Jan Gruber

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Jan Gruber

Dublin: A319 von Air Moldova gerichtlich gepfändet

Auf dem Flughafen Dublin wurde am 9. Feber 2021 ein Airbus A319 der Air Moldova aufgrund eines Gerichtsbeschlusses beschlagnahmt. Das auf die Durchführung von ACMI- und Charterdienstleistungen spezialisierte rumänische Unternehmen Just Us Air hat den entsprechenden Antrag gestellt. Nach Angaben des irischen Gerichts geht es um Zahlungsrückstände in der Höhe von 4,2 Millionen Euro, die aus einer ACMI-Tätigkeit von Just Us Air für Air Moldova resultieren sollen. Der Gerichtsbeschluss erging bereits Anfang des Monats. Die zuständigen Behörden sollen laut lokalen Medien Vorkehrungen getroffen haben, dass die Pfändung ohne Öffentlichkeit und Medien vollzogen werden konnte. Die rumänische Just Us Air flog mit der YR-URS zwischen Mai und Oktober 2018 im Auftrag von Air Moldova. Kurz danach wurde der einstige Staatscarrier privatisiert und die Zusammenarbeit mit dem Wetlease-Partner endete. Aus diesem Auftrag sollen der Millionen-Euro-Betrag offen sein. Da alle anderen Versuche das Geld einbringlich zu machen keinen Erfolg hatten, wurde der Antrag auf Pfändung eines Flugzeuges gestellt. Carrier bestätigt die Pfändung Air Moldova bestätigte, dass auf dem Flughafen Dublin ein Airbus A319 gepfändet wurde. Die Schuld dafür sucht man in den Maßnahmen des Vorprivatisierungsmanagements. „Die Schulden entstanden aufgrund einer zweifelhaften Vereinbarung, die von den früheren Leitern der Fluggesellschaft geschlossen wurde. Flugbeschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie führten zu einem Mangel an Betriebskapital, was zur Aussetzung der Zahlungen für die angesammelten Schulden führte“, so ein Sprecher. Betroffen ist die ER-AXL, die am Dienstagabend aus Chisinau kommend in Dublin gelandet ist. Aufgrund der von einem Gericht angeordneten Pfändung befindet sich die Maschine weiterhin auf dem irischen

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Deutsche Regierung pocht auf „Protz-Terminal“ am BER

Die deutsche Bundesregierung braucht ein „repräsentatives Regierungsterminal“ am Flughafen Berlin-Brandenburg. Koste es was es wolle, es muss einfach her. Man hält am Bau dieser Super-VIP-Abfertigungsanlage eisern fest, geht aus einer Anfragebeantwortung im Bundestag hervor. Doch ähnlich wie beim „zivilen BER“ gibt es auch beim Regierungsterminal massive Bauverzögerungen. Dieses sollte eigentlich schon seit 2011 in Betrieb sein, doch wenn es um Flughäfen in Berlin geht, dann geht alles ein kleines bisschen langsamer. Zuletzt drängte auch die BER-Gesellschaft auf einen anderen Standort, denn man befürchtete Platzprobleme. Zunächst sah es auch danach aus als würde die Regierung auf ihren repräsentativen „Protzbau“, wie in Berlin gescherzt wird, verzichten. Projektkosten haben sich schon verdreifacht Nun hat man aber einen anderen Standort auserkoren und pocht wieder auf das Regierungsterminal. Zwar hat man für rund 70 Millionen Euro ein Interimsgebäude errichtet, doch das ist dem Bund einfach zu wenig. Man will ein repräsentatives Gebäude und keine Übergangslösung ala Tegel-C haben. Die ehemaligen Schönefeld-Gebäude, die Mitte Feber 2021 für voraussichtlich ein Jahr vom Netz gehen sollen, sind nun im Fokus der Regierung. Diese könnte man plattmachen und dort den „repräsentativen Bau“ errichten. Allerdings ist völlig unklar wie lange die BER-Gesellschaft am Terminal 5 festhalten wird. Wann die Regierung ihr Luxus-Gebäude errichten wird, hängt also davon ab wann die BER-Gesellschaft die alten Schönefeld-Terminals endgültig räumt. Im Jahr 2019 wurden für den Abriss und den Neubau schon 344 Millionen Euro im Bundesbudget eingeplant. Die geplanten Baukosten haben sich also seit Anfang der 2000er Jahre bereits verdreifacht. Baubeginn soll nun in

