Jan Gruber

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Jan Gruber

Inlandsflüge: Ukraine vor Abschaffung der Mehrwertsteuer

Während beispielsweise in Deutschland oder Österreich die Regierungen das Fliegen durch höhere Besteuerung künstlich verteuert haben, will die Ukraine einen anderen Weg gehen. Die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Inlandsflüge ist geplant. Damit will man die angeschlagenen Airlines unterstützen. Premierminister Denys Shmyhal kündigte an, dass er die Kosten für Flüge innerhalb der Ukraine senken will. Einer der Wege, um dieses Ziel erreichen zu können, ist die geplante Abschaffung der 20-prozentigen Mehrwertsteuer auf Domestic-Verbindungen. Gegenüber der Nachrichtenagentur Unian sagte Verkehrsminister Vlayislav Krikliy, dass er davon ausgeht, dass der Steuersatz auf null Prozent abgesenkt wird und die Umsetzung noch heuer erfolgen wird. „Es ist sehr wichtig, dass wir ein Zeichen setzen, das zeigt, dass die Luftfahrt für uns kein zweitrangiges Thema ist, sondern Priorität hat. Die Luftfahrt ist sehr wichtig für die Ukraine“, so der Minister gegenüber Unian. Unter anderem SkyUp und Ukraine International hatten in den letzten Monaten intensiv die Senkung der Mehrwertsteuer auf Inlandsflügen gefordert. Zuletzt brachte auch der britische Premierminister Boris Johnson eine Steuersenkung für Inlandsflüge ins Spiel. In Österreich wurde mitten in der Coronakrise die Besteuerung der Kurz- und Mittelstrecke drastisch erhöht. Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) kündigte im Sommer gar Mindestpreise für Flugtickets an. Diese sind europarechtlich bedenklich. Bislang wurde das umstrittene Vorhaben noch nicht umgesetzt.

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EU-Kommission winkt Finnair-Staatshilfe durch

Die EU-Kommission gab grünes Licht für eine Staatshilfe in der Höhe von 351,28 Millionen Euro für die Fluggesellschaft Finnair. Diese wird sowohl in Form eines so genannten Hybrid-Darlehens währt. Dabei ist eine Entschädigung für die Verluste, die zwischen 16. März und 31. Dezember 2020 entstanden sind, enthalten. Für den Zeitraum von 16. März bis 30. Juni 2020 erhält Finnair einen vollständigen Ersatz des gesamten Einkommensverlustes, der den Reisebeschränkungen geschuldet ist. Ab 1. Juli 2020 beschränkt sich dieser auf jene Routen, die weiterhin von Restriktionen betroffen waren. Die EU-Kommission bezeichnet diese Form der Beihilfe als „zweckmäßig“, da sie nicht über die tatsächlichen Schäden hinausgehen würde. Der als Darlehen gewährte Teil des Rettungspakets umfasst auch einen Rückforderungsmechanismus, bei dem eine mögliche öffentliche Unterstützung, die über den tatsächlich erlittenen Schaden hinausgeht, an den finnischen Staat zurückgezahlt werden muss.

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Ostern: Ryanair stockt das Angebot weiter auf

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair stockt das Angebot rund um Ostern weiter auf. Ab Berlin, Köln/Bonn, Memmingen und Frankfurt am Main fliegt der Carrier wieder nach Porto. Ab Deutchlands größtem Airport legt die Billigfluggesellschaft zusätzlich das spanische Valencia auf. Ryanair schreibt in einer Medienerklärung, dass man einen starken Anstieg der Buchungszahlen für die Zeit der Osterferien verzeichnete. Der Lowcoster verkündete auch die Aufstockung der Verbindungen in Richtung Palma de Mallorca. Rund um Ostern wird das Unternehmen 200 zusätzliche Flüge auf die Mittelmeerinsel anbieten. „Wir freuen uns, noch mehr Flüge von Deutschland zu Ostern ankündigen zu können, nachdem die Reisebeschränkungen zu Deutschlands beliebtesten Sonnenzielen in Europa gelockert wurden. Aufgrund der starken Kundennachfrage haben wir heute zusätzliche Flüge nach Porto und Valencia vom 28. März bis Mitte April aufgenommen“, so Jason McGuiness, Commercial Director bei Ryanair. Die zusätzlichen Osterstrecken auf einen Blick: Verbindung Flüge pro Woche Berlin-Porto 2 (+2) Köln/Bonn-Porto 1 (+1) Frankfurt International-Porto 2 (+2) Frankfurt International-Valencia 2 (+2) Memmingen-Porto 2 (+2)

