um 87,3 Prozent. Die FWAG-Zahlen auf einen Blick: Flughafen Wien (VIE)   01/2021 Diff.% Passagiere an+ab+transit 198.295 -90,5 Lokalpassagiere an+ab 148.310 -91,1 Transferpassagiere an+ab 47.366 -88,9 Bewegungen an+ab 3.733 -80,9 Cargo an+ab in to 19.735 -3,1 MTOW in to 170.873 -78,6 Malta Airport (MLA, vollkonsolidiert)   01/2021 Diff.% Passagiere an+ab+transit 38.938 -90,7 Lokalpassagiere an+ab 38.938 -90,6 Transferpassagiere an+ab 0 -100,0 Bewegungen an+ab 621 -81,8 Cargo an+ab (in to) 1.075 -19,6 MTOW (in to) 21.935 -83,5 Flughafen Kosice (KSC, at-Equity-Konsolidiert)   01/2021 Diff.% Passagiere an+ab+transit 2.885 -87,3 Lokalpassagiere an+ab 2.885 -87,3 Transferpassagiere an+ab 0 n.a. Bewegungen

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Erfurt: Hifly Malta brachte 25 Tonnen FFP2-Masken

Der deutsche Regionalflughafen Erfurt-Weimar hatte am Donnerstag gegen späten Nachmittag erneut Besuch von einem Großraumjet. Die maltesische Fluggesellschaft Hifly Malta brachte mit dem Airbus A330-300 mit der Registrierung 9H-TAJ rund 2,3 Millionen FFP2-Masken nach Deutschland. Der Langstreckenjet ist kein reines Frachtflugzeug, sondern ein so genannter „Preighter“. Das bedeutet, dass die Maschine normalerweise Passagiere befördert, jedoch aufgrund der hohen Nachfrage im Cargobereich die Sitze entfernt wurden und momentan Fracht geflogen wird. Die 9H-TAJ starte in Shanghai, legte einen Zwischenstopp in Almaty ein und erreichte Erfurt-Weimar am Donnerstag gegen 16 Uhr 50. An Bord befanden sich insgesamt 25 Tonnen FFP2-Schutzmasken, die für verschiedene Drogerie- und Handelsketten in Thüringen und ganz Deutschland bestimmt sind. Erneut nutzte die Frankfurter Spedition Röhlig Deutschland GmbH & Co. KG den Flughafen Erfurt-Weimar als Logistikstandort zur Einfuhr von dringend benötigten medizinischen Schutzgütern. „Der Internationale Verkehrsflughafen Erfurt-Weimar setzt sich weltweit, bei Fluggesellschaften und Logistikern, immer mehr auch als professioneller Frachtflughafen, insbesondere für zeitkritische Expressfracht, durch“, so Flughafendirektor Gerd Stöwer. Rund 2,5 Stunden dauerte die Entladung und anschließende Betankung des Airbusses durch die Mitarbeiter des Airports. Der Rückflug nach Beja/Portugal ist für Freitag, den 12.02.21, 13.30 Uhr geplant. Dort befindet sich die Basis der portugiesischen Muttergesellschaft Hifly.

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Ryanair: 700 Strecken angekündigt – wohin weiß man aber nicht…