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Nürnberg: Ural Airlines fliegt 14 Tonnen Schnelltests ein

Mit einem Airbus A320neo brachte die russische Fluggesellschaft Ural Airlines rund 14 Tonnen Corona-Schnelltests von China nach Nürnberg. Eingesetzt wurde die VP-BOP, die eigentlich ein Passagierjet ist, jedoch aufgrund der erhöhten Cargo-Nachfrage auch als Frachter herangezogen wird. Laut Flughafen Nürnberg wurden die Antigen-Tests von einem fränkischen Hersteller und Anbieter von Medizintechnik bestellt. Der Airport betont in einer Aussendung, dass man trotz des geringen Passagieraufkommens rund um die Uhr betriebsbereit ist, damit wichtige Ambulanz-, Rettungs- und Frachtflüge für die Metropolregion Nürnberg durchgeführt werden können.

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Österreich: Brunner will „Stopp-Corona“-App für Reisen einsetzen

Österreichs Luftfahrt-Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) schlägt vor, dass die „Stopp-Corona-App“ künftig als Test- und Impfnachweis für Passagiere verwendet werden sollte. Dazu müsste diese entsprechend erweitert werden. Flughafen Wien und Reisebüros begrüßen den Vorschlag. Zu Beginn der Corona-Pandemie wollte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die umstrittene App sogar verpflichtend machen. Personen, die kein Smartphone haben, sollten einen speziellen Schlüsselanhänger bekommen. Aufgrund erheblicher Bedenken der Opposition verschwanden die Überlegung und die Smartphone App schnell wieder in der Schublade. Diese „Stopp Corona“-Applikation spielt schon lange keine Rolle mehr und ist genauso zahn- und wirkungslos wie die so genannte „Corona-Ampel“. Letztere hat nicht einmal mehr Symbolik und irgendwelche Konsequenzen aus der jeweiligen Farbe haben sich ohnehin noch nie ergeben. Beide „Rohrkrepierer“ der Regierung haben aber viel Steuergeld gekostet. Flughafen Wien sieht Vorschlag positiv Nun versucht man also die fast überhaupt nicht genutzte „Stopp-Corona“-App doch noch irgendwie zur Nutzung zu bringen und überlegt diese im Reiseverkehr als Impf- und Testnachweis einzusetzen. Komplett durchdacht scheint dies wieder einmal nicht zu sein, da es ein nationaler Alleingang ist. Die IATA hat bereits ein internationales Modell entwickelt, das von verschiedenen Staaten bereits fix oder aber probeweise eingesetzt wird. Die Idee der IATA ist simpel: International eine einzige App verwenden und keinen nationalen Flickenteppich, der unweigerlich zu Problemen führen wird. Wenn Passagiere für jeden Staat eine eigene Applikation, die noch dazu jeweils anders zu bedienen ist, herunterladen müssen, ist damit zu rechnen, dass viele damit überfordert sein werden. Dennoch ist der Vorstoß von Magnus Brunner, der wohl noch einiges an

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Regierung schickt Air Namibia in die Liquidation

Die Fluggesellschaft Air Namibia ist am Ende. Der Flugbetrieb wurde am Donnerstag eingestellt und laut Regierung soll das Unternehmen, das rund 75 Jahre lang in der Luft war, liquidiert werden. Betroffene Passagiere sollen sich für mögliche Erstattungsansprüche bei der Airline melden. Das staatliche Luftfahrtunternehmen beschäftigt derzeit 636 Mitarbeiter, die eine Abfindung erhalten sollen. Die Aussichten auf neue Jobs sind allerdings angesichts der momentanen Coronakrise nicht gerade rosig. Am Donnerstag wollen Vertreter von Air Namibia, der Gewerkschaft und der Regierung zusammentreffen und weitere Details der Liquidation besprechen. Hintergrund der Schließung ist, dass die Fluggesellschaft Anfang des Monats vor dem Höchstgericht Namibias einer Klage des Leasinggebers Challengair unterlegen ist. Verhandelt wurde über ausstehende Leasingraten für eine Boeing 767-300ER. Die Forderungen gehen bis in das Jahr 1998 zurück. Letztlich einigte man sich darauf, dass eine Summe in der Höhe von 9,9 Millionen Euro in Raten bezahlt wird. Die erste Teilzahlung in der Höhe von fünf Millionen Euro ist am 18. Feber 2021 fällig. Jedenfalls ist die Regierung mit dieser Entscheidung nicht einverstanden und da die staatliche Air Namibia ohnehin finanziell angeschlagen ist, entschied man sich für die Liquidation. Finanzminister Ipumbu Shiimi bezifferte den Kapitalbedarf mit rund 461,6 Millionen U.S.-Dollar. Diese Summe will man den Steuerzahlern nicht zumuten. Die Flotte von Air Nambia bestand zuletzt aus drei Airbus A319, zwei A330-200, vier Embraer 135 und einer inaktiven Boeing 737-500. Die Langstreckenjets werden von Castlelake geleast. Ein Airbus A319 wird von Deucalion Aviation Funds geleast. Die anderen Maschinen befinden sich im Eigentum der Fluggesellschaft.

