Jan Gruber

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Jan Gruber

China greift nach Air Serbia

Dass Etihad Airways bei Air Serbia “raus” will, ist seit dem Kollaps der „Etihad-Partners-Allianz“ ein offenes Geheimnis. Der Staatscarrier aus Abu Dhabi schaffte bereits erste Fakten, denn die Belgrad-Strecke wird eingestellt und das Codeshareabkommen wurde ebenfalls aufgekündigt. Nun hat China ein Auge auf Air Serbia geworden. Laut serbischen Medienberichten soll sich eine Beteiligungsgesellschaft der chinesischen Regierung in Verhandlungen mit Etihad Airways, aber auch mit der serbischen Staatsführung, befinden. Ziel dieser ist es, dass der 49-prozentige Anteil, den momentan der Carrier aus Abu Dhabi hält, verkauft wird. In Serbien hat man hohe Erwartungen an den Einstieg der Chinesen, denn man hofft insbesondere auf verstärkten Incoming-Tourismus. Selbstredend denkt man langfristig und meint dabei die Zeit nach der Corona-Pandemie. Derzeit ist die Informationslage ein wenig verworren, denn ist die Rede davon, dass die Beteiligung entweder seitens einer staatlichen Holding, der wiederum einer der drei staatlichen Airlines Chinas gekauft werden könnte oder aber dass sich eine der drei Fluggesellschaften direkt beteiligt. Sofern die Verhandlungen zu einem positiven Abschluss kommen, so soll Air Serbia künftig mit einer chinesischen Fluggesellschaft kooperieren. Diese soll im Grunde das, das bislang von Etihad Airways mehr oder weniger halbherzig erbracht wurde, in verbessertem Umfang erbringen. Auch erhofft man sich in Serbien den Zugriff auf neues Fluggerät. In China denkt man auch darüber nach, dass Air Serbia mit Maschinen aus chinesischer Produktion ausgerüstet werden könnte. So schafft man sich Präsenz auf dem europäischen Markt. Die weitere Entwicklung bleibt allerdings abzuwarten, da die Verhandlungen noch in einem sehr frühen Stadium sind.

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Deutschland: UK-Passagiere müssen in Transitbereichen ausharren

In Deutschland sorgt die Behandlung von Passagieren, die am Sonntag vom Vereinigten Königreich in die Bundesrepublik geflogen sind, für Aufsehen. Diese werden in den Transitbereichen der jeweiligen Airports abgesondert und mussten die Nacht auf Feldbetten verbringen, weil angeblich keine Hotelzimmer zur Verfügung standen. Zuvor kursierte die Information, dass Reisende mit deutschem Pass normal einreisen können, alle anderen jedoch nach einem verpflichtenden PCR-Test bis zum Vorliegen des Befunds im Transitbereich ausharren müssen. Mittlerweile häufen sich Betroffenenberichte, dass auch Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft „festgehalten“ werden. Mehrere Passagiere berichten übereinstimmend, dass ihnen gesagt wurde, dass die Auswertung des Tests mehrere Tage, mindestens aber 24 Stunden dauern kann und bis zum Vorliegen eines negativen Befunds die Einreise nicht möglich ist. Theoretisch ist aber die Ausreise in ein anderes Land möglich. So sollen einige Personen wieder freiwillig ins Vereinigte Königreich zurückgeflogen sein, sofern es überhaupt noch Flüge gab, was nicht an jedem betroffenen Airport in Deutschland der Fall war. Dennoch: Die Kritik an der Vorgehensweise der deutschen Behörden ist enorm. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen kündigte gar an, dass die gerichtlich gekippte Einreiseverordnung ungeachtet des Urteils wieder vollzogen wird. Grund für das Vorgehen an den deutschen Flughäfen ist, dass die Gesundheitsbehörden große Sorge haben, dass sich die im Vereinigten Königreich festgestellte Mutation des Coronavirus in der Bundesrepublik Deutschland ausbreitet. Daher will man nur Personen mit negativem Testergebnis einreisen lassen und die PCR-Abstriche nimmt man selbst. Die Zustände an manchen deutschen Flughäfen sollen aber menschenunwürdig sein, denn die Passagiere schlafen in abgetrennten Teilen der Transitbereiche der Airports auf

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Kurz: „Kostenlose Antigen-Tests für den Urlaub“