Die Ryanair Goup kündigte am Donnerstag an, dass für den Winterflugplan 2021/22 bereits 700 Verbindungen zur Buchung freigegeben wurden und wie immer eine Aktion mit günstigen Tickets gestartet wurden. Doch eine ganz simple Frage wollte der Carrier nicht beantworten. Gefragt wurde der Billigflieger welche Ziele ab Österreich und Deutschland im Winterflugplan 2021/22 angeboten werden. Die Destinationen nannte Ryanair nicht, übermittelte jedoch nachstehendes Statement: „Dies ist eine erste Ankündigung mit einer Auswahl der beliebtesten Winterrouten von Ryanair. Wir schlüsseln die Zahlen nicht nach Märkten oder Regionen auf, da diese Flugpläne nicht vollständig sind und in den kommenden Wochen/Monaten weitere Strecken hinzukommen werden. Die Verbindungen sind auf der Website Ryanair.com verfügbar.“ Mit anderen Worten: Ryanair weiß offenbar noch gar nicht wohin man im Winter 2021/22 tatsächlich fliegen wird und hütet sich lieber davor konkrete Ziele zu nennen. Nichts ist leichter als eine Route rasch von der eigenen Homepage zu löschen. Der Mitbewerber Wizz Air kündigte vor wenigen Tagen konkrete Routen an. Somit entsteht der nicht unbegründete Eindruck, dass der irische Lowcoster einfach „irgendwie“ nachziehen wollte. Wer bucht jetzt eigentlich für den Winter? Die berechtigte Folgefrage, die sich durchaus stellt: Warum sollten Passagiere genau jetzt Flugtickets für den Winter buchen, wenn noch nicht einmal ansatzweise klar ist, ob und wenn ja wie man Urlaube im Sommer 2021 verbringen kann? Anders ausgedrückt: Die Ankündigungen beider Anbieter dürften wohl eher Versuche sein ein paar wenige Vorausbuchungen bzw. die damit verbundenen Ticketgelder in die Kasse zu bekommen. Es ist aber nicht anzunehmen, dass die vergünstigten Flugscheine

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Lufthansa Cargo: Hinter den Kulissen knirscht es

Eigentlich sollten die Frachtflugzeuge des Typs McDonnell Douglas MD-11F schon längst die Flotte der Lufthansa Cargo verlassen haben, doch es kam anders. Mittlerweile fliegen nur noch vier Exemplare für den Frachtableger des Kranichs, jedoch noch ein wenig länger als zuletzt angekündigt. Im Vorjahr erklärte Lufthansa, dass die Dreistrahler bis Frühjahr 2021 ausgeflottet werden. Die Strategie wurde abermals geändert. Nun sagte ein Sprecher gegenüber Aero.de, dass die vier MD-11F noch bis Herbst 2021 in Betrieb bleiben. Kürzlich wurde mit der D-ALCI ein Exemplar in die Vereinigten Staaten von Amerika verkauft. Lufthansa ersetzt die Cargoflugzeuge des Typs McDonnell Douglas MD-11F seit einiger Zeit durch Boeing 777F. Insgesamt wurden zehn Exemplare bestellt. Unter dem Strich soll die Flotte verkleinert werden, was unweigerlich zum Abbau von Pilotenstellen führen wird. So hatte man im Vorjahr noch rund 475 Flugzeugführer, so will man in naher Zukunft nur noch 250 Piloten beschäftigen, berichtet Aero.de unter Berufung auf Unternehmenskreise. Lufthansa Cargo wollte diese Zahl nicht bestätigen und verweist auf laufende Verhandlungen. Aerologic ist ohne Tarifvertrag billiger Innerhalb der Kranich-Gruppe gibt es noch eine zweite Cargo-Airline: Aerologic, an der Lufthansa beteiligt ist. Diese unterliegt nicht dem Konzerntarifvertrag, weshalb dort die Lohnkosten aus Sicht des Arbeitgebers niedriger sind. Demnach fühlen sich einige Lufthansa-Cargo-Flugzeugführer regelrecht zur Schwestergesellschaft, bei niedrigeren Löhnen, abgeschoben. Vor der Corona-Pandemie war Lufthansa Cargo durchaus ein Sorgenkind, denn Jahr für Jahr ging das weltweite Frachtvolumen zurück. Das änderte sich im Vorjahr schlagartig, so dass selbst Passagierflugzeuge für den Transport von Masken, Schutzkitteln, Testkits und sonstiger medizinischer Güter herangezogen

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Wien: Mercedes geriet vor dem Terminal 3 in Flammen

Auf der Abflugebene vor dem Terminal 3 des Flughafens Wien-Schwechat geriet am Donnerstagabend ein Mercedes Vito aus noch ungeklärter Ursache in Brand. Das Fahrzeug gehört einem Parkplatzbetreiber, der auch Shuttledienste durchführt. Binnen weniger Momente geriet das Kraftfahrzeug in Vollbrand. Die Betriebsfeuerwehr der Flughafen Wien AG griff rasch ein und löschte den Brand. Durch den Zwischenfall wurde niemand verletzt, auch der Fahrer des Mercedes konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit können Fremdverschulden oder böse Absichten ausgeschlossen werden, es dürfte sich um einen technischen Defekt gehandelt haben. Flughafenchef Julian Jäger dankte auf Facebook der Betriebsfeuerwehr: „‘Brand aus!‘ Soeben hat unsere Feuerwehr-Mannschaft ein brennendes Auto direkt vor dem Terminal am Flughafen Wien – Vienna Airport gelöscht! Zum Glück wurde niemand verletzt. Danke an die Kolleginnen und Kollegen für das rasche Handeln!“.