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Adria Airways: Markenrechte für nur 33.000 Euro verkauft

Nach mehreren Anläufen ist des dem Insolvenzverwalter gelungen die Marke Adria Airways zu verkaufen. Der Erlös ist aber nicht sonderlich hoch, denn laut offizieller Mitteilung wurden nur 33.000 Euro eingenommen. Ziemlich wenig für ein einst stolzes Brand. Doch gerade der Ruf, den Adria Airways in den letzten Jahren der Existenz genossen hat, dürfte sich äußerst negativ auf den Kaufpreis der Markenrechte ausgewirkt haben. Der Pleite-Carrier und der mittlerweile in der Versenkung verschwundene deutsche Eigentümer sorgten regelmäßig für negative Schlagzeilen. Daher ist es auch gar nicht verwunderlich, dass der Insolvenzverwalter gleich mehrere Anläufe unternehmen musste, um einen Käufer für das Brand zu finden. Das Mindestgebot wurde wiederholt abgesenkt und nun schlug ein nicht näher genannter Bieter zum Preis von 33.000 Euro zu. Der zuletzt abermals reduzierte Rufpreis war 10.000 Euro. Vor der letzten Reduktion erhielt man übrigens überhaupt keine Gebote.

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Klagenfurt: Pattsituation zwischen öffentlicher Hand und Investor

Der Mehrheitseigentümer des Klagenfurter Flughafens, Lilihill Group, wollte die Anteile aufstocken und befand sich dazu mit der Stadt Klagenfurt und dem Land Kärnten in Verhandlungen. Nun sollen diese zumindest vorläufig gescheitert sein, berichtet der Österreichische Rundfunk unter Berufung auf Verhandlerkreise. Offiziell bestätigen will die Berichterstattung des ORF (noch) niemand, allerdings gelten die Fronten zwischen öffentlicher Hand und dem privaten Investor bereits seit einiger Zeit als verhärtet. Lilihill kündigte vor etwa 1,5 Jahren große Investitionen, die auch den Neubau des Terminals vorgesehen haben, doch umgesetzt wurde nicht viel. Zwei in die Jahre gekommene Hangars wurden aus statischen Gründen dem Erdboden gleich gemacht und ein ehemaliger Laudamotion-Manager wurde für das Airline-Marketing angestellt. Bereits vor der Corona-Pandemie war in Klagenfurt nicht sonderlich viel los. Ganzjährig wurden nur die Ziele Köln/Bonn und Wien bedient. Temporär gab es immer wieder saisonale Linien- und Charterstrecken, doch ansonsten war es ruhig an Kärntens Flughafen. Die Krise führte nun dazu, dass der Airport erneut überhaupt keine regelmäßigen Flüge hat und abermals die Betriebszeiten, auf die beispielsweise die General Aviation angewiesen ist, stark ausgedünnt hat. Zukunft der Wien-Anbindung offen Die Rückkehr von Eurowings gilt als nicht gefährdet, jedoch sieht es im Fall der Austrian Airlines ein wenig anders aus. Die österreichische Lufthansa-Tochter wird mit Ende März 2021 den Betrieb des einzigen Turboprop-Musters, DHC Dash 8-400, beenden. Das kleinste Muster wird dann der Embraer 195 sein. Die Kosten für den Einsatz des Regionaljets auf dieser Ultrakurzstrecke liegen deutlich über jenen der Dash. Dass die Nachfrage auf Klagenfurt-Wien in den letzten

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Frankfurt: ANA legt Sonderflüge nach Nagoya auf

