Jan Gruber

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Jan Gruber

Mallorca: Deutsche Reiseveranstalter in Goldgräber-Stimmung

Deutschland hebt die Reisewarnungen für die Azoren und Balearen auf. Nun herrscht unter den Veranstaltern eine regelrechte Goldgräberstimmung, denn die Hoffnung auf kurzfristige Buchungen für die Osterferien ist durchaus groß. Die Angelegenheit hat aber einen großen Haken: Spanien und Portugal verlangen weiterhin Testnachweise. Nur weil Deutschland künftig von den Azoren oder Balearen kommend ohne Tests und Quarantäne einreisen lässt, heißt das noch lange nicht, dass Spanien und Portugal bei deutscher Kundschaft darauf verzichten. Dieses kleine Detail will DER-Touristik mittels kostenloser PCR-Tests für die eigenen Kunden vereinfachen. Andere Veranstalter, beispielsweise FTI, fahren nun Sonderaktionen, die bei Osterbuchungen, die bis inklusive Montag getätigt werden, einen Rabatt von etwa 150 Euro gewähren wollen. Über günstige Preise will man die Deutschen zu Urlauben auf Mallorca und Co animieren. Branchenrise Tui zieht den geplanten Palma-Start sogar um eine Woche auf den 21. März 2021 vor und rührt kräftig die Werbetrommel für Osterbuchungen. Somit ist mit zahlreichen kurzfristigen Angeboten für Osterurlaube auf den Balearen und Azoren zu rechnen. Reisenden wird dringend geraten, dass diese sich nicht nur über die Bestimmungen bei der Rückkunft nach Deutschland, sondern auch über die Einreisebestimmungen des Ziellands, beispielsweise Spanien und Portugal informieren. Die Vorlage negativer PCR-Tests kann erforderlich sein, manche Gebiete verlangen zusätzlich eine Quarantäne. Daher ist das Einholen verbindlicher Informationen von offiziellen Stellen der jeweiligen Staaten dringend angeraten. Achtung: Die Regeln können sich kurzfristig ändern.

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Deutschland hebt Reisewarnungen für Azoren und Balearen auf

Darauf haben viele Airlines und Reiseveranstalter, die ab Deutschland tätig sind gewartet: Ab Sonntag betrachtet die Bundesrepublik sowohl die Balearen als auch die Azoren nicht mehr als Risikogebiet. Das hat zur Folge, dass bei der Rückkunft weder Test noch Quarantäne erforderlich sind. Nun hoffen viele Tour Operators auf einen Buchungsschub für die Osterferien. Die Sache hat allerdings einen großen Haken: Die Einreise nach Portugal und Spanien unterliegt weiterhin der Vorlagepflicht negativer PCR-Befunde und kann in manchen Regionen auch eine Quarantänepflicht nach sich ziehen. Somit ist die Freude ein wenig getrübt. Bemerkenswert ist, dass viele Reiseveranstalter offenbar davon ausgehen, dass sich die Kundschaft wesentlich mehr für die Bestimmungen bei der Rückkehr in die Bundesrepublik interessiert als für die Voraussetzungen, um überhaupt in das Urlaubsland einreisen zu dürfen. Daher gilt es eindringlich darauf hinzuweisen, dass in der Corona-Pandemie auf beiden Seiten der jeweiligen Grenze Auflagen und Bestimmungen zu beachten sind. Die Bundesrepublik wird von äußerst vielen Staaten als Hochrisikogebiet betrachtet. „Die Aufhebung der Reisewarnungen ist die logische Konsequenz aus den deutlich gesunkenen Inzidenzen, die beispielsweise auf Mallorca bereits seit Wochen unter 50 und derzeit bei 21 liegen“, so DRV-Präsident Norbert Fiebig in einer ersten Reaktion. „Das ermöglicht an Ostern wieder Reisen in verschiedene Regionen Spaniens und Portugals“.