Am Freitag verkündete Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) einen neuerlichen Lockdown für die Alpenrepublik. Diesen wird man gegen Ende durch „Freitesten“ verlassen können. Dazu will die Regierung in Kooperation mit den Ländern und dem Bundesheer aufbauen eine engmaschige Testinfrastruktur. Eine Aussage des Politikers ist allerdings verwunderlich, denn er hob hervor, dass man dort künftig auch Testungen für Reisen machen lassen kann. „Jeder wird überall in der Nähe eine Teststation haben, wo man sich kostenfrei testen lassen kann. Viele Länder verlangen für die Einreise ein negatives Testergebnis und man kann sich vor einer Reise dann kostenlos ganz in der Nähe testen lassen“, so Kurz während einer Pressekonferenz. „Wenn man also einen für in den Urlaub fliegen braucht, kann man den schnell und gratis bekommen.“ Bislang propagierte Österreichs Regierung stets, dass nicht notwendige Auslandsreisen unterlassen werden sollen. Ein Verbot hierfür gab es nie, jedoch kommen die beiderseitigen Einreise- und Quarantänebestimmungen bei vielen potentiellen Zielen einem „Defacto-Verbot“ gleich. Die Aussage des Sebastian Kurz, dass die künftigen Testmöglichkeiten auch kostenlos vor Urlaubsreisen in Anspruch genommen werden können, um im Zielland Einreiseerleichterungen zu bekommen, ist daher eine 180-Grad-Kehrtwende seiner bisherigen Äußerungen. Die Angelegenheit hat dennoch einen Haken: Die Regierung beabsichtigt Antigen-Schnelltests durchzuführen. Zwar anerkennt Österreich seit 19. Dezember 2020 die Ergebnisse dieses Testtypus für die Einreise in die Alpenrepublik, jedoch pocht die überwiegende Mehrheit der Staaten weiterhin auf negative PCR-Befunde. Das hat zur Folge, dass die Antigen-Ergebnisse für Reisende wertlos sind, wenn der Zielstaat auf PCR pocht. Auch gilt es zu erwähnen, dass viele Länder

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NOTAM: Österreich bannt UK-Flüge seit Sonntagabend

Am Sonntag um 22 Uhr 42 gab Österreich ein so genanntes NOTAM an Fluggesellschaften und Piloten heraus. In diesem wurden Passagierflüge, die im Vereinigten Königreich abheben, mit sofortiger Wirkung untersagt. Mit wenigen Ausnahmen dürfen diese nicht mehr in Österreich landen. Fracht- und Ambulanzflüge bleiben weiterhin erlaubt. Passagiere dürfen auch im Rahmen von Repatriation-Flights nach Österreich befördert werden. Das österreichische BMK kann auf Antrag der Airline oder des Piloten Ausnahmen bewilligen, die jedoch mindestens 72 Stunden vor der geplanten Landung beantragt werden müssen Nähere Einzelheiten im NOTAM: “A3587/20 – COVID-19 / SARS-COV-2: FLIGHT RESTRICTIONS. 0) CHANGE-LOG 0.1) EFFECTIVE FROM 22.12.2020 00:00 CET. 1) ACCORDING TO PARA 25 EPIDEMIC ACT 1950 FLIGHTS FROM 1. UNITED KINGDOM ARE PROHIBITED TO LAND AT FIR LOVV.. 2) EXEMPTED ARE: FLIGHTS IN THE INTEREST OF THE REPUBLIC OF AUSTRIA, CARGO FLIGHTS, EMERGENCY FLIGHTS, AMBULANCE FLIGHTS, FERRY FLIGHTS, REPATRIATION FLIGHTS, FLIGHTS TO TRANSPORT SEASONAL WORKERS IN THE AGRICULTURAL OR FORESTRY SECTOR AS WELL AS NURSING AND HEALTH PERSONNEL.. 3) INQUIRIES REGARDING EXEMPTIONS PPR 72 HOURS BEFORE ETD AT AACCC(AT)BMK.GV.AT.. 4) EXEMPTIONS TO THIS PROHIBITATION OF LANDINGS DO NOT RELEASE PAX FROM ANY ENTRY REQUIREMENTS. 20 DEC 22:42 2020 UNTIL 01 JAN 23:59 2021. CREATED: 20 DEC 22:43 2020”

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Swiss transportierte 14 Tonnen Impfstoff nach Brasilien