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Paris: Regierung sagt CDG-Terminal 4 ab

Der Flughafen Paris-Charles de Gaulle wird zumindest vorläufig kein viertes Terminal bekommen. Das rund neun Milliarden Euro schwere Bauprojekt ist abgeblasen. Die französische Umweltministerin sagte gegenüber der Tageszeitung Le Monde, dass das Vorhaben „überholt“ ist. Die Regierung ist der Ansicht, dass sich das monströse Bauprojekt nicht mit den momentanen Klimazielen in Einklang bringen lässt. Das vierte Terminal hätte bis spätestens 2037 fertiggestellt werden sollen. Vor der Corona-Pandemie rechnete man mit stark steigendem Fluggastaufkommen, so dass Paris-Charle de Gaulle schon bald wieder an die Kapazitätsgrenze geraten wäre. Dem wollte man eben vorbeugen. Corona hat jedoch dazu geführt, dass der zweitgrößte Flughafen Europas Passagierzahlen hat, die in normalen Zeiten größere Regionalflughäfen haben. Langfristig rechnet man in Frankreich nicht damit, dass die Werte des Rekordjahres 2019 rasch wieder erreicht werden. Gleichzeitig will die Regierung die Gunst der Stunde nutzen und harte Klimaschutzauflagen durchsetzen. Dementsprechend erging an Aéroports de Paris der Auftrag, dass ein neues Zukunftskonzept zu entwerfen ist. In diesem sollen auch die Aspekte des Klimaschutzes eine große Rolle spielen. Insbesondere soll der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß stark reduziert werden. Seitens des Betreibers kommentierte man nüchtern, dass man die Entscheidung der französischen Regierung „zur Kenntnis nimmt“.

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Bombardier stellt Learjet-Produktion ein

Seit Jahrzehnten ist der Learjet ein fester Begriff als Privatjet. Nun ist Schluss, denn Bombardier wird im vierten Quartal 2021 die Produktion einstellen. Das Muster kam im Jahr 1963 auf den Markt und wurde ständig weiterentwickelt. Ausgeliefert wurden seither mehr als 3.000 Einheiten. Bombardier befindet sich im Bereich Aerospace schon seit einiger Zeit auf dem Rückzug. Die CSeries wurde an Airbus veräußerst, die Dash-Reihe landete bei Longview und tritt wieder als DHC auf und die CRJs landeten bei Mitsubishi. Verblieben ist bislang die Businessjet-Sparte. Mit der Einstellung des Learjet-Programms, das laut Bombardier zu wenig abwirft, verkleinert sich auch dieser Bereich erheblich. Die Aerospace-Abteilung des Konzerns hat nicht wirklich eine Tradition, sondern entstand aus einem Sammelsurium kleinerer Hersteller, die übernommen wurden. Genau so geschah es auch bei Learjet, denn das Unternehmen wurde im Jahr 1990 aufgekauft. Die Vorzeichen für dieses Muster sind seit einigen Jahren denkbar schlecht, denn Bombardier übernahm sich finanziell mit der CSeries, während sich die in die Jahre gekommenen Modelle CRJ und Dash-8 zu Ladenhütern entwickelten. Im Jahr 2015 wurde auch der Learjet 85 abgeblasen. Dies hatte zur Folge das rund 1.000 Mitarbeiter in den Werken Kansas und Querétaro abgebaut werden mussten. Auch kostete das abgesagte Muster den Konzern viel Geld. In Zukunft will man sich auf die anderen Businessjet-Muster konzentrieren. Bombardier-Chef Éric Martel zur Einstellung des Learjets: „Angesichts der zusehends herausfordernden Marktentwicklung haben wir diese schwierige Entscheidung getroffen“.

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