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Kanaren-Kündigungen: Gericht wirft Ryanair-Management „Bösartigkeit“ vor

Die Ryanair Group kassierte in Spanien eine heftige „Watschn“ vom Nationalen Gerichtshof: Der Carrier hat laut Urteil das auf Gran Canaria, Lanzarote und Teneriffa stationierte Personal unrechtmäßig gekündigt und spanisches Arbeitsrecht missachtet. Das hat zur Folge, dass nun eine für den Konzern äußerst kostspielige finanzielle Entschädigung der Mitarbeiter angeordnet wurde. Über viele Jahre hinweg flog Ryanair mit dem „One-Company-Konzept“ sehr gut. Das heißt, dass alle FR-Flüge auch tatsächlich von der irischen Ryanair durchgeführt wurden. Davon ausgenommen waren seltene Wetleases, bei denen externe Airlines temporär angeheuert wurden. Das kam aber nur selten vor und überbrückte zumeist den Ausfall von Maschinen oder aber Lieferverzögerungen von Boeing. Die von Michael O’Leary geleitete Firmengruppe bekam in den letzten Jahren zunehmend zu spüren, dass der Kurs die Gewerkschaften komplett zu ignorieren nicht mehr haltbar ist. Man kann durchaus davon sprechen, dass sich die Hartnäckigkeit der Arbeitnehmervertreter ausgezahlt hat, denn auch O’Leary musste sich eingestehen, dass der bisherige Weg nicht mehr haltbar ist. Aus „One Company“ wurden mehrere Airlines Also wurde ein „Plan B“ gewählt. Polen diente als eine Art „Versuchsträger“, denn Ryanair Sun (heute als Buzz bekannt) wurde explizit als Charterableger gegründet. Gebetsmühlenartig betonte das Management des irischen Lowcosters, dass man nur den polnischen Chartermarkt abgrasen wolle. Brancheninsider hatten daran von Anfang an Zweifel und die Skepsis war angebracht: Schon bald wurde das polnische Ryanair-Personal vor die Wahl gestellt: Entweder zu schlechteren Konditionen zu Buzz wechseln oder keinen Arbeitsplatz mehr haben. Die Anstellung erfolgt übrigens in den meisten Fällen über die Leiharbeitsfirma Warsaw Aviation. Doch

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Kommentar: AstraZeneca-Probleme bringen Urlaube ins Wanken

Der Impfstoff von AstraZeneca schafft es einfach nicht aus den Negativ-Schlagzeilen heraus: Mehrere EU-Länder haben einen zumindest temporären Stopp verkündet. Ausschlaggebend dafür waren Todesfälle und die Bildung von Blutgerinseln. Ob dieser auf das besagte Vakzin zurückzuführen ist, muss noch wissenschaftlich analysiert werden. Die Europäische Union hat von AstraZeneca besonders viel Impfstoff bestellt und das mit dem gegenüber den mRNA-Vakzinen einfacheren Lagerung begründet. Unter vorgehaltener Hand äußerten sich aber viele Mediziner dahingehend, dass der vergleichsweise billige Preis eher den Ausschlag gegeben haben könnte. Fakt ist aber, dass das umstrittene Vakzin von AstraZeneca das Rückgrat der Impfstrategie der EU bildet. Im Hinblick darauf, dass sich bereits abzeichnet, dass Personen, die gegen Covid-19 geimpft sind, Reiseerleichterungen erhalten werden, könnten die nunmehr öffentlich gewordenen Stopps der Verabreicherung in verschiedenen Ländern auch Auswirkungen darauf haben. Tatsache ist, dass jeder Tag, der weiter vertrödelt wird, dazu führt, dass weniger Menschen bis Ende Juni 2021 geimpft werden können. Somit ist die Kritik, dass der von Sebastian Kurz (ÖVP) forcierte „Green Pass“ eine Art Seniorenausweis werden könnte, durchaus berechtigt. Sieht man von jüngeren Personen ab, die absolut berechtigt Vorrang gegenüber der Allgemeinbevölkerung haben, weil sie an vorderster „Corona-Front“ anderen Menschen helfen oder aber den Alltag unter ständigem Ansteckungsrisiko aufrechterhalten, könnte es für das „normale Volk“ richtig knapp werden. Kurz‘ Ketchup-Flasche kommt zu spät Logisch ist, dass jene Menschen, die aufgrund ihrer Berufe jenen, die an Covid-19 erkankt sind, helfen, schlichtweg Vorrang haben müssen. Eine andere Vorgehensweise wäre sonst das Sägen am eigenen Stuhlbein. Auch ist es berechtigt, dass

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Speisekarte ist da: AUA startet Paid-Catering am 18. März 2021