Unter der Flugnummer LX96 transportierte die Frachtabteilung von Swiss am Freitag rund 14 Tonnen Covid-19-Impfstoff von Zürich nach São Paulo. Die Maschine hob am Abend des 17. Dezember 2020 in der Schweiz ab. Zuvor war die Lieferung von Peking nach Zürich befördert worden. Die Spezialsendung wurde in zehn Envirotainer RAP-e2 Containern transportiert, welche die Temperatur während des Fluges konstant im Bereich von 2-8 Grad Celsius gekühlt hielten. Zusammen mit dem Speditionspartner PGL Brazil führte Swiss WorldCargo den Transport im Auftrag des brasilianischen Butantan-Instituts durch. Bei der Ankunft wurde das Flugzeug von mehreren prominenten Regierungsvertretern begrüsst, darunter der Gouverneur von São Paulo, Herr João Doria. Die gesamte Sendung enthielt fast 2 Millionen Dosen COVID-19-Impfstoff.

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Niederlande bannen UK-Flüge

Nachdem im Vereinigten Königreich eine neue Mutation des Coronavirus festgestellt wurde, verhängten die Niederlande einen Bann für Passagierflüge. Dieses gilt bis vorläufig 1. Jänner 2020 und soll verhindern, dass die Mutation vom Inselstaat aufs Festland „importiert“ wird. Der Flugverkehr, ausgenommen Frachtflüge, wird auf Empfehlung des Instituts für Gesundheit und Umwelt vorläufig ausgesetzt. Die Regierung fasste diesen Beschluss kurzfristig. Laut offizieller Mitteilung habe man die nun in UK beschriebene Variante des Virus bereits Anfang dieses Monats auch in den Niederlanden festgestellt. Den Fall wird man weitergehend untersuchen. Die Behörden des Vereinigten Königreichs haben eine neue Mutation des Coronavirus entdeckt, die ersten Erkenntnissen nach noch stärker ansteckend sein soll. Ob diese gefährlicher ist oder aber ob die Impfstoffe gegebenenfalls wirkungslos sind, steht noch nicht fest. Entsprechende Untersuchungen laufen momentan.

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Österreich und andere Staaten bannen UK-Flüge

Das österreichische Gesundheitsministerium bestätigte am Sonntag, dass ein Bann für Passagierflüge, die im Vereinigten Königreich gestartet sind, erlassen werden soll. Hintergrund ist, dass eine neue Mutation des Coronavirus, die wesentlich ansteckender sein soll, im Inselstaat gefunden wurde. Die Niederlande reagierten als erster Staat und haben bereits am Wochenende ein entsprechendes Flugverbot erteilt. Belgien und Italien haben zwischenzeitlich einen solchen Schritt ebenfalls verkündet. In Deutschland und Frankreich wird das weitere Vorgehen geprüft. Die Niederlande und Belgien kappen auch den Bahn- und Fährverkehr, sofern dieser aus dem Vereinigten Königreich kommt. Ziel ist es, dass durch die Blockade der Verkehrswege die Ausbreitung des Virus auf dem Festland möglichst verhindert werden soll. Wie lange die Flugverbote, die nun nach und nach ausgerollt werden, andauern sollen, ist noch unklar. Momentan peilen die meisten Staaten den 1. Jänner 2021 an. Mit Blick auf die Erfahrungen vom Frühjahr 2020 ist allerdings davon auszugehen, dass der Bann verlängert werden könnte. Das touristische Geschäft in Tirol und Salzburg wäre mit längeren Flugverboten endgültig abgeblasen, wobei dies auch jetzt schon aufgrund beiderseitiger Quarantänebestimmungen äußerst kompliziert ist. Das hinderte Charterfluggesellschaften aber nicht daran am Wochenende kräftig vom Vereinigten Königreich nach Innsbruck zu fliegen. Da es zu diesem Zeitpunkt keine behördliche Untersagung gab, waren alle Flüge selbstverständlich völlig legal. Näheres dazu in diesem Bericht.