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Easyjet verzeichnet „exponentiellen Buchungsanstieg“

Die Billigfluggesellschaft Easyjet verzeichnete eigenen Angaben nach kurz nachdem Deutschland und die Schweiz zumindest Teile von Portugal von den Risikolisten gestrichen haben einen deutlichen Anstieg der Neubuchungen. Dieser soll bereits wenige Stunden nach den Ankündigungen der jeweiligen Regierung eingetreten sein. Der Carrier beziffert, dass im direkten Vergleich zur Vorwoche um 170 Prozent mehr Tickets ab der Schweiz nach Portugal verkauft wurden. In Richtung Spanien beträgt das Plus laut Easyjet 15 Prozent. Ab der Eidgenossenschaft steuert Easyjet Switzerland ab Basel, Zürich und Genf unter die beiden europäischen Staaten an. José Lopes, Easyjet-Regionaldirektor in Portugal, sagte auch, dass in Deutschland ein „exponentieller Anstieg der Neubuchungen zu verzeichnen ist“. Die Nachfrage wäre seit der Aufhebung der Reisewarnung für einige Regionen Portugals und Spaniens äußerst stark angestiegen. Besonders rund um Ostern, aber auch für Pfingsten und den Sommer, würden die Deutschen „exponentiell mehr Tickets“ kaufen.

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Lübeck Air nimmt Salzburg auf

Die Hausmarke des Flughafens Lübeck wird im Sommerflugplan 2021 auch das österreichische Salzburg anfliegen. Zum Einsatz kommt die von Air Alsie betriebene ATR 72. Die Aufnahme der Verbindung, die vorerst Samstags angeboten werden soll, ist für den 3. Juli 2021 angekündigt. Mit dem Reiseveranstalter Eurotours, der Kooperationspartner auf der Strecke Salzburg- Lübeck ist, werden Passagieren, die nach Lübeck fliegen, abwechslungsreiche Reisepakete an die Ostsee angeboten. Für Gäste aus Deutschland hat ATeams-Reiseservice Angebote vorbereitet. „Es gibt wenige Flughäfen, die wie wir einen privaten Betreiber haben und dazu noch mit einer eigenen kleinen Airline aufwarten“, so Lübeck-Chef Jürgen Friedel. „Als junges Unternehmen mit einem Traditionsflughafen haben wir die Möglichkeit, neue Wege in der Luftfahrt zu gehen, was Komfort und Umwelt angeht. Wir sind unabhängiger von äußeren Faktoren, wie den Entwicklungen im Airline-Markt, und können unseren Fluggästen hier in Lübeck den besten Service aus einer Hand bieten. Wir freuen uns besonders auf die Entwicklungsmöglichkeiten der Verbindung nach Salzburg. Österreich stellt auch im Winter eine überaus interessante touristische Destination dar, nicht nur für Skifahrer.“ Salzburgs Flughafendirektorin Bettina Ganghofer fügt hinzu: „Jede neue Strecke, die von und nach Salzburg führt, freut mich gerade in diesen Zeiten ganz besonders. Die Lübeck Air ist quasi ein junges Start-Up-Luftfahrtunternehmen, das mit dem richtigen Fluggerät die richtige Destination ansteuert und gut zu den Einzugsgebieten der jeweiligen Städte passt. Salzburg ist als eines der ersten Ziele mit an Bord. Ich kenne Lübeck, eine sehenswerte Stadt mit Geschichte und vielen Möglichkeiten seinen Urlaub zu verbringen. Die Ostsee ist nur einen Katzensprung

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Bayern: Söder sieht Reisen ab Pfingsten „sehr optimistisch“