Die japanische Fluggesellschaft ANA wird im März 2021 zwei Rotationen zwischen Nagoya und Frankfurt am Main durchführen. Zielgruppe sind im Ausland arbeitende oder studierende Japaner, denn die Einreise- und Quarantänebestimmungen sind hart. Der Flug NH 1916 wird für den 14. und den 21. März 2021 angeboten. Zum Einsatz kommt dafür eine Boeing 777-300. Der Flug startet in Frankfurt um 18:00 Uhr und erreicht den Flughafen Chubu bei Nagoya um 13:30 Uhr des Folgetages. Weiters konnten für die Monate Februar und März 2021 zusätzliche Flüge aufgelegt werden. Das Angebot wird auf Flügen von Tokio nach Bangkok und Manila ausgebaut und um einzelne weitere Flugverbindungen vornehmlich in die Chubu-Region ergänzt. Zum Beispiel ab Los Angeles, San Francisco, Chicago – und eben aus Frankfurt.

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Jänner 2021: 86 Prozent weniger Reisende in Zürich

Der Flughafen Zürich-Kloten wurde im Jänner 2021 von 287.767 Passagieren genutzt. Damit verzeichnete der größte Airport der Schweiz im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat einen Rückgang von 86 Prozent. Die Anzahl der lokalen Fluggäste sank im Jänner 2021 um 84,5 Prozent auf 229.080 Reisende. Der Anteil der Umsteigepassagiere lag bei 19,7 Prozent (-11.4 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr) und die Zahl der Umsteiger sank um 91,6 Prozent auf 56.342. Gezählt wurden auch um 73 Prozent weniger Flugbewegungen. Durchgeführt wurden 5.553 Starts oder Landungen. Die durchschnittliche Auslastung der Maschinen lag mit 79,4 Reisenden um 34,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Ladefaktor verschlechterte sich um 26,3 Prozentpunkte auf 45,6 Prozent. Insgesamt wurden am Flughafen Zürich im Jänner 23.685 Tonnen Fracht abgewickelt. Das entspricht einem Rückgang von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

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Delhi: Lufthansa setzt 103 Flugbegleiter vor die Tür

Die Lufthansa-Crew-Basis in der indischen Hauptstadt Delhi soll defacto geschlossen werden. Der Carrier wird die Verträge mit den meisten dort stationierten Flugbegleitern auflösen. Jene, die bleiben können, sollen Lohnkürzungen einwilligen. Der Kranich-Konzern erklärt dazu gegenüber Aviation Direct: „Aufgrund der schwerwiegenden finanziellen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie bleibt Lufthansa keine andere Wahl als die Fluggesellschaft umzustrukturieren. Dies umfasst personalbezogene Maßnahmen in Deutschland und Europa sowie in wichtigen internationalen Märkten wie Indien.“ Betroffen sind 103 Flugbegleiter, die über befristete Arbeitsverträge verfügen. Jene 32, die unbefristete Kontrakte in den Händen halten, sollen weiterhin beschäftigt werden. Allerdings will Lufthansa an der Lohnschraube drehen, um die Kosten weiter senken zu können. In einem Aviation Direct vorliegenden Rundschreiben schiebt man der Gewerkschaft die Schuld in die Schuhe. So habe man sich mit den Arbeitnehmervertretern darauf geeinigt, dass alle Flugbegleiter für zwei Jahre auf unbezahlten Urlaub geschickt werden, jedoch Lufthansa weiterhin die Sozialversicherungsbeiträge bezahlt hätte. Freiwillige Austritte hätte man mit Abfindungen „belohnt“. Gewerkschaft pochte auf Jobgarantie Die Gewerkschaft dürfte sich dabei aber nicht wirklich mit den Flugbegleitern abgesprochen haben, denn aus dem vorliegenden Rundschreiben geht weiters hervor, dass es Lufthansa „bedauert“, dass die „Gewerkschaft die geleistete Unterschrift am 31. Dezember 2020 zurückgezogen hat“. Anschließende Verhandlungen brachten kein Ziel, denn die Arbeitnehmervertreter pochten auf eine Beschäftigungsgarantie bis mindestens Ende 2024. Lufthansa geht in Indien wie Ryanair vor und setzt fast alle in Delhi stationierten Flugbegleiter vor die Tür. Für die Beschäftigten soll der unbezahlte Urlaub unannehmbar sein, denn während diesem gibt es kein Einkommen. Delhi ist nicht die einzige Crew-Base

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