Für ein Schnitzel mit Bier bittet Austrian Airlines ab 18. März 2021 mit 14 Euro zur Kasse. Alkoholfreie Getränke werden zwischen drei und fünf Euro kosten, geht aus der am Freitag von der Airline veröffentlichten Speisekarte hervor. Swiss, Lufthansa und Austrian Airlines stellen in Kürze in der Economy-Class auf Paid-Catering um. Die AUA macht am 18. März 2021 den Auftakt. Der firmeninterne Aufstand der Flugbegleiter hat offenbar Wirkung gezeigt. Im Gegensatz zur ursprünglichen Ankündigung wird es nun doch – genau wie bei den beiden Konzernschwestern – kostenfreies Waser geben. Dies wollte man aufgrund negativer Erfahrungen, die Austrian Airlines in der ersten Paid-Catering-Phase Anfang der 2000er Jahre gemacht hat, nicht ohne Bezahlung „hergeben“. Doch nun gibt es eine Kehrwende, so dass Wasser und ein Stück Schokolade kostenfrei bleiben. Die Einführung des Paid-Caterings in der Economy-Class hat keine Auswirkungen auf die Business. Laut AUA wird sich in dieser Beförderungsklasse nichts ändern. Auf Flügen mit einer Flugzeit von über drei Stunden bleibt das aktuelle Service der Economy Class ebenfalls unverändert. Dies gilt auch für Austrian Airlines Fluggäste auf Austrian Holidays Charterflügen (erkennbar an der vierstelligen Flugnummer beginnend mit 2 oder 9, z.B. OS9103 nach Rhodos). Die neue Speisekarte der AUA kann unter diesem Link im PDF-Format heruntergeladen werden.

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EMA: Grünes Licht für Vakzin von Johnson & Johnson

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA gab am Donnerstag erwartungsgemäß grünes Licht für die Zulassung des Covid-Impfstoffs des U.S.-amerikanischen Herstellers Johnson & Johnson. Nun liegt der Ball bei der EU-Kommission, deren Zustimmung jedoch als reine Formsache gilt. Im Gegensatz zu den Vakzinen der Mitbewerber Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca ist nur eine Dosis erforderlich. Auch soll das Produkt von Johnson & Johnson im Handling einfacher sein, da es bei Kühlschranktemperatur gelagert werden kann. Laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat Österreich 2,5 Millionen Dosen bestellt. Die Wirksamkeit des Vakzins soll bei etwa 66 Prozent liegen und zu 85 Prozent gegen schwere Verläufe schützen. Damit liegt es unter den offiziellen Angaben der mitbewerbenden Produkte von Pfizer und Moderna. Entwickelt wurde der nun von der EMA zur Zulassung empfohlene Impfstoff in Belgien. EU hat 200 Millionen Dosen bestellt Die EU-Kommission hat insgesamt 200 Impfdosen bei Johnson & Johnson bestellt. Davon sollen etwa 55 Millionen Stück im zweiten Quartal des Jahres 2021 ausgeliefert werden. Doch mittlerweile gibt es erhebliche Zweifel, dass die Zusage diese Menge bis Ende Juni 2021 tatsächlich liefern zu können eingehalten werden kann. Bis zum Eintreffen der ersten Dosen in Österreich und Deutschland werden noch ein paar Wochen vergehen. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass für den russischen Covid-Impfstoff Sputnik V eine EMA-Zulassung beantragt wurde. Aufgrund einer nationalen Notfallzulassung ist Ungarn das derzeit einzige EU-Land, das dieses Vakzin bereits einsetzt. Immer mehr EU-Staaten, darunter auch Österreich, drängen auf die Zulassung von Sputnik V.

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Einreise: Heathrow-Passagiere müssen sechs Stunden warten

Der Brexit, die Corona-Pandemie und die Notwendigkeit eine geballte Ladung Bürokratie manuell zu kontrollieren, führt derzeit bei der Einreise am Flughafen London-Heathrow zu Wartezeiten von bis zu sechs Stunden. Das Passagieraufkommen ist aber äußerst überschaubar, weshalb sich Airport-Chefin Emma Gilthorpe ernsthaft besorgt zeigt. Vor dem Innenausschuss des Parlaments forderte die Managerin mit Nachdruck, dass die Regierugn mehr Beamte für die Kontrollen einsetzen solle. Sie verwies darauf, dass häufig nur wenige Schalter besetzt sind und die Passagiere zum Teil zwischen drei und sechs Stunden auf ihre Einreise warten müssen. In Zeiten von Corona klingt dies fast unglaublich. Bedenkt man, dass Heathrow derzeit nur etwa zehn Prozent des üblichen Verkehrs hat, kommen die langen Wartezeiten aus Sicht der Flughafenleitung einem Schildbürgerstreich gleich. Gilthorpe warnte auch dafür, dass Passagiere künftig andere Airports für die Einreise nutzen könnten, da sich die Zustände herumsprechen würden und niemand in Zeiten von Corona so dermaßen lange auf die Einreise warten möchte.