Die Diskussion um eine Testpflicht für Mallorca-Reiserückkehrer reißt in Deutschland nicht ab. Nun fordert auch der wortgewaltige Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, ein solches Vorgehen und schließt sich damit den Forderungen von Niedersachsen an. Momentan gibt es dafür keine rechtliche Grundlage, weshalb der Eindruck einer so genannten „Anlassgesetzgebung“ entsteht. Diese würde die bestehenden Reiseregeln ad absurdum führen, denn die Balearen sind bei der Rückkehr in die Bundesrepublik aufgrund der niedrigen Infektionszahlen test- und quarantänefrei. Allerdings: Deutsche müssen bei der Einreise in Spanien einen negativen PCR-Befund vorlegen. Pfingsten und Sommer: Markus Söder „sehr optimistisch“ Söder kündigt an, dass auf den bayerischen Flughäfen entsprechende Testkapazitäten bereitgestellt werden. Der Ministerpräsident will jedem Rückkehrer die Möglichkeit zur Untersuchung auf Covid-19 ermöglichen. Er sagte aber nicht, ob diese kostenlos oder kostenpflichtig sein werden. Bezüglich Ostern hat der Politiker generell Bedenken, dass sich die Mallorca-Urlaube negativ auf die Entwicklungen in Deutschland auswirken könnten. Optimistisch gibt sich Markus Söder aber bezüglich Pfingsten und den Sommerferien. Er sagte, dass bis dahin ein großer Fortschritt in Sachen Impfungen eintreten wird, so dass er „sehr optimistisch ist“ für Urlaubsreisen ab Pfingsten ist. Auf die jüngsten Rückschläge bezüglich AstraZeneca ging der bayerische CSU-Politiker allerdings nicht ein.

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Ryanair verlängert Umbuchungen – Kleingedrucktes lesen!

Die irische Ryanair Group verlängert den Verzicht auf die Erhebung von Umbuchungsgebühren vorerst für alle Ticketkäufe, die vor dem 30. Juni 2021 getätigt werden. Zu Bedenken gilt es, dass lediglich die Spesen für die Bearbeitung entfallen, jedoch eine mögliche Tarifdifferenz kassiert werden kann. Ryanair teilt mit, dass die Buchungen bis Ende Oktober 2021 bis zu zweimal ohne die Erhebung der Umbuchungsgebühr geändert werden können. Reisende sollten sich aber intensiv mit dem Kleingedruckten auseinandersetzen, denn die Bestimmungen sind vergleichsweise äußerst restriktiv. Kurzfristige Änderungen sind nämlich nicht von den Spesen befreit. „Durch die Beschleunigung der Impfprogramme werden die Hochrisikogruppen und älteren Menschen bis zum Beginn des Sommers geimpft sein, was unserer Meinung nach zu einer Lockerung der Reisebeschränkungen und einem Anstieg der Nachfrage nach Reisen an die Strände von Griechenland, Spanien, Italien und Portugal führen wird. Viele Ryanair-Kunden werden in diesem Sommer zum ersten Mal seit über einem Jahr wieder in den Urlaub fliegen. Um ihnen weiterhin so viel Flexibilität und Vertrauen wie möglich zu bieten, haben wir die Streichung der Umbuchungsgebühr für alle Buchungen, die vor dem 30. Juni erfolgen, verlängert. Kunden können jetzt Flüge für den wohlverdienten Sommerurlaub buchen mit der Gewissheit, dass sie, falls sie ihre Reisedaten verschieben oder ändern müssen, dies bis Ende Oktober 2021 mit einer Umbuchungsgebühr von null Euro tun können“, so Dara Brady, Marketing Director bei Ryanair.

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Kanaren stellen Weichen für die nächsten Jahre

Die kanarischen Inseln sind wirtschaftlich stark abhängig vom Tourismus. Zwar kam man bislang besser als andere Urlaubsdestinationen durch die Krise, doch sind auch in dieser spanischen Region die Umsätze stark zurückgegangen. Nun stellt mittels eines Schulterschlusses gemeinsam die Weichen für die Zukunft. Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung präsentierten Yaiza Castilla, kanarische Ministerin für Tourismus, Industrie und Handel, und José Juan Lorenzo, Direktor des Tourismusverbands der Kanarischen Inseln, ihr Tourismusmodell für die nächsten drei Jahre. Zentraler Fokus liegt dabei auf der digitalen Transformation im Tourismus und der verstärkten Zusammenarbeit des öffentlichen und privaten Sektors. Dank dieser Strategie sollen alle Wirtschaftszweige der Inseln besser in die Wertschöpfungskette eingebunden werden und verstärkt am Tourismus partizipieren. Digitalisierung soll Reisen vereinfachen „Mit dieser Transformation des aktuellen Wirtschaftsmodells wollen wir die lokale Wirtschaft weiterentwickeln und den Tourismus im Land stärken. Verwaltungen und Unternehmen sollen in Zukunft besser kooperieren und ein neues Ökosystem aufbauen, das nachhaltiger, krisenresistenter und wettbewerbsfähiger ist und die Destination insgesamt stärkt“, erklärt Yaiza Castilla. Zur Erreichung dieser Ziele sind drei zentrale Digitalisierungsprojekte geplant. So soll eine „smarte Tourismusplattform“ entstehen, die mithilfe der Internet of Things (IOT)-Technologie Daten wie Wetter, Umweltparameter oder die Zahl der Besucher an wichtigen Touristenorten erfasst und auf der Plattform bündelt. Diese Daten fließen unter anderem in den „Nachhaltigen Marktplatz“ ein, der Tourismusunternehmen einen Überblick über sämtliche Produkte und Dienstleistungen aus allen Handels- und Industriezweigen der Inseln sowie der notwendigen Logistik geben soll. Dritter Baustein der neuen Strategie ist der „Digitale Tourismuskanal“. „Diese Plattform wird das zentrale Instrument für kanarische