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Innsbruck: Zahlreiche UK-Flüge trotz neuer Mutation gelandet

Während die Niederlande aufgrund der Entdeckung einer neuen Variante des Coronavirus im Vereinigten Königreich einen Bann für Passagierflüge ausgesprochen hat, sind am Wochenende in Innsbruck zahlreiche Flüge aus UK gelandet. In Salzburg beschränkt sich das Angebot auf die London-Heathrow-Strecke. In Innsbruck sind am Wochenende unter Berücksichtigung der aktuellen Pandemiesituation außergewöhnlich viele Flüge gelandet. Diese kamen fast ausschließlich aus dem Vereinigten Königreich. Durchgeführt wurden diese von Easyjet und British Airways. Das Angebot von Tuifly UK wurde nicht durchgeführt. Wie viele Personen sich an Bord befunden haben ist unklar, denn eigentlich besteht in Österreich ein Beherbergungsverbot für touristische Zwecke. Hoteliers dürfen momentan ihre Unterkünfte nur an Geschäftsreisende vermieten. Auch müssen die Einreisenden seit 19. Dezember 2020 eine zehntägige Quarantäne, die ab dem fünften Tag durch eine Testung, sofern diese negativ ausfällt, auf eigene Kosten verkürzt werden kann. Wie die Urlauber ihre Quarantäne verbringen und einhalten, ist völlig unklar, da Hotels offiziell keine Touristen aufnehmen dürfen. Dem Vernehmen nach soll aber die Auslastung auf der Richtung UK-Tirol schwach gewesen sein. In die umgekehrte Richtung sollen überwiegend Personen, die in Österreich arbeiten, aber im Vereinigten Königreich wohnen, geflogen sein. Aufgrund des Auftretens einer neuen, noch nicht näher erforschten Variante des Coronavirus, sehen von Aviation Direct konsultierte Virologen das Vorgehen des Landes Tirol kritisch. Da aber unklar ist wie viele Personen tatsächlich an Bord waren, kann eine nähergehende Beurteilung nicht erfolgen. Allenfalls sagten die Virologen einheitlich, dass man versuchen müsste eine Einschleppung der neuen Mutation aufs Festland zu verhindern und da könnte möglicherweise ein Flug-

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Shutdown für Lufthansa-Verwaltung beginnt

Erstmals in der Geschichte der Deutschen Lufthansa AG wird der größte Verwaltungsstandort, der sich auf dem Gelände des Frankfurter Flughafens befindet, geschlossen. Fast alle Mitarbeiter befinden sich seit heute in Kurzarbeit. Der Konzern kündigte an, dass die Maßnahme bis Feber 2021 anhalten soll. Anschließend soll der Betrieb des Lufthansa Aviation Centers wieder hochgefahren werden. Komplett ruhig wird es aber nicht werden, denn sowohl am offiziellen Firmensitz in Köln als auch am Standort Frankfurt werden jene Mitarbeiter, die zwingend unverzichtbar sind, weiterhin tätig sein. Sofern möglich soll weitgehend Home-Office genutzt werden. Kurz gesagt: Die Lufthansa-Verwaltung in Frankfurt am Main tritt heute in eine Art „Notbetrieb“. Der offizielle Firmensitz der Deutsche Lufthansa AG befindet sich in Köln. Der Standort Frankfurt am Main ist allerdings wesentlich größer und ist der Arbeitsort der überwiegenden Mehrheit des administrativen Personals der größten Fluggesellschaft Deutschlands. Seit einigen Jahren steht immer wieder die Schließung des Hauptsitzes in Köln zur Diskussion, wurde jedoch bislang nicht vollständig umgesetzt. Intern wird Köln „Hauptverwaltung“ genannt. Frankfurt trägt den Namen „Lufthansa Aviation Center“.

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DER Touristik baut 253 Vollzeitstellen ab

Der Reisekonzern DER Touristik baut in Köln und Frankfurt am Main 253 Vollzeitstellen ab. Laut Mitteilung sollen auch 14 Führungspositionen eingespart werden. Das Unternehmen relativiert dies und spricht nur von „rechnerischen Vollzeitstellen“ und strebt an mittels Abfindungen möglichst viele Mitarbeiter zum freiwilligen Verlassen des Unternehmens bewegen zu können. Dennoch wurde mit dem Betriebsrat eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen. Das Produktmanagement wird nun unter einheitliche Leitung gestellt. Bislang agierten die Standorte weitgehend unabhängig voneinander. Firmenchef Ingo Burmester erklärt, dass man aufgrund der Reisebeschränkungen keine andere Wahl habe und nun Doppelstrukturen aus Kostengründen auflösen muss.

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