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Handgepäck: Balearen eröffnen Verfahren gegen Ryanair

Die Konsumentenschutzbehörde der Balearen hat ein offizielles Verfahren gegen die Billigfluggesellschaft Ryanair eröffnet. Gegenstand der Untersuchung ist die seit 1. November 2018 gültige Regelung für das Handgepäck. Der Carrier gestattet kostenfrei nur die Mitnahme einer kleinen Tasche, die nicht größer als 40x20x25 Zentimeter sein darf. FACUA, eine spanische Konsumentenschutzorganisation, brachte zahlreiche Beschwerden bei verschiedenen Behörden ein. Eigenen Angaben nach sollen bislang nur die Balearen reagiert haben. Argumentiert wird, dass die Regelung von Ryanair gegen verschiedene spanische Gesetze sowie Regulative der Region der Balearen verstoßen würde. Die Regionalregierung forderte Ryanair nun zur Stellungnahme auf. Anschließend will man die Entscheidung verkünden. Fällt diese zu Ungunsten des Billigfliegers aus, so kann dieser ein Rechtsmittel ergreifen und der Fall würde vor Gericht landen. Ryanair handelte sich in Italien ähnlichen Ärger ein und kassierte eine saftige Geldstrafe, gegen die gerichtlich vorgegangen wird. Final ist noch nicht entschieden.

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SAF-Quoten: Billigflieger wollen Langstrecke einbeziehen

Unter anderem die Fluggesellschaften Ryanair, Easyjet, Wizzair, Loganair und Jet2 fordern in einem gemeinsamen Brief an die EU-Kommission, dass nicht nur Kurzstreckenflüge von der Nutzungsverpflichtung für nachhaltige Treibstoffe erfasst werden sollen, sondern auch die Long Haul. Man sieht im derzeitigen Vorgehen der EU-Kommission nicht nur eine Wettbewerbsverzerrung, sondern auch die Gefahr, dass die Dekarbonisierung ad-absurdum geführt werde. Die unterzeichnenden Fluggesellschaften verweisen darauf, dass der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß auf der Long Haul wesentlich größer sein soll. Daher sollte auch dieses Segment von den so genannten SAF-Quoten erfasst werden. „Es gibt keine Logik, Langstreckenflüge von den SAF-Nutzungsverpflichtungen auszuschließen, da dies die einzige Möglichkeit ist, den Kohlenstoffausstoß zu reduzieren“, wird Ryanair-Konzernchef Michael O’Leary in einer Aussendung zitiert. Ob der Vorstoß der Billigfluggesellschaften in Brüssel Erfolg haben wird, das gilt es abzuwarten.

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ATR: Nur 10 Flugzeuge in einem Jahr ausgeliefert

Das Jahr 2020 war für den Flugzeugbauer ATR wohl definitiv ein „Seuchenjahr“. Das Joint-Venture von Airbus und Leonardo konnte nur sechs Neubestellungen an Land ziehen. Auch wurden nur zehn Maschinen an Kunden übergeben, geht aus dem Geschäftsbericht von Leonardo hervor. Beim Mitbewerber de Havilland Aircraft of Canada ist es ebenfalls nicht sonderlich erfolgreich gelaufen. Dieser Hersteller kündigte gar die zumindest temporäre Einstellung der Produktion der Dash 8-400 an. Grund dafür ist, dass man keine Neubestellungen mehr hat. Das Backlog wird noch abgearbeitet und dann werden die Pforten in Toronto auf unbestimmte Zeit schließen. ATR war eher damit konfrontiert, dass die Kunden ihre Bestellungen zunächst aufschieben wollten. Allerdings konnte man zunehmend im Frachtbereich stärker werden, denn beispielsweise an FedEx konnte man 50 ATR72-600F verkaufen. Die Auslieferungen laufen bereits seit Ende 2020. Dieses Segment will der europäische Hersteller heuer stärker forcieren.

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