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Trifft auch Umsteiger: England verhängt Einreiseverbot für Katar

Ab Freitag, 19. März 2021, 4 Uhr 00 Lokalzeit, wird England Personen, die sich in den letzten zehn Tagen in Katar aufgehalten haben, die Einreise verweigern. Das schließt ausdrücklich auch Umsteiger ein und wird daher Qatar Airways stark treffen. Der Golfcarrier unterhält Verbindungen zwischen Manchester und London-Heathrow zum Drehkreuz Doha. Die Folge aus dem Einreisebann ist, dass ab Freitag mit Ausnahme britischer Staatsbürger und Personen mit Aufenthaltstitel des Vereinigten Königreichs niemand mehr aus Katar kommen einreisen darf. Es bestehen einige wenige Ausnahmen, jedoch müssen auch UK-Bürger eine Quarantäne antreten. Ebenso auf der „roten Liste“ sind Äthiopien, Oman und Somalia gelandet. Erst kürzlich sorgte UK mit einem VAE-Flugbann, der primär Etihad Airways und Emirates traf, für Aufsehen. Dem aktuellen Informationsstand nach gilt der Einreisebann vorläufig nur für den Landesteil England. Nordirland, Wales und Schottland führen eigene „rote Listen“ und haben bislang Katar nicht auf diese gesetzt. Qatar Airways fliegt neben Manchester und London-Heathrow auch die schottische Hauptstadt Edinburgh an. Sollte dieser Landesteil nicht nachziehen, würde insbesondere Umsteigern ein Schlupfloch ins Vereinigte Königreich verbleiben.

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EU-Generalanwalt: Piloten-Streik kann „außergewöhnlicher Umstand“ sein

Treten Piloten in den Streik, so muss das nicht zwangsläufig ein Grund dafür sein, dass Airlines im Rahmen der EU-VO 261/2004 Ausgleichsleistungen an die Passagiere ausbezahlen müssen. Diese Rechtsansicht vertritt der Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof in einem Gutachten. Dies kommt insofern überraschend, da der EuGH bislang Streiks als unternehmerisches Risiko betrachtet hat und somit nicht als „außergewöhnliche Umstände“ eingestuft hat. Letzteres hat zur Folge, dass Fluggäste trotz Streichungen und/oder Verspätungen keinen Anspruch auf die Auszahlung der Entschädigung laut Fluggastrechteverordnung haben. Der EU-Generalanwalt schreibt in seinem Gutachten unter anderem, dass diese Befreiung dann eintreten kann, wenn der Carrier „alle zumutbaren Maßnahmen“, die zur „Verhinderung der Annullierung oder Verspätung des Fluges“ geführt hätten, ergriffen hat. Auch auf den Charakter des Streiks kommt es an, denn der Jurist vertritt die Ansicht, dass wenn dieser eben nicht auf Entscheidungen des Unternehmens, sondern auf bloße Forderungen der Mitarbeiter zurückzuführen ist, dann wäre es ein so genannter „außerordentlicher Umstand“. Dreistelliger Millionenbetrag steht für SAS auf dem Spiel Vor dem Europäischen Gerichtshof ist die Klage eines Passagiers, der von Malmö nach Stockholm fliegen wollte. An diesem Tag streikten die Piloten von SAS in Norwegen, Schweden und Dänemark. Etwa 400.000 Reisende waren betroffen. Die Airline weigert sich unter Hinweis auf den Streik die Forderung in der Höhe von 250 Euro zu bezahlen. Dahinter dürfte jedoch wesentlich mehr stecken, denn falls der Kläger das Verfahren gewinnen sollte, ist damit zu rechnen, dass wesentlich mehr Passagiere – eventuell auch mit Unterstützung von Dienstleistern – ihre Ansprüche einfordern könnte. Somit steht

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